Alltag Sandsack-Thread Teil 5

MacQandalf

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phuucking DHL. Da wird jetzt unnötigerweise ein Paket zurückgesandt, weil die Aushilfe zu doof ist, Klingelschilder zu lesen.
Und ich kanns nicht stoppen, weil diese Telefonhotline nur Auto-Abfragen hat und am End kommt: wir können ihnen keine Auskunft zu dieser Sendung geben, bitte melden Sie sich zu unseren Geschäftszeiten. Ja was? Es SIND jetzt Geschäftszeiten! Dazwischen immerwieder „wir konnten ihre Antwort nicht verstehen“ :koch:
Was oft hilft: Den Unmut über Facebook kund tun nzw. die entsprechenden Hilfeseiten bei Facebook kontaktieren. Ich hatte auch schon die eine oder andere Situation wo einfach gar nichts geklappt hat und ich eigentlich nur meinen Ärger kundtun wollte, und dann eine Antwort vom Socialmedia-Team kam dass sich jemand in Verbindung setzt das Problem zu lösen. Bei DHL und DPD klappte das ganz gut, beim Schwedischen Stromanbieter nicht so gut.

Wäre jedenfalls mal einen Versuch wert.
 
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il castrato

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Im Kern ist er Blödsinn. Denn mit der moralisch-emotional aufgeladenen Frage "Wer ist hier Täter, wer ist hier Opfer?" geht man das Problem ja nicht an. Es besteht darin, dass der Westen dem Opfer nur dann wirksam helfen kann, wenn er dem Täter den Kopf abschlägt. Wogegen vermutlich niemand was hätte, auch ich nicht. Aber in den Krieg aktiv einsteigen kann der Westen eben nicht, weil die Gefahr einer Eskalation sehr real ist. Und Eskalation bedeutet nicht nur Intensivierung des Kampfes und Entgrenzung des Krieges, sondern vor allen Dingen auch der ebenso rasche Verlust von Handlungsspielräumen - schnell ist der Punkt erreicht, wo es nur noch Schlag auf Schlag geht. Das muss man sich in aller Konsequenz klarmachen. Beide Seiten verfügen über Massenvernichtungswaffen.

Wenn mich was nervt an den Diskussionen zum Thema Ukraine, dann ist es diese unfassbare Plattheit und die strikte Weigerung, die Problemlage überhaupt erstmal zu akzeptieren. Bei Emma wird ein Verhandlungsfrieden vorgeschlagen, der kaum realistich ist. Die Gegenpetition wischt die Eskalationsgefahr beiseite. Sorry, das Problem ist komplizierter.
 

il castrato

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Wo wird das in dem Artikel getan?
Eigentlich hast du recht: Die Eskalationsgefahr wird in dem Artikel nicht beiseite gewischt - weil sie darin gar nicht erst vorkommt. Der Autor glaubt, dass der Aggressor uns schon längst als Ziel markiert hat und sowieso tut, was er will, ganz egal, was wir tun. Dafür gibt es keinen Beleg. Stattdessen sehen wir auch diesmal wieder das, was wir bislang in jedem Krieg beobachten konnten, eine Spirale von Gewalt und Verrohung.
 

WollMac

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Eigentlich hast du recht: Die Eskalationsgefahr wird in dem Artikel nicht beiseite gewischt - weil sie darin gar nicht erst vorkommt. Der Autor glaubt, dass der Aggressor uns schon längst als Ziel markiert hat und sowieso tut, was er will, ganz egal, was wir tun. Dafür gibt es keinen Beleg.
Wie sollte der Beleg denn aussehen? Ist Putins Verhalten seit 2014 nicht Beleg genug?
 

il castrato

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Ist Putins Verhalten seit 2014 nicht Beleg genug?
Nur dafür, dass er seine Ziele (die übrigens auch nicht klar sind) mit rücksichtsloser Gewalt durchzusetzen bereit ist. Ob bzw. unter welchen Umständen er aber eine direkte Auseinandersetzung mit der NATO riskieren würde, wissen wir nicht. Es ist daher überhaupt nicht egal, wie wir uns verhalten. Wer sowas behauptet, erzählt Scheiße.
 

Schiffversenker

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Wer sowas behauptet, erzählt Scheiße.
Ein schlagendes Argument in jeder Diskussion.

Natürlich ist es nicht egal, wie wir uns verhalten - aber wie der Irre im Kreml darauf reagiert ist nicht wirklich vorhersehbar, so gesehen ist vieles auch egal.
Die Diskussion zum Beispiel, ob Ausbildung von ukrainischen Soldaten bei uns schon rechtlich ein Kriegseintritt sei, die ist ziemlich nutzlos, denn Putin schert sich einen Dreck um Völkerrecht oder Verträge. Er braucht nicht mal einen echten Anlaß, da er mit seiner gleichgeschalteten Presse eh den größten Teil seines Volks beliebig belügen kann. Und der Rest der Welt ist ihm ziemlich egal, solange er für ihn politisch oder wirtschaftlich wichtige Regierungen auf seiner Seite hat.

Seine Ziele scheinen mir allerdings schon klar: Die Wiederherstellung des Sowjetreiches (oder gleich des Zarenreichs?) in all seiner Pracht und Ausdehnung ist sicher zumindest ein Fernziel. Sowas Ähnliches hatten wir hierzulande ja auch mal, als es diesem schnauzbärtigen Österreicher darum ging, den "Schandfrieden" von Versailles zu revidieren.
Natürlich ist die Situation nicht identisch, u.a. weil die abgetretenen Gebiete dies nicht freiwillig taten (bzw. nicht gefragt wurden), auch Putin hat das vielleicht falsch eingeschätzt, als er glaubte, den "Anschluß" von 1938 wiederholen zu können.

Ich hoffe aber, daß die Entscheidenden besser informiert sind und besser argumentieren als Dilletanten in offenen Briefen oder Leute wie wir in allen möglichen Foren.
 

WollMac

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Ob bzw. unter welchen Umständen er aber eine direkte Auseinandersetzung mit der NATO riskieren würde, wissen wir nicht. Es ist daher überhaupt nicht egal, wie wir uns verhalten.
Eben. Daher ist es m.M. angezeigt, ihm rechtzeitig klar zu machen, dass das für ihn unbezahlbar teuer wird.
 

Schiffversenker

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Ist für so nen 70 Jahre alten Zausel, der sich da jetzt noch das Denkmal für die Ewigkeit setzen könnte,
Hmmm... du meinst, es liegt am Alter? Muß ich mir da auch langsam was überlegen für einen Eintrag in den Geschichtsbüchern? Als kinderloser (und sogar enkelloser!) alter Sack?
 

MacQandalf

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Hmmm... du meinst, es liegt am Alter? Muß ich mir da auch langsam was überlegen für einen Eintrag in den Geschichtsbüchern? Als kinderloser (und sogar enkelloser!) alter Sack?
Das Alter (und sicher auch derGesundheitszustand) haben sicher in soweit etwas damit zu tun dass ihm dämmert für eine Ziele nicht mehr ewig Zeit zu haben. Das birgt natürlich die Gefahr dass er völlig irre Dinge versucht.
 

Schiffversenker

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Das verstehe ich natürlich.
Ich frag mich halt, ob ich mir da Sorgen machen sollte um mich. Und was für irre Dinge ich dann machen könnte.
Ukraine überfallen ist ja kein Alleinstellungsmerkmal mehr, genau wie Polen überfallen oder Frankreich überfallen, sowas war ja schon öfter beliebt.
Vielleicht Liechtenstein?
 

Homebrew

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Als versenker von Schiffen, am Besten Meerseitig gelegene Ländereien überfallen
 

Dextera

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Hmmm... du meinst, es liegt am Alter?
Wenn du größenwahnsinnig bist und dir langsam die Zeit davonläuft :noplan:
Mal davon abgesehen hab ich bisher noch keinen gesehen, der mit zunehmendem Alter „normaler“ wird in der Birne. Und das jetzt gepaart mit der seit jahrzehnten anhaltenden Macht, die den Verstand langsam vergiftet …
 

il castrato

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Natürlich ist es nicht egal, wie wir uns verhalten - aber wie der Irre im Kreml darauf reagiert ist nicht wirklich vorhersehbar, so gesehen ist vieles auch egal.
Die Frage ist dann, was denn nun egal ist und was nicht.
Die Diskussion zum Beispiel, ob Ausbildung von ukrainischen Soldaten bei uns schon rechtlich ein Kriegseintritt sei, die ist ziemlich nutzlos, denn Putin schert sich einen Dreck um Völkerrecht oder Verträge.
Natürlich ist eine Diskussion über rechtliche Fragen für die Tonne, nicht hingegen sorgfältige Abwägungen, inwieweit jede weitere Militärhilfe für die Ukraine das Risiko von Eskalation und Entgrenzung erhöht. In Putins Kopf gucken kann keiner (ist er wirklich "irre"?), und es gibt auch noch weitere Unwägbarkeiten, aber immerhin weiß man doch so einiges über die Eigendynamik von Kriegen. Dieses Wissen gebietet angesichts des vorhandenen Arsenals an Massenvernichtungswaffen auf beiden Seiten, anders vorzugehen als bisher. Dafür muss die Gesellschaft mit der "Je suis Ukraine"-Nummer aufhören. Mitgefühl, Solidarität - ja klar, aber wenn wir hier weiterhin die Opferperspektive (deren Legitimität ich absolut nicht bestreite!) mit unserer gleichsetzen und uns von ukrainischen Politikern sagen lassen, was zu tun ist, führt das unweigerlich in eine Auseinandersetzung zwischen NATO und Russland. Und dann geht es schneller als man gucken kann Schlag auf Schlag; diese Situation also, dass allein Handlungszwänge bestimmen und es keinen Raum mehr für sorgfältig bedachte Entscheidungen gibt, ist unbedingt zu vermeiden.
 

WollMac

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Mitgefühl, Solidarität - ja klar, aber wenn wir hier weiterhin die Opferperspektive (deren Legitimität ich absolut nicht bestreite!) mit unserer gleichsetzen und uns von ukrainischen Politikern sagen lassen, was zu tun ist, führt das unweigerlich in eine Auseinandersetzung zwischen NATO und Russland. Und dann geht es schneller als man gucken kann Schlag auf Schlag; diese Situation also, dass allein Handlungszwänge bestimmen und es keinen Raum mehr für sorgfältig bedachte Entscheidungen gibt, ist unbedingt zu vermeiden.
Glaubst du ernsthaft, dass Putin Ruhe gibt, wenn wir ihm die Ukraine zum Fraß vorwerfen?
 
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