Wieder zurück zur Atomkraft?

Soll der Atomkraftausstieg rückgängig gemacht werden?

  • Ja, Atomkraft soll zur Energiesicherung verwendet werden

    Stimmen: 504 40,8%
  • Nein, am Atomkraftausstieg festhalten um in absehbarer Zeit keine mehr in Betrieb zu haben

    Stimmen: 730 59,2%

  • Umfrageteilnehmer
    1.234

Deine Mudda

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Mal eine ganz andere Idee:

Unabhängig von anderen Problemen (wie z.B. Jahrtausende zu sicherndem Müll und anderen Kleinigkeiten) benötigt ein KKW eine Fläche von etwa 2800 qm^2. Das ist die gängige Sperrzone (30km Radius), die nach den Unfällen eingerichtet wird, die statistisch eigentlich ausgeschlossen sind, aber trotzdem etwa alle 10 Jahre auftreten.

Auf der selben Fläche könnte man ja auch EEG-Anlagen installieren. Wenn man nur Windräder einplant, die heute etwa 4 MW Leistung haben, dann würde man auf etwa 11.000 MW kommen - und da ist das Potential für zusätzliche Solarflächen noch gar nicht eingerechnet.

Das allein entspricht etwa der 2 bis 3-fachen Leistung von Fukushima, allerdings ohne die Risiken und Ewigkeitskosten.

Gerne lass ich mich belehren, dass ich mich verrechnet habe.
 

erikvomland

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...
Auf der selben Fläche könnte man ja auch EEG-Anlagen installieren. Wenn man nur Windräder einplant, die heute etwa 4 MW Leistung haben, dann würde man auf etwa 11.000 MW kommen - und da ist das Potential für zusätzliche Solarflächen noch gar nicht eingerechnet.
Musst halt schaun ob das hinhaut. Denke viele AKW´s liegen nah an Flüssen > Täler > nich so windig..auch mal gerne Nebel.
Soviel Platz haben die inzwischen handvoll Reaktoren auch nicht verschlungen, plus womöglich anderes Bedingungsprofil..
und hundert x hundert Meter sind alleine schon 10.000 qm^2..
 

PiaggioX8

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Mal eine ganz andere Idee:

Unabhängig von anderen Problemen (wie z.B. Jahrtausende zu sicherndem Müll und anderen Kleinigkeiten) benötigt ein KKW eine Fläche von etwa 2800 qm^2. Das ist die gängige Sperrzone (30km Radius), die nach den Unfällen eingerichtet wird, die statistisch eigentlich ausgeschlossen sind, aber trotzdem etwa alle 10 Jahre auftreten.

Auf der selben Fläche könnte man ja auch EEG-Anlagen installieren. Wenn man nur Windräder einplant, die heute etwa 4 MW Leistung haben, dann würde man auf etwa 11.000 MW kommen - und da ist das Potential für zusätzliche Solarflächen noch gar nicht eingerechnet.

Das allein entspricht etwa der 2 bis 3-fachen Leistung von Fukushima, allerdings ohne die Risiken und Ewigkeitskosten.

Gerne lass ich mich belehren, dass ich mich verrechnet habe.
Alsso zumindet am Standort Grafebrheinfeld (das ich mitgebaut habe) isst nix mit Windanlagen. Da müsste man schon auf die Höhenzüge des Steigerwaldes, Hassberge, Thüringer Wald, oder Rhön ausweichen.
Vielleicht hätte das funktioniert, wenn man die Kühltürme hätte stehen lassen und ein Windrad oder ähnliche Vorrichtung horizontal eingebaut hätte, die den "natürlichen" Abzug hätte nutzen können.
Da das Gebiet Grabfeld (Bad Königshofen, Bad Neustadt) bis runter nach Würzburg aber eh schon die meisten Sonnentage im Jahr hat, wäre das eher für Solaranlagen geeignet. So nebenbei kommt von dort die beste und meiste Braugerste.
Aber selbst dort, am Herzen der Natur (oder besser am Arsch der Welt), werden Anlagen für nachhaltige Energiegewinnung von ganzen Käffern blockiert.
Die gleichen Leute die das aber blockieren, haben auf grund intensiver Landwirtschaft immens hohe Nitratwerte in ihren Böden und jegliches Insektenleben aus der Landschaft getilgt.
Noch in den 1970ern hattest du bei einer Fahrt von 3 Km mit dem Auto quasi ein Massengrab auf der Windschutzscheibe. Heute erschrickst schon wenn da überhaupt noch ein Insekt einschlägt. Und über Vögel die an Windrädern zermahlen werden muss man sich auch keinen Kopf mehr machen.
Keine Insekten - Keine Vögel.
Musss man den Leuten nur erklären - da schauen dann schon etliche ganz blöde aus der Wäsche.
Und ganz groses Kino: die Landeier aus diesen gegenden fahren zu zehntausenden jeden Tag einfach 20Km bis 100 Km in die grossen Städte zum arbeiten - natürlich bevorzugt mit dem heiss geliebten eigenen Lieblingsspielzeug.
Perversion in Perfektion.....
 

wegus

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Mal eine ganz andere Idee:

Unabhängig von anderen Problemen (wie z.B. Jahrtausende zu sicherndem Müll und anderen Kleinigkeiten) benötigt ein KKW eine Fläche von etwa 2800 qm^2. Das ist die gängige Sperrzone (30km Radius), die nach den Unfällen eingerichtet wird, die statistisch eigentlich ausgeschlossen sind, aber trotzdem etwa alle 10 Jahre auftreten.

Auf der selben Fläche könnte man ja auch EEG-Anlagen installieren. Wenn man nur Windräder einplant, die heute etwa 4 MW Leistung haben, dann würde man auf etwa 11.000 MW kommen - und da ist das Potential für zusätzliche Solarflächen noch gar nicht eingerechnet.

Das allein entspricht etwa der 2 bis 3-fachen Leistung von Fukushima, allerdings ohne die Risiken und Ewigkeitskosten.

Gerne lass ich mich belehren, dass ich mich verrechnet habe.
bei maximaler Effizienz, aber ja trotzdem ein guter Ansatz/Idee!

Bevor man sich Kernenergie zu Nutze machen würde (erneut), müßte man Lehren aus der alten Nutzung ziehen. Dazu gehört, dass es keine Kosntrktionen geben darf, die bei Energieausfall explodieren wg. Druckanstiegs. Also das alte Dampfmaschinenmodell ist inakzeptabel (Siedewasser reaktor).

Die zweite Lehre ist, dass es eben nicht möglich ist den Müll ewig zu lagern. Deutsche Behörden scheitern schon an einem Jahrzehnt. Es gibt Möglichkeiten solchen Müll zu zerstrahlen. Der muß dann immer noch ein paar 1000 Jahre lagern, mehr aber auch nicht. Den Aufwand dafür muß man in die Energie Bilanz mit einrechnen.

Ich bin explizit nicht gegen Kernenergie, es ist eine verfügbare und stetige Energiequelle. Ich bin aber ganz sicher gegen die Verwendung einer verfehlten Technologie bei der der sogenannte GAU alle 10 Jahre im Schnitt auftritt. Es gibt Ansätze das alles smarter zu nutzen über die muß man denken und planen dürfen - dann aber eben auch mit ehrlichen Kosten!
 

magfoo

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Hab zwar kein Kraftwerk mitgebaut, kenne aber genau diese Bürgerinitiativen u.ä. die alles verhindern. Eine Moschee, eine JVA, ein Altersheim, Mobilfunkantennen, Windkraft, Solar auf dem Dach, Umgehungsstraßen, ICE-Trassen etc.

Über die Streitkultur in meiner Heimatstadt wurden schon Masterarbeiten geschrieben...
 

magfoo

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Ich bin explizit nicht gegen Kernenergie, es ist eine verfügbare und stetige Energiequelle. Ich bin aber ganz sicher gegen die Verwendung einer verfehlten Technologie bei der der sogenannte GAU alle 10 Jahre im Schnitt auftritt. Es gibt Ansätze das alles smarter zu nutzen über die muß man denken und planen dürfen - dann aber eben auch mit ehrlichen Kosten!
Man müsste nur die Energieversorger zwingen, die Risiken einzupreisen und die Entsorgung VOR dem Bau zu regeln und durchzufinanzieren.

Schon hätte sich Atomkraft erledigt, weil es einfach unrentabel ist.
 

PiaggioX8

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Man müsste nur die Energieversorger zwingen, die Risiken einzupreisen und die Entsorgung VOR dem Bau zu regeln und durchzufinanzieren.

Schon hätte sich Atomkraft erledigt, weil es einfach unrentabel ist.
jawollja - und alle die gegen den Bau nachhaltiger Energiequellen, Leitungen, Solaranlagen, etc sind und auf die Barrikaden gehen, werden rigoros vom Strom- und Funknetz abgekoppelt. Punkt.
Oder wir machen aus der Lausitz und ähnlichen Flächen riesige Steinzeitparks und sperren dort alle Nerver ein.
Obwohl - wenn wir noch ein bischen warten, wird der ganze Planet in die Steinzeit zurück fallen und die Gesamtpopulation Mensch auf wenige hunderttausend reduzieren. Dann hätte die Natur so etwa 150.000 - 200.000 Jahre Zeit sich zu regenerieren bis die ganze Kacke wieder von vorne losgeht.
Auch Tschernobyl wäre dann wieder sicher.......
 

Deine Mudda

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Man müsste nur die Energieversorger zwingen, die Risiken einzupreisen und die Entsorgung VOR dem Bau zu regeln und durchzufinanzieren.

Schon hätte sich Atomkraft erledigt, weil es einfach unrentabel ist.

Die Subventionen sind da ja nie reingeflossen, um billige Energie zu erzeugen. Das wurde nur finanziert, um Zugriff auf Atomwaffen zu erlangen.

Iran geht es doch z.B. auch nicht um Energie. Oder Frankreich.
 

geronimoTwo

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Hat schon mal jemand durchgerechnet, wenn wir in Deutschland überhaupt keinen Strom mehr (unter Einbeziehung aller Folgekosten) erzeugen würden, sondern diesen komplett auf dem nachbarschaftlichen Strommarkt einkaufen würden?

Blasphemie: Mein Bauchgefühl™ sagt mir, dass Deutschland mit dieser Variante – und dem Wegfall aller deutschen bürokratischen »erneuerbare Energie Vorschriften« – sogar billiger und sorgenfreier wirtschaften könnten.

(Systemrelevante Infrastukturen dürfen gerne weiter Notstromgeneratoren vorhalten.)
 

WollMac

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Hat schon mal jemand durchgerechnet, wenn wir in Deutschland überhaupt keinen Strom mehr (unter Einbeziehung aller Folgekosten) erzeugen würden, sondern diesen komplett auf dem nachbarschaftlichen Strommarkt einkaufen würden?

Blasphemie: Mein Bauchgefühl™ sagt mir, dass Deutschland mit dieser Variante – und dem Wegfall aller deutschen bürokratischen »erneuerbare Energie Vorschriften« – sogar billiger und sorgenfreier wirtschaften könnten.

(Systemrelevante Infrastukturen dürfen gerne weiter Notstromgeneratoren vorhalten.)
Das ist schon allein deshalb eine Milchpersonenrechnung, weil Deutschland Stromexporteur ist (2020: 21TWh). Es würde wesentlich mehr bringen, die irrsinnigen Subventionen für Atomkraft und Kohle zurück zu fahren und das Geld stattdessen in erneuerbare Energien zu stecken.
 

geronimoTwo

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Milchpersonenrechnung, weil Deutschland Stromexporteur ist

Auch das hatte ich im Hinterkopf – Deutsche Stromerzeuger verkaufen Überschüsse ins Ausland, während ich als deutscher Stromkunde jährlich mehr für meinen Strom bezahlen muss. :(

Überschüsse sollten den deutschen Strom billiger machen, nicht verteuern.
 

Homebrew

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Das dürfte der Hauptgrund der Fixierung auf e-Mobilität und der “Erschwernisse“
Trassen und Partnerländer für Solarstrom zu finden.
 

Deine Mudda

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Aber dann verdienen die armen Stromerzeuger doch nix!!!
Fun Fact: Die Stromerzeuger verdienen anteilig am wenigsten.

Der Großteil (etwas über 50%) sind Steuern und Abgaben, knapp über 25% gehen an die Netzbetreiber, der Rest geht an die Erzeuger.

Das eigentliche Ungerechtigkeit ist (und das stand bestimmt schon auf mindestens einer der 280 vorherigen Seiten), dass sich die Industrie nicht an den Abgaben beteiligen muss. Es ist absurd, dass die größten Verbraucher z.B. komplett von der EEG-Umlage befreit sind.
 

erikvomland

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Fun Fact: Die Stromerzeuger verdienen anteilig am wenigsten.

Der Großteil (etwas über 50%) sind Steuern und Abgaben, knapp über 25% gehen an die Netzbetreiber, der Rest geht an die Erzeuger.

Das eigentliche Ungerechtigkeit ist (und das stand bestimmt schon auf mindestens einer der 280 vorherigen Seiten), dass sich die Industrie nicht an den Abgaben beteiligen muss. Es ist absurd, dass die größten Verbraucher z.B. komplett von der EEG-Umlage befreit sind.
Da hast Du natürlich recht. Das widerläuft Stromspar-ansätzen. Ist halt aber Subvention, weil dies andere Länder auch tun, um im Preisniveau nicht zu sehr drüber zu liegen. Die Privatparty von D interessiert halt so manche Kaufentscheider dann letztlich doch nicht. Nicht, dass ich das alles gut fände.
 

punkreas

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Italien diskutiert Atom-Wiedereinstieg

Ausgerechnet Umweltminister Cingolani brachte die Idee ins Spiel: Mit Reaktoren der "vierten Generation" sei eine Rückkehr Italiens zur Kernenergie nicht abwegig. Die rechte Lega springt begeistert auf.
...
Denn das Hauptproblem der Atomenergie bleibe bestehen, mahnt er [Andrea Minutolo, wissenschaftlicher Direktor der Umweltorganisation Lega Ambiente]:

Diese vierte Generation, über die so viel geredet wird und die angeblich so saubere Energie liefert, hat Reaktoren, die radioaktiven Müll produzieren. Und von dem Müll weiß immer noch niemand, wie man damit umgehen soll.
Experten weisen außerdem darauf hin, dass im stark erdbebengefährdeten Italien die Nutzung von Kernenergie besonders riskant ist.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/italien-atomenergie-101.html
 

MacQandalf

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