Ist das Bürgergeld/b.l. Grundeinkommen unabwendbar?

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  1. kos

    kos Thread Starter Mitglied

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  2. Jock-l

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    In China gab es sowas, der Begriff der "eisernen Reisschale" (ein gewisses Einkommen bzw. Essen wird garantiert bzw. stellt der Staat in Aussicht) ist mir geläufig. Nur daß es in der Praxis anders aussieht ...
     
  3. buk

    buk Mitglied

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    Guude,

    Wie sieht sie denn aus, die Praxis?
     
  4. Bob S.

    Bob S. Mitglied

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    In der Praxis würde es bei uns so aussehen, daß die Menschen massenweise aufhören würden zu arbeiten. So etwas denken sich Leute aus, die einen "schönen Job" am Schreibtisch haben.
     
  5. 5iGTERM

    5iGTERM Mitglied

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    Ich glaube fest an die Sinnhaftigkeit und auch Notwendigkeit eines Grundeinkommens nach dem folgenden Modell von Andreas Popp und Rico Albrecht:

     
  6. kos

    kos Thread Starter Mitglied

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    Das glaube ich nicht. Da ohnehin der Anteil an Bürgern steigt der Hartz 4 bezieht wäre das ganze nur eine Liberalisierung dieses Modells. Nicht jedem wird das kleine Bürgergeld reichen, andere wiederum könnten darüber nachdenken nicht etwas weniger zu arbeiten. Letzteres erhöht die Nachfrage nach mehr Arbeitskräften.

    Ich denke das der Inflation des Faktor menschlicher Arbeit damit etwas entgegengewirkt werden könnte, denn die ist in heutigen Zeit ja kaum noch etwas wert.
     
  7. mpinky

    mpinky Mitglied

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    Nirgendwo auf der Welt gibt es ein funktionierendes System des bedingungslosen Grundeinkommens - warum wohl ...?
     
  8. Time4more

    Time4more unregistriert

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    Weil es noch keine Möglichkeit gegeben hat das erfolgreich zu etablieren.
     
  9. Bob S.

    Bob S. Mitglied

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    @kos: Ich hatte viel mit Menschen zu tun, die eine eher "schlechte" Qualifikation hatten. Ich bin mir ziemlich sicher, daß die Hälfte von denen nicht mehr arbeiten würde. Kein wunder, bei der Arbeit, die sie bisher hatten.
     
  10. tafkas

    tafkas Mitglied

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    Und dann fängt man in Deutschland mit so was an? Sehr gewagt.
     
  11. HumanOfTheWeek

    HumanOfTheWeek unregistriert

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    Die Diskussion hatten wir ja schon einige Male, wiederholen muss man sicher nicht alles. Ich wundere mich aber schon ein wenig über das pessimistische Menschenbild, das hier an den Tag gelegt wird; zumal unter der mantraartig wiederholten Devise der "niederen Tätigkeiten", die keiner mehr tun wollen würde. Mir geht hier einfach ein wenig die Kreativität ab, dass der Arbeitsmarkt, was die Vergütung verschiedener Berufe angeht, durchaus wandlungsfähig (und reformbedürftig) sein könnte. Wäre ja, plakativ ausgedrückt, vielleicht gar nicht so verkehrt, wenn der Investment-Banker finanziell mit dem Klempner tauschen würde/müsste …

    My 2 cents.
     
  12. dayto

    dayto Mitglied

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    Ein motorisiertes Fortbewegungsmittel auf deutschen Straßen? Sehr gewagt.*

    (* Statement aus dem Jahr 1888)
     
  13. MacQandalf

    MacQandalf Mitglied

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    Nun ja, wenn man meint vermeintlich "minderwertige" Menschen eben so behandeln zu müssen, dann braucht man sich auch nicht wundern wenn diese nur noch das machen was sie machen müssen.

    Es ist in der Arbeitswelt ungeschriebenes Gesetz dass Arbeit keine Freude machen darf. Wenn ein abhängig Beschäftigter Spass an der Arbeit hat und sie gerne macht, dann geht es ihm zu gut. In diesem Sinne wird egal ob die Konjunktur gut ist (malochen bis zum Umfallen weil die Augträge abgeliefert werden müssen) oder weniger gut (malochen bis zum Umfallen damit ein anderer rausfliegt und nicht du) permanent der Arbeitsdruck erhöht, und der Arbeitende Mensch wie der letzte Abschaum behandelt.

    Klar, dass man da, wenn man die Wahl hätte, eher nicht mehr arbeiten gehen würde.

    Die Alternative, nämlich die Menschen vernünftig zu behandeln, und sie am wirtschaftichen Erfolg teilhaben zu lassen, wäre da durchaus motivierender. Nur bleibt da weniger vom Kuchen über den die oberen 10000 unter sich aufteilen könnten.

    Deswegen wird das Bürgergeld niemals kommen, weil das Machtinstrument der Mächtigen, nämlich die Peitsche dann nicht mehr funktionieren würde. Stattdessen gibt es dann so Dinge wie Agenda 2010 und Hartz I-IV um den Leuten die arbeiten ihr bescheidenes Arbeitsleben als geringeres Übel darzustellen.
     
  14. Hemi Orange

    Hemi Orange Mitglied

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    Nein. Sowas denken sich Leute aus, die keinen schönen Job am Schreibtisch haben.
     
  15. Laub

    Laub Mitglied

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    Kommunismus hat noch nie funktioniert und wird es auch nicht. Im Übrigen gibt es heute schon ein bedingungsloses Grundeinkommen. Und sich später in der Rente - es ist nicht viel, aber ein Dach über dem Kopf und genug zu essen gibt es. Meine Mutter hat ihr lebenlang gearbeitet und bekommt weniger Rente als ihre Nachbarin mit H4. Ich möchte hier aber ganz klar betonen, dass ich nicht die H4-Empfänger für die Misere verantwortlich mache. Die nehmen sich legal das, was ihnen zusteht. Die Gesetze geben es her.

    3 Millionen offiziell Arbeitslose und 7 Millionen H4-Empfänger macht zehn Millionen Menschen ohne Arbeit in Deutschland.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article10042845/Lohnt-sich-Arbeit-Oder-doch-eher-Hartz-IV.html

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article10635485/Ein-seltsames-Recht-auf-Kosten-anderer-zu-leben.html?wtmc=plista

    2007: 7,4 Millionen H4. http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/zahl-der-hartz-iv-empfaenger-erreicht-hoechststand/1001462.html
     
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