Brief von DocMorris - Verbot von Versandapotheken

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  1. Homebrew

    Homebrew Mitglied

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    Lieber Ralle, Wenn Du einen Beitrag zitierst, brauchst Du den Verfasser Deines Zitats nicht mehr Namentlich ansprechen.
     
  2. Ralle2007

    Ralle2007 Mitglied

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    Habe mal recherchiert, ich diesbezüglich nichts gefunden, geht auch schlecht denn für verschreibungspflichtige Medis wird das Originaltezept benötigt.
     
  3. Ralle2007

    Ralle2007 Mitglied

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    Aber elektronisch Rezepte übermitteln kann noch nicht jeder Arzt.
    ... in Baden-Württemberg wird es mit Rezepten der GKV probiert.
    https://www.aerzteblatt.de/nachrich...er-gesetzlich-Krankenversicherte-wird-erprobt


    BMG: E-Rezept-Projekte können 2020 starten, interessanter Artikel der Apotheker Zeitschrift.

    https://www.deutsche-apotheker-zeit...16/bmg-e-rezept-projekte-koennen-2020-starten
     
  4. Wolfgang2

    Wolfgang2 Mitglied

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    Ich würde diese Zahlen nicht glauben. Der Grund ist einfach. Wenn man eine Apotheke betreiben will mit einer Fachberatung, also mit qualifiziertem Fachpersonal, dann braucht man für die Apotheke einen Grundumsatz. Denn nur der Umsatz - oder besser die Marge - kann herangezogen werden um die Kosten zu begleichen. Wenn man also der Apotheke vor Ort die Umsätze entzieht, dann muss sie entweder andere verdrängen, sich also um mehr Problemkunden kümmern oder schließen, damit andere sich kümmern können.

    Außerdem: Meine Schwiegermutter ist chronisch krank und bekommt ein spezielles Medikament. Sie wurde vor kurzem von der Krankenkasse informiert, dass es zu diesem ein gleichwertiges Generika gibt zu einem deutlich günstigeren Preis (irgend ein Patent war zu diesem Zeitpunkt abgelaufen). Wenn man nun davon ausgeht, dass die Krankenkasse(n) alle Patienten in der Form anschreiben, dann bricht mit Ablaufen der Patente schlagartig der gesamte Markt zusammen.

    Ok, Doc-Morris hat aktuell nur diesen kleinen Anteil, doch wenn er wirklich ernsthaft Fuß fassen kann in dem Markt, dann werden von einem Monat auf den Anderen die Umsätze umgeleitet von der Apotheke zur Versandapotheke.

    Nicht die Zahlen sind das Problem, sondern das Problem ist die Dynamik, die losgetreten wird, wenn klar ist, dass das alles wirklich funktioniert.

    Und übrigens: Glaubt irgend einer, dass dann - ausgeliefert per Monopolist - die Medikamente preiswerter bleiben?

    Wir haben es doch bei der Post und der Telekom erlebt. Alles hatte funktioniert, alles lief wunderbar und irgendwann kam die Privatisierungskeule. Heute ist alles 10 mal so teuer und nichts funktioniert mehr.
     
  5. Ralle2007

    Ralle2007 Mitglied

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    Alles wird teurer, liegt auch einwenig an der Zeit;)
    Bezüglich Ersparnis sehe ich das ein wenig anders, denn bei rezeptpflichtigen Medis hast du nichts davon, bei privat Rezepten diesbezüglich auch nicht.
    Bei Privatrezepten bekommst du von deiner PKV auch nur das erstattet was auf dem Rezept von der Apotheke bedruckt wurde.
    Eine Zeitersparnis ist m.E.auch nicht unbedingt da, denn deine Medis sind nicht sofort verfübar, hier bleibt dir dann doch nur der "Gang"zur Apotheke vor Ort.

    Kurz und knapp, bei Medis die sofort benötigt werden, ist eine online Apotke nicht sinnvoll.
    Selbst bei E Rezepten, hast du immer noch Versandzeit.
     
  6. Wolfgang2

    Wolfgang2 Mitglied

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    Vor allem wird das ganze hochchaotisch, wenn ich mir hier in München das allgemeine Paketzustellchaos ansehe. Die Paketzulieferer darf man m.E. durchaus als das neue Prekariat bezeichnen und die haben irgend eine Marge - sagen wir mal 100 Pakte (wahrscheinlich mehr) und wenn die um 18:00 nach zwei Überstunden erst bei Paket 70 sind, dann schreiben die "Bewohner nicht da" und dann landet das entweder in den Stapel "Auslieferung am nächsten Tag" oder es wird irgendwo beim Nachbarn abgegeben oder bei irgend einer Annahmestelle irgendwo in der Stadt und man darf dann sehen wie man dahin kommt usw.

    Online-Medikamente kann man ohnehin nur dann bestellen, wenn man sie erst in 14 Tagen braucht. Heute bestellt und morgen geliefert, die Nummer kannst du vergessen und ganz besonders in den Monaten mit den Vielversandfeiertagen.
     
  7. lulesi

    lulesi Mitglied

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    Aus welcher Welt kommst du denn?

    Zu Zeiten der Post kostete ein Ortsgespräch 23 Pfennig pro 8 Minuten. Ein Telefonat in die benachbarte Großstadt galt als Ferngespräch und kostete 10-20 DM / Stunde, wenn die Strecke 100km war auch gerne 50 DM/Stunde.

    Heutzutage haben wir Flatrates durch ganz Europa, Flatrates im Mobilbereich, Internet etc.

    Es gibt kaum einen Bereich i. dem die Kosten so gefallen sind wie im Telekommunkationsbereich.

    Das Briefporto lag vor 20 Jahren bei 1DM, heutzutage bei 70 cent, obwohl kaum noch einer Briefe schreibt.
     
  8. Wolfgang2

    Wolfgang2 Mitglied

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    Heutzutage haben wir ein Telefonnetz, das noch nicht mal in normalen Zeiten vernünftig funktioniert. Die Leitungen hier im Haus sind vor 50 Jahren gelegt worden. Damals hatte man noch die Telefone mit Wählscheiben. Heute ist bereits ISDN Vergangenheit geworden - das letzte funktionierende Telefonsystem in diesem Land überhaupt - und inzwischen ist alles Voice over IP oder um in telekomisch zu sagen "All_IP". Die Leitung ist im Durchschnitt 3 Tage im Jahr offline, was bedeutet, dass man eine bestimmte andere Person etwa 6 Tage im Jahr nicht direkt telefonisch erreichen kann. Mit einem Offline-AB kann man das zwar irgendwie abfangen, aber ...

    Die alten Leitungen waren per USV abgesichert. Überall standen da Akkusysteme rum und - ich erinnere mich noch an den Wirbelsturm Lothar damals im Schwarzwald - das hatte Konsequenzen für den Notfall. Ich wohnte damals dort und kann mich noch gut erinnern. Um ca. 12:30 bekamen wir mit, dass der Wind doch etwas heftiger wurde. Dann hörten wir, dass hier und da der eine oder andere Baum umgefallen sei, um etwa 14:30 war dann der Strom ausgefallen. Um 17:00 hatte mich eine Bekannte angerufen, dass bei Ihr der Keller voll sei und sie das Aggregat nicht ans laufen bringen könnte. Ich bin dann rübergefahren und habe ihr dabei geholfen und gut ist.

    Wir hatten also etwa 2,5 h nach Eintritt des Stromausfalles noch telefonieren und damit den Schaden deutlich in grenzen halten können. Heute sieht das anders aus. Das Notfallnetz bei einem Stromausfall sind ausschließlich die Handys und hier halten die USVen maximal 1/2 h vor oder weniger und selbst diese Kapazität wird verbraten, damit die Schaulustigen die Bilder bei YouTube hochladen können. Das Festnetz erlaubt einem noch nicht einmal das gerade aktuelle Gespräch zu Ende zu führen.

    Wenn der SHTF-Fall "The Shit hit the Fan" eintritt - wie es der Amerikaner zu sagen pflegt - dann wirst du sehen, was du in deinem superhochmodernen System noch hast. Du hast ganz genau gar nichts mehr. Es ist alles nur noch ein weiterer Haufen S...e.
     
  9. agrajag

    agrajag Mitglied

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    … aber in der Cloud… :)
     
  10. Cosmic7110

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    ich glaube ihnen weil sich selbst in dem Kuhkaff hier scheinbar problemlos 5 Apotheken über wasser halten können, so am Arsch kann der Markt also nicht sein.
     
  11. Ralle2007

    Ralle2007 Mitglied

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    Genau das meine ich, es sind zwar keine 14Tage aber 5 Tage sollte man rechnen.
     
  12. Tournesol

    Tournesol Mitglied

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    Also ich habe hier einen lieben Freund, der wegen Diabetes 1 auch jede Menge Arzneien braucht. Der ist schlicht zur örtlichen Apotheke gegangen und hat den Apotheker mit den Internet-Preisen konfrontiert. Der Apotheker gewährt ihm jetzt die gleichen Preise. Geht also.
     
  13. pitbullfighter

    pitbullfighter Mitglied

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    Genau aus dem Grund ist Konkurrenz doch prima.
     
  14. Ralle2007

    Ralle2007 Mitglied

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  15. Ralle2007

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    Wichtig ist das man einfach vor Ort fragt,
    und mal das Smartphone zuckt, dafür kann man es ja u.a. gut verwenden.
     
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