Elektro-Mobilität

il castrato

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Wir könnten da bereits viel weiter sein, wenn man nicht so viel Zeit und Geld auf die irrsinnig teuren und schmutzigen Kohle und Atomtechnologien verschwendet hätte. Die Grundlagen sind ja seit mindestens 60 jahren bekannt.
Die schmutzigen Technologien waren damals machbar, die Kosten (selbstverständlich ohne Berücksichtigung späterer Umweltschäden) kalkulierbar. Wind und Sonne mögen langfristig das bessere Geschäft sein, aber mit Langfristig hat es der Kapitalismus nicht so. Erneuerbare Energie war und ist schlicht nicht konkurrenzfähig gegenüber der kurzfristig verfügbaren und problemlos speicherbaren fossilen Energie. Selbst für die größten Konzerne wäre es Selbstmord gewesen, Unmengen an Geld in Technologien zu investieren, von denen niemand hätte sagen können, wie weit man damit am Ende kommt. Außerdem ist Energie ja nicht nur eine Branche, sondern essentiell für die ganze Wirtschaft, da hängt alles dran. Also soooooo verwunderlich ist es wohl nicht, dass erneuerbare Energie damals keine Chance hatte.
 

Sym

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Erneuerbare Energie war und ist schlicht nicht konkurrenzfähig gegenüber der kurzfristig verfügbaren und problemlos speicherbaren fossilen Energie.
Ja, aber nur, weil die Kosten der Klimaschäden nicht mit eingerechnet werden. Und mittlerweile lohnt sich ein Schwenk eben doch. Die Technologien sind sehr günstig geworden. Gerade PV lohnt sich immer mehr.
Und Du hast natürlich recht: Wenn sich das nicht rechnet, kann man den Wechsel nicht vollziehen, denn dann wäre man nicht mehr konkurrenzfähig.
 

il castrato

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Ja, aber nur, weil die Kosten der Klimaschäden nicht mit eingerechnet werden.
Rücksicht wurde nie genommen, auf gar nichts. Nicht auf die Umwelt, nicht auf die Gesundheit der Menschen, seit einigen Jahren auch nicht mehr auf ein elementares Grundrecht, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Google rühmt sich, dich besser zu kennen als du selbst. Und ist stolz darauf, kapitalistisch zu sein.
 

PiaggioX8

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tja... man hat sich halt auf eine Technologie festsetzen lassen (Lobby lässt grüßen)
Und bestimmte Leute verschließen ihre Augen vor den anderen Umweltsäuen, weil ja der böse Verbrenner gut als Sündenbock taugt... genau, was soll man da noch erwarten...
Na ja - bei Verbrennern und privaten Haushalten kann man nun mal am schnellsten ansetzen, damit man Wirkung erzielt.
Aber keine Sorge, ich bin mir sicher, dass andere Umweltschädiger auch noch an die Kandarre genommen werden. Nämlich grosse Teile der Industrie und auch dem Flugverkehr. Einfach mal bei den Flügen die Subeventionen durch den Staat streichen (Kerosin).
 

PiaggioX8

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Vielleicht sollte eher die Gewerbsmäßige Transport auf den Prüfstand.
Dienstwagenprivilegien, Haus-zu-Haus Transporte, innerstädtische Lieferdienste,
Online Bestellungen, Flugobst..etc.
Die Autobahn ist überfüllt mit LKW.
Das Potential ist dort ebenso erheblich.
Also eines muss man realistisch sehen: weder die Mobilität der Bürger noch die Logistik wird eingeschränkt. "Nur" umweltverträglich muss es sein.

Und was Dienstwagen betrifft: die sind keineswegs kostenlos. Hierfür wird dir vom Fiskus ein geldwerter Vorteil berechnet, der von deinem Gehalt abgeht. Daraus kannst auch in etwa erkennen was dein Nachbar für eine Gehaltsstufe hat, wenn er den grössten BMW als Dienstwagen fährt.
Daneben gibts noch die 1% Regelung. Da zahlst dann 1% des Neupreises des KFz jeden Monat. Der Haken: die Karre muss mindestens 11 Jahre alt sein.
 

PiaggioX8

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Benzin und Strom im Kosten-Check
So teuer fährt das Elektroauto​

Die Stromkosten für Elektroautos sind nach Berechnungen des Portals Check24 erheblich günstiger als die Spritkosten eines herkömmlichen Benziners. Ausgehend vom jährlichen Durchschnittsverbrauch und den durchschnittlichen Jahreskilometern beziffert das Unternehmen die jährlichen Benzinkosten im Schnitt auf 1.385 Euro. Basis waren dabei die Durchschnittspreise im Juni. Der Strom für die gleiche Fahrleistung eines E-Autos kostet demnach 730 Euro, womit die Benzinkosten um 90 Prozent höher sind.

https://www.t-online.de/auto/elektromobilitaet/id_90652362/benzin-und-strom-im-kosten-check-so-teuer-faehrt-das-elektroauto.html

Anmerkung: Hier wird also nur der Verbrauch an Kraftstoff und Strom gegenübergestellt. Nicht jedoch der restliche ökologische Fussabdruck.
 

WollMac

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Anmerkung: Hier wird also nur der Verbrauch an Kraftstoff und Strom gegenübergestellt. Nicht jedoch der restliche ökologische Fussabdruck.
Es gab vor vielen Jahren mal eine Berechnung, die die Zeit, die man zum Erarbeiten des benötigten Geldes (inklusive Anschaffungs-, Wartungs- und anderer Kosten) für das jeweilige Fortbewegungsmittel mit in die Durchschnittsgeschwindigkeit eingerechnet hat. Da war das Auto plötzlich langsamer als der Fußgänger...
 

maccoX

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Der Benzinpreis soll ja bis zum neuen Jahr auf 2€ / Liter steigen. Elektro Autos werden weiterhin bezuschusst.

Ich bin Wenigfahrer und hab einen Benzin Kleinstwagen - und find das richtig blöd!

Ist für mich absolut unwirtschaftlich ein neues Auto zu kaufen, mein 10 Jahre alter Kleinstwagen läuft 1a, hat wenige Kilometer drauf und der Verbrauch ist voll in Ordnung. Es macht keinen Sin neu zu kaufen.

Und selbst wenn ich meinen jetzt gegen die Wand fahr und neu kaufen muss, dann würde ich 1. keinen Neuwagen kaufen sondern einen günstigen Gebrauchten und 2. NIE, NIE, NIE MALS ein Elektroauto! Warum? Weil ich daheim nicht laden kann und unterwegs entweder auch nicht weil es nie genug Lademöglichkeiten geben wird und/oder es eh viel zu lange dauert… ich will noch nicht xx Minuten warten! Echt saudämlich. Ausserdem würde eine Batterie das Autoleben viel zu sehr verkürzen als Wenigfahrer und eine Batteriemiete wär viel zu teuer. Alles absolut unwirtschaftlich und x mal teurer für mich wie ein Benziner oder vielleicht Gasauto oder was auch immer.

Ich möchte also mit meinem alten, sparsamen, kleinen Auto weiter fahren. Verursache keinen Ressourcenverbrauch für die Herstellung eines Neuen und werde bestraft indem ich für meine Fahrten extra viel fürs Benzin zahlen muss. Finde das nicht fair und unlogisch.
 

Elvisthegreat

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oder so
 

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erikvomland

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Der Benzinpreis soll ja bis zum neuen Jahr auf 2€ / Liter steigen. Elektro Autos werden weiterhin bezuschusst.
Die Rede ist bei Grün von 16 Cent bis 2023..

Ich bin Wenigfahrer und hab einen Benzin Kleinstwagen - und find das richtig blöd!
Dann bist du doch eigentlich kaum betroffen und kannst das eigentlich gut wegstecken ?

Natürlich bin ich mit der Entwicklung auch nicht zufrieden, es bleibt eine Förderung der betuchten Klientel mit letztlich fragwürdigem Effekt
in der Bilanz. Ich warte nach wie vor, dass es mit der Brennstoffzelle weiter voran geht, die ganze Logistik von Schwerverkehr etc. ist ja völlig
aussen vor. Da hilft doch auch keine Blabla mit Güter auf die Schiene, weils unrealistisch ist.

Das mag ja in manchen Bereichen (Container, Flüssigkeiten etc.) ja vielleicht funktionieren wie es heute schon ist, der Rest ist eine eher völlig unrealistische Erzählung diese Infrastruktur breitbandig überhaupt zu schaffen, mal ganz abgesehen von grossen Teilbereichen die eh nicht damit abgedeckt werden können.

Die ganze Elektronummer ist mM. nach ein grosses Wirtschaftsprogramm um Nachfrage, Wachstum zu generieren, aber nicht um in naher Zukunft auf den Klimawandel etc. effektiv zu reagieren.

Man hört z.B. kaum Kontroversen ob man Atomkraft noch ne Weile länger laufen lassen sollte. Ich meine 6 Stück sollen ja in nächster Zeit abgeschaltet werden. Ist das klug bei all den Co 2 Aufgaben? Ich denke nicht.
 

erikvomland

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Wenn ich überlege wieviel Zeit vertrödelt wurde und all die frühere Versprechen zu Auto-entwicklungen..aerodynamisch und sparsam..
Mein Passat Diesel damals brauchte zwischen 4,5 und 5,5 Liter. Das war vor bald 35 Jahren. Die Zeit wurde aber eher genutzt um Fahrzeuge mit allem möglichen vollzupacken, Schnickschnack oder möglichst viel Leistung rauszuholen, überwiegend zumindest. Und die Karren wurden immer schwerer, teurer aber auch anfälliger, wartungsintensiver und zuletzt immer weniger "nachhaltig" mit dem ganzen Elektronikpaket oder Reifen wie ein Rennsportwagen..

Schon vor 15 jahren war ich als Metaller in der Fertigung von Teilen für Daimlers Brennstoffzellen-projekte tangiert und da gabs das schon lange.
Mich stört allgemein, dass eigentlich viele negative Entwicklung, egal ob in der Technik oder Wirtschaft erst jahrelang auf die Spitze getrieben werden und dann ist plötzlich wieder fünf vor zwölf und man steht dumm da weil man nicht in die Zukunft gedacht hat sondern nur an Maximalprofite.

Der Einsatz für Reisen, Transporte usw. generell Individualverbrauch an Ressourcen ist inzwischen immens gestiegen und die ganze restliche Welt will auch genau das haben. Fette Bude mit allem Komfort, möglichst in Shorts da auch im Winter rumlaufen, fette Karre dazu und möglichst viel von der Welt sehen.
Plus die ganzen anderen Fürze noch des Konsums. Deshalb gehöre ich da zu den Pessimisten, wir werden den Klimawandel nicht verhindern, der wird durch die Decke gehen. Die meissten sind nicht zu Einschränkungen in vielen Bereichen bereit.
 

erikvomland

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Ich kenne die bislang gar nicht genau, magst du deine Meinung dazu präzisieren?

Dass der Spritpreis auf 2.- klettern kann oder wird ist keine neu Botschaft, eigentlich eine sinnvolle Reaktion in blick auf die Ressource, wenns auch hier und da mal schmerzt. Dazu sollte noch ein Tempolimit von 130 endlich kommen, dass bringt auch mal die Schärfe aus dem Verkehr. Etwas mehr Platz, Qualität fürs Tierwohl, kann man auch nix gegen haben oder halt Förderungen von mehr Achtsamkeit auf Rohstoffe und deren Verwendung usw.

Solche Sachen sind in solchen Rahmen noch vertretbar, mehr wird da aber nicht gehen können, und auch nur, wenn die Wirtschaft weiterhin floriert.
Falls da dann aber bissl was in Rutschen kommt, 4 Jahre sind schnell rum und dann?
 

Homebrew

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Nein, das wäre ja politische Meinungsdarstellung. Die ich nicht teile.
 

Sym

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Der Benzinpreis soll ja bis zum neuen Jahr auf 2€ / Liter steigen. Elektro Autos werden weiterhin bezuschusst.
Technologien wurden schon immer subventioniert. Da ist es sicher sinnvoll, neue Technologien zu unterstützen, um für das Klima etwas zu tun. Auf der IAA wurden doch gerade Feststoffakkus vorgestellt (kommen dann ca. 2028), die 1000km Reichweite mitbringen und so schnell wie ein aktueller Benziner laden.

Was ich damit sagen will: Zuschüsse sind doch prinzipiell sinnvoll, um Technologien konkurrenzfähig im ersten Zeitrahmen zu machen. Und bei Benzin und Diesel wird eben nicht die Auswirkung auf das Klima berechnet. Die Kosten dafür sind 0. Das könnte man auch als Subvention betrachten. :)

Und selbst wenn ich meinen jetzt gegen die Wand fahr und neu kaufen muss, dann würde ich 1. keinen Neuwagen kaufen sondern einen günstigen Gebrauchten und 2. NIE, NIE, NIE MALS ein Elektroauto! Warum? Weil ich daheim nicht laden kann und unterwegs entweder auch nicht weil es nie genug Lademöglichkeiten geben wird und/oder es eh viel zu lange dauert… ich will noch nicht xx Minuten warten! Echt saudämlich. Ausserdem würde eine Batterie das Autoleben viel zu sehr verkürzen als Wenigfahrer und eine Batteriemiete wär viel zu teuer. Alles absolut unwirtschaftlich und x mal teurer für mich wie ein Benziner oder vielleicht Gasauto oder was auch immer.
Ich würde mich jetzt auch kein Elektro-Auto kaufen, wenn ich nicht zu Hause über PV laden könnte. Aber das musst Du ja auch nicht. Als Wenigfahrer sind die Mehrkosten des Benzins wohl verschmerzbar. Benziner sind ja auch nicht verboten und wenn Du 2030 einen neuen Wagen kaufst, dann ist sicherlich das Laden kein Problem mehr.

Ich kann übrigens als Elektrofahrer sagen, dass ich kaum auf "Tanken" warten muss. Zu Hause wird es einfach angesteckt. Das ging mit meinem Diesel vorher nicht. Auf Reisen plane ich eh immer Pausen ein - da hat mich das bisher nicht gestört. Ich persönlich habe also keine aktiven Tankzeiten mehr. Und zuvor stand ich regelmäßig an Tankstellen. Sicher, ich kann zu Hause laden, was klar ein Vorteil ist. Aber ich gehe ganz stark davon aus, dass dies in Zukunft kein Problem mehr sein wird, wenn es überall Tankmöglichkeiten gibt.

Der Übergang ist nicht vor jeden unbedingt einfach. Die Frage ist: was sind die Alternativen?
 

Diplo

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Ich würde mich jetzt auch kein Elektro-Auto kaufen, wenn ich nicht zu Hause über PV laden könnte. Aber das musst Du ja auch nicht. Als Wenigfahrer sind die Mehrkosten des Benzins wohl verschmerzbar. Benziner sind ja auch nicht verboten und wenn Du 2030 einen neuen Wagen kaufst, dann ist sicherlich das Laden kein Problem mehr.

Ich kann übrigens als Elektrofahrer sagen, dass ich kaum auf "Tanken" warten muss. Zu Hause wird es einfach angesteckt. Das ging mit meinem Diesel vorher nicht. Auf Reisen plane ich eh immer Pausen ein - da hat mich das bisher nicht gestört. Ich persönlich habe also keine aktiven Tankzeiten mehr. Und zuvor stand ich regelmäßig an Tankstellen. Sicher, ich kann zu Hause laden, was klar ein Vorteil ist. Aber ich gehe ganz stark davon aus, dass dies in Zukunft kein Problem mehr sein wird, wenn es überall Tankmöglichkeiten gibt.

Der Übergang ist nicht vor jeden unbedingt einfach. Die Frage ist: was sind die Alternativen?
Ich bin gespannt, was das Stromnetz sagt, wenn alle „über Nacht“ ihre Autos laden wollen …
 

Homebrew

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Na, ohne Winnie wäre eine andere dran.
Die Leute wollen aber auch Sicherheit und keine heute Hü und morgen Hott-Politik.
 
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