Sind Lebensmittel in Deutschland zu billig?

Andi

Aktives Mitglied
Mitglied seit
16.05.2002
Beiträge
8.664
...Die Kartoffelkäfer sehen "live" sogar recht ansprechend aus. ...
Das stimmt. Darum habe ich als Kind (jetzt noch) darauf geachtet.

Zum Thema: Ich komme vom Land und kann unterscheiden ob ein Tier oder was „Anders“ die Feldfrüchte entnommen hat. Sind das nur Probeernten für die Qualitätssicherung oder bilde ich mir das nur ein, dass da schon geklaut wird?
 

magfoo

Aktives Mitglied
Mitglied seit
20.10.2019
Beiträge
1.627
Wieso Luft anhalten? Tief durchatmen. Danach sieht alles viel besser aus:noplan:
 

Homebrew

Aktives Mitglied
Mitglied seit
01.02.2008
Beiträge
2.084
Der Kartoffelkäfer wurde abgeworfen um die Ernte zu schädigen? Sachen gibt’s...:eek:
 

Difool

Frontend Admin
Mitglied seit
18.03.2004
Beiträge
11.381
Wir bauen selber Kartoffeln an.
Es ist komplett illusorisch und weltfremd, dass man komplett unbehandelte Kartoffeln zu kaufen bekommt. Egal ob da Demeter draufsteht oder sonstwas.
JEDER, der schon mal Kartoffeln angebaut hat, weiß das. Wenn Du nichts machst, fressen Dir die Kartoffelkäfer das komplette Grün weg und Du hast nur Murmeln im Acker.
Auf ein paar Quadratmetern für den Privatbedarf kann man die wegsammeln, aber NIEMAND, der ein paar Cent damit verdienen will, kann das in größerem Maßstab leisten.
Auch Demeter-Produzenten dürfen und müssen Gift gegen die Larven einsetzen.
Naja, es gibt auch biologische Mittel und alt-herkömmliche Weisen.

Mein Opa bzw. buddelte immer sehr großzügig gründlich und tief die Kartoffelbeete um, und es wurden Käfer und Engerlinge abgesammelt.
Kartoffelkäfer in die Lauge und die Engerlinge durfte ich immer auf bzw. in den Kompost hinten in den Garten bringen.
Auch wurden die Beete jedes Jahr gewechselt. Ein Jahr links die Kartoffeln, nächstes Jahr rechter Hand.
Flachs und Minze dazwischen gesetzt und regelmäßig "Unkraut gejätet".
Als Steppke half ich ihm immer dabei – bis auf das Ausbringen der Brennnesseljauche, wenn die nötig war. :D
Den Jauche Ansatz hat er nicht mal gespritzt, sondern einfach mit einer Gießkanne großzügig in die Kartoffelbeete gegossen.
Ansonsten wurde Kaffeesatz immer verwendet – schon alleine zum Düngen.
Oppa hatte aber auch Erfahrung, weil "nach'm Krieg" ja fast jeder auch Tabak zog, weil das ja eine gute Einnahmequelle und Tauschobjekt damals war.
Tabak, Tomaten und Paprika bzw. generell Nachtschattengewächse sind ja des Kartoffelkäfers Nahrung.
 
Zuletzt bearbeitet:

frimp

unregistriert
Mitglied seit
04.10.2012
Beiträge
974
Brennnesseljauche....bärks, die riecht grauenvoll!
 

Difool

Frontend Admin
Mitglied seit
18.03.2004
Beiträge
11.381
Brennnesseljauche....bärks, die riecht grauenvoll!
Da mein Oppa damals im Hoch- und Tiefbau tätig war, hatte er halt immer einen Sack Gesteinsmehl am Start.
Das Zeug der Jauche unterrühren hemmt den "olfaktorischen Genuss" Richtung erträglich. :D
Aber die Ammoniak-Stufe dabei stinkt halt.

edit:
Heute würde ich – zwecks Informationen aus der Aquaristik – eher einfach schön einen Beutel Zeolith reinkippen.
Der Vorteil dabi wäre dann:
du kannst die verdünnte Jauche als "prekär Düngung" und Schutz anwenden,
den Zeolith dann als Langzeitdüger im Boden unterbuddeln.
 

Andi

Aktives Mitglied
Mitglied seit
16.05.2002
Beiträge
8.664
Das kenne ich auch alles. Helfen ist gut. Zwangsverpflichtung beschreibt es besser.
Ganz ohne Gift ging’s dann aber doch nicht.
Tiere hatten wir nur Kaninchen wurden aber verspeist. Viel Arbeit. Wenn man die mit einrechnet hat man höhere Preise als im Supermarkt. Auf dem Stück Land ist schon mal ein Kohlkopf verschwunden hielt sich aber in Grenzen. Im Garten hat man mit den Vögeln oder Schnecken, wenn man die nicht rechtzeitig aufgesammelt hat, geteilt.

Bei höheren Preisen ohne den Leuten das Geld dafür zu geben um die zu bezahlen sehe ich die Gefahr des Diebstahls erhöht. Ich habe bei Spaziergängen schon verdächtige Löcher in Kartoffeläckern gesehen.

Tafel habe ich mir auch mal eine Zeit lang angetan. Kartoffeln gab es da nur selten. Die hat dann ein Bauer gespendet mit Erde dran aber das macht ja nix. Ich muss gestehen da kam mir auch der Gedanke welche auszugraben. Habe ich aber nie umgesetzt.
Fleisch gab es nie an der Tafel. Rentner aus meiner Straße die durften dann nach einer Rentenerhöhung (paar Euro zu viel) nicht mehr. Da stellen sich nicht nur Arbeitsscheue an.

Bei Fleischpreisen wie von Lars vorgeschlagen würden sich wohl Viele einen Restaurantbesuch ganz sparen. Kleinere Dorfgaststätten wurden ja schon vom Rauchverbot gekillt.
Es ist nicht wie bei Homer: Ich habe 3 Kinder und 0 Geld will lieber 0 Kinder und 3 Geld.
Stöhnen die Leute nicht gerade über saftige Stromnachzahlungen?

Ich denke es liegt nicht am Wollen. Viele können das gar nicht.
 

Difool

Frontend Admin
Mitglied seit
18.03.2004
Beiträge
11.381
@Andi

Die Ernährungsempfehlung beläuft sich ja aus gesundheitlichen Gründen auf:
höchstens 300 bis 600 Gramm Fleisch oder Wurst pro Woche zu essen!
Da kommt ja so gesehen jeder Fleischesser locker weit drüber.

"Stoppeln" sollte mal wieder in Mode kommen – da gäbe es sicherlich einige Landwirte, die da nichts gegen hätten –
vorher brav angefragt versteht sich.
Es werden ja heutzutage wieder selbst Gänse und Schafe von den Weiden geklaut.

Wenn ich am Woe mal ein Pfund Fleisch im Stück oder Hack kaufe, kostet das so zwischen 4 bis 8 Euro –
je nach was. Filets und sowas kaufe ich nie. Allerhöchstens mal Hühner- oder Putenbrust.
Ich koche dann aber immer für mindestens 2 bis 3 Tage was, wo du wahlweise Kartoffeln, Reis, Couscous oder Nudeln begeben kannst.
"Drüber" komme ich dann lediglich mit der Salami für meine selbst gebastelten Feta/Salami-Pizzen.
Der Rest beläuft sich bei mir auf Hülsenfrüchte und Gemüse.
Und mit selbst erstellten bzw. gekochten Fonds (Gemüse-Abschnitte, Knochen, usw.), kann man eh sparen.

Wenn man ab und zu in die Grundversorgung von Gewürzen und Essigen und Ölen investiert,
dann kann man recht viel machen, was lecker und kostengünstig ist.
Und sich mal ein paar Gnocchi oder Nudeln selbst machen ist simple und reichhaltig.
Aus welkem oder schlappen Gemüse kann man prima Bratlinge-Masse bereiten oder schlicht Pesto und Dips/Saucen machen.

Ich sehe das (noch) alles eher sportlich, da als Freiberufler bei mir auch mal durchaus Monate dazwischen sind,
wo ich grad mal halb soviel wie ein Single-H4'ler montl. zur Verfügung habe.
Das sind dann meist so Monate, wo Steuern, Buchhaltung und GEZ gleichzeitig und zzgl. anfallen. :D
 

magfoo

Aktives Mitglied
Mitglied seit
20.10.2019
Beiträge
1.627
@Andi

Die Ernährungsempfehlung beläuft sich ja aus gesundheitlichen Gründen auf:
höchstens 300 bis 600 Gramm Fleisch oder Wurst pro Woche zu essen!
Da kommt ja so gesehen jeder Fleischesser locker weit drüber.
Wenn wir uns alle an alle Gesundheitsempfehlungen halten, werden wir im Schnitt noch älter. Wer soll das bezahlen?
 

geronimoTwo

Aktives Mitglied
Mitglied seit
13.09.2009
Beiträge
8.364
Hehe, seh ich genauso. :D Was soll der ganze Fitnesshype?

Wer länger lebt, ist halt später tot.
 

Difool

Frontend Admin
Mitglied seit
18.03.2004
Beiträge
11.381
Wenn wir uns alle an alle Gesundheitsempfehlungen halten, werden wir im Schnitt noch älter. Wer soll das bezahlen?
Wieso das?
Du lebst bzw. dein Organismus und dein Mikrobiom leben dann gesünder und effektiver –
bedeutet doch aber in keinerlei Weise, dass du auch zusätzlich älter wirst.

Da strikt dir mal schön dein persönlicher sonstiger Lebenswandel das Glück und die Gene deiner Zellen in Betreff deren Erneuerungsfähigkeiten.
Und abgesehen davon ist auch schlicht obendrauf die menschliche Knorpelmasse deiner Gelenke eher einspurig Richtung "Zerfallsdatum gesegnet". :crack:
 

Andi

Aktives Mitglied
Mitglied seit
16.05.2002
Beiträge
8.664
@Andi

Die Ernährungsempfehlung beläuft sich ja aus gesundheitlichen Gründen auf:
höchstens 300 bis 600 Gramm Fleisch oder Wurst pro Woche zu essen!
Da kommt ja so gesehen jeder Fleischesser locker weit drüber.

"Stoppeln" sollte mal wieder in Mode kommen – da gäbe es sicherlich einige Landwirte, die da nichts gegen hätten –
vorher brav angefragt versteht sich.
Es werden ja heutzutage wieder selbst Gänse und Schafe von den Weiden geklaut...
Ich brauche auch nicht täglich Fleisch und einem Schwaben muss man nicht das Sparen erklären. ;)
Ich kenne noch Kartoffelfeuer. Ich fürchte die Erntemaschinen sind mittlerweile so optimiert, dass da nicht viel liegen bleibt. Feuer auf dem Feld - keine Ahnung ob das erlaubt ist.
Fische werden übrigens auch gerne gestohlen.
Letztens fahre ich eine junge Mutter mit Kind zum Zahnarzt. Sie war H4. Er arbeitet. Nach einem Jahr (eheähnlich) sie arbeitet im Discounter paar Stunden wie sie halt das Kind betreut bekommt fällt H4 weg. Wie das jetzt genau passiert ist und unbemerkt blieb sei mal dahingestellt. Sie brauchte gar nicht weiter erzählen. Fette Zahnarztrechnung (OP) sie ist nicht Krankenversichert. Das Kind ist bei ihm versichert sie aber nicht weil unverheiratet. Dort scheint eheähnlich nicht zu gelten. Halber Lohn für Krankenversicherung weg oder Freund verlassen (wohin?) oder heiraten.
Mal sehen wie das ausgeht. Bemüht und gleich ins Elend gerannt. Klar mitschuldig aber höhere Preise brauchen die auch nicht unbedingt.
 

Difool

Frontend Admin
Mitglied seit
18.03.2004
Beiträge
11.381
Nee, offenes Feuer auf'm Feld ist so nicht erlaubt – allerhöchstens "kontrolliertes Abflammen" statt Pestizide.

Zur Zahnarzt-OP-Mutter: sie sollte sich dann, "ami-mäßig" – einen Job suchen, wo die Krankenkassenbeteiligung mit drin ist.
Denn abgesehen davon, dürfte sie so eh ziemlich "gesch-f-ickt" sein, betreffs Rente – so macht die sich kaputt; jetzt und später noch mehr.
Bzw. wo das Kind zu über 50%, da das Kindergeld.
 

Andi

Aktives Mitglied
Mitglied seit
16.05.2002
Beiträge
8.664
@Difool Ich finde sie hätte amilike abgewiesen werden sollen. Dann wäre das vermeidbar gewesen. Für den Zahnarzt wäre es auch besser gewesen. Mir ist es ja ähnlich ergangen. Eheähnlich veranlagt. Sie haut ab stellt einen neuen Antrag (anderes JC). Ich muss einen neuen erstellen. Das merke ich aber erst nach dem Jahreswechsel. Auf explizite Nachfrage „Habt ihr mich ohne Krankenversicherung Auto fahren lassen? Nein. Das war wohl gelogen. Die Bude war wegen Eigenbedarf weg das Auto gestohlen. Gehe zurück nach Bayern da wusste ich, sofort melden wegen KV. Auf die Frage bin ich versichert. Ja, wohl noch vom Saarland. Monatswechsel. Der Antrag lief noch meine Eltern wollen das Vermögen nicht angeben Unterlagen in Umzugkartons. Der ganze Mist schlägt mir auf den Magen und geh zum Arzt. Gebe die Karte ab und sage noch: „Versuchen sie mal!“ Perfekt bekomme ich als Antwort. Ich denke der Antrag läuft Karte funktioniert ich bin versichert. Antrag wird abgelehnt. Jetzt wusste ich geht es noch mehr ins Minus ist ja Pflicht. Da kam die Rechnung vom Arzt. Wenn Du nicht zahlen kannst rutscht man in den Notfalltarif. Wusste ich bis gerade eben gar nicht. War auch nicht beim Arzt und ich denke das fällt da auch nicht unbedingt auf. Bekommst keine Rechnung weil gerade diese Leistung bezahlt wird. Gehst zum Zahnarzt peng. Machst Du dann den Job für die KV so mies bezahlt dass du die Säumigen Beiträge noch nicht abzahlen kannst weiß ich jetzt nicht. Da traut man sich gar nicht zum Arzt ohne Anruf bei der Kasse.
Entschuldigung für's Abschweifen. Tierwohl. Vielleicht mal beim Menschwohl anfangen?
 

Homebrew

Aktives Mitglied
Mitglied seit
01.02.2008
Beiträge
2.084
Da ist leider was 'dran.
Manch Mensch hat mehr für das liebe Haustier übrig als für Menschen.
Warum? Sie (die Fiffis,Minkas und Piepse)
geben keine Widerworte und “lieben“ ihre Herrchen/Frauchen/Divers-chen.
 

EutinOH

Aktives Mitglied
Mitglied seit
07.09.2007
Beiträge
3.601
Chef des Hauses: unsere Katze! Vom Preis ihres Futters könn(t)en meine Frau und ich locker zwei Wochen essen :cool::D
btw. meine Rückenschmerzen sind zum größten Teil darauf zurückzuführen,
das die Katze im Zentrum vom Bett (auf meiner Seite!) schläft.
Aber wer kann diesem Blick schon widerstehen? :);):D