Cam gegen Diebe

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  1. oneOeight

    oneOeight Mitglied

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    ja, da geht es um datenschutzverstöße, die ein bußgeld nach sich ziehen.
    aber steht doch gar nichts zu der straftat dazu.

    deine aussage, die aufnahme darf nicht als beweismittel verwertet werden, ist also nicht richtig.
    wie schon angemerkt wurde, gibt es in deutschland kein allgemeines beweisverwertungsverbot.
     
  2. flyproductions

    flyproductions Mitglied

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    Steht aber anders geschrieben:

    „Einige selbständige Beweisverwertungsverbote folgen aus verfassungsrechtlichen Gewährleistungen. Von Bedeutung ist hierbei insbesondere das allgemeine Persönlichkeitsrecht, das aus Art. 2 Absatz 1 und Art. 1 Absatz 1 des Grundgesetzes abgeleitet wird.“ (Quelle)

    ...worunter eben auch das Recht am eigenen Bild fällt.

    ...und, soweit ich mich erinnere, durften auch in dem im Spiegel-Artikel zitierten Fall, neben dem Bußgeld, die Aufnahmen im Strafverfahren nicht verwertet werden. Was jetzt nicht heißt, dass ich das ganze nicht ebenfalls ausgesprochen absurd finde.
     
  3. Lor-Olli

    Lor-Olli Mitglied

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    Tatsache ist auch, dass in der Nähe unseres Wohnortes wiederholt eingebrochen wurde, mit der Folge, dass viele eine Kamera installierten - nicht immer korrekt und nur auf das eigene Grundstück gerichtet. Die Rechtsprechung zur wiederholt von der Polizei verwendeten Aufnahmen erkannte zwar, dass öffentlicher Raum gefilmt wurde, die gestellten Täter sich nicht auf ihr Persönlichkeitsrecht beriefen… Die Aufnahmen waren nicht ganz so scharf, durch ihre Gegenanzeige hätten die Täter allerdings zugeben zum fraglichen Zeitpunkt vor Ort gewesen zu sein ;) Die Richter stellten keine Anzeige gegen die Betreiber der Kameras in Aussicht, unter der Auflagen, dass die Kameras zukünftig so ausgerichtet werden, dass kein Persönlichkeitsrecht verletzt würde. 1m bis auf den öffentlichen Fußweg bis zur Höhe von 1m befanden sie als ausreichend, da so auf dem Fußweg keine Gesichter abgebildet würden…

    Das Problem ist, dass es keine 100% Definition gibt - wie so oft in Deutschland, die Anwälte müssen ja auch leben…… Es sieht anders aus wenn sich ein Unbeteiligter (z.B. Nachbar oder Besucher) beschwert!

    edit: Ich bleibe bei meiner bereits gemachten Aussage, dass es sinnvoller ist Täter im Vorfeld abzuschrecken, entweder durch Bewegungsmelder und Licht oder besonders gesicherte Fenster und Türen. (Letzeres ist teuer, meinen Bruder hat so eine Sicherung knapp 10000€ gekostet, es wurden allerdings schon 5 Einbruchsversuche so vereitelt und die Versicherung hat WEGEN der guten Eigensicherung die Schäden immer bezahlt)
     
  4. oneOeight

    oneOeight Mitglied

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    hast du dir mal den artikel durchgelesen?
    ich glaube du legst etwas weit aus, aber die diskussion ist wohl eher was für juristen.
     
  5. flyproductions

    flyproductions Mitglied

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    Klar, wer selbst oder wessen Rechtsbeistand Möglichkeiten der Verteidigung auslässt, der darf nicht hoffen, dass sie ihm hinterhergetragen werden...

    Weiß ich nicht. So, wie ich das verstehe, müsste in dem Moment so damit umgegangen werden, als ob die Aufnahmen nicht existieren würden...in welchem Fall der geschilderte Sachverhalt also wieder unbewiesen wäre! :D
     
  6. flyproductions

    flyproductions Mitglied

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    Ja, vermutlich. ...und, wie heißt es so schön? Zwei Juristen, drei Meinungen!

    :crack:
     
  7. Lor-Olli

    Lor-Olli Mitglied

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    Das Problem welches sich in dieser Situation ergibt, dass die Täter (vorbestraft) schon allein dadurch verdächtig werden, dass sie die Kamera überhaupt wahrnehmen (also vor Ort sein müssten), bei einem so abseits gelegenen Ort schon eher kein Zufall… In einem dichten Stadtgebiet sähe das sicher anders aus. Ob ein Beweis zugelassen wird, dafür hat ein Richter recht weitgehenden Spielraum, auch bei bestehender Rechtslage, das vergessen die meisten die "Gesetz ist Gesetz" rufen! Klar kann man im Nachgang bis vors Verfassungsgericht ziehen…
     
  8. flyproductions

    flyproductions Mitglied

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    Naja, wenn „Gesetz immer Gesetz wäre“, dann wäre es ja per Definition ausgeschlossen, dass zwei Gerichte bei gleicher Ausgangslage zu unterschiedlichen Auffassungen kämen und man könnte sich sämtliche Berufungs-/Revisionsmöglichkeiten von vorneherein sparen. ;)
     
  9. wegus

    wegus Mitglied

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    Nachdem was ich erfahren habe machen solche Kameras wenig Sinn! Diebe haben da keine Hemmungen vor, die Polizei bestätigt Dir dann nur das da offenbar n Täter eingebrochen sind die vermutlich männlich|weiblich waren und ca nnn cm groß. Mehr kommt dabei nicht raus für alles andere brauchst Du sehr teures Equipment und Infrarot-Ausleuchtung....und die nehmen die Diebe sicher insgesamt mit. Der Wunsch nach einer technischen Lösung ist verständlich, da würde ich aber eher an bessere Außenabsicherung von Türen und Fenstern und eine Alarmanlage denken als an eine Kamera. Die hat den geringsten Nutzen!
     
  10. maba_de

    maba_de Mitglied

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    hier wurde eine Cam empfohlen, die die Aufnahmen lokal speichert.
    Macht wenig Sinn, denn manche Diebe sind nicht so dumm wie man glaubt.
    Ich würde nur eine Cam nehmen, die in Echtzeit die Daten in eine Cloud lädt.
     
  11. rene12

    rene12 Thread Starter Mitglied

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  12. rene12

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    Die Richtlinien interessieren mich sowas von nicht. Scheinbar oder zum Glück haben diejenige Personen, die hier Richtlinien beitragen, sowas noch nie erlebt.
    Aber der Beitrag von "Lor-Ollii" finde ich perfekt. Welche Cam ist das?
     
  13. flyproductions

    flyproductions Mitglied

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    Sollten sie aber. Weil sie eben im Zweifelsfall zum Beispiel darüber entscheiden, ob du gegen irgendwen irgendwelche Ersatzansprüche geltend machen kannst.
     
  14. wegus

    wegus Mitglied

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    Sie werden Dich dann interessieren wenn Deine tollen Aufnahmen nicht verwendet werde dürfen und stattdessen Du eine Klage an den Hals bekommst!

    Ansonsten ist @Lor-Olli Vorschlag mit dem Melder gut - nur die Kamerabilder sind dann (auch wenn Du es nicht glauben magst) für die Katz.
     
  15. Lor-Olli

    Lor-Olli Mitglied

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    Ich habe bisher Foscams gehabt, weil sie zu dem Anschaffungszeitpunkt die einzigen waren die recht reibungslos mit dem Mac zusammen arbeiteten - die sind heute nicht mehr erhältlich. (Foscam ist der größte Hersteller, viele Geräte werden heute unter anderem Markennamen verkauft, werden aber von Foscam gebaut…). Eine generelle Empfehlung ist insofern schwierig, weil man den Umständen Rechnung tragen muss:
    - wie groß ist der zu überwachende Bereich (Weitwinkel ist bei den Cams üblich)
    - wie groß ist die Entfernung von Cam zum überwachten Bereich (damit man jemanden identifizieren kann, wäre eine andere, nicht so weitwinkelige Optik vielleicht besser, nicht bei allen Cameras kann man die tauschen)
    - ich würde heute unbedingt auf HD-Auflösung achten, am besten FullHD, insbesondere wenn der Bereich etwas größer ist.

    Ein Nachbar hat sich diese angeschafft, das Bild ist schon sehr gut, zudem hat sie einen echten optischen Zoom, der manuell und automatisch funktioniert - ich persönlich mag Cameras nicht, die sich mit dem Server des Anbieters verbinden wollen / müssen. Für die Kamera spricht, dass sie sich ohne großen Aufwand installieren und bedienen lässt, die Appfähigkeit (iOS) und eigentlich jeden SchnickSchnack ermöglicht. Dies ist aber nur Ein Beispiel was man in dieser Preisklasse erwarten kann, es geht auch billiger (meine hat damals 49€ gekostet ;)), allerdings macht man dann Abstriche.

    Ich würde die Richtlinien nicht völlig außer acht lassen, insbesondere wenn die Kamera auch ins Netz geht, viele sind sicherheitstechnisch eher schwach und eine gehackte Kamera ist vielleicht sogar noch das größere Übel (ein Täter kann sie unter Umständen sogar lahmlegen - wie ich meinem Nachbarn demonstrierte, weil er sehr nachlässig bei der Einrichtung war… admin ist kein Benutzername oder Passwort ;) …)
     
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