Ist das Bürgergeld/b.l. Grundeinkommen unabwendbar?

Diskutiere das Thema Ist das Bürgergeld/b.l. Grundeinkommen unabwendbar?. Was meint ihr? Wird es in naher oder etwas fernerer Zukunft, in Zeiten der vollständigen...

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fa66

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Ich glaub ich spinne. Das habe ich noch nicht gekannt.
Ist aber offenbar kompatibel zu GG Art.12(2):
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
Und damit sei nach Einschätzung eines WeLT-Artikels über die Diskussion über eine Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht als Ersatz zur Wehrpflicht den…
Karlsruher Richtern zufolge … tradierte Dienste wie etwa Feuerwehr- oder Deichschutzpflichten gemeint.
Ist also alles nicht so empörend überraschend, wie du es hier zu empfinden beschreibst.
 

thesaw

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... sagt der Neoliberale, ich lach mich tot.
Jetzt hab ich es mal so wie du versucht und du verstehst es immer noch nicht :D:D:D
Typisch hier die kleinteilige Argumentation der Neoliberalen hinsichtlich Menschen die am Arbeitsmarkt nicht teilnehmen können.
Hm.... sehe ich eher andersherum.
Zumindest die letzten paar dutzend Seiten, habe ich in der Richtung nichts gelesen.
Nur weil du jedem der deine Meinung nicht zu 100% teilt, ständig neoliberal an den Kopf wirfst, wird es nicht besser.
 
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stonefred

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Und damit sei nach Einschätzung eines WeLT-Artikels über die Diskussion über eine Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht als Ersatz zur Wehrpflicht den…
Aus dem Artikel zitiert: "... pflichtbewusster Staatsbürgerlichkeit, seinem Land zu dienen ...". Ich fand es damals schon ungerecht, dass nur Staatsbürger zum Zwangsdienst verpflichtet wurden, zu meiner Zeit Frauen und niedergelassene Ausländer aber nicht. Falls so etwas kommt, dann müsste das der Gerechtigkeit Willen angepasst werden. Dann frage ich mich, wie sie das durchsetzen wollen würden, wenn kein Respekt vor Behörden vorhanden ist.
 

JeZe

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Und ich hatte das Gefühl, dass ein (B)GE es einem Arbeitnehmer ermöglicht, sich gerade nicht mehr auf dem Sklavenmarkt der Unsinnstätigkeiten prostituieren zu müssen. Und wenn doch, die Macht zu haben, sich die Unsinnstätigkeit gut vergüten zu lassen (weil sonst kann’s der Chef ja alleine machen).
Dass Du das Gefühl hast, glaube ich Dir gern. Es ist aber auch nur ein Gefühl, welches dadurch zustande kommt, dass man nicht nachvollzieht, wie Werte in einer Gesellschaft entstehen. Hier explizit die Gegenwerte, die jemand bekommt, wenn er sein BGE ausgibt.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: für Dein BGE muss jemand arbeiten - es kann nur durch die Realwirtschaft mit Wert gedeckt werden, was nichts anderes bedeutet, dass Du (über schön undurchsichtige Umwege) andere wieder dazu versklaven musst um für Dein Grundeinkommen zu arbeiten.

Die Vorstellung, dass man Geld den Reichen einfach abnehmen würde und es hätte dann noch den selben Wert wie im derzeitigen „Sklavensystem“ ist nicht stichhaltig - das ist meines Erachtens der Hauptdenkfehler.
Auch das Geld der derzeit Reichen und das Geld des Staates ist nur deswegen etwas wert, weil an irgendeiner Stelle jemand dafür eine Arbeitsleistung erbringt bzw. sich verpflichtet hat in der Zukunft eine Arbeitsleistung zu erbringen (Kredit).


Nö - die Arbeitnehmerin auch. :)
Generisches Maskulinum, im Englischen „the employee“. Auch wenn es hier lustig gemeint ist, erkenne ich in dieser Diskussion den selben Mangel an abstraktem Denkvermögen wie beim BGE.
 
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nonpareille8

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Was mir sofort den Blutdruck auf enorme Werte bringt, ist diese "Wenn wir doch nur das Geld der Reichen umverteilen würden."
So simpel wie du das darstellst ist es nicht. Und auch nicht so gemeint.
Fakt ist, seit Schröder fand eine gigantische Einkommens- und Vermögensverschiebung von „unten“ nach „oben“ statt.

Das muss dringend verändert werden.

thesaw schrieb:
Nur weil du jedem der deine Meinung nicht zu 100% teilt, ständig neoliberal an den Kopf wirfst, wird es nicht besser.
Jetzt komm mir nicht mit der schlichten rhetorischen Nummer, hier gibt es reichlich neoliberalen Input und der ist nicht deckungsgleich mit meinen Ansichten.
Das ist korrekt. :)

JeZe schrieb:
Auch wenn es hier lustig gemeint ist, erkenne ich in dieser Diskussion den selben Mangel an abstraktem Denkvermögen wie beim BGE.
Ist doch nicht tragisch, wie gut dass wir dich haben und du uns angesichts unserer beschränkten geistigen Perfomance die Welt erklärst. :D
 

magheinz

unregistriert
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Auch wenn es hier lustig gemeint ist, erkenne ich in dieser Diskussion den selben Mangel an abstraktem Denkvermögen wie beim BGE
Eventuell reicht auch dein Intellekt einfach nicht aus um es zu erfassen. Es muss dir dann so vorkommen als ob alle anderen dümmer sind. Um abstraktes Denken zu erkennen muss man halt selber über diese Fähigkeit verfügen...
 
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nonpareille8

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... „Entgegen allen Befürchtungen zeigt das Experiment keine Hinweise auf soziale Katastrophen:
weder die Einführung einer neoliberalen Ausbeutungsdystopie, wo ausgebrannte Menschen am Tropf des Sozialstaats hängen, noch eine sozialdarwinistische
Anarchie mit einer totalen Verrohung der Gesellschaft. Es ist aber auch nicht das Künstler-Aussteiger-Schlaraffenland entstanden, wo die Leute bekifft und
eigene Gedichte rezitierend am Strand faulenzen. ...

... Auf der anderen Seite billigt unser System auch allen anderen – "nicht bedürftigen" – Menschen eine Art Grundeinkommen zu:
der Zahnärztin, dem Investmentbanker, dem Taxifahrer und der Facharbeiterin. Sie alle haben auch heute schon ein "negatives Grundeinkommen",
also einen Betrag, der ihnen zwar nicht überwiesen wird, auf den sie aber keine Steuern bezahlen müssen: einen Steuerfreibetrag, dessen Höhe kaum jemand
bewusst wahrnimmt. 9.000 Euro im Jahr sind steuerfrei, also 750 Euro im Monat. Das alles ist heute schon finanzierbar –
keine vermeintlich utopische Milchmädchenrechnung, sondern über Jahrzehnte gewachsene Realität.“ ...

https://www.zeit.de/arbeit/2019-01/bedingungsloses-grundeinkommen-michael-bohmeyer-buchauszug
 

thesaw

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Wie herrlich man doch mit Zahlen manipulieren kann :D
Dieses "Grundeinkommen" was du da anbringst, ist aber selber erarbeitet und nicht von anderen.
So gesehen bekomme ich ja sogar das zigfache der 750€ jeden Monat als "Grundeinkommen",
weil der Staat nimmt mir ja das restliche Netto nicht auch noch weg :D

Du scheinst eine sehr einfache Sichtweise zu haben,
allen die was haben alles weg nehmen und an die anderen verteilen.
(ich war so frei und hab dir den Hauptteil deiner Antwort schon mal vor weg genommen ;) )
 

WirbelFCM

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Äh wat?
Da steht schlicht nicht, dass die anwendbaren Regelungen des GG für Ausländer in Deutschland nicht gelten.
Da steht, "dass die anwendbaren Regelungen des GG" für das gesamte deutsche Volk gelten und nichts anderes. Das, was Du da hineininterpretierst, ist sachlich, logisch und v.a. juristisch schlichtweg falsch! Das nennt man in der Mathematik übrigens "Mengenlehre". Es gibt eine Gesamtmenge "Menschen", die sich in die Teilmenge "deutsches Volk" und "alle anderen Völker" aufteilen läßt. Es gibt auch eine gewisse Schnittmenge, die beiden Teilmengen angehört (mehrfache Staatsangehörigkeit), aber das GG gilt laut Präambel eben nur für die Teilmenge "deutsches Volk". Der Rest ist nicht definiert!


Hmm? Das GG regelt die Beziehung zwischen dem Bürger und dem Staat. Soweit richtig. Die Grundrechte – der erste Teil des GG – gilt aber für alle sich im Staat Befindenden.
Zeige mir bitte die Stelle im Grundgesetz, die das so definiert!
Und dann zeige mir bitte die Stelle im Grundgesetz, die den Begriff "Staat" geografisch definiert, also das Territorium (das "Staatsgebiet", neben Staatsvolk und Staatsgewalt die 3 grundlegenden Faktoren eines Staates), auf dem es gilt. Dieses "Staatsgebiet" ist seit der Wiedervereinigung ebenfalls nicht mehr definiert (Art 23 GG alte Fassung). Stattdessen wurde Art. 23 völlig sinnentfremdet völlig neu konstruiert, was juristisch gar nicht zulässig ist!

Du kannst Dir das Suchen sparen, ich suche schon seit über 15 Jahren vergeblich danach. Beides ist nicht definiert und kann damit auch keine Rechtsgültigkeit haben. Nur weil die Mehrheit der Bevölkerung das so interpretiert hat das dennoch keine juristische Bedeutung. Genau das ist doch die Masche der "Matrix"! Das Grundgesetz ist keine Verfassung, sondern nichts weiter als die AGB der Firma (man schaue sich nur mal an, wie die deutsche Elite der Aluhut-Träger dazu applaudiert! - wem glaubst Du jetzt mehr? Der SPD-Parteispitze oder anderen Spitzenpolitikern oder solchen "Jura-Experten" wie dem Bremer?), dessen Personal Du bist.

Und in diesem aktuellen System kann ein BGE nicht nachhaltig funktionieren! Es mag besser funktionieren als Hartz4 u.ä., aber seine volle Wirkung kann es nur in einem gesunden und sozialen Staat mit einer seriösen Volksregierung entfalten, die für das Volk regiert und nicht gegen es!

BWG Wirbel
 
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Ezekeel

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Ich hatte euch gewarnt...
 
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