Fachbücher Stupid White Men von Michael Moore

HeckMeck

Aktives Mitglied
Thread Starter
Registriert
11.11.2002
Beiträge
2.538
Ein sehr empfehlenswertes Buchs geschrieben vom Regisseur des Films Bowling for Columbine/Trailer das sich sehr kritisch mit dem Amerika unter George W. Bush auseinandersetzt. Sehr gut geschrieben, aber es werden unfassbare Zustände daufgedekt, die einen wenn sie denn stimmen sollten richtig Angst machen könnten. Es gehts unter anderem um die Wahlaffäre, die Situation der Farbigen und die Militärmacht USA. Für jeden der auf der Suche nach unhaltbaren Zuständen in den USA ist wird mit diesem Buch sehr gut bedient, alle Anderen die sich einfach nur über die gesellschaftliche Ordnung Amerikas interressieren gibt dieses Buch einen völlig neuen Blickwinkel.

Titel des Buchs:Stupid White Men. Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush von Michael Moore

Meine Empfehlung: Lesen!
 
Zuletzt bearbeitet:

seif

Neues Mitglied
Registriert
15.03.2003
Beiträge
22
Hallo,
ich stimme dir voll und ganz zu! Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der noch an die heile Welt in den USA glaubt.
Ich lese es inzwischen zum dritten Mal und habe ehrlich gesagt immernochnicht genug.
Sein erstes Buch, "Downsize This!", ist übrigens auch nicht schlecht; liegt allerdings nur in englischer Sprache vor.


Gruß

Seif
 

Thomac

Mitglied
Registriert
26.02.2003
Beiträge
935
TobyMac schrieb:
mal was zum Thema Michael Moore:

http://www.liberalismus.at/moore.php

sollte man auch gelesen haben, um 2 Meinungen zu haben...
Frage: wenn in Moores Werken (teilweise) Unwahrheiten verbreitet werden, warum wurden -gerade in dem klagewütigen Land USA- keine Verfügungen gegen diese Werke erwirkt?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

TobyMac

Aktives Mitglied
Registriert
19.11.2002
Beiträge
3.028
nun ja...

ich denke es ist zu einfach sich darauf auszuruhen, dass er nicht verklagt wurde.

Michael Moore ist nun einmal ein geschickter Filmemacher. Wie jemand wo anders schon geschrieben hat, ist es leicht durch lustige Ausschnitte und geschickte Cuts und "fiktive Gedanken" eine Meinung zu bilden.

Verstehe mich nicht falsch, ich finde Moores Arbeit ganz gut und wichtig, aber man sollte nicht blind da hinterherlaufen und alles einfach so glauben.

Wie ich schrieb, es macht immer Sinn sich beide Seiten anzuhören.

Z.B. auch noch: http://www.moorewatch.com/
 

lifetekker

Mitglied
Registriert
29.09.2003
Beiträge
188
Naja... dein erster Link war wirklich interessant und hat ehrliche Kritik vermittelt.
Aber der hier ist ein Link auf eine stumpfe "geilgeorgewbushhatgewonnenundwirhauenmichealmooreaufsmaulweildereinarschlochist" Seite und da passiert so ziemlich genau das, was in deinem ersten Link an Moore kritisiert wird.
Versteh mich bitte nicht falsch; ich finde es auch gut sich die andere Seite der Medallie anzugucken, aber nicht jede Moore-kritische Seite ist gut - letztere meiner Meinung nach bestimmt nicht.
 

TobyMac

Aktives Mitglied
Registriert
19.11.2002
Beiträge
3.028
ok... noch einmal anders...
ich bin gegen Bush. Ich finde Moores arbeit meist gut...

Wollte halt nur mal auf beide Seiten hinweisen...

Und wenn der zweite Link sagen mag: "geilgeorgewbushhatgewonnenundwirhauenmichealmooreaufsmaulweildereinarschlochist".... was glaubst du, was bei Moores Seite bei einem anderem Ausgang los wäre?
 

Rastaflip

Mitglied
Registriert
16.11.2003
Beiträge
211
Was ich z.B. überhaupt nicht empfehlen kann ist Bushs aktueller bzw. neuster Film Fahrenheit 9/11. Der ist noch mal ein ganzes Stück einseitiger und radikaler zusammengewürfelt. Da sind die Bücher doch ein Stück fundierter. Beeindruckende Bilder bieten die Filme zwar schon, aber keinesfalls sollte man das dort Erzählte als alleinige Quelle der eigenen Meinungsbildung verwenden.
Am Tage vor dem Beginn des Krieges im Irak ein idylisches Bild von spielenden Kindern auf den straßen Bagdads zu zeigen. Das gleichzeitig tausende in Sadams Gefängnissen zu Tode gefoltert werden, wird mit keiner Silbe erwähnt.
 

Thomac

Mitglied
Registriert
26.02.2003
Beiträge
935
Rastaflip schrieb:
Am Tage vor dem Beginn des Krieges im Irak ein idylisches Bild von spielenden Kindern auf den straßen Bagdads zu zeigen.
Aber genau ist ja das, was die meisten vergessen - es gab auch Alltag im Irak. Schau dir mal an was Bushs Krieg an Leid, Schmerz und Tod verursacht hat. Keiner wird Folter gut heißen, aber seit wann bekämpft man Unrecht mit Unrecht?
 

Thomac

Mitglied
Registriert
26.02.2003
Beiträge
935
Jaa, herrlich. Die sind dort Moores "Wahlbetrugsversuch" auf den Fersen: Er hat angeblich versucht mit Geschenken (Schirme und Ponchos) Wähler davon abzubringen, ihre Stimme Bush zu geben. Wenn Schirme und Ponchos mehr Überzeugungskraft haben als Bushs Politik spricht das wohl Bände. :rolleyes:
 

mekkie

Mitglied
Registriert
09.12.2003
Beiträge
609
Eigentlich ist mir Moore noch relativ egal. Was mich ankotzt ist das dieser stupide Mensch Bush und seine Kumpane Cheney, Rumsfeld und Wolfowitz - America und die Welt mit ihrer verlogenen Politik weiter terrorisieren dürfen. Ein verdammt trauriger Tag für mich...
gruss mekkie
 

RDausO

Aktives Mitglied
Registriert
16.06.2003
Beiträge
1.416
Eben in NTV: Bush zeigte sich im Kreis seiner Familie.

Über 1000 Amerikaner würden auch gerne im Kreis ihrer Familie sitzen, sie können es nicht, denn ein Familienmitglied ist ein Held geworden. Wieviele Iraker würden auch gerne im Kreis ihrer Familie sitzen, sie sind ungezählt, erst der Killer aus dem eigenen Land und jetzt das Chaos.

Und da legt Moore in seinem Film ganz gelungen die Finger in eine Wunde, es sind nicht die Kinder der Senatoren, Abgeordneten, des Geldadels die fehlen, ihre Kinder dienen höchstens in der Nationalgarde.

Eine Kollegin aus den USA berichtete von der gezielten Desinformation und auch Manipulation durch die amerikanischen Medien seit Jahren.

Und dann ist der Bush doch so ein gläubiger Mensch (gab es da nicht ein 5.Gebot?).

Kann der überhaupt noch nach Europa, speziell Belgien, kommen? Müsste er nicht vor ein Gericht in Den Haag gestellt werden wegen Führen eines Angriffskrieges?

RD
 

CRen

Aktives Mitglied
Registriert
31.12.2003
Beiträge
2.704
das sich sehr kritisch mit dem Amerika unter George W. Bush auseinandersetzt. Sehr gut geschrieben, aber es werden unfassbare Zustände daufgedekt, die einen wenn sie denn stimmen sollten richtig Angst machen könnten.

Hab's schon vor über einem Jahr gelesen.

Was mir bei Moore immer fehlt, ist der rote Faden.

Was mir ebenfalls fehlt ist die Erklärung, was Moore mit all der Kohle macht, die er mit seinem Kram verdient, offensichtlich ist der dann doch Amerikaner genug, um das selbst zu horten.

Was mir am meisten fehlt, sind klar differenzierte Meinungen.

Nicht, dass ich Bush mögen würde oder die Öl-Kriege gutheissen würde. Aber es ist eine natürliche Entwicklung und ich habe bei den Deutschen, die im großen und ganzen Fressen, was Moore ihnen vorsetzt, oft das Gefühl, dass Moore in eine alte Kerbe schlägt, die den Deutschen passt:

Amerika als bedrohliche und fast allmächtige Nation und Weltmacht und Deutschland mit seinen bisher immer gescheiterten Weltmacht-Ambitionen und quasi nicht vorhandenem Nationalbewusstsein.

Wie auch immer: Moore ist ein Hetzer, Bush ein unfähiger Präsident, aber guckt Euch unsere Regierenden an, wenn die die Macht eines Herrn Bush hätten... Gnade uns Gott, dagegen sind die Amis fast Weltverbesserer.

EDIT:

Schau dir mal an was Bushs Krieg an Leid, Schmerz und Tod verursacht hat.
Und was ist mit dem Leid der Menschen unter den Taliban? Dem Leid der irakischen Bevölkerung unter Saddam Hussein? Nur, weil es nicht medienpräsent war, heisst es nicht, dass es nicht stattgefunden hat.

Und was gerne vergessen wird: Die Terroranschläge sind nicht die Tat einer unterdrückten und fremdregierten Bevölkerung, sondern das Werk einiger weniger verwirrter Islamisten, die auf diesem Wege ihre Ordnung durchsetzen wollen, die wesentlich mehr Unrecht bedeutet.

Egal, ob in Israel/Palästina, Afghanistan, Tschetschenien, im Irak oder in Hamburg oder New York. Die wahren Unmenschen sind die Islamisten. Und die sind zum Glück nur eine kleine Splittergruppe aller Muslime. Sonst sähe die Welt anders, und zwar schlechter, aus.

Keiner wird Folter gut heißen, aber seit wann bekämpft man Unrecht mit Unrecht?

Kriegsverbrechen geschehen in jedem Krieg. Die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen, was den Unterschied zwischen einem Rechtsstaat und einem Terrorregime ausmacht. Ende der Durchsage.

Ich denke, der Irak-Krieg war vor allem deshalb ein Fehler, weil Hussein es effizient hinbekommen hat, die Islamisten klein zu halten. Hussein war Sozialist, die können's nicht so gut mit Religionen. Mit dem Machtvakuum bekamen die Islamisten wieder Auftrieb und das wäre wohl auch geschehen, wenn Hussein einfach gestorben wäre. Nur halt möglicherweise weniger blutig.

Die Öl-Interessen der US-Regierung stehen natürlich außer Frage, sind auch vermutlich der wahre Grund für den Krieg, aber nicht für die Terroraktivitäten, den meisten Irakern geht es materiell besser als vor dem Krieg, was auch gerne vernachlässigt wird: Es ist der Unterschied zwischen Essen und nicht Essen, die Angst vor willkürlichen Zugriffen des Hussein-Regime ist der vor Terrorattacken gewichen.

Gruß,
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:

TobyMac

Aktives Mitglied
Registriert
19.11.2002
Beiträge
3.028
ok... dann hat mein Post wohl mehr ausgelöst als ich dachte.

Evtl. schneidet ein Mod mal mein Post ab und schiebt das irgendwo in die Bar in einen der diversen Freds... danke
 

mekkie

Mitglied
Registriert
09.12.2003
Beiträge
609
CRen schrieb:
Gnade uns Gott, dagegen sind die Amis fast Weltverbesserer.
Gruß,
Christian
Und genau da liegt das Problem. Ich verzichte herzlich gern auf Weltverbesserung wie sie Bush und seine Kumpane anstreben.
Ich habe nämlich absolut keinen Bock in einer erzkonservativen
ultrareligiös verbrämten Welt zu leben! Dieser Präsi gehört auf den
Müll der Geschichte...
gruss mekkie
 
O

one.of.two

mekkie schrieb:
Eigentlich ist mir Moore noch relativ egal. Was mich ankotzt ist das dieser stupide Mensch Bush und seine Kumpane Cheney, Rumsfeld und Wolfowitz - America und die Welt mit ihrer verlogenen Politik weiter terrorisieren dürfen.

Sie sind lediglich, wie fast alle Politiker, die Marionetten fürs Volk. Die Menschen und Mächte, die die Welt nach ihrem Ermessen terrorisieren, unterdrücken, ausbeuten..., sind leider weder sicht-, noch abwählbar. Hättet ihr doch Fox Mulder immer schön zugehört.
 

CamBridge

Mitglied
Registriert
25.04.2004
Beiträge
634
Ich denke, dass man ruhig "open minded" an die Sache Michael Moore gehen und ihn nicht einfach verurteilen sollte, weil es gerade einen Hype um ihm gibt, den er derzeit sicherlich auch zu seinen Gunsten ausnutzt.

Michael Moore nur aufgrund seiner Anti-Bush-Kampagne zu beurteilen wäre verfehlt.

Wenn man z. B. seine Filme nimmt, dann ist Fahrenheit 9/11 nur einer von 4 Movies. Seine ersten beiden Filme "Roger & Me" und "The big one" sind hier in Europa kaum bekannt und beschäftigen sich mit der amerikanischen Wirtschaft. Sein nächster Film wird sich mit dem amerikanischen Gesundheitssystem beschäftigen.

Aufhänger für Roger & Me von 1989 ist übrigens die Schliessung eines der wichtigsten Werke von General Motors in den USA, welches rein aus Profitgier und aufgrund ernster wirtschaftlicher Probleme nach Mexiko verlegt wird. Dieses Ereignis ist interessanterweise so kopierbar auf GM/Opel in Deutschland, dass sogar die Tagesthemen (oder heute Journal, bin mir nicht ganz sicher) dies vor ein paar Tagen aufgriffen und in einem entsprechenden Beitrag inkl. Filmausschnitte verarbeiteten.

Edit:

CRen schrieb:
Und was ist mit dem Leid der Menschen unter den Taliban? Dem Leid der irakischen Bevölkerung unter Saddam Hussein? Nur, weil es nicht medienpräsent war, heisst es nicht, dass es nicht stattgefunden hat.
Hat nur einen Schwachpunkt: Die Taliban sind von den USA quasi aufgebaut worden, zumindest in terroristischer Sicht und auch Saddam war jahrelanger Verbündeter der USA. Als die Taliban in Afghanistan ihren Zweck erfüllt hatten liess man sie fallen und als Saddam erkannte, welche Bedeutung er für die USA hatte und daraus entsprechendes Selbsbewusstsein zog, wurde er plötzlich zum Staatsfeind erklärt.

Und selbst wenn die alle "böse" wären, dann rechtfertigt dies nicht einen auf Lügen basierenden Krieg. Man denke hier an den Hauptgrund Massenvernichtungswaffen, der ja mittlerweile sogar offiziell als falsch zugegeben wurde. Ach ja, wenn es die Taliban waren, die die Twin Towers attakiert haben, warum wurde dann der Irak als "Ganzes" angegriffen?
 
Zuletzt bearbeitet:

zwischensinn

Aktives Mitglied
Registriert
14.04.2004
Beiträge
1.726
Am besten zu diesem Thema passt meiner Meinung nach der Ausspruch:
Hoffentlich gewinnt Kerry die Wahl, dann sind wir Micheal Moore endlich los.
 

mekkie

Mitglied
Registriert
09.12.2003
Beiträge
609
CRen schrieb:
Und was ist mit dem Leid der Menschen unter den Taliban? Dem Leid der irakischen Bevölkerung unter Saddam Hussein? Nur, weil es nicht medienpräsent war, heisst es nicht, dass es nicht stattgefunden hat.
Gruß,
Christian
Den USA und auch Europa war das Jahrzehnte lang scheissegal wie viele Leute Sadam oder andere Diktatoren abgeschlachtet haben. Hauptsache er
war pro amerikanisch und das Oel floss reichlich. Auch als er Kurden mit Giftgas massakrierte hat niemand gross aufgemuckt... Erst als es ums Oel ging wurde die Sache interessant...
gruss mekkie
 

Registrierung oder Anmeldung bei MacUser.de

Du musst bei uns Mitglied sein, um einen Beitrag schreiben zu können.

Benutzerkonto erstellen

Erstelle ein kostenloses Benutzerkonto für Macuser.de

Log in

Besitzt du schon ein Benutzerkonto? Hier anmelden.

Oben