Lifestyle Die Woelfe sind da

PiaggioX8

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Endlich ein Vernünftiger hier.
Dieser Quatsch von wegen: “Der Wolf reguliert sich selber …” das erinnert einen an die Freidemokraten: “Der Markt reguliert sich selbst.” Oder an die Vorlesungen im VWL-Nebenfach im barryschen Studium an einer Eliteunivesität, wenn der Prof doziert: “Im einem vollkommenen Markt …” und er puren Unsinn schlussfolgert, denn, liebe Freunde, es gibt sowenig einen vollkommenen Markt wie es eine unberührte Wildnis (bei uns) gibt. :noplan:
Die Wolfsphantasten hier im Forum, der gute Piaggio und der Wollimack, die leben leider in Wolkenkuckucksheim. :D
Also, genauso wie wir im Kapitalismus Instanzen zur Zerschlagung von Monopolen brauchen, also die Wölfe Google und Amazon und co. irgendwann zerschlagen sollten, genauso muss der Mensch die Wolfsbestände regulieren, d.h. ab und zu die süßen Wölfe abknallen.
Also wenn ich durch unsere sterilen Wälder schleiche mache ich mir mehr Sorgen um Jäger als um Wölfe, Luchse oder Wildschweine......
Hier gehört nämlich auch mal ausgemistet und erheblich reduziert.
Wer seinen Ballertrieb ausleben will, soll zur Armee - blöde ist nur das dort irgendwann die Scheiben anfangen zurück zu schiessen.....
 

WollMac

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Also wenn ich durch unsere sterilen Wälder schleiche mache ich mir mehr Sorgen um Jäger als um Wölfe, Luchse oder Wildschweine......
Hier gehört nämlich auch mal ausgemistet und erheblich reduziert.
Stimmt, mich hat noch kein Wolf, Luchs oder Wildschwein mit locker über dem Arm liegender Flinte "gebeten" sein Revier zu verlassen...in öffentlichen Erholungswäldern, auf markierten Wanderwegen wohlgemerkt.
 

kay_ro

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Neulich im Wald! Die Jagdberichtigten Menschen lassen es sich was kosten, ihre Mitmenschen zu warnen. Ist das noch Angstmacherei?
 

kay_ro

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Gut zu wissen: Es bedeutet, das Kinder, die im Wals sind, von Wölfen als Beute gesucht werden. Hätte ich jetzt nicht gedacht.
 

Deine Mudda

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Und so kommt das Bild vom bösen Wolf:

Wolf mitten in Köln gesichtet: Vier Schafe gerissen​

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/wolf-mitten-in-köln-gesichtet-vier-schafe-gerissen/ar-AAKecM3?ocid=msedgntp

Weder ist bewiesen, dass es dieser Wolf war, noch ist bewiesen ob es ein Wolf oder Hund war.

Also eine unsachliche Fake-News von dpa.

Und dann wundern wenn man von Lügenpresse spricht.

Einfach nur zum kotzen diese Sensationsgeilen Idioten....

Der Vollständigkeit halber: Es ist jetzt eindeutig nachgewiesen, dass diese Schafe vom Wolf gerissen wurden ("4 Schafe tot, 1 Schaf verletzt und später notgeschlachtet, 3 Lämmer verletzt"). Der Nachweis dauert scheinbar seine Zeit.
 

PiaggioX8

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Und auch interessant, dass die geklärten Fälle fast immer ein Wolf war und nur ganz selten ein Hund.

Da hat man hier auch schon das Gegenteil gelesen.
Das hat einen einfachen Grund: Wölfe werden in der Statistik erfasst - Hunderisse generell nicht.
Was auch nicht erwähnt wird: Durch die Domestizierung haben Schafe und Ziegen (über 80% der Risse) ihr natürliches Hereden- und Fluchtverhalten verloren.
Der Wolf lernt also, dass hier leichte Beute zu holen ist.
Was auch nicht erwähnt wird: Wolfsrisse finden fast ausschliesslich dort statt, wo es keinen Herdenschutz gibt.
Was auch nicht erwähnt wird: Viele Nutztierhalter installieren Elektrozäune nach Mindeststandard (um überhaupt Schadenersatz zu bekommen). Diese Zäune sind dann maximal 90 cm Hoch und haben höchstzens 2 Stromlitzen.
Effektiv sind aber Elektrozäune erst ab 120 cm und mit mindestens 5 Litzen.
Überall dort wo es ausreichenden Herdenschutz gibt, gibts auch keine Wolfsrisse.
So wie der Wolf lernt, Schwachstellen ausszunutzen, müssen auch die Halter lernen mit dem Wolf zu leben.
Ist wie mit den Einbrechern: wenn ich alle Türen und Fenster sperrangelweit offen stehen lasse, lade ich diese Klientel regelrecht zum Raub ein.
Rinder und Pferde sind übrigens kaum betroffen und wenn dann nur Kälber oder Fohlen. Ausgewachsenen Rinder und Pferde sind für den Wolf einfach zu wehrhaft. Zudem ist das Herdenverhalten, wo sich die Tiere gegenseitig schützen noch ziemlich gut ausgeprägt.
Wölfe jagen also nur Beute die in ihrer Gewichtsklasse sind. An Grosswild gehen die erst ran wenn sie eine regelrechte Hungersnot haben und dann auch nur im Rudel. Wölfe suchen immer den Weg des geringsten Widerstandes und sind keineswegs wilde Draufgänger.
Genau diese Eigenschaften haben den Wolf auch dazu gebracht mit den Menschen zu kooperieren. Denn er hat gelernt, dass Menschen weitaus grössere Beute erlegen können. Wenn der Wolf nun diese Beute aufspürt, profitiert er von den Überresten die ihm die Menschen überlassen.
Also gar nicht so dumm die Viecher.
Auch mit anderen Tieren kooperiert der Wolf. Wandernde Wölfe werden oft von einer oder mehreren Krähen begleitet. Die Krähen sind im wahrsten Sinne die Luftaufklärung des Wolfes. Sie erspähen Beute und Aas und führen den Wolf zum Ziel. Wenn der Wolf Beute schlägt, profitieren auch die Krähen erheblich davon.
Darüber gab es sogar eine hervorragende Dokumentation auf ZDF.Info. Beobachtet an einem jungen Wolf der weit aus dem Osten Europas bis nach Westeuropa gewandert ist.
Klar sind Wölfe keine Kuscheltiere. Aber Angst und Panikmache ist auch voll daneben.
Aufklärung ist angesagt.
 

PiaggioX8

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Und mal so ganz nebenbei:
In Afrika gibt es eine kleine Stadt, in der jede Nacht Hyänen einmarschieren. Die bewegene sich dann schnurstarcks zum marktplatz und werden dort mit Schlachtabfällen versorgt. Dafür hat man sogar extra Durchgänge in der Stadtmauer geschaffen.
Menschen werden also ihre Fleischabfälle los (überwiegend Knochen) und haben damit schon mal ein Entsorgungs- und Hygieneproblem los. Im Gegenzug haben die Hyänen eine feste Nahrungsquelle und halten alle anderen Raubtiere fern.
Einer der Stadtbewohner füttert Hyänen sogar mit der Hand direkt vor seiner Haustür. Vorfälle in form von Angriffen von Hyänen auf Menschen gab es seit Jahrhunderten nicht.
Wenn es also Menschen gibt, die sich mit einem der gefährlichsten Raubtiere Afrikas arrangieren können, sollten wir das mit Wölfen erst recht können. Man muss die ja nicht gleich anfüttern.
Das Verhalten gegenüber Wölfen bei uns zeigt einfach nur auf, dass die breite Masse wohl null Ahnung von Natur und Ökosystemen hat.
Die Natur ist nun mal kein Disneypark in dem jeder beliebig in einer sterilen Umgebung seinem Vergnügen nachgehen kann.
Wobei auch zu bedenken ist, das das kleine und nicht sofort ersichtliche Gewürm auf Wiesen und Zecken weitaus mehr Gefährdungspotenzial hat. z.B. Zecken, eingewanderte Stechfliegen oder eingeschleppte hochgiftige Pflanzen (die oft als "Zierpflanzen" zu uns kommen). Und daran leiden und sterben Menschen weitaus mehr als durch Wolfsangriffe.
 

MacEnroe

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Das hat einen einfachen Grund: Wölfe werden in der Statistik erfasst - Hunderisse generell nicht.

Das stimmt nicht, schau dir die Statistik nochmal an.

Dein Beispiel mit dem „Herdenschutz“ zeigt die Problematik:
Es gibt aktuell kaum Gefahr, in Deutschland kann jeder eine kleine Einzäunung mit Tieren haben. Das willst du nun ändern,
indem Wölfe sich ohne Beobachtung und Schutzmaßnahmen nach Belieben vermehren sollen.

Dein Beispiel mit den Dieben ist auch gut:
Stell dir ein Land vor, in dem kein Haus ein Schloss hat, alles ist offen, es gibt auch kaum Polizei, weil
nie etwas gestohlen wird und jeder ist sicher. Nun will man Diebe und Räuber ins Land lassen. Was ist besser: Dass man
diese Diebe überwacht, oder dass man sie gewähren lässt und jedes Haus jetzt aufrüsten muss, mit Schlössern,
Alarmanlagen, Zäunen, Mauern, stabilen Läden usw. ...?

Alles andere, was du noch schreibst, von Afrika, von Zecken, Fliegen und Hyänen, ist reine Ablenkung und hat nichts
mit den Wölfen in Deutschland zu tun. Weil Schlangen gefährlich sind, ist es egal, dass Wölfe meine Schafe reissen?
Das sind Schein-Argumente, die versuchen zu verharmlosen und zu relativieren. Das bringt nur weitere Ablehnung,
das ist psychologisch ganz schlecht, wenn man damit argumentiert.

Und dass die „breite Masse“ „null Ahnung von Natur und Ökosystemen“ hat, was willst du damit sagen?
Das hat doch auch nichts mit Wölfen zu tun. Meine Schwester hält Tiere, hat studiert, mein Schwager ist Meister
in Landwirtschaft und in biologischem Landbau absolut fit und interessiert für die Natur allgemein. Und jetzt?
Sind deren paar Schafe, Ziegen, Enten jetzt weniger vom Wolf gefährdet? Oder ist meine Schwester einfach nur
dumm, dass sie keinen Hütehund am Hof hat? Das ist das Fazit, wenn es nach deinen Wünschen geht.

Kürzlich war ich dort am Hof. Es ist dort traumhaft, darum wohnen dort auch immer einige Gäste, um seelisch
ins Gleichgewicht zu kommen. Kaninchen laufen dort übrigens auch frei herum, und kleine Kinder, die Tiere werden
gerne besucht und gestreichelt.

Jetzt kommst du mit 1,50 Meter hohen Zäunen mit 5 Elektro-Drähten ...

Das ist eine Stätte der Ruhe und Erholung, kein Guantanamo. :)
 

Difool

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Das hat doch auch nichts mit Wölfen zu tun. Meine Schwester hält Tiere, hat studiert, mein Schwager ist Meister
in Landwirtschaft und in biologischem Landbau absolut fit und interessiert für die Natur allgemein. Und jetzt?
Sind deren paar Schafe, Ziegen, Enten jetzt weniger vom Wolf gefährdet? Oder ist meine Schwester einfach nur
dumm, dass sie keinen Hütehund am Hof hat?
Wenn deine Schwester dort wohnen würde, wo jetzt immer Hochwasser kommt, dann würde sie sich darauf vorbereiten und vorsorgen.
Vielen Imkern werden ganze Bienenvölker geklaut, auch ist das Klauen von Lämmern und Schafen vorhanden.
Würde ich dort Tiere halten, wo Raubtiere vorkommen, würde ich vorsorgen.

Ich muss mal demnächst meinen Imker-Kumpel fragen, ob er sich wegen seinen Alpakas darüber Gedanken macht.
 

MacEnroe

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Wenn deine Schwester dort wohnen würde, wo jetzt immer Hochwasser kommt, dann würde sie sich darauf vorbereiten und vorsorgen.
Vielen Imkern werden ganze Bienenvölker geklaut, auch ist das Klauen von Lämmern und Schafen vorhanden.
Würde ich dort Tiere halten, wo Raubtiere vorkommen, würde ich vorsorgen.

Ich muss mal demnächst meinen Imker-Kumpel fragen, ob er sich wegen seinen Alpakas darüber Gedanken macht.

Ja klar, völlig richtig. Alle müssen dann vorsorgen. Die Frage ist halt, wie ...

Das ganze Land mit 2 Meter hohen Zäunen unter Strom und (geschätzt) 200.000 Hunden zu überziehen
ist, was Piaggio vorschlägt. Es gibt bessere Lösungen und darüber sollte man sich Gedanken machen.

Ja, frag mal deinen Kumpel, wie viele Alpakas ihm schon geklaut wurden.
 

MacEnroe

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Ironie-Smilie vergessen? Es geht um trainierte Hüte-Hunde auf dem Land :) Ob 200.000 reichen,
ist fraglich. Das ist doch eh ein Schmarrn mit den Hunden. Wer Tiere hält und auf Hunde steht, hat
doch eh schon einen. Ansonsten soll man es lieber lassen.
 

PiaggioX8

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Ironie-Smilie vergessen? Es geht um trainierte Hüte-Hunde auf dem Land :) Ob 200.000 reichen,
ist fraglich. Das ist doch eh ein Schmarrn mit den Hunden. Wer Tiere hält und auf Hunde steht, hat
doch eh schon einen.
Ansonsten soll man es lieber lassen.
Genau das ist es eben - Wer Tiere hält, da kommts auf den Hund auch nicht mehr an. Und wer Schafe und Ziegen professionell hält, wird auch selbst einen Hund ausbilden können. Ich kenne jedenfalls keinen Berufsschäfer der ohne Hunde durch die Lande zieht.
Und auch diese Hobbyhalter werden ihre Viecher nicht frei und planlos herumlaufen lassen. Die sind mindestens auf bereits jetzt schon eingezäunten Flächen.
Und nein - ich stelle mir kein Land ohne Diebe vor - weil es das nicht gibt. Und in kleinen Gemeinschaften kann man Türen deswegen offen lasssen, weil jeder auf den anderen mit aufpasst. Auf nem Kaff bist nie allein und hast auch keine Privatsphäre. weil ständig jeder und alles unter Beobachtung liegt. Auf den Dörfern funktioniert der Menschliche Herdenschutz ja noch ;-)
 

MacEnroe

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Genau das ist es eben - Wer Tiere hält, da kommts auf den Hund auch nicht mehr an. Und wer Schafe und Ziegen professionell hält, wird auch selbst einen Hund ausbilden können. Ich kenne jedenfalls keinen Berufsschäfer der ohne Hunde durch die Lande zieht.

Kannst du noch so oft wiederholen ... am Hof meiner Schwester wird kein Hund angeschafft, aus vielen Gründen.
Was machst du mit dem, wenn du in Urlaub fährst? Mag jeder Hütehund Katzen und Hasen? Du hast selbst keinen
solchen Hund. Sonst würdest du anders denken. Und Schafe oder Ziegen auch nicht.

Und dass es nicht um herumziehende Berufsschäfer geht, hatten wir doch schon, darum geht es nicht, echt mühsam, immer
wieder von vorne anzufangen.

Und auch diese Hobbyhalter werden ihre Viecher nicht frei und planlos herumlaufen lassen. Die sind mindestens auf bereits jetzt schon eingezäunten Flächen.

Ja, natürlich in eingezäunten Flächen. Wie schon mehrmals geschrieben und mit Foto gezeigt.

Und nein - ich stelle mir kein Land ohne Diebe vor - weil es das nicht gibt. Und in kleinen Gemeinschaften kann man Türen deswegen offen lasssen, weil jeder auf den anderen mit aufpasst. Auf nem Kaff bist nie allein und hast auch keine Privatsphäre. weil ständig jeder und alles unter Beobachtung liegt. Auf den Dörfern funktioniert der Menschliche Herdenschutz ja noch ;-)

Genau so ist es. Das Land ohne Diebe war ein Vergleich. Ein Land ohne Wölfe gibt es aber ... dann stelle dir das doch
mal vor. Da ist niemand, der dir dein Schaf stiehlt oder reisst. Ohne 2 Meter Elektrozaun und ohne trainiertem Wachhund.
Einfach so. Das gibt es hunderttausenfach in Deutschland, überall, in praktisch jedem Ort. Paradiesische Verhältnisse.
 
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