Frage zur Datenschutzgrundverordnung

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  1. picknicker1971

    picknicker1971 Mitglied

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    Habe ich auch nicht geschrieben/behauptet, sondern sogar den Widerruf explizit erwähnt. Nur ist eine schriftliche Dokumentation immer hilfreicher als mündliche Absprachen, wenn der MA z.B. behauptet er hätte keine Einwilligung gegeben

    Auch genau das habe ich geschrieben, das es allgm. geregelt ist, aber bei Firmen eben m.E. nicht.
     
  2. picknicker1971

    picknicker1971 Mitglied

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    Das ist ein allgm. Disclaimer, der wie Du schon richtig vermutet hast durch das e-Mail-Program/Server des Absenders automatisch als Fußnote an alle e-Mails hinzugefügt wird.
    Bei Werbemails die nicht personalisiert (oder eventuell sogar aus eine DB personalisiert sind) ist man der "richtige" Empfänger und kann somit die e-Mail auch weiterleiten, da man als richtiger Adressat befügt ist.

    Abgesehen davon:
    https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/e-mail-disclaimer-ueberfluessiger-textbaustein/
     
  3. fa66

    fa66 Mitglied

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    Diese Formulierungen sind schon als solche lustig.
    Für ein befugtes Zusenden ist der Sender verantwortlich und nicht derjenige, der diese – ggf. auch noch unverlangt – erhalten hat.
    Und wenn der Empfänger sie dann erhalten hat, hat sich m.E. das Bestimmungsrecht des Senders über die magnetisierten Partikel auf dem Speichermedium des Empfängers erschöpft. »Bitte« und »sofort« schließen sich bezüglich des Informierens des Senders eh aus.
    Wenn dann der Sender elektropostalisch ein Firmengeheimnis versandt hat, darf der sich nicht wundern, wenn es beim Rechercheteam von NDR, WDR und Apothekenumschau landet.
    Im Übrigen macht sich der Verfasser jenes Disclaimers so überhaupt keine Gedanken über die unzähligen Kopien der Email, die auf dem Versendeweg bereits entstanden sind. Und wieder mal abgesehen davon, dass das Konzept von Original und Kopie durch die bytegleichen Abbildungen von Dateien längst nihiliert ist. :teeth:
     
  4. thorstenhirsch

    thorstenhirsch Mitglied

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    Ja, in dem Fall braucht ihr wirklich die Freigabe der Kunden. Und in der Tat - am besten pro Bild. Ich kapier bloß nicht, warum Du Dich am Widerrufsrecht so aufhängst. Ist doch okay, dass man seine Meinung mal ändert. Dann müsst ihr eben ein veröffentlichtes Bild wieder entfernen, was abgesehen von bereits gedruckten&verkauften Tageszeitungen bei allen Varianten möglich ist (ja, auch bei Facebook).

    Das ist eine gute Frage. Der Anhang soll die Rechte des Empfängers einschränken, aber es ist sehr zweifelhaft, ob das so einfach möglich ist. Und wenn Du nur versehentlich die Mail bekommen hast, dann hast Du ohnehin nicht die gleichen Rechte wie ein richtiger Empfänger (ist ein bisschen vergleichbar mit einer Fundsache, die geht ja auch nicht so ohne weiteres in dein Eigentum über).
     
  5. ibookfrizz

    ibookfrizz Thread Starter Mitglied

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    Ich will dir gar nicht widersprechen. Im Gegenteil, Aussagen von Laien habe für mich einen höheren Wert, da ich ja Dienstleister für Laien bin.

    Was bedeutet, dass der Entschluss des OLG für Firmen nicht auch gelten könnte. Die Frage ist, wer das Risiko eingehen will.

    Heißt das, dass man alle emails den disclaimer anfügen sollte, oder ist eher davon abzuraten, da es eh egal ist?

    Genau meine Meinung, danke. Aber in welchem Bezug steht das ganze zur DSGVO? Die DSGVO sagt doch, dass man ein Recht auf Widerruf hat? Das müsste doch auch für versehentlich versandte emails gelten?

    Hier der vermutliche Verfasser des lustigen email Anhangs: Amtsgericht Hannover VR 454. Hab noch mal genau nachgeschaut. Und nun darf gelästert werden...

    Ja, ich persönlich würde die Vorlage nicht unterschreiben, weil sie pauschal ist und nicht auf jedes einzelne Bild bezogen. Mein Vorschlag wäre, einfach auf der Rückseite des Papierbildes zu unterschreiben. Das darf auch formlos geschehen.

    -
    Wenn sich genug "Laien" in diesem Forum dazu melden würden, könnte man ein Profil erstellen, aus dem meine Firma Vorschläge zur Lösung des Problems erarbeiten könnte. Danke, Gruß
     
  6. ibookfrizz

    ibookfrizz Thread Starter Mitglied

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    Ich bin auf die Idee gekommen, dass man zur Fotografie eine analoge Filmkamera verwenden könnte, z. B: die Fujifilm Instax.

    Dann könnte man auf der Rückseite jedes Papierbildes die Genehmigung einholen. Ich denke, das würde überall, auch bei dem Laien, Anklang finden.
     
  7. MacEnroe

    MacEnroe Mitglied

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    Du meinst eine Sofortbildkamera. Die Qualität ist halt nicht besonders. Für Schnappschüsse geht es sicher.
     
  8. picknicker1971

    picknicker1971 Mitglied

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    Was genau ist jetzt Dein Thema?
     
  9. iQuaser

    iQuaser Mitglied

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    Zu Deiner Frage passt wohl folgende Antwort des Landesdatenschutzbeauftragten Baden-Württemberg:

    Das KUG regelt insbesondere drei Fälle, bei denen es keiner Einwilligung des Fotografierten für die Verbreitung der Aufnahmen bedarf:
    • Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte
    • Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen
    • Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben
    Quelle: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/faq-fotografieren-und-datenschutz-wir-sind-im-bild/


    Zur Frage, ob man einen Datenschutzbeauftragten benötigt, kannst Du deinem Chef ja mal folgenden Link geben: https://www.baden-wuerttemberg.date...er-Beauftragte-für-den-Datenschutz-Teil-I.pdf
    Wenn Ihr nämlich einen Datenschutzbeauftragten braucht und keinen habt (so nebenbei: man muss dem Landesdatenschutzbeauftragten die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten melden, für Baden-Württemberg sieht das z.B. so aus: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/dsb-online-melden/), dann kann das empfindliche Bußgelder nach sich ziehen. Je nach Liquidität der Firma kann dich das dann sehr schnell betreffen - nämlich wenn der Laden pleite geht und Du deinen Job verlierst
     
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