Die Zukunft von macOS mit ARM-Prozessoren?!

Leslie

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Die Big Animals (Amazon, FB, Google, etc) bauen meist ohnehin ihre eigene Rechner aus Komponenten zusammen, die u.a. auch Intel zuliefert

Schon, aber gerade da zeigen sich die Austauschbarkeit und der schwindende Nimbus von Intel doch besonders stark. Wenn AWS als Branchenführer z. B. massiv auf ARM setzt und die Gravitons selber bei Annapurna konstruieren bzw. durch Auftragsfertiger wie TSMC and Global Foundries herstellen lässt, ist das doch durchaus ein Signal und je mehr sich die Marktanteile im Service-Bereich von Nordamerika Richtung Ostasien verschieben, desto stärker werden solche Tendenzen m. E. noch zunehmen.
 
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urmelchen2009

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AMD vs. Intel oder David gegen Goliath. Auch schon lange Tradition.
Mal ist der eine technologisch etwas vorne, mal der andere. Aber ernsthaft Sorgen hat sich Intel bzgl.diesem Wettbewerb noch nie machen müssen.

Was Azure und AMZN da kocht weiß man so wenig, wie man die tatsächlichen Preise der Telkos beurteilen kann. Overprovisioning ist nur eine Möglichkeit wie da getrickst wird und die Preise so gesenkt werden. AMZN hatte schon immer den Bauchladen, die bieten alles an was die Infrastrukturprovider im Portfolio haben. Mal eigenständig mal im Auftrag.

ich sehe im Datacenter Bereich der Unternehmen einfach kein Apple, von den Endgeräten und Handies mal abgesehen. Das was Apple nun mit RISC Architektur in den Consumer Bereich marktfähig gemacht hat, gibt es im Unix Bereich schon seit fast zwei Dekaden.

Daher sehe ich persönlich kein Game Change von Apple durch die gesamten IT Segmente hindurch, allerdings hat Cupertino ARM nun hoffähig für den PC Consumer Bereich gemacht und der Wettbewerb staunt.
 

Deine Mudda

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Prozessorarchitektur und -produzent werden immer unwichtiger. Die Frameworks und Toolchains müssen halt drauf laufen (sieht man bspw. bei der Neural-Engine und tensorflow_mac).

Bei Smartphones weiß doch längst auch niemand mehr, ob da nun ein Snapdragon, A1x, Kirin, Exynos oder sonstwas drin ist, bzw. wie die sich unterscheiden.

Selbst bei den Betriebssystemen wird das in die Richtung gehen: macOS, Windows, Linux? Egal: Hauptsache Office läuft drauf und mein Druckertreiber funktioniert. Standardisierung setzt sich durch, Einzelkämpfer haben keine Chance.

Die Cloud perfektioniert das momentan: Azure, AWS, GCP: völlig egal. Intel/AMD/ARM: egal, Linux/Windows: egal --- der Docker-Container muss laufen.
 

urmelchen2009

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Ja und nein.
Gegenwart und Zukunft der IT ist sehr vielschichtig zu betrachten und mir persönlich doch zu schwierig, das hier zielführend zu diskutieren.

Für meinen Teil daher gerne Back to Topic und das Thema wieder auf Apple und seine neuen ARM reduzieren :i;):
 

Illmind

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Ich bin kein Pro in dem Markt, aber mir scheint es so als hätte AMD generell ja ein Problem mit den Stückzahlen bzw. der Verfügbarkeit im Markt. Durch Intels Move jetzt auch vermehrt extern fertigen zu lassen werden sie die Verfügbarkeit von AMD-Chips weiter einschränken, da Intel halt auch einfach zahlungskräftiger ist, und somit versuchen ihre Marktanteile schlicht durch noch mehr fehlende Verfügbarkeit von AMD zu halten.

Ist halt bitter für AMD. Sie haben durch eine Menge Arbeit und Hirnschmalz ihren Rückstand aufgeholt bzw. sind an Intel vorbei, haben aber durch fehlende Produktionskapazitäten die von Apple und Intel belegt werden, keine Chance ihren Absatz im möglichen Ausmaß zu erhöhen.
 

oneOeight

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Ich bin kein Pro in dem Markt, aber mir scheint es so als hätte AMD generell ja ein Problem mit den Stückzahlen bzw. der Verfügbarkeit im Markt. Durch Intels Move jetzt auch vermehrt extern fertigen zu lassen werden sie die Verfügbarkeit von AMD-Chips weiter einschränken, da Intel halt auch einfach zahlungskräftiger ist, und somit versuchen ihre Marktanteile schlicht durch noch mehr fehlende Verfügbarkeit von AMD zu halten.
TSMC soll extra Kapazitäten für den Intel Auftrag bauen.
 

Kontrapaganda

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Würde sagen Intel ist richtig sauer und schlägt um sich:motz:

Das ist sie, die bittere Realität. Apple hat fertig, jetzt wo sie lahme Handy-Chips in ihre Schicki-Micki-Lifestyle-Books verbauen. Damit haben sie sich endgültig selbst abgeschossen. Durch diese Schnappsidee mit den Handy-Chips ist der Mac als Plattform im Prinzip abgeschrieben. Die einzige Hoffnung besteht darin man einsichtig wird und wieder zu richtigen Prozessoeren von Intel zurückkehrt, möchte man verhindern, dass tausende von Developern die Plattform endgültig verlassen werden. Aber auch dann ist Geschirr zerschlagen und das Hü-und-Hott wird der Plattform nicht gut tun. Der Schaden ist schon jetzt irreparabel. Und so unbelehrbar wie Apple sich in der jüngeren Vergangenheit gezeigt hat, sehe ich nicht viel Licht.
Wer klug ist, greift heute noch zu einem der letzten Geräte mit schnellem Intel-Prozessor, bevor diese vergriffen sind, oder aber man erkennt rechtzeitig die Zeichen der Zeit und verlässt die Plattform.
Lieber früher als später den Stecker ziehen. Das wird genauso laufen wie Tesla mit ihrem dämlichen E-Schott. Dort ist mangels richtiger Motoren auch längst der Zug abgefahren.
Ach ja, falls der Elon hier mitliest: Geheimtipp: Die Zukunft heißt Diesel!
(This thread is sponsored by Intel ® Corporation)
[/Ironie off]

Da nimmt sich Intel wohl das ehemalige Staatsoberhaupt zum Vorbild, der die halbe Kita am Potamac River zum Narren gehalten hat.
Irgendwie erinnert mich Intel an die deutschen Atomotive-Konzerne vor der Dieselkrise oder an Nokia oder diese vielen Anbieter von analoger Filmtechnik
 

Stargate

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Das ist sie, die bittere Realität. Apple hat fertig, jetzt wo sie lahme Handy-Chips in ihre Schicki-Micki-Lifestyle-Books verbauen. Damit haben sie sich endgültig selbst abgeschossen. Durch diese Schnappsidee mit den Handy-Chips ist der Mac als Plattform im Prinzip abgeschrieben. Die einzige Hoffnung besteht darin man einsichtig wird und wieder zu richtigen Prozessoeren von Intel zurückkehrt, möchte man verhindern, dass tausende von Developern die Plattform endgültig verlassen werden. Aber auch dann ist Geschirr zerschlagen und das Hü-und-Hott wird der Plattform nicht gut tun. Der Schaden ist schon jetzt irreparabel. Und so unbelehrbar wie Apple sich in der jüngeren Vergangenheit gezeigt hat, sehe ich nicht viel Licht.
Wer klug ist, greift heute noch zu einem der letzten Geräte mit schnellem Intel-Prozessor, bevor diese vergriffen sind, oder aber man erkennt rechtzeitig die Zeichen der Zeit und verlässt die Plattform.
Lieber früher als später den Stecker ziehen. Das wird genauso laufen wie Tesla mit ihrem dämlichen E-Schott. Dort ist mangels richtiger Motoren auch längst der Zug abgefahren.
Ach ja, falls der Elon hier mitliest: Geheimtipp: Die Zukunft heißt Diesel!
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Da nimmt sich Intel wohl das ehemalige Staatsoberhaupt zum Vorbild, der die halbe Kita am Potamac River zum Narren gehalten hat.
Irgendwie erinnert mich Intel an die deutschen Atomotive-Konzerne vor der Dieselkrise oder an Nokia oder diese vielen Anbieter von analoger Filmtechnik

Ist das die Realität?

Das einzige was man sieht ist das jeder Konzern seine eigenen angeblich realen Messwerte anprangert um sich stets in das rechte Licht zu rücken.
Das jeder am besten seiner eigenen selbsttätig manipulierten Realität traut dürfte eigentlich klar sein.

Das mache Firmen den Schuß - vor allem auch denen eigenen - nicht gehört haben sollte eigentlich auch klar sein.
Beispiele dazu gibt es manigfaltig seit mindestens 1980. Eher noch früher.

Letztendlich wird im - meiner ist aber länger wie deiner - Stil darum gestritten ob der eine ein Watt mehr verbrät oder weniger.

Als Anwender merkt das so oder so niemand. Oder realisiert eigentlich irgend jemand das bei solchen Präsentation speziell
geschriebene und angepasste Programme laufen um zu demonstieren wie viel schneller irgend ein beschissener neuer Chip sein soll.

Mich als privater Anwender interessiert es ehrlich gesagt einen Scheißdreck ob es bei mir zu Hause für das konvertieren eines Films
2 oder 2 einhalb Minuten braucht. Hallo? Alles noch da. Ich bin zu Hause, da habe ich Zeit. Und selbst wenn ich auf meiner beschissenen
Arbeit wäre ist es auch Egal - da bekomme ich die Zeit bezahlt - auch wenn es 15 mal länger dauert.

Alles in allem geht es nur um irgend welche verlogenen marketing-technisch erfundene Verkaufsargumente.

Was ich als Nutzer für das viele aufgerufene Geld wirklich brauche ist eine funktionierende Hardware, die Reparier- und Aufrüstbar ist
und vor allem ein Betriebsystem das mich unterstützt und nicht bei jedem ab Werk vorhanden Problem eine neu-installation
vorrausetzt bei der ich als Nutzer dann auch noch so gut wie nur möglich behindert werde.

Ich bin nur beruhigt das Intel keine Betriebssystem in dem Sinn schreibt.

So lang das nicht passt braucht man keinen beschissenen Handychip - der garantiert auch nicht Fehlerlos ist - in einem
Livestyle Computer der in vermutlich den nächsten zwei Generation vollkommen unerschwinglich wird. Da können von
mir aus auch die so oder so schon gebeutelten Entwickler in 500er Gruppen abspringen.

Denn das ist provoziert und dann muss auch so sein.
 

davedevil

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Wow. So oft "beschissen" geschrieben, da kann es einem ja gar nicht egal sein.
 

herberthuber

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Na ja - Intel stellt halt die Vorteile ihrer neuen "evo"-Platform heraus und vergleicht diese stellenweise mit dem Apple M1 / Apple Silicon.
...und da ist manch Wahres dran, auch wenn es nicht die ganze Wahrheit ist ;)
 

giesbert

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Interessant finde ich ja, dass sich Intel überhaupt genötigt sieht, auf den M1 zu reagieren. Den könnten sie ja auch einfach ignorieren. Erinnert mich ein klein wenig an RIMs "Amateur hour is over", mit denen das neue PlayBook als das bessere iPad beworben wurde.
 

apvar

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Ich gehe mal davon aus, das Intel schon vor der WWDC 2020 wußte, das Apple langsam aussteigt. Von daher wird das auch die Entwicklungsabteilung auf trab gebracht hat. Von daher wird auch Intel langsam aus den Puschen kommen. Denke trotzdem das die Nachfolger des M1 einen weiteren Sprung nach vorne bedeuten.
 
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