Alternative zu iPhoto/ Fotos gesucht

steve it

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Ich bin mit Fotos absolut zufrieden!
Ich nicht. Habe es mir schon lange nicht mehr angesehen aber das grundsätzliche Problem besteht sicherlich noch.
iCloud sperrt die Fotos in eine Library weg. Es ist Single-User und nicht für Netzwerk gedacht. Auf der Apple-Seite gibt es sogar irgendwo ein Hinweis von Apple selber, dass man die Library nicht auf ein NAS legen soll.

DAM-Funktionalität kann man auch haben, ohne das die Fotos in einer Library verschwinden. Mir ist bekannt, dass man die Fotos in der Fotos.App nicht importieren muss. Das ist aber witzlos, da die Fotos.App wie auch iTunes die Ordner nicht überwacht etc. (bei iTunes gibt/gab es noch den Notbehelf auf Drittsoftware wie Tuneinstructor zurückzugreifen). Dann läuft das auseinander, wenn man nicht aufpasst.

Mit dem von mir geposteten Mylio z.B. kann ich etwas wie die Fotos.App haben und habe trotzdem eine Ordnerstruktur. Das gleicht sich ab.
Ähnliches habe ich schon vor Jahren versucht manchen "ignoranten" iTunes-Nutzern (habe ich sogar mal einen zeitlang gerne genutzt) zu erklären, dass man mit anderer Software auch eine moderne Library wie z.B iTunes etc. haben kann, ohne in der Steinzeit leben zu müssen aber trotzdem eine Ordnerstruktur (sogar nach eigenen Wünschen).

Wenn ich wirklich nur aus der Fotos.App als Single-User lokal arbeiten möchte, dann ist es wohl nicht schlecht. iPhoto war ja ähnlich/genauso und hatte ich lange verwendet, bis ich mich an den oben genannten Limitierungen zu sehr gestört habe.

Warum Namen geben, mir geht es um die Chronologie, und das macht Fotos richtig gut.
Die Dateinamen sind mir i.d.R. auch egal.

Zudem die Synchronisation über die iCloud Fotomediathek super, finde ich perfekt, wenn man neben einem Rechner eben auch noch iPad/iPhone nutzt.
Ich finde an Cloud generell nichts super und finde es auch nicht OK, die Fotos von Dritten (vermutlich) ungefragt auf fremde Rechner hochzuladen.

Mit Mylio z.B. kann ich meine Devices auch abgleichen und das im lokalen LAN, ohne das die Fotos in eine Cloud müssen.

Den GC habe ich auch, nutze ihn aber sehr selten. Zu Bearbeiten habe ich eher wenig.
Ich ebenfalls nicht. Mein Eindruck ist nicht, dass dies die richtige Anwendung für den Zweck ist.

Dein Mann könnte in WhatsApp-Einstellungen unter "Chat" die Option "In Aufnahmen speichern" ausschalten. Dann bleiben die Bilder allesamt in WhatsApp und landen nicht automatisch in der Fotos-App auf dem iPhone.

Boh... WhatsApp, (i)Cloud... bah... am besten noch Facebook...
ich mach mich schon weg...

Edit:
In digiKam gibt es zB. extra ein Dulpicate-Tool (gleicht AFAIK den Fingerprint der Fotos ab). Kann die Anwendung aber mangels echter Erfahrung nicht blind empfehlen (kommt aus dem Linux-Lager).
 

Julzelchen

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Mylio wäre wohl auch eine Alternative, schau ich mir mal genauer an, danke!

In Zusammenhang mit Mojave gibts nämlich folgendes neues Problem: auf meinem alten iMac kann Mojave nicht installieren und damit auch die aktualisierte Fotos.app nicht. Bei meinem MBP geht das jedoch - wie ist das, wenn ich die Fotos in iCloud sichere (was ich eigentlich nicht möchte)...dann haben beide Rechner ja eine unterschiedliche Version von Fotos.app, gibt das Probleme?
 

Julzelchen

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Sodele, ich wollte euch mal kurz ein Update geben:

Mittlerweile habe ich mich dazu entschieden, auf jegliche Software zu verzichten und meine Fotos und Videos mit einer Ordnerstruktur im Finder zu verwalten. Ich bearbeite Fotos so selten, da kann ich dann immer noch auf Apps zurückgreifen, meine Fotos aber auf dem alten iMac und dem MBP verwalten, ganz einfach an andere weitergeben und vor allem nach meinen Wünschen anordnen.

Prinzipiell richte ich mich nach dieser Ordnerstruktur hier https://www.daa-guggsch.de/2013/03/09/die-ideale-ordnerstruktur-fuer-bilder/ und arbeite außerdem noch mit Tags.

Das ist jetzt erst einmal unheimlich viel Arbeit, klar - dann aber hoffentlich für laaaaange lange Zeit sehr übersichtlich. Das Aufräumen ist eh längst überfällig, laut Gemini sind rund ein Drittel meiner Bilder Duplikate :hamma:

Ich überlege noch, mir eine NAS-Box zuzulegen, iCloud und Konsorten möchte ich eigentlich nicht für private Fotos nutzen... Aber erst einmal muss sortiert werden.
Man hat ja sonst nix zu tun...:Pfeif::D
 

MrBaud

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Habe mir gerade Lightroom fürs iPad runtergelaufen, da will er jetzt das ich mich bei Adobe anmelde.
Wieso das ? Ich will meine Fotos nie in die Cloud stellen
 

giesbert

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Das ist jetzt erst einmal unheimlich viel Arbeit, klar - dann aber hoffentlich für laaaaange lange Zeit sehr übersichtlich.
Durchaus nachvollziehbare Überlegungen

Mir wäre das allerdings zu unflexibel, eine Suche nach Orten oder Bildinhalten (Motiven, Personen) geht dann natürlich nicht mehr, Alben funktionieren dann auch nicht bzw. nur sehr, sehr mühsam, usw usf. Aber wenn's passt? Warum nicht. Ich bearbeite meine Bilder übrigens auch nur sehr selten (sind zu 99% nur Schnappschüsse, über 22.000 zwar, aber halt nix besonderes), aber die Ordnungs- und Verwaltungsstrukturen von Fotos möchte ich nicht mehr missen.

Das Argument mit der Abhängigkeit stimmt zwar, aber das gilt zum einen für fast jede Software (oder schreibst du Texte im ASCII-Editor?), zum anderen muss man sich natürlich darauf verlassen, dass das Dateisystem so bleibt, wie es ist. "Für die nächsten paar tausend Jahre", wie es da im verlinkten Beitrag heißt, ist das garantiert nix (aber was ist das schon …;-)).

Ich hab jetzt den Programmwechsel von iPhoto zu Aperture zu Fotos hinter mir, da gab es bislang keine Probleme. Es kann natürlich sein, dass Apple einfach die Lust verliert und Fotos einstampft, dann steh ich da -- aber das ist imho doch eher sehr unwahrscheinlich. Und im allerschlimmsten Fall sind sämtliche Bilder in der Fotos-Mediathek problemlos verfügbar (das ist ja kein proprietäres Format, sondern ein Paket, in dem es ua einen "Masters"-Ordner gibt, in dem alle Originale vorhanden sind (nach einem nicht immer nachvollziehbaren System, aber immerhin …)).
 

ekki161

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Habe mir gerade Lightroom fürs iPad runtergelaufen, da will er jetzt das ich mich bei Adobe anmelde.
Wieso das ? Ich will meine Fotos nie in die Cloud stellen

Eine Adobe-ID hat nicht unbedingt was mit dem Speichern von Bildern in der Cloud zu tun. ;)

Edit: Das Synchronisieren mit der Adobe-Cloud ist doch optional? ;)
 

giesbert

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Kommt darauf an, was die können soll. Ich nutze die Fotos-App, kann man auch ohne iCloud nur lokal nutzen.
 

Julzelchen

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Durchaus nachvollziehbare Überlegungen

Mir wäre das allerdings zu unflexibel, eine Suche nach Orten oder Bildinhalten (Motiven, Personen) geht dann natürlich nicht mehr, Alben funktionieren dann auch nicht bzw. nur sehr, sehr mühsam, usw usf.

Das waren auch meine Bedenken, aber wenn ich die Ordner bzw. Bilder entsprechend tagge (was natürlich auch vieeeel Arbeit ist), müssten sie mit der entsprechenden Stichwortsuche ja eigentlich auftauchen, oder?
 

giesbert

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Das waren auch meine Bedenken, aber wenn ich die Ordner bzw. Bilder entsprechend tagge (was natürlich auch vieeeel Arbeit ist), müssten sie mit der entsprechenden Stichwortsuche ja eigentlich auftauchen, oder?
Ja, tauchen sie. Aber wie du schreibst: vieeel Arbeit ;-). Wie gesagt: kann man machen, es gibt auch gute Gründe dafür - aber ich bin ein fauler Hund …
 

Julzelchen

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Ja, tauchen sie. Aber wie du schreibst: vieeel Arbeit ;-). Wie gesagt: kann man machen, es gibt auch gute Gründe dafür - aber ich bin ein fauler Hund …

Hehe, normalerweise würde ich die Arbeit auch scheuen...aber naja, wenn dann jetzt, so lange ich noch in der Elternzeit bin. Sobald ich wieder arbeite, hab ich dafür keine Zeit mehr :D

Und wenn dann alles mal angelegt und korrekt einsortiert ist, hab ich mir vorgenommen, neue Fotos ein Mal im Monat gleich in die entsprechenden Ordner zu packen, das müsste dann ja aufgrund der Sortierung nach Datum recht fix gehen. Theoretisch zumindest ;)
 

Julzelchen

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Klar, während die Kleine Mittagsschlaf macht und ich keinen Lärm wie staubsaugen, Geschirrspülmaschine ausräumen oder ähnliches machen kann :D:rotfl:
 

steve it

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Durchaus nachvollziehbare Überlegungen

Mir wäre das allerdings zu unflexibel, eine Suche nach Orten oder Bildinhalten (Motiven, Personen) geht dann natürlich nicht mehr, Alben funktionieren dann auch nicht bzw. nur sehr, sehr mühsam, usw usf. Aber wenn's passt? Warum nicht. Ich bearbeite meine Bilder übrigens auch nur sehr selten (sind zu 99% nur Schnappschüsse, über 22.000 zwar, aber halt nix besonderes), aber die Ordnungs- und Verwaltungsstrukturen von Fotos möchte ich nicht mehr missen.
Bei Software wie Mylio, Digikam etc. kann man eine Ordnerstruktur nutzen, wie Julzelchen das macht und hat trotzdem die ganzen Annehmlichkeiten, die du oben beschreibst...
 

Schabing

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Ich würde dir auch digikam empfehlen. Damit kannst du praktisch alles verwalten, sortieren oder filtern.
Du kannst Bilder mit Sternen 1-5 bewerten, nach Orte filtern oder nach Datum (Monat Tag etc.).
Du kannst auch filtern nach Aufnahmegerät, z.B. alle Bilder die mit einem iPhone 6 gemacht wurden oder mit einer Sony Kamera etc.

Was mit Arbeit verbunden ist aber richtig toll, du kannst Tags/Stichwörter vergeben und später danach Filtern. Das macht Order überflüssig.
Kannst Naturbilder markieren oder Bilder mit Kindern etc.

Es gibt auch eine Gesichtserkennung.

Zu deinem anderen Problem. Mit digikam kannst du dir doppelte Bilder anzeigen lassen. Du kannst du sogar ähnliche Bilder anzeigen lassen. Dies kommt oft vor wenn Leute mit dem Handy 10 Fotos hintereinander von der gleichen Szene machen.
So kannst du in kürzester Zeit diese löschen.


Ich speichere jede Fotoserie außerhalb der Fotos.app ersteinmal auf einer externen Festplatte, benenne alle Fotos konsequent anhand der Exif-Dateien nach dem Schema JJJJ-MM_TT_hh-mm-ss.xxx um
und importiere erst dann in die Fotos.app. Egal von welcher Quelle die kommen.
Mit welchem Programm lässt du die Dateien umbenennen?
 
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