Ist Hobby-Fotografie tot bzw. worin besteht der Sinn?

Moriarty

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Als Olympiasieger wirst Du auch anders wahrgenommen als als Hobbyjogger. Wenn jeder Amateur deswegen mit seinem Hobby aufhören würde, gäbe es für jede Tätigkeit nur drei oder vier Menschen weltweit, die sie ausübten...

Ansonsten kann es ja wirklich sein, dass Du dem Hobby entwachsen bist. Dann mach doch was anderes. Lerne eine neue Sprache oder ein Instrument oder mach 'nen Segelschein.
 

maba_de

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Wenn jeder Amateur deswegen mit seinem Hobby aufhören würde, gäbe es für jede Tätigkeit nur drei oder vier Menschen weltweit, die sie ausübten...
„Wir sind alle Amateure. Wir leben nicht lang genug, um etwas anderes zu sein.“
Original “That’s all any of us are amateurs. We don’t live long enough to be anything else.”
Charlie Chaplin
 

groegsy

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@Crawley
Wofür machst du deine Fotos? Im Moment klingt es so, dass sie dir quasi nichts bedeuten ... sondern dir nur die Rückmeldung/Reaktion der Aussenwelt von Bedeutung sind. Wenn man nach Anerkennung sucht bzw. Geld mit Fotografie verdienen will, bewegt man sich im Bereich der Profis und muss sich in den heutigen Zeiten Dank des Internets, dann auch mit der www Konkurrenz messen. Diese Fotografie hat mit dem hier besprochenen Hobby NICHTS mehr zu tun.
Kleiner Tip von mir:
... denn die wahnsinnige Flut der digitalen Bilder überfordert mich auch immer und deshalb habe ich angefangen massivst entsprechend (unbedeutende) Fotos einfach zu löschen. Man muss sich auch mal trennen können. ;)

Denke auch das HOBBY Fotografie kann man sehr wohl auch mit Handybildern betreiben. Jeder so wie er es mag ... und es ist meistens der Einstieg, bei dem man dann selber seine eigenen Erfahrungen machen kann und auch entsprechend entscheiden kann, wie wichtig einem die Qualität ist.
Wie bereits gesagt, ich bin kein Profi - schon weil mich die volle Funktionalität meiner Kamera (Pentax K10) völlig überfordert und ich meistens nur im Automatikmodus fotografiere. Allerdings weis ich zumindest wie ich entsprechend der Situation zBsp. Verschlusszeiten ändere, um bei "beweglichen" Situationen mein Motiv scharf zu bekomme. Das mein Blitzlicht eingesetzt werden muss, um ein Gesicht aus dem Schatten zu holen auch bei Sonnenschein bzw. das dieses in einem großen dunklen Raum (Kirche, Saal) überhaupt nicht hilft - sondern nur die Blendenzeiten zu erhöhen und dabei keinesfalls wackeln darf. Alles aber nur dafür verwende um möglichst die Realität in dem Moment für MICH abzubilden.

Andere möchten wieder gern bestimmte Sachen auf dem Foto betonen oder eine andere Atmosphäre schaffen und haben Freude daran die Bilder entsprechend zu verändern. Das Hobby Fotografie umfasst ein so großes Gebiet, es gibt nicht nur einen RICHTIGEN Weg und Jeder sollte es für sein eigenes Wohlbefinden entsprechend seinen Ansprüchen zu nutzen. Es ist Jedem seine PRIVATE Zeit, die man dafür benutzt.
 

lisanet

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Verliert euch doch nicht im Klein-Klein der Kamera- oder Objektivtechnik. Hobby-Fotografie soll Spaß machen. Hobby hat was mit einer selbstvergessenen Beschäftigung mit seinen Lieblingsthemen zu tun. Da sollte kein Konkurrenzdruck herrschen, was die Technik, die Fertigkeit oder das Eqipment angeht. Gerade das ist wichtig, wenn man sich wirklich auf die Sache einlässt. Wenn schon beim ersten Fotografieren ein Leistungsdruck entsteht, man viel Geld für eine überdimensionierte Technik ausgegeben hat, dann hört der Spaß schon früh auf. Es geht doch darum, nicht für die anderen Bilder zu produzieren, sondern für sich selbst. Genau darin liegt die »Kunst«. Alles andere kommt erst danach.
Sollte es bei dir tatsächlich so rüber gekommen sein, dass ich Klein-klein in Technik versinke, dann tut es mir leid. Ich habe auch keinerlei Konkurrenzdruck oder ähnliches. Ich habe mit der Fotografie mit 13 angefangen und das ist nun mehr als 40 Jahre her. Glaube mir, ich habe immer noch soviel Spaß und Begeisterung, wenn nicht sogar mehr, wie früher.
 

davedevil

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Dumm für die professionellen Fotografen, gut für mich.

Außer halt Du kannst nicht umsetzen, was der Kunde wünscht.

Und auch wenn so eine Apple Handy-Kamera immer erstaunlicher wird: Wenn man mit einem Handy-Bild für eine Magazin-Produktion aufkreuzt, kann man beim reingehen gleich die Tür auflassen.

Tja. Beim Fernsehen macht man damit eine Liveübertragung von Reporter vor Ort, wenn der Übertragungswagen eine Panne hat. Da ist man wohl aufgeschlossener.
 

palestrina

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Sollte es bei dir tatsächlich so rüber gekommen sein, dass ich Klein-klein in Technik versinke, dann tut es mir leid. Ich habe auch keinerlei Konkurrenzdruck oder ähnliches. Ich habe mit der Fotografie mit 13 angefangen und das ist nun mehr als 40 Jahre her. Glaube mir, ich habe immer noch soviel Spaß und Begeisterung, wenn nicht sogar mehr, wie früher.
Ich habe niemand »Speziellen« gemeint. Und wenn du schon 40 Jahre fotografierst, bin ich mir sicher, dass du weißt, was tust, und ob dir das gut tut. Und du weißt natürlich auch, was du an Technik brauchst, um die Sache zu perfektionieren. Aber das alles zeigt ja auch, dass so ein Hobby langsam wachsen muss.
 

MacEnroe

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Und auch wenn so eine Apple Handy-Kamera immer erstaunlicher wird: Wenn man mit einem Handy-Bild für eine Magazin-Produktion aufkreuzt, kann man beim reingehen gleich die Tür auflassen.

Die Magazine, mit denen ich zu tun habe, nehmen alles, solange die Vorgaben (Pixelmaße, Profil) erfüllt sind.
Denen ist völlig wurscht, wo die Pixel herkommen.
 

MacEnroe

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Ihr seid gehässig ... :D meine Lebensmittel-Magazine muss ich da in Schutz nehmen (Edeka, Penny usw)
die geben wirklich Mindest-Pixelmaße an.
 

groegsy

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Jetzt bewegen wir uns auf einen Bereich zu ... in dem ich seit 20 Jahren Profi bin. Reklamationsbearbeitung und Kundenservice beim weltgrößten Druckfarbenhersteller.
Was da an Prospekten von den angesprochenen Magazinen bei mir übern Tisch wandert ist gigantisch UND selbst wenn ich Zuhause nen Prospekt aufschlage, kann ich gleich mal erzählen was ALLES für dessen miserable Qualität verantwortlich ist.
Die Qualität der Fotos ist wirklich unterirdisch geworden, aber es muss ja auch möglichst BILLIG sein. Einen "Lebensmittelfotografen" leistet man sich heutzutage nicht mehr und fast alle Bilder kommen aus der KI. Im Zeitungsbereich sieht es nicht anders aus. Wenn es die Vorlage nicht hergibt, kann auch der Drucker, die Druckmaschine und unsere Druckfarbe es nicht herausholen. Dann ist das Schwarz der Bildzeitung nicht schwarz genug und das Rot (Magenta) nicht BLUTIG genug.
In der Vorstufe können sie leider auch nicht aus "Scheisse" Gold machen. Vieles ist möglich aber Alles auch nicht!

... und was hat das mit HOBBYfotografie zu tun. In dem Fall geht es immer um nen Job bzw. Geld, weil umsonst oder zum SPASS stellt Niemand solchen Firmen seine Aufnahmen zur Verfügung!!!
 

Veritas

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... und was hat das mit HOBBYfotografie zu tun. In dem Fall geht es immer um nen Job bzw. Geld, weil umsonst oder zum SPASS stellt Niemand solchen Firmen seine Aufnahmen zur Verfügung!!!

Bei kleineren Auflagen, Jobs etc. nimmt man auch gerne mal den "ich kenn einen, der kennt einen, der hat ne gute Kamera". Und selbst jemand der affin in der Fotografie ist, muss selbst keinerlei Ahnung von CMM und Vorstufe haben. Oder die ganzen Fotobücher. Die Colorserver macht den Rest. Autoptimierung an und das war's.
 

geronimoTwo

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Ich sehe in der Hobby-Fotografie irgendwie keinen Sinn bzw. keine Motivation mehr.

Hobby-Tipp für ausgebrannte Amateurfotografen: ;)

Schalte deine Digicam(s) in den Video-Modus und nimm ein paar bewegte Bilder auf. :giggle:

Fast »eine neue Welt«, mit Geräten die du sowieso schon hast! Schneiden kannst du sie zB. mit iMovie. Bearbeite die Videoclips mit Bild-, Ton- und Videoeffekten und mach (Erinnerungs-)videos für Dich und deine Liebsten daraus!

Videos erweitern deine fotografische Wahrnehmung um den Faktor der Zeit, und erneuern das Interesse an der »Ablichtung« deiner Umwelt.
 

aao_scout

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<ironie>
Nicht unbedingt. Ein Kumpel baut hobby-mäßig Holzmöbel nach antikem Vorbild nach. Die Sache alleine macht ihm schon Spaß, er kann die Möbel aber auch entweder selbst nutzen oder im Nebenerwerb verkaufen. Mir persönlich macht die Tätigkeit des Fotografierens an sich auch Spaß, aber die tausenden Fotos die am Ende auf der Festplatte landen und da vergammeln, existieren halt. Mehr aber auch nicht.
Boah, stundenlang in der Werkstatt stehen um zu Sägen, Bohren, Schrauben. Völlig Zeitverschwendung. Und Möbel habe ich schon genug auf dem Speicher stehe, die da vor sich hin modern. Außerdem baut ein Profischreiner die besseren und schöneren Möbel. Ist doch eh schon alles mal gezimmert worden. Und dann immer neue Sägblätter und noch bessere Schrauben kaufen. Macht also gar keinen Sinn selbst was zu bauen.
Hobby-Tipp für ausgebrannte Amateurfotografen:

Schalte deine Digicam(s) in den Video-Modus und nimm ein paar bewegte Bilder auf.

Fast »eine neue Welt«, mit Geräten die du sowieso schon hast! Schneiden kannst du sie zB. mit iMovie. Bearbeite die Videoclips mit Bild-, Ton- und Videoeffekten und mach (Erinnerungs-)videos für Dich und deine Liebsten daraus!

Videos erweitern deine fotografische Wahrnehmung um den Faktor der Zeit, und erneuern das Interesse an der »Ablichtung« deiner Umwelt.
Der Vorschlag erscheint mir ungeeignet: Die Bearbeitung am Computer macht doch keinen Spaß und ist Zeitverschwendung ...</ironie>

Gruß
aao_scout
 

rudluc

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Ach Leute, erfreut euch doch daran, dass das Fotografieren heutzutage für Jedermann möglich ist. Jeder macht es so wie er mag.
Im 19.Jh. sah es noch so aus: (klick) ;)
 

Difool

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Ach Leute, erfreut euch doch daran, dass das Fotografieren heutzutage für Jedermann möglich ist. Jeder macht es so wie er mag.
Im 19.Jh. sah es noch so aus: (klick) ;)
Im Grafikstudium in Fotografie durften wir auch eine Aufgabe mit einer 5x5 Balgen-Kamera umsetzen.
"Jeder ein Bild", weil 5 Euro pro Einzel-Film/Bild. :crack:
 
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