Xing vs. LinkedIn

Xing ist praktisch tot, aber LinkedIn geht mir seit einigen Monaten bzw. seit min. einem Jahr mehr auf die Nerven als es bei Xing jemals der Fall war. Mit Premium-Mitgliedschaft, ausreichend Kontakten und Pflege des eigenen Profils kann man LI schon sinnvoll geschäftlich nutzen - v. a., wenn man international unterwegs ist. Aber egal, wie sehr man an den Einstellungen dreht, sobald man aus seiner Bubble rausschaut, wird man von Multi-Level-Marketing-Spam der hartnäckigsten und hirnrissigsten Sorte sowie von Selbstdarstellern überrollt.

Das ist inzwischen eine ganz eigene Spezies: Business-Influencer, die jeden Monat Experte auf einem anderen Gebiet sind (neuerdings KI) und dich unbedingt beraten, coachen, was-auch-immer wollen. Nerviger als Instagram- und TikTok-Influencerinnen, diese Business-Kasper. Die können im Prinzip gar nix und sind komplett nutzlos, könnten als erste von einer KI ersetzt werden. Vermarkten sich selber als Produkt und Lösung für jedes Problem. Und dann gibt es, wie in den vorherigen Beiträgen schon erwähnt, bei LI die ganzen anderen Labertaschen und Nervensäginnen. Wenn ich diese Blogeinträge schon sehe mit Begriffen wie "agiles Management", "skalierbares Business" oder "Gestern war ich noch in Elternzeit bei meinem Arbeitgeber in Castrop-Rauxel, heute bin ich erfolgreich selbstständig und lebe auf den Malediven". Und ehrlich: LI ist voll davon, besteht im Prinzip aus nichts anderen mehr, wenn man sich außerhalb seines Netzwerks bewegt.
 
@Chaostheorie - Du hast das gut beschrieben. Mit den "Influencern" kommt es mir mittlerweile auch so vor, dass da viele von der Sorte unterwegs sind.
 
Sind das nicht die Typen, über die Böhmermann eine Sendung gemacht hat?
 
Die Hamburger Morgenpost berichtet, dass es Entlassungen bei der New Work SE gibt, welche die Muttergesellschaft von Xing ist.
„Wir richten unsere New Work Gruppe strategisch neu aus. Wir wollen der Recruiting-Partner Nummer eins im deutschsprachigen Raum werden“, so Petra von Strombeck. Die Idee: weg vom Social-Netzwerk, in dem sich präsentiert und ausgetauscht wird. Und hin zu einem Job-Netzwerk, in dem Mitgliedern durch Headhunter und Personaler von Unternehmen noch gezielter Arbeitsplätze vermittelt und Karrieretipps gegeben werden.
 
Ich habe aber den Eindruck, dass Linkedin nur mehr soziales Geschwaller ist. Zur Projektvermittlung taugt es auch nicht.
 
Hast Du mal folgende Dienstleistung "Hallo Freelancer" von Xing mal ausprobiert? Heute kam zumindest ein einigermaßen passender Vorschlag für SUSE Linux rein. Wie es bei deinem Spezialgebiet aussieht weiß ich nicht.
Ich teste es morgen mal! Danke!
Hauptproblem ist, dass es in der Post Coronazeit wieder zu wenig reine Remote Projekte gibt. Sowas wie „rein Remote mit 10% vor Ort Anteil in 12345 HintermBerg“ gibt es leider wieder zu Hauf.
Toll sind auch die, die reine Freelancerportale mit Stellenangeboten fluten. Hatte bisher noch nie Probleme Folgeprojekte zu bekommen, diesmal strampele ich ganz ordentlich und habe kräftig Zeit für Fortbildung,
 
Hauptproblem ist, dass es in der Post Coronazeit wieder zu wenig reine Remote Projekte gibt. Sowas wie „rein Remote mit 10% vor Ort Anteil in 12345 HintermBerg“ gibt es leider wieder zu Hauf.
Das war bei dem Projekt was heute bei mir reinkam auch der Fall, dass es nicht rein remote war.

Über LinkedIn wurde ich aber immerhin auf eine Stelle bei SUSE aufmerksam: Packaging Engineer - hätte super gepasst da ich schon für openSUSE Pakete gebaut und ein SUSE-Zertifikat habe. Auch bin ich openSUSE Member und bei den "Nice to haves" hätte ich noch WebLate (Übersetzungsplattform) im Angebot gehabt. Location: India or Czech Republic… War ein interessanter Job aber der ist nun aus Deutschland weg.
 
Hast Du mal folgende Dienstleistung "Hallo Freelancer" von Xing mal ausprobiert? Heute kam zumindest ein einigermaßen passender Vorschlag für SUSE Linux rein. Wie es bei deinem Spezialgebiet aussieht weiß ich nicht.
Habs mir angesehen und gleich beerdigt. Die wollen das die Rechnungen über das Portal gestellt werden, was ich ablehne.
Ich habe meine Rechnungsvorlage, meinen Nummernkreis etc. und will das unter meiner Kontrolle behalten.
Andere Vermittler bieten das als "tolle Option" die ich dann stets ablehne. Hier ist es Pflicht und für mich ein weiterer Sargnagel für Xing.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habs mir angesehen und gleich beerdigt. Die wollen das die Rechnungen über das Portal gestellt werden, was ich ablehne.
Ich habe meine Rechnungsvorlage, meinen Nummernkreis etc. und will das unter meiner Kontrolle behalten.
Kann ich absolut nachvollziehen.

Bei mir hat es sich bei dem potentiellen "SUSE-Gig" ergeben, dass mich die Recruiter zumindest in den "Talentpool" aufnimmt wie es so schön auf Neudeutsch heißt. Vielleicht kann man dann später mit der Agentur direkt Geschäfte machen wenn sie sich darauf einlassen. Aber meistens dauert es ohnehin seine Zeit bis sie sich wieder melden - wenn überhaupt.
 
Ich hatte diese Woche ein nettes Gespräch mit nem HR Chef einer. Firma. Der hat ganz klar gesagt, dass sie alle Angebote von Recruitern ungelesen löschen, weil deren Qualität so lausig ist das es sich nicht mehr lohnt.
Ich habe dieses mal für meine Verhältnisse lange in Aquise investieren müssen. Am Ende waren es 2 Direktkontakte die zum Erfolg führten. Recruiter haben es zeitlich nicht hinbekommen mich auf passende Projekte zu vermitteln - zeitgleich haben mich zahlreiche Recruiter mit völlig sinnlosen Anfragen überhäuft.
Ist wirklich schlechter geworden deren Leistungen. Eigenaquise ist halt noch immer am Besten.
 
Eigenaquise ist halt noch immer am Besten.
Bin ich auch großer Fan von. Wie Leonardo DiCaprio in "Wolf of Wall Street" sagte: "Are you behind on your credit card bills? Good! Pick up the phone and start dialling.. Is your landlord ready to evict you? Good! Pick up the phone and start dialling."

Könnte man jetzt sicherlich auch einen eigenen Thread draus machen um Akquisestrategien zu diskutieren und sich auszutauschen.

Freue mich über deine neuen Kontakte und wünsche weiterhin Happy Freelancing!
 
Ich habe gestern mal tief in meinem Xing-Feed "Kennen Sie vielleicht?" ganz tief im "Dwarf-Fortress-Stil" gebohrt und noch ein paar alte Kontakte gefunden, die ich noch nicht auf der Liste hatte. Mir ist aufgefallen, dass bei den Vorschlägen so gut wie kaum jemand Premium noch hat.

Ob sich das Portal zur Suche nach Festanstellungen (nicht Gigs) eignet, kann ich leider nicht beurteilen. Großen Mehrwert bietet Xing für mich nicht mehr.
 
Nach über 3 Monaten LINKEDIN kann ich sagen: Es bietet Vorteile (Kundenanfragen erhalte ich immer häufiger über die Plattform), es ist aber auch anstrengend mit diesen ganzen "Online-Marketing" Leuten, den selbstbeweihräuchernden Mamis auf Bali "Was ich heute von der Palme am Strand für mein Leben gelernt habe" und den ganzen "Hey, komm zum kostenfreien Beratungs-Call"-Dudes.
 
Hab gestern mein xing-premium gekündigt.
LinkedIn hab ich nur wegen irgendwelcher schulungsvideos. Alles andere dort ignorieren ich.
 
hatte xing prem. >gekündigt von 1nem jahr
letztes monat linkedin prem. getestet > gekündigt auch (alter AG laufend neuem Profilaufruf)

in beiden nur wie schon erwähnt: selbstbeweihräucherung und *wir* sind die besten usw usf
zumal der AG hier extra rumspioniert ;)
 
Xing schon lange gekündigt und vor kurzem Konto gelöscht
LI Premium
 
Ich komme ja aus der Texterschiene. Was der Algorithmus mir hier auftischt, ist oftmals sehr grenzwertig.
Ein Trend stößt mir besonders bitter auf:

Dieses "Ich mache aus jedem belanglosen Ding einen lebensverändernden Moment" ("Was ich vom Eisverkäufer lernen konnte")
Ein weiteres nerviges Ding: Die "Mitleidsnummer"
Die geht so: Man geht mit Suchterkrankungen u.o. anderen psychischen Handicaps hausieren und lässt sich für den "Mut", es offen gesagt zu haben, feiern.

Zudem nerven mich diese "Coaches", die sich wie Pilze zu vermehren scheinen :)
 
Bei LI jetzt ganz groß die Leute, die den SEN (oder anderen VF-Status) nicht mehr geschafft haben und plötzlich bekehrt sind und dem Vielfliegen abschwören und die Qualität des Lebens ohne Flugreisen entdecken ...
 
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