Hausautomation / Heimnetz - Langzeitprojekt

Dieses Thema im Forum "Internet- und Netzwerk-Hardware" wurde erstellt von ez-lif, 07.02.2017.

  1. ez-lif

    ez-lif Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo zusammen,

    für 2017 habe ich mir ein etwas langwierigeres Projekt vorgenommen, was nach und nach mit Renovierungsarbeiten erweitert und vervollständigt werden soll.
    Da die Zukunft ja immer mehr Netzwerkintegration "verlangt" möchte ich mein Haus für dieses vorbereiten und zukunftssicher machen - ob das nun sooo notwendig ist oder nicht - keine Ahnung, aber man(n) braucht ja auch immer mal was neues ;)
    Mit Netzwerk kenne ich mich bisher nur wenig aus - aber man wächst mit seinen Aufgaben und würde mich freuen hier den ein oder anderen Tipp zu bekommen; vielleicht möchte ja jemand anderes ein ähnliches Projekt in Angriff nehmen.
    Zur IST Situation: Das Haus ist relativ groß und ich habe bisher von der FritzBox 7490 einige sehr lange Patch Kabel im Haus verlegt was sicherlich nicht das gelbe vom Ei ist.
    An der FritzBox ist ein Switch angeschlossen, an dem Mac´s, Drucker, NAS, HomePilot hängen.
    Telefonanlage ist eine Auerswald 5010 VOIP.

    Was ich geplant habe:
    In den Keller soll eine Serverschrank (16HE) darin für jede Etage ein 24er-Patchpanel und entsprechende Anzahl an Switch.
    Wenn ich jedes Zimmer mit einer Netzwerkdose ausstatte (bzw. in Wohnzimmer 3 / Büro 3 usw..) benötige ich am Ende ca. 66 Anschlüsse (also 33 Dosen).
    Gerne möchte ich dann auch die alten ISDN/anlaog-Telefone gegen Netzwerkgeeignete austauschen.

    Wie gesagt, wird sich die ganze Aktion sehr lange hinziehen und der Startschuss soll zunächst einmal mit einem Patchpanel und Switch starten.
    Vorher sind natürlich noch einige Vorbereitungen notwenig mit denen ich gleich einmal nachfragen möchte ob dies so korrekt ist:

    - FritzBox Adressbereich 192.168.178.x auf 192.168.100.x ändern
    (Hintergrund: möchte per VPN auf das Netzwerk zugreifen, das funktioniert aber nicht, da in meiner Mietwohnung auch eine FritzBox mit gleichem IP Bereich hängt)
    - Frage: Sollte ich einen externen DynDNS Dienst verwenden oder den in der FritzBox integrierten?
    - Dann möchte ich allen Geräten und Netzwerkdosen eine feste IP zuweisen (z.B. Steuergeräte 192.168.100.101, 102, 103 - Geräte (Mac, Drucker...): 110, 111, 112, 113... )
    Vorgehen würde ich dabei wie hier beschrieben: https://avm.de/service/fritzbox/fri...che-IP-Adresse-von-FRITZ-Box-zuweisen-lassen/
    - Gerne würde ich auch die Netzwerkdosen irgendwie nummerieren um zu wissen welche Dose angesprochen/aktiv ist

    Jetzt hoffe ich dass ich alles in den richtigen Bereich gepostet habe und freue mich über Anregungen, Meinungen und Tipps :)
     
  2. roedert

    roedert MacUser Mitglied

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    - Eine Umstellung der Verkabelung auf Patchpanel und Netzwerkdosen bedeutet aber auch neue Kabel! An Patchpanels und Netzwerkdosen benötigst du Verlegekabel (mit starren Adern), Patchkabel (mit flexiblen Adern) ist nur für die RJ45-Stecker gedacht.
    Ein Patchkabel auf ein Patchpanel oder Netzwerkdose aufzulegen birgt nur Fehlerquellen!
    - IP-Bereich der Fritzbox ändern ist keine Problem
    - der myFritz-DynDNS ist integriert und kostenlos, wenn du den zufälligen kryptischen Namen nur in irgendwelchen Konfigurationen fest einträgst, ist das kein Problem. Wenn du den Namen auch manuell nutzen willst, ist ein anderer Dienst mit frei wählbaren Namen sicher komfortabler.
    - feste IPs über Reservierungen in der Fritzbox kann nicht schaden, ist aber eigentlich nur bei Drucker und Server/NAS erforderlich
    - Wenn du ein wenig mehr Übersicht über dein Netzwerk haben möchtest, wären managerbare Switche von Vorteil - da kannst meist den Ports auch einen Namen geben.

    Je nachdem wie groß dein "Spieltrieb" ist, gibt es da interessante Sachen:
    - kleinen Einplatinencomputer für einen eigenen DNS und DHCP .... da hat man teilweise mehr Möglichkeiten als nur mit der Fritzbox
    - Telefonanlage über asterisk - läuft auch prima auf einem Einplatinencomputer, Augen bei eBay offenhalten - Aastra 6739i als VoIP-Telefone kann man damit zB sehr schön nutzen über die xml-Schnittstelle
    (bei mir läuft zB automatisiert täglich ein Script, welches die iCloud-Kontakte in eine mysql-DB schreibt ... die dann die Festnetz-Telefone mit Anrufbildern und Telefonbuch versorgt)
     
  3. ez-lif

    ez-lif Thread Starter MacUser Mitglied

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    Vielen Dank für deine Ausführungen!
    Das mit den Kabeln hatte ich schon so gemeint, dass ich die Patch-Kabel gegen Verlegekabel austauschen möchte.
    Werde am Wochenende mal mit der Konfiguration der FritzBox starten und dann nach und nach das System aufbauen.
     
  4. Olivetti

    Olivetti MacUser Mitglied

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    x.x.100.x ist auch sehr verbreitet. ich würde evtl. x.x.170 oder x.x.175 wählen.
    wenn du eine eigene domain besitzt, könntest du im DNS den kryptischen namen von myfritz.net abkürzen:
    fritz CNAME b3blaf6blablanaf.myfritz.net -> die FB wäre dann unter fritz.domain.tld erreichbar.
    viele haben ja ein zettelfach. :p
     
  5. ez-lif

    ez-lif Thread Starter MacUser Mitglied

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    So, 1. Schritt ist erledigt - es ist Ordnung im Heimnetzwerk :)
    Ich schreibe hier mal über welche Problem"chen" ich gestolpert bin, um es anderen, etwas leichter zu machen, die vielleicht ähnliches vor haben und sich auch nicht soo gut mit Netzwerken auskennen :)

    Grundlegend habe ich alle Tipps, die ich hier erhalten habe beherzigt.:jaja:

    1. Sicherungskopie aus der FritzBox erstellen ;)
    2. Habe ich die IP-Adresse der FritzBox verändert
    => Problem: das Internet ging nicht mehr vernünftig
    -> Lösung: die WLAN-Verbindung am Gerät trennen und neu verbinden
    3. Alle Netzwerkgeräte ausschalten und neu mit dem Netzwerk verbinden, damit diese eine neue IP von der FritzBox bekommen
    4. Die IP Adressen (und evt. Namen) der einzelnen Geräte in der FritzBox manuell zuordnen und danach die Geräte wiederum vom Netz trennen und neu verbinden; erst dann werden die Einstellungen sicher übernommen
    => Probleme traten vor allem bei der Synology DS auf: hier den Assistenten herunterladen, die DS neu suchen und damit die neue IP übernehmen (am besten diese erst automatisch beziehen lassen und dann wieder auf manuell umstellen) dann wird auch automatisch externer Zugriff / Quick Connect usw. richtig eingestellt.
    Weiteres Problem war die Auerswald Telefonanlage - hier musste ich mittel Telefon-Tastenkombi die vergebene IP/Subnetmask/Gateway manuell eintippen und konnte dann wieder über die IP auf die Anlage zugreifen.
    Letztendlich hat sich das aber gelohnt:
    Habe meine IP´s in Systemsteuerungen (FritzBox, HomePilot usw)/Computer/Peripherie (Drucker)/HomeEntertainment/Smartphones und Sonstige Geräte eingeteilt :augen:

    Next Step ist dann der Serverschrank/1 PatchPanel/1 Router und mal paar Dosen in der näheren Umgebung um das mal zu testen :dance2:
     
  6. Stargate

    Stargate MacUser Mitglied

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    Switch brauchst du im Prinzip nur einen einzigen.
    Patchpanel pro Etage ist gut.

    Erstens wirst du nicht alle Dosen patchen weil du die gar nicht alle nutzen wirst, zweitens kannst du im Bedarfall nachrüsten / umpatchen.
    Jeder Switch kostet Geld.

    Kaskadieren würde ich die Dinger so oder so nicht. Egal von welchem Hersteller.

    Professionell beschriftet setzt sich die Bezeichnung eines Patchpanels aus einer laufenden Nummer, der Etagen. so wie der Raumnummer zu sammen. Das gleiche Trifft auf die Enddose(n) zu. So lassen sich Enddosen schon Anhand ihrer "Nummer" einem bestimmten Patchfeld zuordnen. Korrekt beschriftet muss man nie wieder suchen. (Zumindest nicht so lange die Beschriftung nicht verschwunden ist)

    Die Geschichte mit den Telefondosen kannst du vergessen wenn du entsprechend CAT6/7 Duplex verkabelst, "Telefon" lässt sich genau so durch dein dann vorhandenes Netz patchen wie eine Internet, TV, Netzwerk-Verbindung. Es kommt dann einfach an der zweiten Buchse raus..


    Genau so gut kannst du dann an jeder beliebigen Enddose auch einen WLAN-Repeater anstecken der die letzten Meter versorgt.
     
  7. Tuxtom007

    Tuxtom007 MacUser Mitglied

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    Warum vergibst du den Geräten nicht direkt statisch ( also feste ) IP-Adressen und lässt den Umweg über den DHCP-Server der FritzBox sein.

    Dann kannst du die IPs frei wählen und entsprechend so vergeben wie gewünscht, das mache ich seit Jahren nur so, selbst iPad, Iphone haben bei mir feste IPs im Netzwerk.
     
  8. Stargate

    Stargate MacUser Mitglied

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    Auch das ist recht sinnvoll.

    Zumindest mache ich das mit den fest installierten Geräten so da ich so Anhand der IP-Adresse schon weiß wo das Gerät steht.
    Bei den mobilen Geräten nutze ich nach wie vor DHCP.
     
  9. ez-lif

    ez-lif Thread Starter MacUser Mitglied

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    Genau das hab ich doch gemacht.
    Nachdem alle Geräte schon angemeldet waren hab ich denen in der Fritzbox einfach eine feste ip zugeteilt. Hat ja bei den meisten Geräten auch problemlos funktioniert.
     
  10. roedert

    roedert MacUser Mitglied

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    Er meinte am Gerät selbst die 4 Werte für IP-Adresse, Netzmaske, DNS und Default Gateway eingeben und gar nicht über DHCP laufen lassen.
    Ich find aber auch deinen Weg - DHCP mit festen Reservierungen ist die "sauberere" Lösung .... zentral gepflegt und IP-Doppeltvergabe ausgeschlossen.
     
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