Wieder zurück zur Atomkraft?

Soll der Atomkraftausstieg rückgängig gemacht werden?

  • Ja, Atomkraft soll zur Energiesicherung verwendet werden

    Stimmen: 503 40,8%
  • Nein, am Atomkraftausstieg festhalten um in absehbarer Zeit keine mehr in Betrieb zu haben

    Stimmen: 730 59,2%

  • Umfrageteilnehmer
    1.233

stefan_m

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Da macht es dann besonders viel Sinn "sichere" AKWs abzuschalten und andere besonders unsichere wie eben die in Erdbebengebieten stehen weiter zu betreieben oder neu zu bauen...
Hmm, wie lange bleibt denn ein "sicheres" AKW sicher? Im Moment fahren (so scheint es mir jedenfalls) die meisten Länder die Strategie, AKWs immer länger und länger laufen zu lassen. Die Anzahl der Neubauprojekte hält selbst bei den Ländern, die offiziell nicht aus der Atomenergie aussteigen wollen, keineswegs Stand mit dem "eigentlich" erforderlichen Zubau wollte man die existierenden AKWs ersetzen. Jetzt mal ganz ab davon das aktive Neubauprojekte in Bezug auf Kosten und Bauzeit explodieren und andere das Planungsstadium nie zu verlassen scheinen...

Aktuell scheint man ausprobieren zu wollen wie "alt" AKWs unfallfrei werden können. Schauen wir mal wie viele AKWs nicht abgeschaltet wurden, wenn es den ersten größeren Unfall auf Grund Materialermüdung/Überalterung gegeben hat...
 

MmeBezier

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Ich weiß jetzt nicht, wo ich das hinschreiben soll, aber es ist ein essentielles Problem in D.
Jeder will grün, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür.

Manchmal möchte ich den Leuten einen temporären Wohnungstausch anbieten.
Hier: zwischen 3 Hauptverkehrsadern und viel befahrenen Straßen + Quietsche-U-Bahn + Licht- und Lärmverschmutzung durch die Messe + Licht-Lärmverschmutzung durch diverse Veranstaltungen.

Heute bei der Abendschau in BR3: eine Frau aus der Gegend Altdorf ist gegen die geplante Stromtrasse, weil sie 70 Meter an ihren Häuschen im Grünen vorbeiläuft.
Da möchte ich die Frau fragen, was sie lieber hätte (mit Entscheidungszwang):
  1. Atomkraftwerk in 70 m Entfernung
  2. Kohlekraftwerk in 70 m Entfernung
  3. Stromtrasse in 70 m Entfernung
 

Homebrew

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Ha nix in 70 Meter Entfernung.

70m ist schon sehr nahe am Haus.
 

magfoo

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Für mich auch, aber sei ehrlich, das löst dieses Menschheitsproblem nicht.
Für mich gilt das auch. Und wenn wir noch lange warten, bis wir diese Klimaproblem angehen, hab ich das auch beides vor der Haustür :)
Wir sind hier immerhin nur knappe 30Meter über dem Meer. Die höchsten Berge in unserem Bundesland sind 120Meter hoch.
 

MmeBezier

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Für mich gilt das auch. Und wenn wir noch lange warten, bis wir diese Klimaproblem angehen, hab ich das auch beides vor der Haustür :)
Wir sind hier immerhin nur knappe 30Meter über dem Meer. Die höchsten Berge in unserem Bundesland sind 120Meter hoch.
Du könntest nach Oberfranken umziehen. Da ist es günstig und schön. Und höher.
 

PiaggioX8

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Ha nix in 70 Meter Entfernung.

70m ist schon sehr nahe am Haus.
Es gibt in Deutschland kein Gesetz, das einen Mindestabstand von Hochspannungsleitungen zu Wohngebäuden vorschreibt. Es gibt jedoch seit dem Jahr 2013 ein Überspannungsverbot von Gebäuden und Gebäudeteilen, die zum dauerhaften Aufenthalt von Menschen bestimmt sind. Dies betrifft den Neubau von Freileitungstrassen mit Wechselstrom, die eine Frequenz von 50 Hertz und eine Nennspannung von 220 Kilovolt oder mehr aufweisen. Es gibt jedoch Ausnahmen, für die eine Stichtagsregelung gilt. Nicht betroffen von dem Überspannungsverbot sind bestehende Freileitungstrassen sowie entsprechende Planfeststellungsbeschlüsse, Planfeststellungs- und Plangenehmigungsverfahren, die bis zum 22. August 2013 eingereicht wurden (§ 4 Abs. 3 26. BImSchV). Bei einem Abstand zu Wohngebäuden von weniger als 400 Metern im Geltungsbereich eines Bebauungsplans oder im unbeplanten Innenbereich bzw. weniger als 200 Metern im Außenbereich sind Erdkabelleitungen erlaubt und Freileitungen – mit wenigen Ausnahmen – verboten (§ 3 Abs. 4 BBPlG).

Weiterhin verlangt der Strahlenschutz, dass die gesetzlichen Grenzwerte für die elektrischen und magnetischen Felder eingehalten werden. Ebenso gehört hierzu das Minimierungsgebot. Bei der Errichtung neuer oder wesentlichen Änderung bestehender Hochspannungsleitungen müssen die nach dem Stand der Technik bestehenden Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die von der jeweiligen Anlage ausgehenden Felder zu minimieren.

Quelle Bundesamt für Strahlenschutz: https://www.bfs.de/DE/themen/emf/kompetenzzentrum/netzausbau/schutz/abstand-wohngebaeude-stromleitungen.html
 

PiaggioX8

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Dann bin ich ja wieder so weit weg vom Meer.
Aber du hast recht, da gibt es sehr schöne und günstige Ecken. Ich bin mehrmals im Jahr im Fichtelgebirge und immer mal wieder in Aufseß...
Nicht ganz: denn wenn "dein" Land absäuft kommt gleichzeitig die Küste näher an Bayern.
 

JarodRussell

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Sind wir doch mal ehrlich, die 1,5 Grad sind unrealistisch, 2 ebenso und E-Mobilität wird hier rein gar nichts daran ändern. Ich würde mir von unserer neuen Regierung mal einen Plan 2050 wünschen, der Europa absichert gegen das, was da kommt. Einen paneuropäischen Plan zur Sicherstellung der zukünftigen Energie- und Trinkwasserversorgung, einem Plan fpr die betroffenen Regionen bzgl. des Anstiegs des Meeresspiegels usw usf.
 

WollMac

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Sind wir doch mal ehrlich, die 1,5 Grad sind unrealistisch, 2 ebenso und E-Mobilität wird hier rein gar nichts daran ändern. Ich würde mir von unserer neuen Regierung mal einen Plan 2050 wünschen, der Europa absichert gegen das, was da kommt. Einen paneuropäischen Plan zur Sicherstellung der zukünftigen Energie- und Trinkwasserversorgung, einem Plan fpr die betroffenen Regionen bzgl. des Anstiegs des Meeresspiegels usw usf.
Man sollte das Eine tun ohne das Andere zu lassen.
 

wegus

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Man sollte das Eine tun ohne das Andere zu lassen.
Ich verspreche mir viel davon, dass sich jetzt nach der Wahl im Prinzip die Grünen und die FDP einigen müssen. Wir leben nämlich in lauter verdeckten Widersprüchen. E-Autos sollen gefahren werden. Die Leitungsnetze werden aber wenig ausgebaut. Die Strompreise werden für die Industrie hochgetrieben bei Endverbrauchern, damit sich E-Autos nicht rechnen.

Wie die Mme schrieb: jeder will grün, nur nicht vor der Haustür...

Es muß halt einen sinnvollen Plan geben - schon daran gebricht es im Moment und in dem muß es sich lohnen sich dort zu integrieren und zu investieren. Strom muß billig werden. Netze müssen ausgebaut werden. Erneuerbare müssen genutzt werden wo immer es geht. Für die Grundversorgung ( die chemische Industrie kündigt für sich einen Stromverbrauch an, wie ihn ganz Deutschland für Endverbraucher hat), muß es ebenfalls Lösungen geben ob nun durch Nutzung von Wasserstoff oder Energieerzeugung durch Kernkräfte sei mal dahin gestellt.

Zwei Dinge müssen jedoch aufhören: Die Traumtänzerei als leben wir in einem Takatuka-Land und das bornierte "weiter so", weil Änderungen zu anstrengend sind.

Ein bisschen hoffe ich, dass das jetzt passiert...auch wenn die Chance des erneuten Scheiterns groß ist. Es muß auch klar sein, dass wenn nur wir uns ändern das am Klima gar nichts tut. Wir müssen komplett neue Energiekonzepte entwerfen die es sich lohnt in andere Länder zu exportieren und bei denen es sich auch für diese Länder lohnt umzustellen.

Man sieht ja an den Reaktionen, dass selbst reale Auswirkungen des Klimas kaum etwas bewegen. Wenn meine Energieerzeugung aber günstiger ist als mit Kohle oder Öl und ich unabhängig werde von Dritten ( man denke etwa an die vielen Länder auf dem Level der Ukraine oder mit mangelnden Bodenresourcen wie Deutschland), dann kann allein der Gedanke an wirtschaftliche Energiebeschaffung und mehr Souveränität zu einer geänderten Energieversorgung führen. Da müssen wir hin und die Mme hat recht, wer da Befindlichkeiten entwickelt, weil ein Stromkabel in der Nähe verläuft der wird zunehmend zu einem Problem!
 
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