Fortsetzung des glorreichen Debakels Oder: Apple Service (Achtung Switcher!)

Dieses Thema im Forum "Mac Einsteiger und Umsteiger" wurde erstellt von gregor samsa, 15.12.2004.

  1. gregor samsa

    gregor samsa Thread Starter MacUser Mitglied

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    Vielleicht erinnern sich noch einige an mich? Letzten Donnerstag hatte ich meinen iMac g5 20'' erhalten. Ein Gerät, das immerzu einfror. An jenem Tag musste ich von meinem Apple Care Protection Plan Gebrauch machen; eine irritierende Erfahrung, wie man nachlesen kann. Meine Vermutung, ich sei bei den zwei "Technikern", mit denen ich an diesem Tag gesprochen hatte, an die beiden Kompaniedeppen geraten, hat sich LEIDER als wahr erwiesen. Der zweite von ihnen hatte mir zugesagt, ich würde innerhalb von fünf Arbeitstagen einen RAM-Baustein erhalten (er argwöhnte, dass entweder der 512 MB Baustein defekt sei ODER das Motherboard - auch letzteres würde man mir bei Notwendigkeit zuschicken!). Morgen würde die Frist ablaufen, bisher ist nichts angekommen. Dies macht stutzig: Wie lange kann so ein kleiner Baustein schon unterwegs sein? Heute also ein dritter Anruf:

    Die Servicemitarbeiterin bekam zunächst meinen angestauten Frust wegen dieser Sache zu hören, den sie anfänglich sogar anheizte. "Ich habe den Arbeitsspeicher nicht bekommen!" "Das stimmt. Mein Kollege hat einen Fehler gemacht. Wir brauchen zuerst Ihre Kreditkartennummer!" [Warum teilt man mir das erst mit, wenn ich SELBST anrufe?] "Bin Student, habe ich nicht." "Dann müssen Sie das Gerät beim nächsten Apple-Provider abgeben!" "Bin Student, habe kein Auto. Außerdem will ich das Gerät umtauschen; falls es nämlich nicht der Arbeitsspeicher, sondern das Logicboard ist, habe ich ein überteuertes refurbished-Gerät gekauft!" "Nein, das geht nicht. Apple tauscht den Rechner nicht um, wenn nur ein Baustein defekt ist." An dieser Stelle fing sie damit an, sich die beiden Fehlerprotokolle ihrer Kollegen anzusehen. Nachdem sie sie gelesen und per Nachfrage korrigiert hatte, wurde sie kooperativer. Sie ließ mich knapp 10 Minuten warten und wieder den Hardwaretest durchführen. Als sie sich erneut meldete, erkannte sie an, dass ich ein "Montagsgerät" / dead on arrival Gerät habe. "Da haben Sie aber Glück gehabt, dass Sie heute anrufen. Heute ist der vierzehnte Tag nach Ihrem Kauf!" Hätte ich morgen angerufen, wäre also den Angaben Apples hinsichtlich der Bearbeitungszeit gefolgt, so hätte ich wohl einfach Pech gehabt. Mein Einwand, dass ich das Gerät erst SECHS Tage besäße, zählte offenbar nicht viel. Wenn es die anderen acht Tage in diversen Lagerhäusern, Zwischendepots und Transportfahrzeugen gelegen hat, dann versteht Apple das wohl als "Nutzungszeitraum". Da ich ja "Glück" hatte, ging darauf nicht näher ein. Das Gerät soll abgeholt werden, ein neues könnte ich mir dann SELBST abholen. Wie lange das ganze dauern würde, wieder zwei Monate und mehr? "Das kann ich Ihnen nicht sagen; es ist Weihnachten. Aber Sie können ja von zwei Monaten ausgehen und sich dann freuen, wenn es eher kommt!" (sic!) Humor hat sie ja im Gegensatz zu ihren Kollegen. Fraglich, ob das eine Qualifikation ist...

    Was kann ich also nach sechs Tagen Switchen sagen? Über den iMac nur, dass er in natura toll aussieht (Geschmackssache, ich weiß). Ein defektes Gerät kann man bekommen, auch und vielleicht gerade nach zwei Monaten Wartezeit. Aber der Service? Das soll nach IBM der zweitbeste Service sein (c't hat mal Notebookservice getestet)? Zwei Deppen und eine akzeptable, wenn auch sture Mitarbeiterin? Es ist der erste Service, den ich in Anspruch genommen habe. Bei meinem alten Gericom NB habe ich es erst gar nicht versucht (Gründe sind ja wohl offensichtlich). Zufrieden kann ich bisher überhaupt nicht sein: ausreichend bis mangelhaft. Wenn ich dort anrufe, dann erwarte ich verbale Kompetenz und nicht die drei stooges.

    Für Leser, die zu switchen gedenken: Der kapputte iMac ist wahrscheinlich ein Einzelfall. Der einzige Serienfehler, den er hat, das ist der Lüfter (wie mir die Mitarbeiterin mitteilte - und den ich mit meinem Glück auch beim Ersatzgerät zu hören bekommen werde). Ob so etwas bei der "Premiummarke" Apple vorkommen sollte, gemeint sind Montagsgeräte, das sei mal dahingestellt. Dieser Umstand aber sowie die die Erfahrungen mit dem Service beweisen (mir), dass Apple eben auch nur mit Wasser kocht. Hier gibt es vielleicht einige Reklamerebellen, die Apple gegenüber Win-Geräten und -Software maßlos in den Himmel loben; das mag in Einzelbereichen vielleicht ansatzweise zutreffen ist im Großen und Ganzen aber leeres Gerede. Wer die letzten Monate ein wenig das Geschehen um Apple verfolgt hat, der weiß genug von defekten Bauteilen, Rückrufaktionen, mangelhafter Lieferbarkeit und Sicherheitsproblemen zu berichten. Besagte Fanatiker streiten das natürlich ab und raten immer zu Apple: "Bessere Qualität, besseres Betriebssystem, besseres Gesamtkonzept, besserer Service usw. usf."

    Wer also jetzt einen iMac kaufen möchte, sich aber noch unsicher ist, der sollte sich gut überlegen, wieviel ihm die vermeintlich überragende Qualität wert ist, wieviel Ärger er/sie sich wg. Lieferzeit, möglicher (Serien-)Fehler und einem vorbildlichem "Service" zutraut und ob ein "normaler", weniger gut aussehender, dafür aber billigerer Rechner nicht das gleiche oder ein besseres Resultat erzielt. Ich für meinen Teil beginne es zu bedauern, dass ich den BTO-iMac nicht zurückgeben kann.

    Apple. Somehow different. Maybe.

    Schönes Leben noch.

    G.S.
     
  2. avalon

    avalon MacUser Mitglied

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  3. gregor samsa

    gregor samsa Thread Starter MacUser Mitglied

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    Und?

    Was beweißt das? Die Gericom Käufer sind schließlich auch nicht alle die Dummen im Schadensfall. Diejenigen, bei denen alles glatt läuft, melden sich natürlich nicht oder nur selten. Leute wie ich hingegen melden sich fast immer.

    Ich will nur eines klarmachen: Bei Gericom und Co. erwarte ich schlechten Service - dafür (u.a.) habe ich schließlich WENIGER gezahlt. Beim tollen Apple hingegen sollte das ja nicht so sein, zumindest, wenn an der fast durchweg positiven Resonanz folgt.
     
  4. avalon

    avalon MacUser Mitglied

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    Das gleiche habe ich bei einem iPod erlebt, auch ruckzuck und es stand ein neuer auf dem Tisch!
     
  5. NyenVanTok

    NyenVanTok MacUser Mitglied

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    Na da hast Du recht. Ich sollte auch wieder Gericom kaufen, da bekomme ich wenigstens was ich erwarte!

    Ich hatte auch Probleme mit Apple. Allerdings nach einem etwas energischerem "Gespräch" hat mich die Nette Dame von Apple zurückgerufen... und ich habe fortan immer mit der selben Person gesprochen.

    Was das Wechseln des ganzen Geräts betrifft oder von Komponenten: Das ist Gesetz. Es darf drei Mal nachgebessert werden, danach darfst Du Minderung verlangen oder das Gerät zurückgeben.

    Viele Grüße
    NyenVanTok
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.12.2004
  6. bebo

    bebo MacUser Mitglied

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    Du könntest es auch innerhalb 14 Tage ohne Gründe zurückgeben.
     
  7. dasich

    dasich MacUser Mitglied

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    Tja, ernüchternd, nicht wahr? So ist das eben bei Apple. Viele sehen Nelken, wo Löwenzahn wächst. Apple kocht auch nur mit Wasser. da haste recht. Und im Moment ist dieses Wasser wohl nicht ganz sauber. Aber es kommen auch bessere Zeiten, hoffe ich.

    Dasich
     
  8. gregor samsa

    gregor samsa Thread Starter MacUser Mitglied

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    Nein, ein BTO Gerät kann ich nicht innerhalb von 14 Tagen zurückgeben. Mit dem Kauf habe ich mich einverstanden erklärt, das nicht tun zu können. Ich kann es aber gegen ein neues Gerät tauschen lassen, wenn das gelieferte defekt ist. Was hoffentlich bald geschieht.

    Nein, nicht alle sollten Gericom kaufen. Nur diejenigen, die auf Service weitestgehend verzichten und mit einer schlechteren Verarbeitungsqualität leben können. Zumindest habe ich noch nie von jemanden gehört, der Gericom wegen seines guten Rufs kauft. Und bei Apple? Fälle wie meiner fallen einfach unter den Tisch. Bloß Apple nicht relativieren. Ein Kommilitone besitzt einen ipod mini. Manchmal friert der mini ein und bedarf eines resets. Beschwert er sich bei Apple? Nein. Ist das ein Fehler? Ja. Aber auch solche kleinen Probleme sind irrelevant: Ist ja Apple, da gibt es so etwas nicht.
     
  9. bebo

    bebo MacUser Mitglied

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    Beruhigend zu wissen: Alle kochen mit Wasser und ich habe selbst sehr schlechte Erfahrungen mit billigen PC-Laptops gemacht. Die DOSen-Laptops meiner Freunde im internat sind nach spätestens zwei jahren auseinandergefallen. Mein PB G4 sah noch aus wie neu, hatte zwar zwei Reparaturen auf Garantie, aber es lief und war einsetzbar.
     
  10. avalon

    avalon MacUser Mitglied

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    Ich habe bereits oben zweimal erwähnt wie gut es mit dem Service bei Apple gelaufen ist.
    Und beides Mal war das gerät nicht ok (iBook) und defekt (iPod)

    Was heisst also Apple bloß nicht relativieren.
    Natürlich sollten Geräte eine geringe Fehlerquote aufweisen, gerade bei Apple. Da gibt es nichts zu beschönigen.
    Es gibt aber auch meinerseits am Support nichts zu meckern.
    Vielleicht liegt es auch daran wie man mit den Hotline Mitarbeitern umgeht.
     
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