Etwas OT: Rechtsgrundlage für Firmeneindruck?

Dieses Thema im Forum "Layout" wurde erstellt von fischlunge, 06.10.2004.

  1. fischlunge

    fischlunge Thread Starter MacUser Mitglied

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    Liebes Board,

    ich hoffe, der Threadtitel ist passend gewählt.

    Meine Frage ist: gibt es rechtliche Bestimmungen, die den Firmeneindruck einer Agentur auf ihren Produkten (Flyer, Anzeigen, Plakate, wo es halt passt) vorschreibt? Also „dürfen“, „nicht dürfen“, Höchstmaße etc.?

    JvM zum Beispiel machen das m.E. regelmäßig. Allerdings sieht man oft gute Anzeigen (bspw. Ganzseiten in Magazinen), für die sich keine Agentur verstecken müsste, jedoch ohne Eindruck. Wer entscheidet über das Hinzufügen des Firmeneindrucks?

    Muss man solche Sachen in den AGB verankern?

    PS: bitte keine 210 Euro-Insider-Witze. Danke.

    Dankend,

    die fischlunge
     
  2. Apfeldompteur

    Apfeldompteur MacUser Mitglied

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    Firmeneindruck (Agenturkennung)

    Moin

    Prinzipiell nein. Theoretisch könnte die sog. Agenturkennung quer übers gesamte Plakat gehen....

    Das machen nicht nur JvM, sondern auch reichlich andere Agenturen. Und die Agenturen würden es gerne immer machen, um damit Eigenwerbung zu machen. Das ist jedoch immer davon abhängig, ob der Kunde es will und zulässt. Oft ist es so, das der Kunde es nicht zulässt, weil die Anzeigen (manchmal) ja nicht nur für eine begrenzte Zeit laufen, sondern u.U. nach etlichen Monaten wieder neu rausgekramt werden. Da jedoch die Agentur-Kunden-Beziehungen gerne mal wechseln, würde die Kennung nur stören.

    Nein, das gehört in den Vertrag zwischen Agentur und Kunde.

    Mist.... hätte auch nur noch einen für 350Euro lieferbar *fg*

    Grüße vom

    Apfeldompteur
     
  3. dylan

    dylan MacUser Mitglied

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    Nicht ganz. ;) JvM macht das z. B., wenn JvM "stolz" auf die Anzeige ist. Bei sog. "Schweinebauchanzeigen" wirst du kein JvM-Logo finden. Aber auch das ist von Etat zu Etat verschieden. Außerdem muss das mit dem Kunden abgesprochen sein, da dieser den Eindruck erlauben muss - schließlich zahlt er auch das Ergebnis.

    Bei JvM und S&J sieht man z. B. auch kleinere Nummern (besonders bei großen Kampagnen), damit die Anzeige jederzeit nach- bzw. zurückverfolgt werden kann.
     
  4. Apfeldompteur

    Apfeldompteur MacUser Mitglied

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    Pingel *g*

    Moin

    *hüstel* Ich hab ja auch nie behauptet, das die das immer machen *g*

    Wenn ich so manche Printanzeigen sehe, denke ich mir immer nur: Selbst schuld, wenn der Kunde dafür auch noch gezahlt hat..... wobei aber auch etliche richtig geile Ideen der Agenturen so dermassen vom Kunden zerlegt werden, das unterm Strich noch das Firmenlogo von der urspünglichen Idee übrig bleibt :)

    JaEin ;)
    Ist auch eine Kennung der Agentur, damit die genau die eine Anzeige in genau der Version wiederfinden, wie sie denn an die Plakatwand geklebt wurde. Ansonsten finden die das in Ihrem Chaos nämlich nicht wieder *fg*

    So! Das musste gesagt werden ;)

    Grüße vom
    Apfeldompteru

    P.S. bitte beachten Sie die zwischen den Zeilen unauffällig angebrachten Ironiekennzeichnungen ;)
     
  5. dylan

    dylan MacUser Mitglied

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    Nichts groß anderes meinte ich eigentlich damit. ;)

    ABER: die großen Agenturen (eben z. B. JvM & S&J) sind wesentlich disziplinierter, was Ordnung und Archivierung ihrer Arbeiten anbelangt, als man meinen könnte, bzw. was eine kleine "Dorfklitsche" unter "super-cooler-wir-sind-Werber-Ordnung" versteht... :cool:
     
  6. microboy

    microboy MacUser Mitglied

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    normalerweise ist dieser punkt in den AGBs verankert. wenn der kunde
    dies aber nicht wünscht so würde ich dafür in jedem fall etwas in
    rechnung stellen... namensnennung steht dir als urheber rechtlich zu!

    wie das bei grossen agenturen und kunden gehandhabt wird kann ich dir
    im detail leider nicht sagen.

    :D
     
  7. RC-FFM

    RC-FFM MacUser Mitglied

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    Ich würde diesen Punkt nicht in den AGBs verankern, sondern immer mit dem Kunden vorher klären - es sei denn, die Agentur ist so gross, dass sie sich um Kunden nicht wirklich scheren muss. Das "Verstecken" in den AGBs führt häufig im Nachhinein zu unschönen Diskussionen, àla " wenn wir das gewusst hätten ..."

    Wie bereits oben gesagt, bist Du aber in Gestaltung und Größe des Agenturhinweises - rechtlich betrachtet - frei; da gibt es keine Mindest- oder Höchstmaße ... es entscheidet da der Kunde. ;)
     
  8. microboy

    microboy MacUser Mitglied

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    sorry, aber wer die AGBs des vertragspartners nicht genau
    durchschaut der sollte keine geschaefte machen...

    im übrigen ist das ganze auch im urheberechtsgesetz verankert!
    wahrscheinlich also auch ohne AGBs wirksam.

    :D
     
  9. songliner

    songliner Gast

    Ich saß mal dabei, als das bei den Preisverhandlungen als letzter "Rabatt"-Punkt aufkam: "Ok, wenn wir das Recht bekommen, die Agenturkennung in folgender Form unterzubringen, gehen wir das mit."
    In dem Fall lief es dann so. Ob das repräsentativ ist? Keine Ahnung.
     
  10. songliner

    songliner Gast

    Wo steht etwas, was in diesem Fall einschlägig wäre?
     

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