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Lukas, das Terrorkind !

Dieses Thema im Forum "MacUser Bar" wurde erstellt von dissi, 15.05.2005.

Status des Themas:
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  1. dissi

    dissi Thread Starter

    Hoffentlich wars hier noch nicht :(


    http://www.fabiii.de/videos/lukas1.wmv
    http://www.fabiii.de/videos/lukas2.wmv

    dieses kind is ungefähr das krasseste geschöpf auf der ganzen erde Oo
     
  2. ricky2000

    ricky2000 MacUser Mitglied

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    Erziehung.
    Zu dumme Eltern, Fernsehen statt Beschäftigung.
    Klar, dass man sich über das Kind aufregt, aber das kann ja nix dafür, dass es so ein Arschloch geworden ist.
     
  3. Coati

    Coati MacUser Mitglied

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    *würg* Zum Glück habe ich keinen Fernseher :p
     
  4. Coati

    Coati MacUser Mitglied

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    Genau! Soziologen sprechen auch vom sogenannten "fundamentalen Attributionsfehler" :D:D

    http://www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/psycho/1584
     
  5. Dr. Snuggles

    Dr. Snuggles MacUser Mitglied

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    Wow, jetzt werden hier schon Ads Kinder nieder gemacht. Leute das Kind kann sehr wenig dafür. Es ist eine Krankheit. Wie muss man drauf sein um so jemanden zu verurteilen und zu beschimpfen?
    Verlangt ihr auch von demjenigen eine Entschuldigung der in Eurer Gegenwart niest?
    Es ist ungefähr das selbe. Beides mal sind es Krankheiten wofür jemand wenig kann.
    Und mit dieser Einstellung hat das Kind schon jetzt verloren in der Zukunft, es ist für die nächsten Jahre vermutlich in ganz Deutschland bekannt und trifft auf Leute wie Euch. :mad:
     
  6. MacRobbi

    MacRobbi MacUser Mitglied

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    Hi!

    Ah ja, jetzt kommt also die Generalabsolution: ADS, keiner kann da was für, also Kind her, Mund auf, Pillen rein, dann ab vor den Fernsher, bis die nächste Dosis auf der Tagesordnung steht.

    Sorry, aber da kann ich nicht folgen, dieses arme Kind ist sicherlich seit es auf der Welt ist, von den Eltern materiell gut versorgt worden, nur leider hat seine Anwesenheit gestört. Da ist wohl eher die für ein Kind erforderliche Aufmerksamkeit der Eltern auf der Strecke geblieben. Man sieht es ja auch der Reaktion der Mutter, die hat mittlerweile richtig Angst vor dem kleinen. Das ist Erziehungsversagen auf ganzer Front, dem Kind kann man keinen Vorwurf machen, es lebt nur das nach was es in seinem Umfeld lernt (siehe Wortschatz...). Und wenn man sein Kind 5 Jahre sozial venachlässigt, darf man sich nicht wundern, wenn man plötzlich feststellt, daß man sich da einen ausgewachsenen Anarchisten herangezogen hat.

    Beim ersten Anschauen hat man natürlich auch Lust, dem Bengel eins hinter die Löffel zu geben, verdient haben es aber die Eltern.

    Ich denke nicht, daß dieses Kind ein krankhaftes Verhalten im Sinne von ADS an den Tag legt, es macht nur das, was jeder von uns gerne mit Leuten tun würde , die sich als Chef aufspielen, uns aber eigentlich nichts zu sagen haben, nur hindert uns erwachsene meistens eine bessere Kinderstube darin, das zu zeigen, was wir eigentlich in solchen Momenten gerne machen würden.

    Natürlich kann man das Kind mit Medikamenten dämpfen, aber die Therapie muß bei den Eltern anfangen, die haben total versagt und ihr Kind verkorkst.

    Im TV sieht man dabei immer nur die "armen" Eltern, die überfordert sind, dabei ist es das Kind, das wahrscheinlich seit seiner Geburt einen Platz in der Familie sucht, aber vollkommen allein gelassen wird und seinen Platz in der Rangordnung eben mit der dargestellten Agresivität erkämpft.

    Tja liebe Elern, da habt Ihr nun das Resultat von jahrelanger Ignoranz.

    Egal ob Gene oder soziales Umfeld, die Eltern sind immer schuld.

    Bis die Tage

    MacRobbi
     
  7. Esteygne

    Esteygne unregistriert

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    auwei... Lukas ist da nicht der einzige. Gibt da sehr viele Kinder, die schon ziemlich aufgeweckt sind und leider auch viele, die sich dann wie Lukas verhalten.

    Die kleine meiner ältesten Schwester ist ziemlich gleich, jedoch betreibt sie mehr Psychoterror, als dass sie wirklich mal zuschlägt. Die Schwester ist selbst Erzieherin, jedoch weiss sie selbst nicht, was sie da genau machen soll bei diesem Verhalten.
    Erschreckend war, als die kleine, damals 5, sagte, sie werde ihre kleine Schwester mal umbringen, dann hätte Mutter nicht mehr soviel zu tun :rolleyes:

    Respekt hat die kleine nicht wirklich viel, mir hat sie sogar mal nen Tritt verpasst... ggg
    Ich hab jedoch bemerkt, dass wenn ich mit ihr umgehe wie mit jemand gleichaltrigem, verhält sie sich normal. Irgendwie kann ich bei diesem kleinen Flegel auch nicht wirklich ein Kind sehen ;)

    @ADS
    Bei den meisten solchen Kindern wird leider ADS diagnostiziert und werden dann mit Ritalin behandelt. Jedoch haben wir es auch mit einer Art Phaenomen zu tun, was mit ADS nicht mehr wirklich viel zu tun hat. Diese Kinder sind bekannt als Indigokinder, werden aber wissenschaftlich trotz der Ratlosigkeit nicht als solche anerkannt. Im Moment merkt man, dass diese Kinder, welche erst in der Esoterik so bezeichnet wurden mittlerweile auch in der Wissenschaft anklang finden und es mittlerweile auch wissenschaftliche Beweise für gibt. Heutzutage sind über 90 % der Neugeborenen Indigos.

    Wie sie in der Esoterik beschrieben werden ist meist eine Anflügelei und haben mit schöner, neuer Welt nicht wirklich viel zu tun. Eher sind die Indigos ( sogar noch andere Typen sind dabei bekannt ) eine normale Weiterentwicklung des Menschen. Darin gibt es auch verschiedene Typen, der ausfallenste Typ dabei ist der wie Lukas einer ist oder auch die Kleine meiner Schwester.

    Was traurig an dem ganzen ist, dass das Wissen für die richtige Erziehung solcher Kinder fehlt und schnell einmal aus Ratlosigkeit zu Ritalin gegriffen wird. Ritalin wirkt jedoch wiederum wie Gift für diese Kinder und die meisten verlieren dadurch die Möglichkeit, sich in der Gesellschaft zu integrieren :(

    Durch die grosse Ratlosigkeit mit dem Umgang dieser Kinder wird jedoch viel daran gesetzt, eine passende Unterstützung aufzubauen und auch Lehrmethoden zu entwickeln.
     
  8. Dr. Snuggles

    Dr. Snuggles MacUser Mitglied

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    22.07.2003
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    Ich habe keine Generalabsolution erteilt noch habe ich die Eltern aus der Verantwortung genommen.
    Ebenso bin ich kein Freund von Ritalin und co. Doch habe ich die Erfahrung gemacht, das Ritalin und Co Kindern helfen kann. Es kann sehr gut eingesetzt werden als begleitende Maßnahme einer Therapie.
    Ritalin alleine ist keine Lösung da gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Auch begleite ich nur Massnahmen in denen Ritalin begleitend eingesetzt wird, das bedeutet es muss festgelegt werden für welchen Zeitraum man es nimmt und wann versucht wird es abzusetzen.

    Aber du machst es dir sehr einfach in dem du die Schuld bei den Eltern suchst bzw. ihnen zuschiebst.
    Die Eltern betroffener Kinder stehen unter einem enormen Druck. Schon von Seiten des Kindes. Dann noch aus der Gesellschaft, eben auch durch Sprüche wie die deinen.

    Anstatt den Eltern Hilfe anzubieten, schiebt man ihnen den schwarzen Peter zu.
    Leider ist nun mal nicht mehr alles Friede, Freude Eierkuchen in unserer Gesellschaft. Viele Eltern sind gezwungen das sie beide Arbeiten gehen und nach der Arbeit erwarten sie solche Probleme zuhause. Da kann ich persönlich verstehen das die Eltern Fehler machen und nicht mehr können.
    Schau dir einmal die Zahlen an in unserer Gesellschaft an. Die Einsätze der Sozialpädagogischen Familienhilfe nimmt seit ein paar Jahren Sprunghaft zu.
    Eine Beobachtung von mir ist, sie nehmen zu seit es in Deutschland wirtschaftlich schlechter geht. Die Krankmeldungen sind auch zurückgegangen. Da bleiben eben oft die Kinder auf der Strecke. So traurig und erschreckend es ist.
    Sicher gibt es negativ Beispiele von Seiten der Eltern. Aber ich erlebe auch einen grossen Teil als sehr engagiert und bemüht. So weit es ihnen eben möglich ist.
    Leider sind ihre Mittel aber oftmals beschränkt, sei es jetzt intellektuell oder auch finanziell.

    Aber wenn du ein Allheilmittel hast gerne nur zu. Tatsache ist das inzwischen ca. 4 Prozent der Kinder betroffen sind. Die Abklärung ob ADS ADHS vorhanden ist, ist sehr schwierig, aber nicht unmöglich.

    Und deshalb ist für mich ADS eine Erklärung für ein Verhalten aber keine Entschuldigung. Dem Kind und den Eltern muss man helfen und zwar mit mehr als Ritalin. Aber da haben die bisherigen Kommentare wenig dazu beigetragen... eher das Gegenteil.
     
  9. Esteygne

    Esteygne unregistriert

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    @Snuggles
    Wahre Worte. Hierbei können die Eltern nicht wirklich viel und sind auf gute Unterstützung angewiesen.

    Bei mir hat man ebenfalls ADS diagnostiziert als ich klein war, jedoch ist mir eine Behandlung durch Ritalin dank meinem Vater erspart geblieben. Jedoch muss ich sagen, dass ich nicht dieses Verhalten wie der kleine Lukas hatte, sondern eher immer woanders gewesen bin. Ich war ein sehr nervöses Kind, dauernd am rumzappeln und in der Schule hab ich alles andere gemacht, als aufzupassen. Im Gegensatz dazu hatte ich immer sehr gute Noten, ohne dass ich tatsächlich was gelernt hätte. Ich nahm mich da auch nie zurück einem Erwachsenen klarzumachen, dass ich nicht immer seiner Meinung sei.

    Im Umgang damit war besonders meine Mutter sehr ratlos, da auch ich nicht sehr viel Respekt aufbringen konnte, wenn jemand der Erwachsenen einem wie ein Kind behandelte und so kam es mehr als einmal vor, dass ich meine Mutter zum Narren hielt.

    Mittlerweile konnte ich mich jedoch mehr oder weniger recht gute anpassen... :) lach... und das ohne Ritalin ;)

    Aber ein paar Sachen sind doch noch geblieben, so zum Beispiel, dass ich Mühe habe, wenn jemand spärliche Informationen gibt. Das war in der Schule schlimm, denn bei spährlichen Fragen, welche für alle anderen eigentlich klar waren wusste ich nicht, was sie meinten. Ich überlegte dabei immer solange, dass es mehrere Möglichkeiten gab und ich keine klargestellte Frage daraus erkennen konnte. Das artete meistens dazu aus, dass ich entrüstet dem Lehrer sagte, er solle doch mal genau erklären, was er da eigentlich wissen will... lach... Ich brauche da auch immer klare, eindeutige Fragen :)

    p.s.
    Ich weiss nicht warum, aber mir liegt viel daran, dass solchen Kindern geholfen wird sich integrieren zu können. Zumal ich selbst mehr oder weniger so ein Kind war und durch meinen Vater eine sehr gute Erziehung genossen habe und auch, da den Eltern solcher Kinder es meistens am Wissen mit dem Umgang damit fehlt oder es ihnen auch teils peinlich ist, dabei um Hilfe zu fragen.
    Wenn man jedoch versucht Ratschläge zu geben oder zu erzählen versucht, wie man selbst in der Kindheit damit umgegangen ist und was man damals gebraucht hätte, um sich zu integrieren erfolgt meist nur ein abweisendes "ja ja" und es wird nur komisch geschaut.
    Es ist traurig zu wissen, dass die meisten dieser Kinder durch Ratlosigkeit und Verzweiflung am Umgang mit ihnen geschlagen werden, ausgesondert oder durch Chemie still gehalten werden und somit ihnen der Weg in eine schöne Zukunft versperrt wird.
     
  10. abgemeldeter Benutzer

    abgemeldeter Benutzer Thread Starter

    Die Super-Nanni … hatten wir schon, als es gesendet wurde.
    Zum Thema ADS: Bevor ich das Buch einer Fachautorin gelesen habe (und ein Injterview mit ihr gemacht habe), war auch ich davon überzeugt, dass ADS eine Modekrankheit ist und Ritalin der Bequemlichkeit wegen verabreicht wird (so wie damals im Zivildienst im Altersheim die Beruhigungstropfen). Ich ließ mich aber überzeugen, dass bei einem Teil der ADS-Kinder ein Medikament wie Ritalin Wunder bewirken kann. Kids können im Gegensatz zu Erwachsenen keine eigenen Strategien gegen ADS erlernen (zumindest nicht so schnell) und wenn verschiedene Faktoren zusammentreffen – z.B. Leistungsabfall in Schule, Vereinzelung/Ausstoßung – kann Ritalin dazu beitragen, "Erfolgserlebnisse" zu haben: Kids können sich auf einmalauf eine Sache konzentrieren etc. Durch diese Erfolgserlebnisse lernen auch Kids, ADS in den Griff zu bekommen.
     
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