Ist das Bürgergeld/b.l. Grundeinkommen unabwendbar?

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  1. Bremer28259

    Bremer28259 Mitglied

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    Na mindestens einer - wohl aus der Gegend um Magdeburg. Eigentlich eine schöne Stadt ...
     
  2. nilolaus

    nilolaus Mitglied

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    Du verstehst das falsch. Du kommst mit dem Modell nicht über 1200 (oder so) EURO. Bevor wir über brutto-netto und sonstige Details reden, musst du die Kernaussage verstehen. "Wir" bezahlen das sowieso. Sehr grob gerechnet - aber im Prinzip. Der Unterschied ist, dass wir es jetzt im Prinzip für Omme zahlen und dass bei dem vorgeschlagenen Modell dafür etwas getan werden muss. Zu einem guten Gehalt - aber eben etwas getan.

    Ja - die Gefahr besteht, dass ein Stromerzeuger, wenn er nicht eingestellt ist, wie EWS oder Ähnliche, "Carpe Diem" brüllen wird und die Kohle über die Strompreise an sich reißen wird. Dein Beispiel mit der Versicherung. Das muss natürlich verhindert werden. Aber sage mal niemand, wir hätten keine Gesetze gehabt, bevor die Linken Ideen formuliert haben.
    Ein Grundeinkommen oder Ähnliches wird sicherlich kommen. Verwaltungskkosten und das Wachsen rechtsextremistischer Parteien lassen sich nicht anders verhindern. Umverteilt wird werden - die Frage ist, ob wir es noch friedlich steuern können (oder wollen) oder eben nicht.
    Klar wird es laufen wie mit der Umwelt - wir werde warten bis es zu spät ist.

    Das Brot berechnen wir, wenn es dann an die Details geht. Zunächst müssen wir uns überlegen, ob wir der Ansicht sind (wie oben erwähnt), dass etwas falsch ist und welchen Weg wir einschlagen, um es zu korrigieren. Auch wäre das zu berechnen dann Aufgabe von schlaueren Leuten als ich es bin - und vermutlich auch, als du es bist.
    Wir haben bei uns Informatiker die Lösungen finden, die ich für absolut unlösbar halte, wenn ich die Ideen dazu formuliere. Denke mal - die Garde von Finanzexperten wird sich auch finden lassen. Es lässt sich immer eine Lösung finden, wo gesellschaftlicher Konsens besteht.

    Wesentlich - damit du es verstehst - ist mir (erstmal), zwei Gruppen aus dem Modell raus zu kriegen: Die, die nicht "arbeiten wollen" (das ist zwar marginal, aber das Hauptargument der Solassenwieesist-Fraktion) und diejenigen, die das nicht brauchen.

    Aber - mir kanns sowieso egal sein.
     
  3. thesaw

    thesaw Mitglied

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    Langweilig ....? Jep.
    Wenn die Argumente ausgehen, wird es polemisch.
    Und die Beschäftigten in den Bereichen?
    Wenn du denen so viel zahlen willst, aber für deren Produkte nicht, wie soll das gehen?
    Dafür braucht es kein BGE, man könnte die Arbeit gerechter verteilen, die Löhne und Gehälter gerechter verteilen, Rentensystem und Steuersysteme reformieren und gerechter machen, alles schwierig, aber möglich.
    Wo liegen den die Verwaltungskosten? bei 1-2 Wochen, was ein deutschlandweites BGE kosten würde, also lächerlich.
    Rechtsextreme wirst du damit sicherlich nicht schwächen, so wie die jetzt brüllen "was uns die Flüchtlinge kosten", brüllen die dann "was uns das BGE kostet".
     
  4. JeZe

    JeZe Mitglied

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    Das BGE ist nichts anderes als eine weitere Form eines Sklavenmarktes. Es ist nicht die Abschaffung desselben!

    Der gemeine Arbeitnehmer in Deutschland muss aktuell für Steuern, soziale Sicherungssysteme, Gewinne der Unternehmen, Zinsen im Finanzsystem und für seinen eigenen Lebensunterhalt arbeiten. Er ist der einzige, der in diesem System wirklich einen Wert erzeugt.

    Alles, was den BGE-Befürwortern nun einfällt ist, dass der gemeine Arbeitnehmer *zusätzlich zu alledem* auch noch einen Teil seiner Arbeitsleistung an diejenigen abgeben soll, die weniger arbeiten wollen als er. Denn nichts anderes ist ein BGE. Es ist naiv zu denken, dass man das Geld aus den oben genannten Verwerfungen nehmen könnte, dann dafür arbeitet auch kein anderer als der gemeine Arbeitnehmer.

    Also ist nicht das BGE die Lösung, sondern man muss schlicht die Verwerfungen im Wirtschafts-/Finanzsystem beseitigen und nicht mittels des BGE zu den kapitalistischen Verwerfungen noch eine kommunistische hinzufügen.
     
  5. fa66

    fa66 Mitglied

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    Ich dachte, es wäre klar, dass beim (B)GE ein Erwerbseinkommen on top draufkommt*); bei SGB-II-Leistungen hingegen werden Einkünfte (über einem niedrigen Freibetrag) sofort vom Regelsatz abgezogen.

    Folglich: Der Anreiz, bei einem (B)GE zusätzlich einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, ist größer als beim SGB-II.

    ________________
    *) Ich persönlich befürworte eh ein (B)GE, nach heutiger Kaufkraft von etwa 1k€, letztlich mit Bedingungen, also eigentlich nur »GE«, bei dem etwa ab einem Schwellsatz eigener Einkünfte das GE kleinschrittweise abgeschmolzen wird, bis der Erwerbstätige ab einem gewissen Einkommen dann kein GE erhält und nur vom Erwerbseinkommen lebt.
    Das Bedingungslose erschöpfte sich so in dem Umstand, dass das zustehende GE automatisch, ohne extra Beantragung oder so, beim Unterschreiten des Schwellsatzes überwiesen würde.
     
  6. JeZe

    JeZe Mitglied

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    Also im Endeffekt arbeitest Du für meine Wohnung und ich arbeite nur für das, was ich on top noch brauche.
     
  7. fa66

    fa66 Mitglied

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    Und ich hatte das Gefühl, dass ein (B)GE es einem Arbeitnehmer ermöglicht, sich gerade nicht mehr auf dem Sklavenmarkt der Unsinnstätigkeiten prostituieren zu müssen. Und wenn doch, die Macht zu haben, sich die Unsinnstätigkeit gut vergüten zu lassen (weil sonst kann’s der Chef ja alleine machen).
     
  8. thesaw

    thesaw Mitglied

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    Wenn dies so ist, traurig.
    Der Anreiz für sich selber zu sorgen (wenn möglich) statt dies den "anderen" aufzulasten, sollte immer da sein.
    Zu sagen, ich könnte ja Arbeit haben und für mich selber aufkommen, aber dann bekomme ich ja weniger von den anderen, hm... nicht sehr solidarisch.....
    Das sich das bei dir immer so drastisch anhört.
    Es gibt auch viele, denen macht ihr Job Spass, haben ein super Betriebsklima und verdienen sogar, ihrer eigenen Meinung nach, angemessen.
    Wäre es nicht auch eine Möglichkeit da hin kommen zu wollen?

    Bei mir ist es zumindest so, und selbst wenn es nicht so wäre, und ich 1k Euro im Monat sicher hätte. Ich könnte nicht ansatzweise davon leben, also muss ich weiter arbeiten gehen, so wie viele andere auch.
    Deiner Meinung nach, müssten ja dann so viel nicht mehr arbeiten wollen, damit es ein Unterangebot an Arbeitnehmern gibt, sonnst würde sich zu jetzt ja nix ändern.
    Aber angeblich wollen die meisten doch weiter arbeiten gehen, also kein "Erpressungspotential" für die AN ;)
     
  9. fa66

    fa66 Mitglied

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    Hmm? Das GG regelt die Beziehung zwischen dem Bürger und dem Staat. Soweit richtig. Die Grundrechte – der erste Teil des GG – gilt aber für alle sich im Staat Befindenden.
     
  10. nilolaus

    nilolaus Mitglied

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    Nö - die Arbeitnehmerin auch. :)

    :)
     
  11. fa66

    fa66 Mitglied

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    Äh wat?
    Da steht schlicht nicht, dass die anwendbaren Regelungen des GG für Ausländer in Deutschland nicht gelten.
     
  12. magheinz

    magheinz unregistriert

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    Ich denke auf diese Thema sollte man lieber gar nicht erst eingehen. Ansonsten diskutieren wir gleich nicht die Personal-Ausweise und was weiss ich sonst noch.
    Wer heutzutage noch mit solchen Argumente und Themen kommt, der will es gar nicht wirklich wissen...
     
  13. fa66

    fa66 Mitglied

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    Von denen rede ich doch gar nicht.
    Wohl aber von denjenigen, die durch Maßnahmen und Vorgaben der ArGe (oder um diesen zu entfliehen) niedrigbelöhnte Erwerbstätigkeiten annehmen müssen, die zwar den Hartz-IV-Bezug mindern helfen (bis hin zu Null), die – außer die sie wirklich freiwillig tun – niemand annähme. Dass es den Einen oder Anderen gibt, dem es Spaß macht, in einem super Betriebsklima Leuten Lottoscheine oder Zeitschriftenabos zu verkaufen (um nicht aufzudrücken zu schreiben), schließe ich ja nicht aus; ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass es sich dabei um eine signifikante Anzahl Erwerbssuchender handelt.

    Man kann’s auch so formulieren: Was früher™ Schüler- oder Studenten-Ferienjobs waren, sind heute Tätigkeiten, in die »normale« Arbeitnehmer gedrängt werden.
     
  14. nonpareille8

    nonpareille8 Mitglied

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    Dann tausche doch deinen gutbezahlen Job gegen das noch besser dotierte Hartz.

    Ah geil, vermutlich aus einer Heile-Hartz-Welt-BA-Broschüre zur Argumentations- und Legitimationsverstärkung der „Job“center.
    Hast du einen Downloadlink dazu ?

    Was nicht fehlen darf ist selbstredend der Hinweis auf Eigenverantwortlichkeit.
    Logo, die Leute sind erstmal selber schuld und die Gemeinschaft wird auch noch bemüht. :sleep:

    Wohl eher „der Markt wird euch richten“.
     
  15. thesaw

    thesaw Mitglied

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    https://www.hartziv.org/freibetraege-einkommen.html
    Wenn du andere hast, immer her damit.
    Tja, wer nach der Verantwortung der Gesellschaft ruft, sollte nicht vergessen, dass er selber Teil dieser ist ;)
    Hab ich das geschrieben?
    Hab ich geschrieben, dass ich damit ein Problem hätte, wenn jemand den Bedarf hat?
    Lass doch die Polemik.
     
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