Alltag Rentenplanung | ETF | Welche Empfehlungen habt ihr?

picknicker1971

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Ich greife den Thread nochmal auf und frage bzgl. Bank/Depot und Gebühren

Mit welcher Bank/Anbieter managed Ihr Eure ETFs? Und warum?

TIA
 

Barry Lyndon

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Jungs, Mädels und Nicht(Jungs V Mädels), angesichts der aktuellen Lage ... wie war das mit ....K.oks.und.Nu.tt.en.?
 

EierFanta

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Altersvorsorge ist für mich ein konkretes Thema, weil ich jetzt Rentner bin.

Ich persönlich bekomme die gesetzliche Altersrente (für Schwerbehinderte) und bekomme eine Betriebsrente.

Die gesetzliche Altersrente beträgt in etwa 52% meines letzten Nettoeinkommens. Der Prozentsatz ist deshalb so niedrig, weil ich eine vorgezogene Altersrente in Anspruch genommen habe, wollte einfach nach 40 Dienstjahren und schwerer Krankheit nicht mehr, das sollte reichen.

Ich habe schon frühzeitig Betriebsrentenansprüche erworben. Ich hatte Glück, ich hatte einen alten Arbeitsvertrag, in dem mir - nach Dienstjahren gestaffelt - ein bestimmter Prozentsatz meines letzten Bruttoeinkommens vom Arbeitgeber garantiert wurde, wenn ich in die gesetzliche Rente komme.

Heutzutage gibt es das so nicht mehr. Es sei denn man handelt dies mit seinem Arbeitgeber unmittelbar aus. Kann man aber nur wenn man nicht unter einen Tarifvertrag fällt. Heutzutage gibts es aber auch die Möglichkeit eine Betriebsrente durch Entgeltumwandlung zu erhalten. Hier spart der Arbeitnehmer aus dem Bruttogehalt für die betriebliche Altersvorsorge. Er spart damit Steuern und Sozialabgaben. Das lohnt sich aber nur dann, wenn der Chef ordentlich Geld beisteuert. In der Rentenphase. Ein Versuch, gerade bei Arbeitgebern von größeren Unternehmen lohnt sich da eine Anfrage.

Dann gibt es natürlich noch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, oder aus Kapitalgewinnen. Beides setzt voraus, dass man jetzt - wie bei der Entgeltumwandlung - während der Zeit des Arbeitslebens in seine Altersvorsorge investiert.

Das einzige was feststeht: Von der gesetzlichen Rente allein, wird man seinen gewohnten Lebensstandard nicht mehr aufrecht erhalten können. Ist leider so.
 

kenduo

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Erlaube mir die Frage: Wieviel % hast du insgesamt und reicht das?
 

EierFanta

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Ich hatte Glück das ich vor 1980 in unserem Konzern eingetreten bin.

Nach Dienstjahren gestaffelt wurden seinerzeit 60% des letzten Bruttoeinkommens garantiert, wenn man mindestens 10 Jahre im Unternehmen beschäftigt war. Für jedes weitere Dienstjahr wurde dieser Prozentsatz um 1% erhöht, bei 80% war jedoch Ende, egal wieviel Dienstjahre man hatte.Blieb man nur 8 Jahre im Konzern gab es nichts.

Da ich insgesamt 39 Dienstjahre (39,7) im Konzern hatte, konnte ich den Höchstsatz erreichen.

Jedes Jahr wird jedoch eine Vergleichsberechnung durchgeführt. Die Lohnerhöhungen der noch Beschäftigten Mitarbeiter werden in Relation mit den aktuellen Rentenerhöhungen gesetzt. Sind die aktuellen Rentenerhöhungen höher als die Lohnerhöhungen, wird die Betriebsrente gekürzt, steigen die Bruttolöhne mehr als die gesetzliche Rente, wird die Betriebsrente erhöht. Das ganze nennt sich im Fachjargon "Berechnung nach Gesamtversorgung".

Diese "Gesamtversorgung" wird aber bei den meisten großen Konzernen schon lange nicht mehr durchgeführt. Das ganze kam aus der Zeit wo man Arbeitskräfte händeringend gesucht hatte (60er/70er Jahre). Damals herrschte fast Vollbeschäftigung und die Arbeitgeber lockten unter anderem mit Betriebsrenten. Ich hatte Glück bereits 1978 in unseren Konzern eingetreten zu sei, also im Prinzip das Glück der frühen Geburt.

Reichen 80%?

Das kommt darauf an, ich sage mal einfach für meine Bedürfnisse: Ja.
 

mcmrks

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(…) Von der gesetzlichen Rente allein, wird man seinen gewohnten Lebensstandard nicht mehr aufrecht erhalten können. (…)
korrekt, aber seinen standard kann man durchaus etwas tiefer setzen, ohne direkt buddhist zu werden.

ich musste das mal nach einem jobwechsel (ein drittel weniger gehalt) zu meiner jetzigen anstellung machen … nach einiger zeit pendelt sich das ein.

ein exkollege und jetztrentner beklagte sich allerdings, dass urlaubs- und weihnachtsgeld fehlen. dafür hat er halt mehr zeit zum nebenerwerb. 😊
 

EierFanta

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.......

ein exkollege und jetztrentner beklagte sich allerdings, dass urlaubs- und weihnachtsgeld fehlen. dafür hat er halt mehr zeit zum nebenerwerb. 😊

Einerseits stimmt das.

Andererseits darf man, wenn man nicht die Regelaltersrente bezieht, nur 6300 Euro im Jahr dazuverdienen, der übersteigende Betrag führt zu einer Rentenkürzung. Diese Regelung ist - in meinen Augen - absoluter Unfug.
 

Madcat

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Die gesetzliche Altersrente beträgt in etwa 52% meines letzten Nettoeinkommens.
Da bist du sehr gut dabei da das Rentenniveau derzeit afaik bei rund 50% liegt. Ich denke ich kann froh sein, wenn ich in 25 Jahren noch 40% bekomme. Wenn allerdings bei mir alles so weiter geht wie bisher ist die gesetzliche Altersrende in meinem Falle eh nur Bonus ;)
Andererseits darf man, wenn man nicht die Regelaltersrente bezieht, nur 6300 Euro im Jahr dazuverdienen, der übersteigende Betrag führt zu einer Rentenkürzung. Diese Regelung ist - in meinen Augen - absoluter Unfug.
Sehe ich genauso. Nach meinem Rechtsverständnis ist das sogar rechtswidrig.
Das einzige was feststeht: Von der gesetzlichen Rente allein, wird man seinen gewohnten Lebensstandard nicht mehr aufrecht erhalten können. Ist leider so.
Ich denke sogar, dass der Staat auf lange Sicht die Rente abschaffen wird (das werden wir aber nicht mehr erleben). Unsere Politik ist hier einfach zu kurzsichtig und wenn ich mir das Volk so anschaue sehe ich auch nicht, dass sich das je ändern wird.
 

langfingerli

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Dazu mal ein Update.

Continental Rente Invest (RI)
ISIN: DE000A1W2BL8
1 Jahr: -2%
3 Jahre: + 3,4%
5 Jahre: +19,4%
Max. 26% (seit 2013)

HanseMerkur Vario Care Invest
ISIN: LU0210534227, LU0159550150, LU0211333025, LU0135990504, LU0386882277, DE0009848119, LU0048578792, DE0008490962, LU0378438732, LU1883859230

1 Jahr: 0% :iD:
3 Jahre: 21%
5 Jahre: 53%
(Max liegt bei 188%, im Durchschnitt, da 10 Fonds inkludiert sind mit unterschiedlichem Startdatum).

Also das Ding der Conti werde ich definitiv kündigen und den Rückkaufwert in den Vario Care von der HanseMerkur schieben.
Vario Care Invest läuft vielleicht nicht "krass gut" , aber als Laie würde ich sagen, dass die Werte okay sind und sich dieser Fond in 25 Jahren durchaus gut entwickeln kann. Andere Meinung? DAs Corona-Jahr ist halt etwas "bescheiden".

(Jede Frage die hier beantwortet wird, ist selbstverständlich keine Beratung!)

Kennt jemand www.oskar.de
Eine App für ETF-Sparpläne.
Was wisst ihr darüber?
Ist zwar ein alter Beitrag, aber aktiv gemanagte Fonds sollte man eigentlich immer vermeiden. Auf lange Sicht entwickeln die sich nicht besser als ein index tracker auf MCSI World, kosten aber jedes Jahr ein paar Prozent performance fee. Bei ETFs sind die Kosten (TER), wenn man richtig wählt, deutlich unter 0.5%.
Selbiges bei OSKAR. Die schichten dynamisch ein paar ETFs hin und her, kosten aber Gebühren.
 

kenduo

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Ja
Bin am Ende bei den ETFs gelandet. MCSI World und MCSI EM - sollt 70/30. Dann noch etwas Crypto, aber hier blute ich gerade richtig :iD:
 
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