Ist Hobby-Fotografie tot bzw. worin besteht der Sinn?

Veritas

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Alles hat seine Vorteile und seine Nachteile, Fakt ist das das Wissen und Können keinen wert mehr hat.

Ich hatte vor geraumer Zeit ein Gespräch mit einen Fotografen welches sein Fotostudio aufgelöst hat.
Bei der Nachfrage weshalb er sein Studio aufgegeben hat war die Antwort, weil die Mehrzahl der Menschen keinen Nutzen und Wert mehr sehen.

Als Beispiel brachte, er mir einen Fall, welches er kurz davor hatte, ein Paar kam in seinem Fotostudio und wollten ihn für eine Hochzeit engagieren.
Als er Ihnen den gewünschten Preis mitteilten, erwiderten die Kunden sie würden nicht den gewünschten Betrag bezahlen, sondern 200€ für den ganzen Tag bezahlen er hätte ja die Möglichkeit sich dann an das Buffet zu bedienen.
Es würde sich ja nur um Fotos handeln und wenn er nicht einverstanden wäre dann würden Sie einen Cousin engagieren der hätte auch eine gute Fotokamera.

Das wäre heutzutage gang und gäbe da der Wert der Fotografie für die Masse verloren gegangen wäre aufgrund der Möglichkeit das jeder Fotos machen könne und das noch einigermassen qualitativ.

Und das zählt nun für alle? Man braucht ja nicht zwingend ein Studio und solche Kunden hat jeder, der eine Dienstleistung anbietet. Da bleiben dir aber viele Optionen übrig und man muss sich anpassen oder aus der Reihe tanzen. Wenn er seinen Mehrwert nicht argumentieren kann, warum sollten dann die Kunden mehr zahlen? Man kann in so vielen Bereichen fotografieren und Geld verdienen. Da wäre die Industrie, eCommerce, Produktfotografie, Immobilien, auch Babybäuche laufen, oder nach der Corona-Zeit kann man Junggesellinnen Abschiede begleiten oder was weiß ich.

Dass keiner mehr zum Dorffotografen will, der weit 30 Jahren dieselben Hintergründe und Utensilien hat und dir als Besonderheit beleuchtete 3D Würfel mit deinem Gesicht und bedruckte Kissen anbietet... das ist klar. Ein Bekannter von mir will seine Komfortzone auch nicht verlassen und mit seiner "Kunst" Geld verdienen, dafür ruft er saftige Preise auf, die ich nicht bereit wäre zu zahlen, weil ich den Aufwand und das Können einschätzen kann.

Ich sehe definitiv nicht, dass man nichts mehr wissen muss. Der komplette Prozess ist durchaus komplex.
 
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Veritas

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Bei der Fotografie ist das dasselbe, man benötigt kein teures equipment und Wissen um das Equipment zu bedienen, sondern reicht ein Smartphone und Kreativität.
Veto, auch wenn es nicht um den Hobby-Bereich geht. Ich hab damals mit einer 20D angefangen, ich könnte niemals mit der Kamera, die Bilder von heute machen. Auch in Sachen Dynamik ist die erwähnte 6D Mk II sichtbar hinter der 1er Serie. Ich hatte das ein oder andere mal auch eine X1D geliehen, die Kamera hatte auch ein paar Nachteile, aber die Dynamik... das ist eine andere Liga, da kannst jedes Smartphone total vergessen. Auch was eine Leica Q abliefert. Letzten Endes erspart mir die teure Hard- und Software viel Zeit, unnötige Arbeit und lästiges Nacharbeiten.
 

palestrina

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Stimmt. Technik alleine ist kein Grund für "gute" Bilder. Ich habe ja auch nie behauptet, dass mit wenig / alter / schlechter Technik keine "guten" Bilder möglich wären. Aber Technik unterstützt bei der Gestaltung guter Bilder, Technik erweitert die Möglichkeiten die "Bedeutung" hervorzuheben und zu verstärken. Und die technischen Möglichkeiten eines Smartphones sind halt einwenig eingeschränkter und damit eben auch die Möglichkeiten die Bedeutung zu unterstützen, hervorzuheben, zu gestalten.
Verliert euch doch nicht im Klein-Klein der Kamera- oder Objektivtechnik. Hobby-Fotografie soll Spaß machen. Hobby hat was mit einer selbstvergessenen Beschäftigung mit seinen Lieblingsthemen zu tun. Da sollte kein Konkurrenzdruck herrschen, was die Technik, die Fertigkeit oder das Eqipment angeht. Gerade das ist wichtig, wenn man sich wirklich auf die Sache einlässt. Wenn schon beim ersten Fotografieren ein Leistungsdruck entsteht, man viel Geld für eine überdimensionierte Technik ausgegeben hat, dann hört der Spaß schon früh auf. Es geht doch darum, nicht für die anderen Bilder zu produzieren, sondern für sich selbst. Genau darin liegt die »Kunst«. Alles andere kommt erst danach.
 

Veritas

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Verliert euch doch nicht im Klein-Klein der Kamera- oder Objektivtechnik. Hobby-Fotografie soll Spaß machen. Hobby hat was mit einer selbstvergessenen Beschäftigung mit seinen Lieblingsthemen zu tun. Da sollte kein Konkurrenzdruck herrschen, was die Technik, die Fertigkeit oder das Eqipment angeht. Gerade das ist wichtig, wenn man sich wirklich auf die Sache einlässt. Wenn schon beim ersten Fotografieren ein Leistungsdruck entsteht, man viel Geld für eine überdimensionierte Technik ausgegeben hat, dann hört der Spaß schon früh auf. Es geht doch darum, nicht für die anderen Bilder zu produzieren, sondern für sich selbst. Genau darin liegt die »Kunst«. Alles andere kommt erst danach.

Aber genau das unterscheidet oft den Profi vom Hobbyisten. Die schreiben den Werdegang ihrer fotografischen Laufbahn, schreiben die EXIF Daten rein, welche Kameras sie sich kaufen, welche sie hatten und dass das neue Objektiv so viel bessere Bilder macht. Das hat uns den Stammtisch, bei dem ein paar gute und nette Leute dabei waren, total vermiest. Mein Dad macht das grad online, seine Bilder kommen in der Runde nicht an, dann habe ich mal die Bilder der anderen gesehen... da wird auch mit Leica fotografiert... die Bilder waren qualitativ dermaßen schlecht und ohne Aussage... dass ich ihm geraten habe, da nicht mehr teilzunehmen, weil es ihn nicht weiter bringt.
 

terrorgiraffe

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Alles hat seine Vorteile und seine Nachteile, Fakt ist das das Wissen und Können keinen wert mehr hat.

Ich hatte vor geraumer Zeit ein Gespräch mit einen Fotografen welches sein Fotostudio aufgelöst hat.
Bei der Nachfrage weshalb er sein Studio aufgegeben hat war die Antwort, weil die Mehrzahl der Menschen keinen Nutzen und Wert mehr sehen.

Als Beispiel brachte, er mir einen Fall, welches er kurz davor hatte, ein Paar kam in seinem Fotostudio und wollten ihn für eine Hochzeit engagieren.
Als er Ihnen den gewünschten Preis mitteilten, erwiderten die Kunden sie würden nicht den gewünschten Betrag bezahlen, sondern 200€ für den ganzen Tag bezahlen er hätte ja die Möglichkeit sich dann an das Buffet zu bedienen.
Es würde sich ja nur um Fotos handeln und wenn er nicht einverstanden wäre dann würden Sie einen Cousin engagieren der hätte auch eine gute Fotokamera.

Das wäre heutzutage gang und gäbe da der Wert der Fotografie für die Masse verloren gegangen wäre aufgrund der Möglichkeit das jeder Fotos machen könne und das noch einigermassen qualitativ.

Und im Gegensatz dazu gibt es genug Kunden, die für 10-12 Stunden Begleitung 3000 Euro und mehr bezahlen, da ihnen gute/authentische Bilder wichtig sind. Den Geiz-ist-Geil Kunden jetzt als Begründung zu nehmen, ist da leider viel zu einfach.
 

palestrina

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Aber genau das unterscheidet oft den Profi vom Hobbyisten. Die schreiben den Werdegang ihrer fotografischen Laufbahn, schreiben die EXIF Daten rein, welche Kameras sie sich kaufen, welche sie hatten und dass das neue Objektiv so viel bessere Bilder macht. Das hat uns den Stammtisch, bei dem ein paar gute und nette Leute dabei waren, total vermiest. Mein Dad macht das grad online, seine Bilder kommen in der Runde nicht an, dann habe ich mal die Bilder der anderen gesehen... da wird auch mit Leica fotografiert... die Bilder waren qualitativ dermaßen schlecht und ohne Aussage... dass ich ihm geraten habe, da nicht mehr teilzunehmen, weil es ihn nicht weiter bringt.
Ich würde auch einem angehenden Hobbyfotografen dringend abraten, in einer Fotocommunity mitmischen zu wollen. Diese Materialschlachten braucht sich niemand geben. Lieber für sich mit kleinem Equipment auf Entdeckungstour gehen. Sich eine eigene Welt der Bilder schaffen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob das dem heutigen Stand der Technik entspricht oder nicht. Der Einstieg in die Fotografie darf zunächst eine sehr private Angelegenheit sein. Man ist niemanden eine Rechenschaft schuldig. Nach und nach kristallisiert sich daraus ein eigenes Genre. Im Laufe der Zeit merkt dann jeder Hobbyfotograf, wo es etwas zu verbessern gibt, was ihn in der Bildwelt und an einer eigenen Bildsprache am meisten interessiert.
 

tomric

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Ich würde auch einem angehenden Hobbyfotografen dringend abraten, in einer Fotocommunity mitmischen zu wollen. Diese Materialschlachten braucht sich niemand zu geben.
Da ist auf jeden Fall was dran, aber ich würde es nicht pauschalieren. Es gibt durchaus Foren/Communities, wo man als Einsteiger gute Tips bekommt, sowohl zur Bildgestaltung, als auch bzgl. preiswerter "Hardware" für den jeweiligen Zweck.
 

palestrina

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Da ist auf jeden Fall was dran, aber ich würde es nicht pauschalieren. Es gibt durchaus Foren/Communities, wo man als Einsteiger gute Tips bekommt, sowohl zur Bildgestaltung, als auch bzgl. preiswerter "Hardware" für den jeweiligen Zweck.
Mag ja auch sein. Die Kunst besteht darin, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Wichtig ist, dass der Hobbyfotograf Herr über sein Tun bleibt.
 

WollMac

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Ich würde auch einem angehenden Hobbyfotografen dringend abraten, in einer Fotocommunity mitmischen zu wollen. Diese Materialschlachten braucht sich niemand geben.
Es ist allerdings duchaus gut, sich mit erfahrenen Fotogarfen zusammen zu tun, von denen man viel lernen kann.
Solche Leute findet man in Fotoclubs, bei der Volkshochschule oder sogar manchmal in Fotoforen.
 

JeZe

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ich habe mich mit dieser Frage die letzten Tage beschäftigt da ich seit Beginn der Corona-Pandemie praktisch keine 5 Minuten mehr meine Kamera in der Hand hatte und kurz davor bin, meine Ausrüstung zu verkaufen. Ich sehe in der Hobby-Fotografie irgendwie keinen Sinn bzw. keine Motivation mehr. Im Internet findet man praktisch von allem was man fotografieren könnte schon etliche Fotos.
Ich glaube der zugrunde liegende Mechanismus hat eigentlich mit der Fotografie gar nichts zu tun, sondern eher mit dem "sofort haben wollen".

Die Qualität eines Fotos wird nicht zwangsweise abends am Computer entschieden, sondern sie kann sich viele Jahre später erst zeigen. Fotografie ist das Festhalten eines Augenblicks, aber Augenblick sind umso weniger wert, je näher man noch an ihnen dran ist.

Die Aussage, dass praktisch schon alles fotografiert wurde vernachlässig völlig den zeitlichen Aspekt. Eltern fotografieren ihr Kind ja auch nicht, damit sie abends ein schönes Bild haben, sondern weil bekannt ist, dass sich das Kind verändern wird und es nie mehr so wie im Augenblick sein wird.

So ist es eigentlich mit der gesamten Welt. Gerade in der derzeitigen Corona-Krise ist anzunehmen (bzw. zu hoffen), dass sich die Welt im Moment in einer Art und Weise zeigt, wie wir sie uns in 10 Jahren ev. nicht mehr vorstellen können. Ich habe angefangen diesen ganzen Wahnsinn zu fotografieren. Und natürlich sind das Abends am Rechner keine bemerkenswerten Bilder, da ich ja nur aus dem Fenster schauen muss um das selbe zu sehen. Aber die Welt wird sich verändern und diese Bilder bleiben und entwickeln so ihren Wert.

Ein weiter Aspekt der Fotografie ist, dass sie auch Situationen schaffen kann. Wer morgens um 5 aufsteht um einen Sonnenaufgang zu fotografieren erlebt ja Dinge, der anders nicht erleben würde. Der Prozess des Fotografierens an sich macht Spaß. Leute sind oft sehr ergebnisorientiert. Aber man fährt ja z.B. auch nicht Ski um von Ort A nach Ort B zu kommen, sondern weil einem die Tätigkeit gefällt.

Das sind natürlich nicht die einigen Zwecke der Fotografie, aber vielleicht mal ein anderer Blick darauf.
 
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palestrina

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Es ist allerdings duchaus gut, sich mit erfahrenen Fotogarfen zusammen zu tun, von denen man viel lernen kann.
Solche Leute findet man in Fotoclubs, bei der Volkshochschule oder sogar manchmal in Fotoforen.
Ich beziehe mich auf das Eingangsposting von Crawley, wenn einem der Sinn oder die Lust an der Hobbyfotografie abhanden kommt.
Vielleicht hast du recht, und ein Volkshochschulkurs bringt einem wieder in die Spur.
Ich habe nur versucht, einen anderen Ansatz zu beschreiben, wie man sich der Fotografie wieder nähern kann.

Nebenbei: Nicht jeder ist so technikaffin oder versessen auf geile Kameras mit beeindruckenden Glaskolben, die man daran schraubt. Nicht jeder möchte seine Freizeit dafür verplempern, stundenlang vor der Computerkiste zu verbringen, bis er alle RAWs des letzten Ausflugs in eine optimierte Form überführt hat.
 

WollMac

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Nebenbei: Nicht jeder ist so technikaffin oder versessen auf geile Kameras mit beeindruckenden Glaskolben, die man daran schraubt. Nicht jeder möchte seine Freizeit dafür verplempern, stundenlang vor der Computerkiste zu verbringen, bis er alle RAWs des letzten Ausflugs in eine optimierte Form überführt hat.
Muss ja auch nicht. Ich verbringe nicht viel Zeit mit Bearbeitung meiner Fotos. Könnte daran liegen, dass ich jahrzehntelang mit Diafilm fotografiert habe und die Arbeitsweise beibehalten habe. Bei Diafilm muss gleich bei der Aufnahme alles stimmen...
 

rudluc

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Es gibt ein Handwerk in der Fotografie und auch einen intellektuellen Überbau. Das betrifft die gedanklichen Prozesse vor, während und nach der Aufnahme. Und das betrifft die objektive Qualität der Fotografie.
Die subjektive Qualität hat aber natürlich auch ihren Wert, ist aber von Außenstehenden oft nicht erkennbar. Man sollte sich deshalb auch nicht über sie erheben.
Wenn wir fotografieren, spielt immer Beides eine wie auch immer gewichtete Rolle.
 

Veritas

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Ich würde auch einem angehenden Hobbyfotografen dringend abraten, in einer Fotocommunity mitmischen zu wollen. Diese Materialschlachten braucht sich niemand geben. Lieber für sich mit kleinem Equipment auf Entdeckungstour gehen. Sich eine eigene Welt der Bilder schaffen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob das dem heutigen Stand der Technik entspricht oder nicht. Der Einstieg in die Fotografie darf zunächst eine sehr private Angelegenheit sein. Man ist niemanden eine Rechenschaft schuldig. Nach und nach kristallisiert sich daraus ein eigenes Genre. Im Laufe der Zeit merkt dann jeder Hobbyfotograf, wo es etwas zu verbessern gibt, was ihn in der Bildwelt und an einer eigenen Bildsprache am meisten interessiert.

Ich hab so auch angefangen. Mit der fotocommunity, Projekte mit meinem Vater und meiner 20D mit Kit-Objektiv und später einem 50er und einem 70-200er. Über die Jahre hab ich gemerkt, dass ich Brennweiten ab 135mm gar nicht brauche und hab das 70-200er verkauft, seitdem habe ich meine 3 Objektive, die aber in Zukunft nach und nach an das RF System angepasst werden, oben auf der Liste steht ein 28-70 ƒ2, aber es soll alles noch in den Koffer passen. Je nach Einsatzgebiet ist auch eine alte 5D Mk II noch eine super Kamera.
 

karloh

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Ich werde auch wieder einsteigen, als Hobby:

...Um beim Fotografieren Spaß zu haben und in der Ausübung einen Sinn zu erkennen, ist es u. a. hilfreich, ein anderes seiner Interessens- und Wissensgebiete oder eine andere Leidenschaft mit dem Fotografieren zu ergänzen...

...Welche Fotoausrüstung für den Einstieg notwendig ist, scheint mir für den Anfang erstmal egal zu sein. Das ergibt sich im Laufe der Zeit. Einen Haufen Geld in »schweres Gerät« zu investieren, hilft einem zunächst wenig...

und genau die Punkte sind da für mich maßgeblich. Sehr gut formuliert, gefällt mir.
 

aao_scout

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Nebenbei: Nicht jeder ist so technikaffin oder versessen auf geile Kameras mit beeindruckenden Glaskolben, die man daran schraubt. Nicht jeder möchte seine Freizeit dafür verplempern, stundenlang vor der Computerkiste zu verbringen, bis er alle RAWs des letzten Ausflugs in eine optimierte Form überführt hat.
Demnach ist jedes (!) Hobby Zeitverschwendung.

Gruß
aao_scout
 

Crawley

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Demnach ist jedes (!) Hobby Zeitverschwendung.

Gruß
aao_scout

Nicht unbedingt. Ein Kumpel baut hobby-mäßig Holzmöbel nach antikem Vorbild nach. Die Sache alleine macht ihm schon Spaß, er kann die Möbel aber auch entweder selbst nutzen oder im Nebenerwerb verkaufen. Mir persönlich macht die Tätigkeit des Fotografierens an sich auch Spaß, aber die tausenden Fotos die am Ende auf der Festplatte landen und da vergammeln, existieren halt. Mehr aber auch nicht.

Das ist in letzter Zeit so mein "Problem" gewesen. Ich stecke viel zeit in Aufnahme und fast noch mehr in Nachbearbeitung der Bilder und dann landen sie doch nur im nächsten Unterordner in den Tiefen der Festplatte. Da habe ich für mich einfach den Sinn verloren. Die Möbel des Kumpels kann man sehen, anfassen, benutzen.. Die digitalen Bilder sind einfach nur da.
 

Crawley

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Dann mach doch was anderes damit 🤷🏼‍♂️

Nur was? ;) Klar, besondere Bilder kommen mal an die Wand als Druck aber 98% der Bilder von Hobbyfotografen landen doch auf der Festplatte. Und dann die Fotos in Communitys hochladen? Dort wird so massiv hochwertiges Zeug präsentiert das die Bilder des Durchschnitts-Hobby-Fotografen keine Rolle spielen und in der Masse verschwinden. Ich war z.b. lange auf airplane-pictures.net aktiv, aber geh mal da drauf und schau dir die Eyecatcher auf der Startseite an. Solche Bilder sind ohne 10k Ausrüstung, Pilotenlizenz und Verbindungen zu Flughäfen und Airlines nicht mehr möglich. Inzwischen bin ich auch dort nicht mehr aktiv da die Bilder sowieso nicht wahr genommen werden. Alles andere ausser diese Top-Shots geht natürlich unter. In anderen Communitys das selbe. Das demotiviert doch viel mehr als das es nutzt.
 
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