Wieder zurück zur Atomkraft?

Soll der Atomkraftausstieg rückgängig gemacht werden?

  • Ja, Atomkraft soll zur Energiesicherung verwendet werden

    Stimmen: 503 40,8%
  • Nein, am Atomkraftausstieg festhalten um in absehbarer Zeit keine mehr in Betrieb zu haben

    Stimmen: 730 59,2%

  • Umfrageteilnehmer
    1.233

WollMac

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Zwei Dinge müssen jedoch aufhören: Die Traumtänzerei als leben wir in einem Takatuka-Land und das bornierte "weiter so", weil Änderungen zu anstrengend sind.
:unterschreibe:
Ein bisschen hoffe ich, dass das jetzt passiert...auch wenn die Chance des erneuten Scheiterns groß ist. Es muß auch klar sein, dass wenn nur wir uns ändern das am Klima gar nichts tut. Wir müssen komplett neue Energiekonzepte entwerfen die es sich lohnt in andere Länder zu exportieren und bei denen es sich auch für diese Länder lohnt umzustellen.
Diejenigen, die "alles viel zu teuer!" schreien, sollten sich einmal im Aartal umsehen und sich ausrechnen, wie teuer es wird, wenn wir weiter nichts tun.
 

erikvomland

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:unterschreibe:

Diejenigen, die "alles viel zu teuer!" schreien, sollten sich einmal im Aartal umsehen und sich ausrechnen, wie teuer es wird, wenn wir weiter nichts tun.

Vielleicht hast ja Du eher einen Interpretationsfehler. "Alles viel zu teuer..." interpretiere ich eher als nüchternen Ansatz gegenüber der Realitäten was denn alles an Handlungsbedarf für eine Wirkung anstünde und nicht als abwinken in Form eines "weiter so!". Darin liegt der Fehler, vielleicht passts ja noch bei manchem Wahlvolk am rechten Eck.

Du belegst es ja selbst mit dem Beispiel Aartal. Ein einziges Regenereigniss in räumlich eher minimal begrenztem Ausmass ergibt schon Milliardenbeträge zur Wiederherstellung, wegen wenigen Häussern, Strassen, Brücken, usw.

Ich sehe es etwas ähnlich wie JarodRussel. Man werfe da auch mal bitteschön einen Blick auf sich ständig veränderte Lebensregionen weltweit und wie machtvoll der Mensch da sich bewährte. Versteppung, Versalzung, Wasserknappheiten etc. Schon immer mussten Lebensräume aufgegeben werden.
Oder ein Vulkanausbruch, ja dann sind halt die Häuser oder gleich die ganze Insel wieder weg. Wie vor 500 oder 5000 Jahren auch schon.

Lass doch mal noch 1-2-3 Hochwasser kommen und in den Alpen kommt grösseres ins Rutschen, Sturmereignisse, Dürrephasen..eigentlich längst bekannte Entwicklungen. Meint da jemand ernsthaft, der Staat würde das schaffen alles wieder schön herzurichten? Ich glaube da nicht dran.

Zumal wenn der ganze weltwirtschaftliche Umbau in einem riesigem Ausmass ja eigentlich zwingend ohne Wirtschaftswachstum auskommen müsste, da ist ja das meisste immer noch auf Ausbeutung von Ressourcen ausgerichtet.
 

Homebrew

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Der Staat sind wir, der Steuer und Abgaben-Zahlende Bürger.
Vielleicht muss man( der Staat, wir alle) sich damit abfinden, das manch schönes Tal besser nicht groß (dicht) Verbaut sein darf.
d.h. Eine Umsiedelung echte Katastrophen
Verhinderung ist.
Da muss ein Umdenken stattfinden, ähnlich der Renaturierung von Bachläufen und Poldern, statt Dämmen und teuren Maßnahmen.
 

WollMac

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Vielleicht hast ja Du eher einen Interpretationsfehler. "Alles viel zu teuer..." interpretiere ich eher als nüchternen Ansatz gegenüber der Realitäten
Neihn, es sit eine VErleugnung der Realitäten. War doch im Wahlkampf gut zu sehen.
Wasserstoff? Viel zu teuer. Solarenergie? Viel zu teuer etc. usf. Verschwiegen wurden dabei die Milliardenbeträge, mit denen Kohle und Atomkraft subventioniert werden.
Bahnausbau? Viel zu teuer.
Verschwiegen wurden dabei die jetzt schon immensen Subventionen für den Straßenverkehr.
Was einfach von vielen Politikern nicht gesehen werden will sind die Kosten, die auf uns zukommen, wenn wir weiterhin so träge agieren.
 

Homebrew

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Auf der einen Seite Schwarzmalerei und andererseits versucht man den Leuten einzureden, das Erneuerbare Energie zum Nulktarif zu haben ist.
Wenn dann nach Wahlen der Kassensturz gemacht wird, kommt der große Finanzierungsvorbehalt.
Zitat“ Ich bin Politiker, Ich Lüge, Betrüge und wenn Ihr nicht hinschaut, klaue ich Eure Bonbons“...
 

erikvomland

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usw..
Was einfach von vielen Politikern nicht gesehen werden will sind die Kosten, die auf uns zukommen, wenn wir weiterhin so träge agieren.
Das meinst Du doch jetzt nicht ernst, oder doch ? Ich glaub ja schon auch an Dummheit und Durchschnitt..:hehehe: aber...
Diese Kenntnisse sind doch inzwischen Grundschülern bekannt und du glaubst das würde nicht gesehen?

Von der Realität rede ich, von dem recht bescheidenen politischen Handlungsspielraum der vorhanden ist, besonders wenn man mal nicht nur auf D äugt.

Das erneuerbare-Energien-Gesetz von vor 20 Jahren war ne gute Sache aber ist doch schon lange beinah ausgereizt. Zumal wenn man jetzt ans eingemachte gehen müsste, die ganze Planungszeit-Trassen-Abstands geschichte, und ohne Subvention reinbuttern geht doch eher wenig.
Und wie lange sind die Probleme schon bekannt, dass der Ausbau stockt, wo passierte da gross was..

Umgekehrt wird ein Schuh drauss, die vielen vielen Aufgaben, nicht nur in Bezug auf Energie und Klima sind immens, das Geld ist eher ein sehr wackliges Konstrukt plus die innerpolitischen Realitäten, gerade auch nach der Wahl und weiter gehts lustig rund mit Europa..

Deine These klingt: " Die blickens nicht was zu tun wäre und wollen und kapiere es nur nicht.." vereinfacht.

Meine These:
" Die blicken das sehr wohl, sind sich aber bewusst, dass das alles weder schnell möglich ist, mit der Frage ob überhaupt alles wie gewünscht. Und spielt die Weltwirtschaft überhaupt mit, Wirtschaftslage, blabla halt ist aber der momentane Stand.
Und sie wissen aber, das können sie dem Bürger kaum vermitteln, schon gar nicht vor einer Wahl, oder was erwartest du ausgerechnet im Wahlkampf ?:hehehe: "

Es geht mir darum herauszustellen, dass man da nicht zuviel erwarten darf, fertig. Leider wird einem dann gerne der Spritfuss unterstellt, unbelehrbar in seiner Konsumblase, dann schlägt nichts mehr fehl, das Gegenteil ist richtig.

Man mag mich ja eines besseren belehren, ich hab schon einige Beispiele gebracht, wie man schnell legislativ eingreifen könnte um in der jetzigen Struktur schon Unfug im Ressourcenverbrauch an den Kragen zu gehen. Progressive Luxussteuer her für alles was verbrennend fährt und eine sinnvolle Gebrauchsgrenze überschreitet..man muss nur gut begründen und Verwendungsfokus schaffen.

Tempolimit 130 Zack. Flugsteuer, gestaffelt aber auch saftig. Fliegen muss, muss in den nächsten 5 Jahren dramatisch teurer werden. Mal bitte keine Pfeife im Bahnvorstand, Hauptsache bei der Partei und brav gewesen, ja leck mich am Ars+h. Wie bekommt man in den nächsten 10 Jahren mehr Güter aufs Gleis..da brauchs halt Macher, Geld und kluge Köpfe, ehrgeizige Ziele aber ausnahmsweis mal nicht nur nach Parteibuch kucken sondern nach Kompetenz.

Die Rückschau lehrt mich anderes. Was war nochmal in den letzten vielen vielen Jahren mit unseren Herren Verkehrsministern ?
Ein blau-weisses Feuerwerk an Totalversagern, und zwar richtig nachhaltig. Das war doch ein Bodensatz von Kompetenz, seit wieviel Jahren.
Ich hoffe ZDF-Info macht da mal eine Doku zu. "Die bayrischen Totalversager im Verkehrsministerium."
 

Homebrew

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Das Verkehrsministerium gehört schon länger zu den Abstellflächen für die “Parteifreunde“ aus Bayern...
Die Einseitigen Forderungen nach Gängelungen des Autoverkehrs gehören auch mal in die Mottenkiste.
Da geht so weit, das man vor lauter Ideen zur Verdammung des Autoverkehrs,
Programme zur Belebung der Innenstadt auflegen muss..
 

erikvomland

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Ja, wie traurig.

Aber die Gängelung einerseits Energie-Uneffiezienz zu sanktionieren und dein Ausflug in lokale Verkehrsplanungs-fragezeichen sind zwei paar Stiefel.
 

Homebrew

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Vielleicht sollte man in diesem Feld noch mehr auf Regionale Maßnahmen wert legen, statt Pauschaler Aktionen, deren Ergebnisse schwammig, bis nicht Messbar sind.
Bei der Umwandlung zur Verbrauchsbesteuerung und Einführung der Kerosinsteuer (Eu-weit) schließe ich mich an. Allerdings ist die Besteuerung von
Energie nicht Zweckgebunden, sondern füllt die Staatskasse.
P.S. Wie hoch ist wohl der Abgabenteil auf
einen Liter E10? 96.5 Ct ohne CO2 Preis.
Würde man den Leuten eine x*.* Steuer auf alle Produkte auferlegen, würde wohl
nichts mehr gehen.( Beispiel: iPhone 1000€+ 750€ Ökoabgabe)
 

erikvomland

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Zur erläuterung, mir gings ganz klar um Verkehrsgeschehen in der Bevölkerung, also Benzin, Strasse, Motorisierung..
und nicht, dass einige dutzend Container Iphones in der Weltgeschichte rumschippern.
Und kostenloser Versand plus umsonst zurück, sowas darf gerne aufhören. Wer das meint eingepreist zu haben soll berappen, dann hört das auf.
 

Homebrew

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BTT. Andere Länder außerhalb Deutschlands vergrößern ihre Kapazitäten aus Kernenergie, die Sie staatlich Subventioniert auf die internationale Strombörse bringen.
Deutschland: Strompreise steigen..
Was bedeutet das für den Kunden?
Egal wie viel er in Effizienz investiert, er zahlt immer drauf.

Steuergerechtigkeit ist was für Träumer..
 

erikvomland

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Naja, Heizumrüstungen werden schon gefördert.
Fakt ist halt wir leben schon auf hohem Niveau. Lange Liste was alles so Strom zieht. Das Energie nicht billig sein sollte, also in dem Mix von heute, halte ich für nicht verkehrt.
 

erikvomland

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Aus der Schleife kommmste jetzt wohl nicht mehr raus...?
Ja, wenn man nichts macht, wird es teurer. Wohlfeile Weisheit mit wenig praktischem Hilfepotential. Und die EZB und Bloomberg haben nun auch Studien gemacht, wow.
Im Artikel wird süffisant gefragt : "Haben Sie mitbekommen, dass China keine Kohlekraftwerke mehr im Ausland bauen will?"
Und dass dies wohl wirtschaftliche Gründe habe.. :hehehe: kluges Kerlchen.

Hat der Autor mitbekommen, dass dafür China im Inland stetig seine C-Kraftwerke ausbaut ( D gar keines mehr..)?
In welchen Jubel man da jetzt als Leser einstimmen soll bleibt mir verschlossen.

In etwa so ?

Hurra !
...Laut Global Coal Plant Trackers hat China seine Kohle-Kapazitäten durch den Bau neuer Kraftwerke zuletzt wieder erweitert - entgegen dem globalen Trend. Demnach hätten chinesische Behörden im März dieses Jahres (2021) den Bau von mehr Kohlekraftwerk erlaubt als im gesamten Jahr 2019.

Der Kohleverbrauch des Landes ist seit 1965 um mehr als das Sechzehnfache angestiegen. Er liegt 2019 bei 81,7 Exajoule, wie diese Statista-Grafik zeigt. Zum Vergleich: Der Kohleverbrauch von Deutschland belief sich im Jahr 2019 auf 2,3 Exajoule. Mehr als die Hälfte des globalen Kohleverbrauchs geht auf das Konto Chinas...
Hurra!
 

PiaggioX8

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Hauptsache unsere kleine Scholle ist Neutral... :crack:
Na das sehe ich etwas anders. Irgendwer muss immer den Anfang machen.
DEnn das Ausland schaut schon darauf wie wir die Klimaziele ohne AKW schaffen wollen.
Wirtschaftlich und finanziell wären wir durchaus in der Lage die Energiewende und Klimawandel als Vorbild zu stemmen.
Klar können wir alleine nicht die ganze Welt retten - aber wir könnten zeigen wie es geht.

Und woran scheitert es? Anzeig und allein an den Politikern die ssich lieber von der INdustrie gängeln (schmieren) lassen als denen mal kräftig in den HIntern zu treten.

Die Bundestagswahl zeigt doch wie gerade die Union tickt. Die Union unter Führung von Laschet hat immer noch den Führungsanspruch der Kanzlerregierung.
Laschet hat auf der ganzen Linie versagt und will trotzdem Kanzler werden. Noch vor wenigen Wochen hat Laschet selbst gesagt, die stärkste Fraktion einer Koalition stellt den Kanzler. Aber selbst wenn es wieder eine grosse Koalition gäbe, würde Laschet das Kanzleramt beanspruchen. Als Verlierer dieser Wahlen!!!!
Da geht es nicht mehr um den Willen und zum Wohle de Volkes sondern nur noch um egoisstische Machterhaltung - koste es was es wolle.
Scheuer, Dobrindt, Glöckner, Altmaier und Co. - dieses unfähige Gesockse muss weg aus der Bundesregierung. Die leisten sich einen Fauxpasss nach dem anderen und alle in der Regierungsklicke machen mit.
Und wenn Grüne und FDP nun mit der Union koalieren wollen, dann wars das mit diesen Parteien. Das würde das noch bischen Vertrauen in die Politik endgültig zerstören und sich bei allen kommenden Landtags und Kommunalwahlen deutlich bemerkbar machen.

Wass es tatsächlich braucht ist eine Regierung die schonungslos die Wahheit auf den Tisch legt. Und einen Führer der auch überzeugen kann, in dem er mit seiner Mannschaft einen Plan hat und den auch konsequent umsetzt.
Dazu gehören auch Eingriffe die der Industrie ihre Grenzen aufzeigen. Unter anderem auf weiters Wachstum um jeden Preis erst mal zu verzichten, den Status quo zu halten und sich am Umbau des Systemes auch finanziell zu beteiligen.
Es kann nicht sein, dass der kleine Steuerzahler alle Kosten der Energiewende und Massnahmen gegen Klimawandel zahlen soll und die Industrie wird davon ausgenommen. Denn die Industrie mit ihrem konstruierten Konsumterror ist der Hauptverursacher der ganzen Misere.

Dazu gehört als erstes die Energieversorgung komplett in die Hand des Staates zu geben. Grundsätzliche Elemente unserer Versorgung wie Verkehr, Wasser, Strom gehören nicht in Privathände, denn dort werden sie immer zu Spekulationsobjekten.
Es braucht aber neue und geänderte Gesetze. z.B. überzogene Mindestabstände für Windräder. Das verweigern von Stromtrassen. Transport von Massengütern überall nur mit Bahn wo es möglich ist. Im Zusammenhang damit muss den Bürgern auch klar gemacht werden, gestern bestellt und heute Geliefert ist nicht mehr. Kostenlose Rücknahme von Artikeln nur im Garantiefall. Regionen die keine Solar- oder Windanlagen oder Leitungen haben wollen, werden konsequent vom Stromnetz und Funkmasten abgetrennt oder auf eine minimalste Versorgung gestellt. Also entweder Waschmaschine oder Herd laufen lassen. Baumassnahmen müssen vereinfacht werden und vor allem Klagen dagegen erheblich eingeschränkt werden.

Solche harten Gesetze oder Verordnungen werden so oder so kommen, wenn wir den Klimawandel nicht schaffen - dann aber noch viel deftiger.
Das man nicht gleich mit der vollen Keule zuschlagen kann, ist mir auch klar. Also brauchts Übergangszeiten. So wie bei den Verbrennern, die ab 2035 komplett verboten sind. da Gehts ja auch. Warum also nicht auch in anderen Bereichen?
Das Volk will also einfach nur wissen: was müssen wir machen, in welchen Zeitraum und was kostet uns das.
Wer da ein vernünftiges und schlüssiges Konzept vorlegen kann - mit allen Vor- und Nachteilen - der wird die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich haben.

Es geht nicht alleine um Deutschland oder Europa oder sonst einem Land - es geht um den ganzen Planeten. Und da müssen alle Nationen in die Waagschaale werfen was sie können.
Und gleichzeitig müssen wir uns auf ein scheitern noder Jahrzehntelange Verzögerung der Massnahmen gegen Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten.
Wohin mit den ganzen Menschen die ihre Heimat verlassen müssen? Sicherstellung einer MIndestversorgung im Katastrophenfall. Erschliessen und Förderung alternativer Energiequellen weltweit. Handelsverbot für Produkte die mit fossilen Energien hergestellt werden. Eindämmung der Massentierhalterung.
Grundsätzlich alles was nicht nachhaltig produziert wird muss auf dauer unterbunden werden.
Und es muss auch wieder darüber nachgedacht werden, welche Schlüsseltechnologien dezentralisiert werden müssen. Die Autoindustrie als alleinige Schlüsseltechnologie zu sehen ist mit der grösste Fehler überhaupt.
Wir sind die stärkste Kraft in der europäischen Union. Und von uns hängt wesentlich ab, was dann auch die EU macht. Und wenn ein paar Pissgurkenstataten wie Polen oder UNgarn meinen, sie können trotzdem machen wie sie wollen - dann ganz einfach die Fördergelder sperren und schon kuschen die. Wenn nicht - rausschmeissen. Sollen sich aber vorher anschauen, wie es gerade den Briten geht - und die sind ja freiwillig gegangen.

Nur brauchts eben Leute die Drohungen und Massnahmen nicht nur lauthals verkünden, sondern sie auch durchsetzen. Ansonsten ist man unglaubwürdig.
Also so Pfeifen wie Laschet, Dobrindt, Scheuer, Glöckner kannst bei so was nicht gebrauchen.
 

stefan_m

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Hat der Autor mitbekommen, dass dafür China im Inland stetig seine C-Kraftwerke ausbaut ( D gar keines mehr..)?

...Laut Global Coal Plant Trackers hat China seine Kohle-Kapazitäten durch den Bau neuer Kraftwerke zuletzt wieder erweitert - entgegen dem globalen Trend. Demnach hätten chinesische Behörden im März dieses Jahres (2021) den Bau von mehr Kohlekraftwerk erlaubt als im gesamten Jahr 2019.

Der Kohleverbrauch des Landes ist seit 1965 um mehr als das Sechzehnfache angestiegen. Er liegt 2019 bei 81,7 Exajoule, wie diese Statista-Grafik zeigt. Zum Vergleich:
Interessant fand ich in dem Zusammenhang folgende News, die mir gestern irgendwo untergekommen ist:
https://www.tagblatt.ch/international/und-plotzlich-geht-das-licht-aus-ld.2194345
In mindestens zehn Provinzen kommt es in diesen Tagen in China zu flächendeckenden Stromausfällen. Zunächst traf es vor allem Fabriken, die ihre Produktion einstellen mussten. Mehrere Zulieferer von Apple und Tesla im ostchinesischen Kunshan haben ihre Fabrikproduktion bis mindestens Freitag suspendiert, was laut der japanischen Publikation «Nikkei Asia» die Herstellung von iPhones bedrohen könnte.
Zu den Gründen wird auch etwas gesagt:
Doch wie das Wirtschaftsmagazin «Caijing» berichtet, sei die Hauptursache des Problems eine tatsächliche Energieknappheit, insbesondere von Kohle. Dies wiederum hat mehrere Gründe: Im Zuge eines Handelsstreits mit Canberra hat Chinas Staatsführung angeordnet, die Kohleimporte aus Australien drastisch zurückzufahren.

Zudem ist die Kohlezufuhr aus der Kernregion Innere Mongolei stark eingebrochen, nachdem die Aufsichtsbehörden dort eine strikte Anti-Korruptions-Kampagne lanciert hatten. Und nicht zuletzt steigt die Nachfrage für Heizenergie im Nordosten des Landes, nachdem es dort früher als gewöhnlich zu Temperatureinbrüchen kam.
Dass sich die Lage bald erholt, scheint unrealistisch. Schliesslich ist die Kohleproduktion in vielen chinesischen Kraftwerken auch deshalb zurückgegangen, weil die Rohstoffpreise derzeit auf Rekordniveau sind.
Der Verweis darauf, dass andere es vermeintlich "besser" machen ist immer ein zweischneidiges Schwert. Nur weil jemand etwas gegen den Trend tut muss das nicht automatisch richtig oder falsch sein.

Die Tücke liegt halt darin, dass gerade die fossilen Energieträger nun mal begrenzt sind. Erinnert sich noch jemand an "Peak Oil"? Selbiges hat ja genau das beschrieben: Fossile Energieträger sind endlich. Ab einem gewissen Punkt geht halt nicht mehr und dann kommt automatisch der Einbruch. Bei Kohle mögen die Gründe noch andere sein. Beim Gas ist es aktuell ja auch so, dass die Preise explodieren. Auch da wird viel spekuliert. Ist das z.B. nur Taktiererei von Russland um Nordstream 2 in Betrieb zu nehmen oder sind da noch andere Probleme im Spiel.
Fazit: Auf fossile Energieträger setzen ist nicht nur wegen des Klimathemas problematisch. Letztlich setzt man da auf ein totes Pferd, denn irgendwann sind die Fossilen ausgeschöpft. Und was dann?

BTT. Andere Länder außerhalb Deutschlands vergrößern ihre Kapazitäten aus Kernenergie, die Sie staatlich Subventioniert auf die internationale Strombörse bringen.
Mir ist immer noch schleierhaft wo das der Fall sein soll? Hast du da Beispiele? Meines Wissens sinkt die Anzahl der Kernkraftwerke weiter.
Alte einfach weiter zu betreiben ist nicht nachhaltig und bleibt riskant.
Deutschland: Strompreise steigen..
Was bedeutet das für den Kunden?
Egal wie viel er in Effizienz investiert, er zahlt immer drauf.
Und wer gar nicht investiert, zahlt am meisten drauf.

Keine Ahnung was die nächste Bundesregierung hinsichtlich Klimaschutz auf den Weg bringt, bzw. mit den zu erwartenden Koalitionsoptionen auf den Weg bringen kann, aber was am Strompreis zu tun wäre zumindest ein wichtiges Signal...
 

stefan_m

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Die Bundestagswahl zeigt doch wie gerade die Union tickt. Die Union unter Führung von Laschet hat immer noch den Führungsanspruch der Kanzlerregierung.
Ich denke das hat sich gestern schon relativiert.
Mir sind am Sonntagabend beim Schauen der "Berliner Runde" ein wenig die Gesichtszüge entgleist, als bei einem kurzen Austausch zwischen Lindner und Bärbock kurz zwischen den beiden das Thema PV-Ausbau exemplarisch für beide Parteien akzeptabel abgeglichen wurden und dann Laschet dazwischensprang und quasi "Mit uns (CDU) ist das alles machbar" als Persilschein auszustellen schien.
Am Montag schlug er dann schon deutlich leisere Töne an. Mir scheint Laschet hat nicht genug Kontrolle über die CDU und schon gar nicht die CSU um den potentiellen Koalitionspartnern für eine Jamaika-Koalition "alles" versprechen zu können.
Mal sehen wie das nächste Woche aussieht. Irgendein ein Kommentator hatte Laschet gestern noch so viel Zeit gegeben bis er innerparteilich abgesägt wird. Und ich glaube nicht das in der verbleibenden Zeit noch sowas wie Jamaika eingestielt werden kann...
Dazu gehört als erstes die Energieversorgung komplett in die Hand des Staates zu geben. Grundsätzliche Elemente unserer Versorgung wie Verkehr, Wasser, Strom gehören nicht in Privathände, denn dort werden sie immer zu Spekulationsobjekten.
Hmm, was ist mit privater PV?
Also ich sehe eher mit stärkerer Dezentralisierung der Stromversorgung auch mehr Privatbesitz, bzw. mehr Eigenverantwortung. Das gilt für private Hausbesitzer genauso wie für Unternehmen. IMHO gehört auf jede geeignete Dachfläche PV.
Netze und Speicher sind da aber noch ein anderes Thema...
 
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