Whisk(e)y Trinker hier?

MacQandalf

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Moin,

ich habe als langjähriger militanter Abstinenzler kürzlich meine Zuneigung zu Whiskey/Whisky gefunden, und würde mir gerne ein paar Inspirationen anhören oder vielleicht auch ein wenig fachsimpeln. (vorsucht, ich bin noch absoluter Noob)

Bisher probiert/gekauft:

Jameson, relativ preiswert, auch recht lecker, kommt aber an meine anderen beiden Favoriten nicht ganz heran.
Rebreast, meines Wissens auch aus der Jameson Destillerie, aber durch spezielle Lagrung (Cherryfässer) deutlich fruchtiger und sehr lecker.
The Balvenie, 14 Years Caribbian Cask, der braucht ein wenig länger, auf den ersten Eindruck fand ich ihn nicht so toll wie den Redbreast, aber inzwischen gefällt er mir sehr gut.
Laphroig, wenn man ih mag ist er sicher super, aber der ist überhaupt nicht mein Geschmack,
Glenmorangie 10 Years: Etwas süßlich, sehr lecker, ich hatte auch schon Gelegenheit den 14-jährigen Quinta Ruban" zu probieren, der wird wohl mein Nächster.

Was meint ihr?
 

electricdawn

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Wenn Du Laphroaig nicht magst, dann lass die Finger von allem, was sich "peaty" nennt. Also den meisten Islay (gesprochen "Eilaa")-Whiskeys. Lagavulin ist das Gegenstück von Laphroaig, und da gibt es so eine aufgebauschte Konkurrenz zwischen denen. Kann man ignorieren, und einfach trinken, was einem schmeckt. Beide sind eher "streng" im Geschmack, halt "peaty".

Gibt aber auch andere gute Whiskeys (nicht nur von Islay), z.B. Glenmorangie, Bruighladdich, Highland Park, usw. usf.

Und vor allem eines: Einen guten Whiskey trinkt man auf Zimmertemperatur, niemals gekühlt, und schon mal gar nicht mit Eis. Man kann Whiskeys in Cask Strength (Prozentzahlen höher als 60%) mit ein wenig(!) weichem Wasser in Raumtemperatur verdünnen, damit sie trinkbarer werden. Mit dieser Methode kann man auch sehr gut feststellen, ob ein Whiskey etwas taugt. Wenn der Geschmack dann einfach nur noch wässerig und süss ist, taugt er nichts. Ein guter Whiskey gewinnt im Geschmack, wenn man etwas(!!!!!) Wasser hinzufügt.
 

Ciccio

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#electric,

klingt so, als wäre "Wasser" immer das Gleiche - dabei schmeckt Kölner Wasser anders als das, was unsere Nachbarn aus Hürth, ein paar Kilometer weiter weg, aus der Leitung zapfen... Die Römer wussten schon, warum sie ihr Wasser aus der Eifel bezogen :)

Gruss, Ciccio
 

Moriarty

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wenn du peated Whiskeys nicht magst, probiere mal den Macallan.
 

pbro

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Moin,

ich habe als langjähriger militanter Abstinenzler kürzlich meine Zuneigung zu Whiskey/Whisky gefunden, und würde mir gerne ein paar Inspirationen anhören oder vielleicht auch ein wenig fachsimpeln. (vorsucht, ich bin noch absoluter Noob) (...)

Und schon auf Single Malt festgelegt? Nur um mitreden zu können, warum Single Malt das einzig wahre ist, solltest Du die anderen aber auch mal trinken... ;-)
Ich kenne jemand, der schwört seit Jahrzehnten auf "The famose Grouse"...

Ich weiss gar nicht, ob es die Werbung noch gibt, aber früher gab es mal die six classic Malts:
Dalwhinnie, Talisker, Cragganmore, Oban, Lagavulin, und Glenkinchie.
Die gab es auch manchmal günstiger im Set...
Von denen trinke ich (ab und zu) Dalwhinnie oder Lagavulin.

Aber eigentlich bevorzuge ich Rotwein. Das Leben ist zu kurz, um schlechten Rotwein zu trinken...
 

electricdawn

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klingt so, als wäre "Wasser" immer das Gleiche
Wie kommst Du darauf? Im Gegenteil, deswegen habe ich ja auch extra "weiches" Wasser geschrieben. Jede Quelle ist unterschiedlich, bedingt durch den Mineralgehalt und andere Ortseigenschaften. Aber generell ist weiches Wasser eher besser geeignet. Muss halt jeder schauen, wo er es bekommt, wenn es das bei ihm/ihr nicht direkt aus dem Wasserhahn gibt.

Glücklicherweise wohne ich in de Palz, im Pälzer Wald, uffem Land. Do gebs guudes, waisches Wasser. (Damn you, Auto Correction!)

PS:
Dalwhinnie, Talisker, Cragganmore, Oban, Lagavulin, und Glenkinchie.
Gibt's, soweit ich weiss, immer noch.
 

MacQandalf

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Und schon auf Single Malt festgelegt? Nur um mitreden zu können, warum Single Malt das einzig wahre ist, solltest Du die anderen aber auch mal trinken... ;-)

Da ich ja durch Freunde/Bekannte zum Whisky gekommen bin ergibt sich dadurch gewissermaßen auch welche Whiskys ich probiere und damit eben auch erstmal meine "Grundausstattung." Ja, ich sehe die Auswahl ist ziemlich Single Malt lastig, beim Balvenie bin ich mir (bitte nicht lachen) nicht sicher wie er kategorisiert wird, er ist ein Single Malt, aber eben schottischer Herkunft, macht ihn das zum Scotch? Ansonsten weiß ich Noob inzwischen dass ein "Blended" Whisky im Grunde eine Mishcung mehrerer Sorten ist, was gerne gemacht wird um eine gleichbleibende Grundqualität zu halten, aber der Single Malt als hochwertiger gilt. (bitte korrigieren wenn ich falsch liege) Amerikanische Whiskys (diese werden wohl gerne aus Mais statt Malz gebrannt?) hatte ich bisher nicht im Gla, aber das liegt erstmal daran dass mir zuerst die Irischen und Schottischen Sorten ans Herz gelegt wurden, da bin ich für die Zukunft offen diese zumindest mal zu probieren. Wie gesagt, ich bin da noch absoluter Noob und muss mich erstmal da reinlesen und probieren.

@Moriarty Der Macallan sieht interessant aus, den packe ich direkt mal auf die Probierliste für die Zukunft.

Ich weiss gar nicht, ob es die Werbung noch gibt, aber früher gab es mal die six classic Malts:
Dalwhinnie, Talisker, Cragganmore, Oban, Lagavulin, und Glenkinchie.
Die gab es auch manchmal günstiger im Set...

Wird auch notiert. :)
 

Ezekeel

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Nicht alles von Islay ist peated. Sehr lecker fruchtig von Islay ist beispielsweise der Bunnahabhain. Der 12er ist so um die 35 Euro eine schöne Sache. Fruchtig und mild. Ebenfalls von Islay: Bruichladdichs Classic Laddie. Schöner Einstiegswhisky, dessen Flasche auch optisch was her macht. :)

Ansonsten noch zum Einstieg und nicht zu teuer: Bushmills 10. Der Beweis, dass ein guter Tropfen nicht immer teuer sein muss. Ebenfalls ein sehr guter Ire: Readbreast 12, wenngleich auch etwas teurer als der Bushmills. Zum Schluss noch zwei Klassiker, die ebenfalls nicht peated sind und im unteren Preissegment in jede Bar gehören: Balvenie Doublewood und Aberlour 12.

Ansonsten: schau, ob es in Deiner Gegend Tastings gibt - gut, ist etwas schwer in Coronazeiten, aber da kann man viel probieren und sich ranhalten an das was man mag. Meinen ersten Octomore hab ich auch bei so einem Event getrunken und bin seither angefixt... :)
 

langfingerli

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#electric,

klingt so, als wäre "Wasser" immer das Gleiche - dabei schmeckt Kölner Wasser anders als das, was unsere Nachbarn aus Hürth, ein paar Kilometer weiter weg, aus der Leitung zapfen... Die Römer wussten schon, warum sie ihr Wasser aus der Eifel bezogen :)

Gruss, Ciccio
Kaffeefachleute benutzen daher für's Cupping gerne 'third wave water'. Ein Mineralstoffmix, der destilliertem Wasser zugesetzt wird.
 

electricdawn

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Octo/amore! Really! Der soll ja wirklich heftig... und irgendwie überflüssig sein. Aber vielleicht sollte ich ihn einfach mal probieren.

PS: Trinkst Du ihn mit, oder ohne Wasser? Ist ja, glaube ich, Cask Strength?
 

MacQandalf

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Ansonsten noch zum Einstieg und nicht zu teuer: Bushmills 10. Der Beweis, dass ein guter Tropfen nicht immer teuer sein muss. Ebenfalls ein sehr guter Ire: Readbreast 12, wenngleich auch etwas teurer als der Bushmills. Zum Schluss noch zwei Klassiker, die ebenfalls nicht peated sind und im unteren Preissegment in jede Bar gehören: Balvenie Doublewood und Aberlour 12.

Danke, da sind ein paar interessante Tipps bei.

Wie es der Zufall so will, der Redbreast und der Balvenie (allerdings der 14j "Caribbian Cask") befinden sich bereits schon in meiner Sammlung, der Glenmorangie Quinta Ruban hat sich heute dazu gesellt.
 

Ezekeel

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Octo/amore! Really! Der soll ja wirklich heftig... und irgendwie überflüssig sein. Aber vielleicht sollte ich ihn einfach mal probieren.

PS: Trinkst Du ihn mit, oder ohne Wasser? Ist ja, glaube ich, Cask Strength?

Das kommt auf die Laune an. Ja, der Rauch ist extrem. Aber dennoch trotz Fasstärke pur sehr genießbar, aber ich bin auch ein Peathead. Ein paar Tropfen Wasser schaden nicht.

Die Octomores - es sind ja unterschiedliche - sind nicht jedermanns Ding. Probiert haben sollte man die aber schon mal. Allein wegen des hohen Torfanteils.
 

electricdawn

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Stimmt, Danke Dir. Ich erinnere mich wieder daran, dass es ein paar sind. Ich habe jetzt die Preise nicht im Kopf, aber glaube mich daran zu erinnern, dass die doch ziemlich teuer sind. Welchen kannst Du mir mal zum Einstieg empfehlen?

Ich bin Lagavulin-Fan, kann also Peat schon gut ab.
 

erikvomland

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Irgendwie war ich der Meinung, dass es doch schonmal hier einen Whisky-Thread gab..:kopfkratz:
fand aber in der Suche auch nix..
 

Ezekeel

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Stimmt, Danke Dir. Ich erinnere mich wieder daran, dass es ein paar sind. Ich habe jetzt die Preise nicht im Kopf, aber glaube mich daran zu erinnern, dass die doch ziemlich teuer sind. Welchen kannst Du mir mal zum Einstieg empfehlen?

Ich bin Lagavulin-Fan, kann also Peat schon gut ab.

Ich hatte den Octomore 09.3. 62.9 vol. 133 PPM.

Leider alle. Und mir jetzt zu teuer. Die Flasche liegt bei 160 Euro. Ich hab sie damals für 120 bekommen. Aber lecker...
 

Ezekeel

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A propos Lagavulin. Mit dem typischen 16 bin ich nie so richtig warm geworden. Bin halt doch mehr bei Laphroaig oder Ardbeg zuhause. Der 8jährige ist aber tofte fürs Geld (kriegt man hie und da für 39,-).
 

electricdawn

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Hui! Das sind ja saftige Preise. Muss mal wieder in die Stadt... aber im Moment habe ich keine Lust drauf, wegen Corona... Na ja, wozu gibt es das Internet? ;)
 
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