Wie kriegt man 10 Giga Bilder von Win auf Mac?

Mick321

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Ein Freund von mir switcht gerade und hat als Journalist Unmengen Bildmaterial (Fotos, Broschüren, Werbezeugs) auf dem desolaten Windows2000- Rechner. Wie kriegen wir das am besten auf den Mac? Was würdet Ihr empfehlen? Netzwerkkabel ist wahrscheinlich zu langsam, oder?
Michele
 

Deep4

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Wenn Netzwerk geht, dann nehmt es ! 10Gigabyte zieht man doch in vielleicht 15 Minuten rüber. Ich würde es auf jeden Fall machen.

Alternativen : 2-3 DVDs brennen (dauert länger), oder auf USB/Firewire-Platte speichern (falls vorhanden).
 

avalon

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Mick321 schrieb:
Ein Freund von mir switcht gerade und hat als Journalist Unmengen Bildmaterial (Fotos, Broschüren, Werbezeugs) auf dem desolaten Windows2000- Rechner. Wie kriegen wir das am besten auf den Mac? Was würdet Ihr empfehlen? Netzwerkkabel ist wahrscheinlich zu langsam, oder?
Michele
Denke auch ans Netzwerk, 10 Gig ist doch nicht die Welt, oder?
 

dehose

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also ich hab nach meinem switch ca. 25gb an Daten aufs PB transferiert per Crossoverkabel (Ethernet). Ging alles ohne Probleme und recht flott (Zeit weiß ich nicht mehr)
Da stell ich aber gleich mal eine Frage: Wieso ist meine 100mbit Verbindung nur stets zu max. 60% ausgelastet (seh ich unter XP wenn man den Affengriff macht).
Ein Win-Win Verbindung war immer irgendwie schneller.
 

Mick321

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avalon schrieb:
Denke auch ans Netzwerk, 10 Gig ist doch nicht die Welt, oder?
Okay, danke, probiere ichs mit einem Crossover-Kabel. Mal sehen, ob das klappt. An eine externe Platte dachte ich auch. Allerdings müsste es wohl eine mit Firewire sein und ich müsste eventuell noch eine Firewirekarte in den Windowsrechner tun, da dort nur USB 1.1. ist, ebenso wie auf dem Mac (G4). Ich kann nicht abschätzen, ob die externe hd mit 1.1. läuft bzw wie lange der Spaß dauert. Also erst mal: Kabel. DVDbrenner hat der Junge übrigens auch nicht.
Michele
 

Dinomo

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also bei mir hat das kopieren von win -> mac, so um die 16 GB, mal ca. 60 min. gedauert. Das es viel langsamer ist, als von win zu win liegt daran, dass es zwei unterschiedliche Betriebssysteme mit UNTERSCHIEDLICHEN Datenadressierungssysstemen sind. Da mac ein UNIX dateisystem verwendet, welches in der Datenadressierung nach dem "big-endian" Prinzip funktioniert und Win nach dem "little-endian"-Prinzip, bedeutet das, dass die Daten einmal komplett "umgekrempelt" werden müssen. Für dieses Konverterieren braucht Mac OS dann doch ziemlich viel Leistung und Zeit!
 

jofamac

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von Mac zu Mac wird bei mir auch nicht volle Bandbreite ausgenutzt. Liegt das daran, dass der eine Mac "nur" 800 MHz und G3 hat, denn von G4 zu G4 gehts schneller. Alle Macs haben Panther.
 

norbi

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Ich bin sicher, es gibt nix schnelleres als eine Übertragung über Ethernet.
Ggf. kann man ja kleinere "Päckchen" kopieren. Dann weiß man im Problemfall, was erledigt ist, und was nicht.

No.
 

GOL

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was bedeutet denn "nicht die volle Bandbreite"
Bitte nicht vergessen das z.B 100mbit nicht gleich 10mbyte sind!!!
Es werden ja noch start und stopbits gesetzt und etwas geht auch noch für handshakes und son kram drauf. Ich denke das ca 6,5mbyte die Höchstgrenze für eine 100mbit Verbindung sind
 

Heinrich1

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Dinomo schrieb:
also bei mir hat das kopieren von win -> mac, so um die 16 GB, mal ca. 60 min. gedauert. Das es viel langsamer ist, als von win zu win liegt daran, dass
...der TCP/IP Stack von Windows nicht sonderlich effizient ist...
und
...dass Microsoft scheinbar bei Datentransfers zwischen zwei Windows Rechnern noch die ein oder andere nichtdokumentierte Routine/API verwendet um die Daten ein bisserl performanter zu schicken...

Hängst du dein Mac an z.B. einen Linux PC auf dem die Daten per Samba freigegeben werden, dann wirst du zwischen den beiden Rechnern durchaus eine höhere Netzwerkauslastung als zwischen Mac<-->Windows feststellen.

Dinomo schrieb:
es zwei unterschiedliche Betriebssysteme mit UNTERSCHIEDLICHEN Datenadressierungssysstemen sind. Da mac ein UNIX dateisystem verwendet, welches in der Datenadressierung nach dem "big-endian" Prinzip funktioniert und Win nach dem "little-endian"-Prinzip, bedeutet das, dass die Daten einmal komplett "umgekrempelt" werden müssen. Für dieses Konverterieren braucht Mac OS dann doch ziemlich viel Leistung und Zeit!
Das Dateisystem oder Betriebssystem hat damit nichts zu tun. Die komplette Rechner Architektur inklusive der CPU ist im Intel Lager "Little-Endian" während es bei Apple, IBM, HP, Motorola und Sun Architekturen um "Big-Endian" Architekturen handelt.

Daher:
Gute Idee, leider falsch.
Der Mac mit seiner (früher Motorola 68000er Architektur und heute mit seiner) PowerPC Architektur muss allerdings gar keine Byte-Order Anpassung durchführen... Selbst die ersten noch von Steve Wozniak zusammen gelöteten Apple I waren bereits aufgrund der verwendeten MOS 6502 CPU "Big-Endian" Architekturen.
Das Endianess-Problem (oder "NUXI-Problem") ist für unseren Mac also gar keines.

Default endian formats for certain computer platforms
* Pure Big Endian: Sun SPARC, MOS 6502, Motorola 68000, Motorola 88000
* Bi-Endian, running in Big Endian mode: MIPS running IRIX, PA-RISC, most Power and PowerPC systems
* Bi-Endian, running in Little Endian mode: MIPS running Ultrix, most DEC Alpha, IA-64 running Linux
* Little Endian: Intel 8080, Intel x86, AMD64, DEC VAX

ausführlicher erklärt im Wikipedia Artikel:
Endianness http://en.wikipedia.org/wiki/Endianness

Beide Endianess System (Little- wie Big-Endian) rufen im TCP/IP Stack die dafür vorgesehenen C Routinen htonl() , htons(), ntohl() und ntohs() auf um die ByteOrder von der lokalen "Host Byteorder" in die "Network Byteorder" umzuwandeln und vice versa.
Da die Network Byteorder (nicht) zufälligerweise Big-Endian ist, wird auf Big-Endian Architekturen für diese vier Routinen keine Performance verbraucht. Auf Little-Endian Architekturen wie z.B. dem Intel PentiumM/4/Celeron oder AMD/AMD64 muss hingegen die Byteorder Konvertierung durchgeführt werden -- was halt ein bisserl Performance kostet. Umso mehr, wenn der TCP/IP Stack des verwendeten Betriebssystem dies nicht performant durchführt :)

wer sich tiefer damit beschäftigen möchte:
http://www.cs.rpi.edu/courses/sysprog/sockets/byteorder.html
http://www.delorie.com/gnu/docs/glibc/libc_322.html
http://www.codeproject.com/cpp/endianness.asp

DAVs Endian FAQ
http://www.rdrop.com/~cary/html/endian_faq.html
The big-endian v. little-endian controversy, how to avoid stupid mistakes in hardware and software, ON HOLY WARS AND A PLEA FOR PEACE.
 
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Hilarious

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Das Geschwindigkeitsproblem ist nicht nur ein Hardware-Problem, sondern zwischen Win und Mac kommt's auch daher, dass Samba (smb://) eine nicht allzu schnelle Sache ist, da das Protokoll an sich schon ziemlich geschwätzig ist. Besser und schneller wäre es, per Sharing-Kontrollfeld den FTP-Zugriff auf dem Mac zuzulassen und die Dateien einfach per FTP vom Windows-PC auf den per Ethernet angebundenen Mac zu überspielen.

PS: Der Beitrag über diesem war auch schneller und vermutlich richtiger :D
 

Heinrich1

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GOL schrieb:
was bedeutet denn "nicht die volle Bandbreite"
Bitte nicht vergessen das z.B 100mbit nicht gleich 10mbyte sind!!!
Es werden ja noch start und stopbits gesetzt und etwas geht auch noch für handshakes und son kram drauf. Ich denke das ca 6,5mbyte die Höchstgrenze für eine 100mbit Verbindung sind
Daumenwerte:
10MBit Ethernet: Sättigung bei 80% (also 8 MBit/s effektiv nutzbar =~ 1 MByte/s)
100MBit Ethernet: Sättigung bei 60-70% (also 60-70 MBit/s effektiv nutzbar =~ 7,5 - 8,75 MByte/s)
1GBit Ethernet: Sättigung bei 50-60% (also 500-600 MBit/s effektiv nutzbar =~ 62,5 - 75 MByte/s)

Für deine 10 GByte brauchst du also bei optimaler Netzwerkauslastung etwa:

1GBit Ethernet: 2-2,5 Minuten
100MBit Ethernet: 19-23 Minuten
10MBit Ethernet: 2 Stunden 50 Minuten

zum Vergleich zwischen zwei Festplatten:
FireWire 400: etwa 6 Minuten
FireWire 800: etwa 3 Minuten
 

Gerry233

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also, wenn die 15 Gig wichtiges Material sind, dann lohnt sich eventuell auch die Anschaffung eines einfachen Routers (25 - max. 40 Euro), damit die Daten mit 100M/Bit (?) kopiert werden können. Das ist nach meiner Erfahrung die problemloseste Möglichkeit des Datentransfers.
 

Heinrich1

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Hilarious schrieb:
Das Geschwindigkeitsproblem ist nicht nur ein Hardware-Problem, sondern zwischen Win und Mac kommt's auch daher, dass Samba (smb://) eine nicht allzu schnelle Sache ist, da das Protokoll an sich schon ziemlich geschwätzig ist. Besser und schneller wäre es, per Sharing-Kontrollfeld den FTP-Zugriff auf dem Mac zuzulassen und die Dateien einfach per FTP vom Windows-PC auf den per Ethernet angebundenen Mac zu überspielen.

PS: Der Beitrag über diesem war auch schneller und vermutlich richtiger :D
Das schnellste und universellste dürfte eine externe Firewire Festplatte sein.
Einfach eine passend grosse FAT32 Partition anlegen und die Daten vom Windows PC auf die Platte kopieren.
Bei FAT32 sollte man allerdings die Partionen nicht zu gross gestalten weil ansonsten die Blockgrösse steigt und dadurch die Performance einbricht. Ein Maximalwert von 30 Gigabyte sollte ausreichen um alle notwenditen Daten auf den Mac zu transferieren.
 

cla

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Gerry233 schrieb:
also, wenn die 15 Gig wichtiges Material sind, dann lohnt sich eventuell auch die Anschaffung eines einfachen Routers (25 - max. 40 Euro), damit die Daten mit 100M/Bit (?) kopiert werden können. Das ist nach meiner Erfahrung die problemloseste Möglichkeit des Datentransfers.
Für diesen einen Fall aber komplett überflüssig. Über eine Direktverbindung (Crossoverkabel) geht das problemloser und mindestens genauso schnell (100Mibi/s)

cla
 

Heinrich1

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Gerry233 schrieb:
also, wenn die 15 Gig wichtiges Material sind, dann lohnt sich eventuell auch die Anschaffung eines einfachen Routers (25 - max. 40 Euro), damit die Daten mit 100M/Bit (?) kopiert werden können. Das ist nach meiner Erfahrung die problemloseste Möglichkeit des Datentransfers.
Ein Router kostet Netzwerkperformance -- insbesondere wenn er auch wirklich "routet" (also zwischen verschiedenen Subnetzen vermittelt).

Besser:
Zwei Rechner + ein Switch (*kein* Hub!)
oder
Zwei Rechner direkt per Ethernetkabel verbunden (ganz ohne Hub/Switch/Router). Bei Verwendung eines aktuellen Mac wird hierbei auch kein gekreuztes Ethernetkabel benötigt. Ein ganz normales Ethernetkabel reicht vollkommen aus.

Einfach beiden Rechnern händisch passende TCP/IP Adressen vergeben:
z.b: 10.0.0.1 und 10.0.0.2 mit Subnetzmaske 255.0.0.0
 

Heinrich1

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Mick321 schrieb:
Okay, danke, probiere ichs mit einem Crossover-Kabel. Mal sehen, ob das klappt. An eine externe Platte dachte ich auch. Allerdings müsste es wohl eine mit Firewire sein und ich müsste eventuell noch eine Firewirekarte in den Windowsrechner tun, da dort nur USB 1.1. ist, ebenso wie auf dem Mac (G4). Ich kann nicht abschätzen, ob die externe hd mit 1.1. läuft bzw wie lange der Spaß dauert. Also erst mal: Kabel. DVDbrenner hat der Junge übrigens auch nicht.
Michele
Externe Platte mit USB 1.1 kannst du vergessen -- ausser du möchtest dir während der Rechner kopiert einen Bart wachsen lassen ;-)

Rechnen wir mal:
USB 1.1 hat 12MBit/s... ziehen wir den Protokoll Overhead ab, bleiben vielleicht maximal 8 MBit aber sind wir grosszügig und sagen wir 10 MBit/s. Das wäre dann 1,25MByte/s. Bei 10GByte Daten =~ 2 Stunden 20 Minuten
 

orgonaut

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cla schrieb:
Für diesen einen Fall aber komplett überflüssig. Über eine Direktverbindung (Crossoverkabel) geht das problemloser und mindestens genauso schnell (100Mibi/s)

cla
Auch ein Crossoverkabel ist dank der intelligenten Schnittstelle am Mac überflüssig. Nimm einfach irgendein Ethernet Kabel, dass gerade zur Verfügung steht und fertig. :cool:
 

Mick321

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Danke für die ausführlichen Hinweise. Ist Crossoverkabel auch für Windows unwichtig? Das mit dem "händisch eintragen" der IP-Adressen ist beim mac kein Problem- bei Win2000 werde ich erst mal suchen (Und zwar heute abend).
Thanks an alle. Ihr seid wie immer spitze.
Michele
 

Hilarious

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Crossoverkabel hat eigentlich nichts mit dem Betriebssystem zu tun, nur im Falle von neuern Apple-Rechnern kannst Du damit rechnen, dass die "Steckdose" am Mac, wo das Ethernet-Kabel reinkommt intelligent genug ist, die Pinbelegung selbst zu "drehen", wenn eine Verbindung von Rechner zu Rechner gesteck wird, für die man eigentlich eine Crossover-Verbindung brauchte.

Ergo: Befolge die Anweisungen von orgonaut. ;-)