Brief von DocMorris - Verbot von Versandapotheken

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  1. Andi

    Andi Mitglied

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    Soweit mir bekannt wurde DocMorris von einem Deutschen mitgegründet und hatte die erste Filiale in Saarbrücken. Da gab's schon den ersten Zoff. Mittlerweile ist es glaube ich Franchise. Es hat auch Niemand behauptet bei Schmerzen oder Fieber einen Tag auf die Onlineapotheke zu warten...
     
  2. geronimoTwo

    geronimoTwo Mitglied

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    Jetzt mag ich mir keine Aspirintabletten mehr von Ratiopharm kaufen. :(


    Glücklicherweise gibt es ja noch Stada, Heumann und 1A. :D
     
  3. Difool

    Difool Super Moderator

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    Primär haben die in dieser Firma so Vitaminpräperate-Zeugs hergestellt. :D
    Schätze mal generell die Palette "Nahrungsergänzungsmittel" nehme ich mal an.
     
  4. agrajag

    agrajag Mitglied

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    Nö, aber das ist die Erfahrung, die ich so mache. Leider hatte ich schon öfter das "Vergnügen". Was ich seit der Schwangerschaft meiner Freundin von unserem ersten Kind erleben "durfte", hat z.T. etwas beängstigendes. Und bei den besonders "engagierten" Eltern, war das Thema Impfen mitunter etwas schwierig und da ging es offenbar nie ohne Kampfbegriffe wie Pharmamafia, Pharmalobby usw. Am geilsten ist es mit den richtigen Impfgegnern. Da denkt man jedes mal: "noch einen ticken weniger Zivilisation und der/die kloppt mich um".

    Na, das sagte ich ja, daß das ein Problem unseres Wirtschaftssystems ist. Das ist eben kein grundsätzliches Problem der Pharmazie bwz. der Forschung.

    Wus?!?

    Eben, wie ich oben schrieb.

     
  5. agrajag

    agrajag Mitglied

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    Wie wahrscheinlich ist es, daß die Generika, untereinander, als auch gegenüber dem Original, exakt gleich sind und nicht hier und da etwas andere Inhaltsstoffe haben? Inwieweit sind die Qualitäten der Inhaltsstoffe gleichwertig?

    Bei der Lebensmittelbranche hat sich ja kürzlich erst gezeigt, daß für manche Länder die Produkte in schlechterer Qualität hergestellt werden, z.T. schlechter als die heimischen Produkte. Dennoch wird der Prämiumpreis aufgerufen.

    Das ist also ein generelles Problem unseres Wirtschaftssystems. Dazu gehört auch, daß Unsummen in Werbung gesteckt (verbrannt) wird.

    Außerdem, ist das denn wirklich ein neues Phänomen, daß Produkte im Auslang weniger kosten? Das ist bei den allermeisten Produkten so. Warum gibt es denn Grauimporte? Nahezu alle Technikprodukte sind im Ausland günstiger. Warum wird dieser Umstand hier plötzlich zu einem Skandal, wenn es um Medikamente geht?
     
  6. rechnerteam

    rechnerteam MU Scout

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    Nein, ich meinte keine Generika, sondern identische Medikamente. Beispiel aus meinem Link: Enbrel 4 Spritzen in Deutschland ~ 1700 EUR, in Frankreich ~1000 Euro,
    https://www.evz.de/fileadmin/user_upload/eu-verbraucher/PDF/Berichte/Alle_Tabelle-DE.pdf

    Diese Preisunterschiede kann ich mir nicht angemessen erklären. Du auch nicht. Zum Skandal wird es durch die stattliche Reglementierung, gepaart mit dem permanenten Rumgejammere, die Ausgaben für Medikamente seien zu hoch.

    Die volle MwSt. will mir auch nicht in den Kopf und spiegelt wieder, was ich meine. Künstliche Verteuerung für den Endverbraucher.
     
  7. agrajag

    agrajag Mitglied

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    Vermutlich sind es die gleichen Gründe, wie bei allen anderen Produkten, die im Ausland günstiger angeboten werden. Kann ich dir auch nicht sagen warum.

    Aber dieses Gebaren zu kritisieren, um das dann als Pro-Argument für Buden wie DocMorris zu nehmen, die exakt nach den gleichen Kriterien handeln, finde ich doch etwas absurd. Wenn ich eine Kritik an einem System hab, dann muß ich das als ganzes kritisieren, und nicht selektiv, jenachdem, ob es mir zum Vorteil oder Nachteil kommt.
     
  8. rechnerteam

    rechnerteam MU Scout

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    Richtig, das sehe ich auch so.
     
  9. Andi

    Andi Mitglied

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    Naja @agrajag Medizin die man eventuell zum Überleben braucht mit Konsumartikeln gleich zu setzen finde ich ebenso absurd. Ist dann halt so...
     
  10. Thunderbirds

    Thunderbirds Mitglied

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    Das die Medizinpreisen bei die Menge an Apotheken hier in Deutschland, die es so in der Rest von Europa nicht gibt dennoch soviel höher sind wundert mich. Bei so viele Apotheken sollte das doch eher den Preis drücken als das die so hoch ist.
    Wie das wohl kommt?
     
  11. agrajag

    agrajag Mitglied

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    Du willst es unbedingt falsch verstehen, oder du verstehst es nicht. Ich setze hier nicht Medizin mit Konsumartikeln gleich, sondern die Marktmechanismen. DIE gilt es zu kritisieren. DIE verursachen das Problem.
     
  12. Andi

    Andi Mitglied

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    Eigentlich nicht. Es gibt ja keinen Marktmechanismus. Es steht ja kein Preis auf der Packung eines verschreibungspflichtigen Medikamentes weil man es ja nicht einfach kaufen darf. Der Preis wird über die Krankenkasse ausgehandelt. Der Patient spart nix - aber seine KK.
     
  13. Barry Lyndon

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    Du verstehst es nicht. Du hast anscheinend keine Ahnung von den "Marktmechanismen", denn, wenn Du Ahnung hättest, dann wüsstest Du, dass der Pharmabereich besonders in D NICHT den normalen "Marktmechanismen" unterliegt.
    Es handelt sich erstens um einen gesetzlich reglementierten "Markt".
    Zweitens: Auf Anbieterseite sind wenige Hersteller (Oligopol).
    Drittens: Auf der Nachfrageseite sehen wir "wenige" Kassen, die zudem nicht den "normalen" betriebswirtschaftlichen Gesetzen unterliegen, d.h., sie erhöhen einfach die Beiträge, wenn's nötig ist, und haben dabei staatliche Rückendeckung. Die angebliche "Liberalisierung" der Krankenkassen in letzter Zeit ist nicht annähernd hinreichend.
    Viertens: Auf der Nachfrageseite haben wir die Ärzte, die ebenfalls nicht wirklich (trotz Deckelung) auf günstige, zu verschreibende Medikamente achten müssen. Ferner dürfen Ärzte ganz legal von den Herstellern umgarnt und verwöhnt werden.

    Die Preise in D sind deswegen so hoch - im Vergleich zum Ausland -, weil die mächtige Pharmalobby eben mit dem Forschungs- und Arbeitsplatzargument bei den Politikern hausieren geht.

    Die Gewinnmargen von z.B. Apple oder Microsoft sind zwar auch unanständig hoch, aber immerhin unterliegt deren Markt den normalen Gesetzen, besonders bei der Preisfindung, von Angebot und Nachfrage.
    Die obszönen Gewinnmargen der Pharmaindustrie erzielen die Hersteller dagegen in einem abgeschotteten Markt.

    Ich denke aber nicht, dass Du derart komplexe Zusammenhänge verstehen kannst oder verstehen willst, agrajag, vor allem dann nicht, wenn Du selber zur Pharma- oder Apothekergilde gehörst.
     
  14. Andi

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    Danke Barry!
     
  15. Buckyball60

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    In USA heissen Apotheken Pharmacy und neben den Helfern muss da wie in D-Land entsprechend einer mit Pharmaziestudium anwesend sein. Und es ist nix "land of the free" mit Krankenkassen, wenn man nicht das Glueck hat ueber den AG eine super Krankenversicherung zu haben startest Du gerne mal damit die ersten $10000 pro Jahr aus der eigenen Tasche zu zahlen - ohne Zahnarzt. Und danach zahlt die KV vielleicht 80%.
     
  16. Andi

    Andi Mitglied

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    Ich glaube er meint Medikamente die bei uns Apothekenpflichtig sind kann man im Supermarkt kaufen. Welche die bei uns verschreibungspflichtig sind im Drugstore. In der Pharmacy gibt es dann die verschreibungspflichtigen pillengenau und nicht Packungen wo was übrig bleibt.
     
  17. Mann im Mond

    Mann im Mond Mitglied

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    es geht um ganz viel Geld

    http://www.stern.de/wirtschaft/news...ehes-kniefall-vor-den-apothekern-7360114.html

    Dass es bei Krebsmedikamenten um viel Geld geht, zeigt noch ein anderes Beispiel. Die Apotheker boten den Kassen kürzlich einen Sonderrabatt von 150 Millionen Euro an, wenn sie auf Ausschreibungen künftig verzichten würden. Die Kassen lehnten ab. Sie veranschlagen den gesamten Markt auf drei bis vier Milliarden Euro, in dem sich mindestens 650 Millionen Euro sparen ließen.
     
  18. Barry Lyndon

    Barry Lyndon Mitglied

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    Meine Fehleinschätzung. Irgendjemand erzählte mir, dass das Apothekertum in USA viel pragmatischer und freier gestaltet sei, als in D, wo man ein Pharmaziestudium für das Betreiben einer Apotheke vorweisen müsse.

    Aber, seien wir ehrlich, Freunde, schaut Euch mal die Curricula eines Pharmaziestudiums an und dann blickt auf Eure Apotheker und auf ihre Arbeit ... die Jungs und Mädels dürfen doch so gut wie goar nix und müssen immer auf den Arzt verweisen ... unsere Apotheker(innen) sind Schubladen-auf-und-zu-macher, Päckchen und Pillen über den Tresen schieber ... meistens müssen sie bestellen, da nicht vorrätig, labern endlos mit alten Stammkundinnen rum, während es immerzu "kling-kling" von der Eingangstür macht, sich eine Kundenschlange bildet und der arme Barry vor Ungeduld auf spanisch 'rumflucht. Sie geben nur auf ausdrückliche Anforderung den Beleg heraus ... bescheissen Sie auch noch das Finanzamt, so wie die Wirte in der Gastronomie?

    Ich habe nie verstanden, wie man so was - aus barryscher Sicht - Unnützes studieren kann. Wahrscheinlich entschädigen sich die paar männlichen Studenten mit dem Frauenüberschuss in den Hörsälen dafür ... :D
     
  19. Olivetti

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    genau so heute vormittag passiert. :p
     
  20. WollMac

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    Ich kenne diese Curriculae recht gut und gut kann verstehen, dass es über dein Verständnis geht...


    Wie man in den Wald ruft...

    Was machst du überhaupt in der Apotheke, wenn du Pharmazie für unnütz hältst? Die Apothekerinnen anbaggern?
     
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