Warum ist mein MacBook Pro (Retina, Mid 2012) überfordert?

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  1. Roman78

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    Findest du? Ich finde es nur seltsam, dass er direkt bei beginn der Auslastung auf 100°C springt. Normalerweise sollte die Kurve flacher laufen, vielleicht nicht ganz so flach wie im Post #10, aber doch nicht so steil wie in Post #5.
     
  2. Fl0r!an

    Fl0r!an Mitglied

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    Joa, mal zum Vergleich von meinem MBP (ist quasi neu, d.h. Lüfter ist garantiert clean). Geht quasi sofort auf 100°C hoch, wobei der Turboboost auch äußerst aggressiv agiert (zum Start macht er kurz knapp 4GHz auf allen Cores bis die Temperatur am Limit ist, womit die TDP fast um Faktor 2 überschritten wird. Taktet dann runter auf stabile 6x3,2Ghz, und bleibt damit immer noch ca. 10W über der TDP bzw. 1Ghz über Base Clock. Heißt, dass die Leistung durchaus dauerhaft abgeführt werden kann.

    Die thermische Kapazität insb. in den neuen MBPs ist aber auch wirklich winzig, daher spricht die Temperatur auf Änderungen der Last sofort an.
     

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  3. Roman78

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    Erschreckend. OK das Ding hat ja einen Turbo der zieht einen die Schuhe aus. Aber trotzdem so schlechte Kühlung. Ich habe bis jetzt nur das 2011er i7 zum Vergleich und der geht von 2.2 nur auf 2.8 im Turbo, das ist dann die Kurve deutlich niedriger.

    Hmm ich habe hier noch ein 2012er liegen das ich noch mal ans laufen bringen muss. Allerdings ist das Early 2012 also ohne Retina.
     
  4. Fl0r!an

    Fl0r!an Mitglied

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    Ist halt sowohl von Apple als auch Intel so gewollt. Wie man im Screenshot sieht, werden stationär ca. 55W abgeführt bei ca. 97°C, was somit (knapp) besser ist als die Vorgaben von Intel (45W TDP, 105°C Maximaltemp). Ob das sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt, um die CPU mache ich mir aber weniger sorgen als um die GPU daneben. Hätte gern ein 15er ohne dGPU gehabt, gibt's ja aber nicht mehr.

    Und Intel nutzt die gegebenen Limits neuerdings auch deutlich mehr aus um Schritt zu halten mit AMD. Anandtech hatte dazu letztes Jahr einen interessanten Artikel: https://www.anandtech.com/show/13544/why-intel-processors-draw-more-power-than-expected-tdp-turbo

    Die TDP ist eben wirklich nur die Maximalleistung, die bei Basistakt erreicht wird (und damit eben die minimale Leistung des Kühlsystems, um diesen Takt garantieren zu können). Ein i9-9900K verballert unlimitiert nun aber das doppelte, und wird damit schon ein recht heftiges Kühlsystem brauchen um nicht ins thermische Limit zu laufen.
     
  5. Roman78

    Roman78 Mitglied

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    Ja den Artikel von Anandtech kenne ich und habe auch in meinem Blog drauf verwiesen beim schreiben des Artikel ob die Kühlung ausreichend ist. https://www.die-oswalds.de/blog/2019/03/13/ist-die-kuehlung-meines-mac-ausreichend/

    Der Turbo-Modus wird neuerdings in der Tat deutlich mehr ausgereizt als Früher. Eigentlich soll ein CPU laut Intel nur 7 Sekunden über dem von Intel angegebenen TDP laufen. Früher war das bei Apple auch so, wenn ich jetzt den Screenschot von dir sehe ist das wohl nicht mehr so. Auf anderen Computern mit Übertaktmöglichkeit kann man ja das TDP Limit ausheben. Trotzdem ist die Kühlung unzureichend, auch wenn er nicht unterhalb der von Intel angegebenen minimalen Taktfrequenz singt. Mein i7-4790K auf meinem MSI board mit vernünftiger Kühlung läuft, wenn er will, Stunden über dem Limit von 95W und wird dabei gerade mal 65-70°C. Das selbe habe ich auch mit unseren neuen Office Rechnern auf der Arbeit gemerkt. i5-9500F, die habe ein Stock Frequenz von 3Ghz und Turbo von 4,4Ghz. Ich habe dort Alpenföhn-Kühler installieren lassen statt den Stock von Intel, die laufen auch wenn es nötig ist dauernd auf den 4.4 Ghz weil der CPU nicht wärmer als 45-55°C wird. Wenn also in einem Apple wie deinem einen besserer Kühler verbaut wäre, würde der wohl auch deutlich länger die Frequenz halten können. Okee dies ist bei Laptops schon schwieriger, aber beim Desktop Rechnern sollte dies möglich sein. Aber auch bei Laptops wäre mehr möglich wenn die Dinger etwas dicker und schwerer wären. Ich bin ja immer noch dafür, dass das "Pro"-Modell auch wieder ein Pro wird und nicht ein zu groß geratenes Air. Also Dicker und schwerer damit der i9 auch mal das macht wofür er da drin steckt. Aber man sieht ja schon bei den iMac Pro das dort spezielle runter getaktete Xeons verbaut werden, damit die Kühlung das schafft.

    Wie schon mal gesagt habe ich bei diversen Apple Geräten mit der Kühlung gebastelt und so schon deutlich die Temperatur herunter bekommen. Zum Beispiel läuft mein 2011MBP im Leerlauf auf etwa 35-40°C. Eine niedrigere Temperatur hat einen positiven Einfluss auf die Lebensdauer der Hardware, aber das ist ja auch nicht gewollt.

    Apropos haben andere Hersteller deutlich bessere Kühlkonzepte bei denen das Design nicht an erster stelle steht. Ich habe bis auf bei Apple noch keinen CPU gesehen der eine Temperatur von 100°C erreicht. Die meisten werden so maximal 80-90°C warm unter Vollast, wenn überhaupt. Bis auf das Surface von MS abgesehen.
     
  6. Fl0r!an

    Fl0r!an Mitglied

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    Ja, die Hoffnung auf ein richtiges MBP hab ich inzwischen Begraben (und mir als Resultat die flache Flunder gekauft). Wichtiger als die Kühlung (ich mach darauf ja nicht 24/7 CPU Crunching) wär mir eigentlich, dass man mal 'n normalen USB-Stick reinstecken kann. :D

    Aber gut, wird etwas OT hier.
     
  7. prognosticon

    prognosticon Thread Starter Mitglied

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    @Fl0r!an ist mit flacher Flunder etwa ein Mac mini gemeint?
     
  8. prognosticon

    prognosticon Thread Starter Mitglied

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    Würde es Leistungstechnisch einen unterschied machen wenn ich nun zb auf einen Mac mini mit den selben specs aus 2012 umsteigen würde?
    Da der ja anscheinend keine Probleme mit Hitze hat und somit eventuell auch nicht zu ruckeln beginnt wenn ich Fotos bearbeite. Verstehe ich das richtig?
    lg
     
  9. Maringouin

    Maringouin Mitglied

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    Nicht nur das.

    Adobe PS und Lightroom treiben speziell Macs zur Weißglut. Die gehören eigentlich von Grund auf neu programmiert.

    Ich nehm dafür einen Fest-PC mit Wasserkühlung. Der bleibt lauwarm.
     
  10. Fl0r!an

    Fl0r!an Mitglied

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    Ne, das 2018er MBP.

    Von einem alten Mini würde ich mir keine nennenswerte Verbesserung erwarten. Dein Screenshot hat ja gezeigt, dass dein MBP zwar heiß wird, aber seine Taktrate eigentlich hält.
     
  11. Veritas

    Veritas Mitglied

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    Macht bei uns keinen Unterschied, ob Mac oder PC. Je nach Bug ist der Mac oder PC schneller.
     
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