DV-Filme von ca. 2008 werden von aktuellem iMovie nicht geöffnet

hmg81

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Hallo!

Zum Thema DV-Film und iMovie habe ich hier im Forum und bei Google leider nicht viel gefunden, insbesondere keine Lösung für mein Problem. Daher hoffe ich hier auf hilfreiche Antworten.

Ich habe vor Jahren (ca. 2008) große Mengen alter Urlaubsfilme (Video8-, Hi8- und Digital8-Kassetten) über eine Sony Digital8-Camera und ein MacBook Pro digitalisiert. Das Material wurde damals in iMovie gespeichert, müsste iLife '08 also ca. Version 7 gewesen sein.

Damals hatte ich keine Zeit zum Bearbeiten, wollte nur das Quellmaterial sichern, solange die Bänder noch in Ordnung waren. Die Dateien wurden auf einer externen Festplatte abgelegt, auf Seite gelegt und vergessen...

Kürzlich habe ich die alte Platte herausgekramt und wollte mit der Bearbeitung beginnen. Allerdings kann ich im aktuellen iMovie (installiert derzeit Version 10.2.5 auf MacOS Big Sur) die Dateien nicht importieren. Es heißt nur "Keine der ausgewählten Dateien oder Ordner können importiert werden."

Im Finder finde ich für jedes der Projekte eine .mov-Datei von wenigen Bytes Größe und einen Unterordner "Media" mit zahlreichen Dateien namens "Clip 01" bis "Clip xx". Diese Dateien haben im Finder jeweils ein Vorschaubild, als Dateityp "DV-Film", können aber mit QuickTime nicht abgespielt werden (Meldung "Die Datei ist nicht kompatibel mit QuickTime Player.").

Ein Abspielen mit VLC funktioniert hingegen problemlos. Dort wird folgendes zu einer Beispiel-Datei angezeigt (Quellmaterial Digital8):

Stream 0
Codec: DV Video (dv)
Typ: Video
Videoauflösung: 720x576
Pufferabmessungen: 720x576
Bildwiederholrate: 25
Decodiertes Format: Planar 4:2:0 YUV
Ausrichtung: Oben links
Farbsättigungslage: Oben links

Stream 1
Codec: PCM S16 LE (s16l)
Typ: Audio
Kanäle: Stereo
Abtastrate: 32000 Hz
Bits pro Sample: 16

Stream 2
Codec: PCM S16 LE (s16l)
Typ: Audio
Abtastrate: 32000 Hz
Bits pro Sample: 16
Bitrate: 1024 kB/s


Wo liegt das Problem? Wie kann ich mit möglichst geringem Aufwand die Dateien in ein aktuelles Movie bekommen (schätzungsweise um die 80-100 Kassetten, teils 50-100 Clips pro Kassette)? Neu einlesen ist keine sinnvolle Option, der Camcorder wurde seit >10 Jahren nicht mehr gestartet, ob er überhaupt mit iMovie noch kompatibel ist... und die aktuellen Macs haben keine passenden Firewire-Anschlüsse, Kabel dürften nur mit zahlreichen Adaptern passen, Funktion fraglich...

Oder kann jemand ein anderes Schnittprogramm für diesen Zweck empfehlen?

Vielen Dank schonmal vorab für alle Tipps!

Michael
 

HopperKiel

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Wenn Dein Mac noch die Option hat, eine ältere OSX-Version zu installieren (10.5/10.6), würde eine kleine Partition anlegen und dort OSX und iLife'08 installieren. Das spart ggf. viel herumexperimentieren.
Bei so viel Material würde ich ggf sogar eher ein altes Core2Duo 15" MacBookPro (Unibody 2008/2009) kaufen und mit SSD / maximalem RAM ausrüsten.
Ein 15" MBP gibt's gebraucht in der Bucht so um 150€ und die 2008/2009er Modelle können alle Leopard/SnowLeopard und iMovie'08 und haben FireWire800.
Für Modelle mit PCexpress-Slot gibt es auch USB-3.0-Karten. Details kann man bei Everymac.com nachlesen.
Rendering ist zwar grottig langsam im Vergleich zu neuen Macs, aber dafür kann man das MBP über Nacht rödeln lassen...
Wenn schon einen Schritt zurück, dann ist iMovie'06HD eine interessante Alternative, weil es die Option hat, Plug-Ins (z.B. GeeThree Slick) für semiprofessionelle Effekte, einzubinden.
Alternative Editing-Software: FinalCut_Studio u.v.m.
 
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MiketheBird

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Ein Abspielen mit VLC funktioniert hingegen problemlos. Dort wird folgendes zu einer Beispiel-Datei angezeigt (Quellmaterial Digital8):

Wo liegt das Problem? Wie kann ich mit möglichst geringem Aufwand die Dateien in ein aktuelles Movie bekommen (schätzungsweise um die 80-100 Kassetten, teils 50-100 Clips pro Kassette)?
Wo ist das Problem? Wenn VLC die Dateien abspielen kann:
bildschirmfoto_2021-10-11_um_03.41.04.jpg
 

HopperKiel

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Wo ist das Problem? Wenn VLC die Dateien abspielen kann:
Nichts ist besser, als das Original ...
Der Zugriff auf DV-Material aus iMovie'08 sollte eigentlich im Apple-Kosmos noch von aktuelleren hauseigenen Video-Schnitt-Programmen möglich sein. Wenn nicht, naja, dann wäre das wirklich desillusionierend. Zu dem Problem gehört unbedingt aber auch der Apple-Support gefragt (auch wenn ich zweifle, dass es da irgend einen "Genius" gibt, der weiterhelfen kann.)
Für's Sichten und Editieren von so umfangreichem Video-Rohmaterial und Schnitt-Projekten ist der Weg über VLC ziemlich umständlich. Vom Ergebnis nach Neu-Rendern/Konvertieren durch VLC (bzgl Artefakten und Sound-Sync) mal ganz zu Schweigen ...
Bleibe dabei: ein "zeitgenössisches" System mit dem damals verwendeten iMovie auf der schnellstmöglichen Hardware (ggf. mit VMware Fusion und virutellem SL-Server) spart vermutlich eine Menge Frust.
Bin mit dem Thema von altem Hi8/DV-Video-Material vorletztes Jahr durch. Dazu kam noch das Retten von altem Hi8 Material via zugekauftem alten Camcorder und (Mangesl FW-Anschluss) alternativen Video-Grabber Methoden. Hab das ganze aus Nostalgie-Gründen noch mit PowerBookG4/Leopard/iMovie'06 gemacht.
Neu-einlesen würde ich erst garnicht versuchen, ausser die Hardware ist noch tiptop (u.a. Hi8 mit FW-out)
Was die Tücken des Konvertierens betrifft, blicke ich tränenden Auges auf einige Schuhkartons voller SVCDs (die stammen noch aus meinen Windows-Zeiten mit FAST DVD-Master-Video-Karte), für die es beinahe auch keine Zukunft gegeben hätte.

@hmg81 gib doch bitte mal Bescheid, wie der weitere Fortschritt ist. Würde mich doch interessieren, da mein altes DV-Material ebenfalls mit altem iMovie konserviert ist. Hatte bisher nichts anderes als alte Hardware für die Weiterverarbeitung in Erwägung gezogen aber hätte auch nicht damit gerechnet, dass Apple darin versagt, die Daten seiner alten Apps in eine neue Version zu importieren.
 

Moriarty

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Wenn VLC nicht funktionieren sollte, könnte der Wondershare Converter gehen. Davon gibt es meiner Erinnerung nach auch eine Testversion, bevor man kaufen muss. Der konvertiert meiner Erfahrung nach fast alles.
 

Macothan

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Nichts ist besser, als das Original ...
So ist es, vor allem, wenn man nicht nur lediglich konvertieren, sondern - wie der TE - auch noch editieren will. Ich stimme deshalb dem Vorschlag von HopperKiel uneingeschränkt zu, insbesondere bei der großen Anzahl von Filmen und Clips. So läuft hier zum Beispiel iMovie HD (aka iMovie`06) auf einem iMac Mid 2011 und einem MBP Mid 2012 unter MacOS 10.13.6 durchaus noch akzeptabel (in "gepatchter" Version, es gibt hierzu im Netz einiges an Information). Zum reinen Archivieren von DV-Material ist der Import in iMovie nicht ideal, v.a. mit automatischer Clip-Trennung. Hier sind Hinweise verlinkt zu der von mir damals verwendeten Methode, DV-Material 1:1 auf Festplatte zu archivieren.
Viel Erfolg + Gruß Macothan
 

hmg81

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Nichts ist besser, als das Original ...
Der Zugriff auf DV-Material aus iMovie'08 sollte eigentlich im Apple-Kosmos noch von aktuelleren hauseigenen Video-Schnitt-Programmen möglich sein. Wenn nicht, naja, dann wäre das wirklich desillusionierend. Zu dem Problem gehört unbedingt aber auch der Apple-Support gefragt (auch wenn ich zweifle, dass es da irgend einen "Genius" gibt, der weiterhelfen kann.)

Genau die Überlegung "nichts ist besser als das Original" hatte ich auch, vor allem, wenn das Quellmaterial in der Qualität ohnehin nicht mit heutigen Aufnahmen vergleichbar ist.

Den Apple-Support wollte ich eigentlich kontaktieren, habe dazu aber keine Mail-Adresse finden können. Und zum telefonieren hatte ich keine Lust.

Ich habe zwar noch die damalige Original-Hardware (ein MacBook Pro von 2008), habe aber keine Lust auf ein komplett neues Aufsetzen des damaligen alten Systems. Stattdessen habe ich auf meiner aktuellen Hardware ein bisschen herumexperimentiert (MacBook Pro (16 Zoll, 2019)).


Mein 1. Versuch:
Installation von macOS Sierra unter Parallels Desktop (gute Anleitung dazu unter https://www.apfelpage.de/news/gewinnspiel-guide-aelteres-macos-mit-parallels-desktop-installieren/). Darauf habe ich dann iMovie 9.0.9 installiert, da diese Version angeblich eine Import-Option für alte iMovie-Projekte besitzt (Anleitung zu Download / Installation z.B. unter https://www.youtube.com/watch?v=wU3C0S-H2uc).
Leider konnte iMovie 9.0.9 die damaligen DV-Dateien aber auch nicht öffnen.


Daher mein 2. Versuch mit ffmpeg:
Die Digital8-Videos lassen sich mit ffmpeg problemlos in ein iMovie-kompatibles Format bringen:

Code:
ffmpeg -i Clip_01 -map 0 -c copy Clip_01.mov

In einem MOV-Container kann Quicktime die Filme abspielen, und auch das aktuelle iMovie (hier aktuell Version 10.2.5) diese Dateien problemlos öffnen. Da es bei Digital8 kein Flimmern an den Bildrändern gibt, können diese Filme also ohne Recodierung direkt benutzt werden.

Für das Problem der zahlreichen Clips pro Ereignis-Ordner lässt sich auf der Kommandoziele eine for-Schleife nutzen, beispielsweise

Code:
for name in Clip*; do ffmpeg -i "$name“ -map 0 -c copy "$name".mov; done

Da keine Recodierung stattfinden muss, geht das sehr schnell und ohne Qualitätsverlust. Damit ist ein Teil des Materials schonmal wieder zur Bearbeitung verfügbar.

Das angesprochene Handbrake ist mir auch bekannt, aber ffmpeg scheint mir hier in der Anwendung einfacher und vor allem in Kombination mit der for-Schleife besser nutzbar zu sein.


Problematischer sind allerdings die alten Video8- und Hi8-Filme. Hier stören die "flimmernden Ränder", die irgendwie weggeschnitten werden müssen. Keine Ahnung, ob iMovie das inzwischen kann. Aber mit ffmpeg lassen sich die Ränder recht simpel abschneiden, natürlich nicht ohne Recodierung.
Beispiel:

Code:
ffmpeg -i Clip_03 -c:a copy -filter:v "crop=676:540“ -crf 17 -preset slow  Clip_03.mov

Die Qualität scheint mir mit dieser Einstellung nicht erkennbar schlechter als das Original-Material zu sein, die Datei-Größe ist dank des komprimierenden Codecs sogar deutlich geringer. Und das aktuelle iMovie kann damit arbeiten :)

Soviel zu meinen Versuchen mit dem alten DV-Material. Vielleicht hat jemand noch einen Kommentar oder Verbesserungsvorschläge dazu?
 

HopperKiel

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Genau die Überlegung "nichts ist besser als das Original" hatte ich auch, vor allem, wenn das Quellmaterial in der Qualität ohnehin nicht mit heutigen Aufnahmen vergleichbar ist.

Den Apple-Support wollte ich eigentlich kontaktieren, habe dazu aber keine Mail-Adresse finden können. Und zum telefonieren hatte ich keine Lust.

Ich habe zwar noch die damalige Original-Hardware (ein MacBook Pro von 2008), habe aber keine Lust auf ein komplett neues Aufsetzen des damaligen alten Systems. Stattdessen habe ich auf meiner aktuellen Hardware ein bisschen herumexperimentiert (MacBook Pro (16 Zoll, 2019)).


Mein 1. Versuch:
Installation von macOS Sierra unter Parallels Desktop (gute Anleitung dazu unter https://www.apfelpage.de/news/gewinnspiel-guide-aelteres-macos-mit-parallels-desktop-installieren/). Darauf habe ich dann iMovie 9.0.9 installiert, da diese Version angeblich eine Import-Option für alte iMovie-Projekte besitzt (Anleitung zu Download / Installation z.B. unter https://www.youtube.com/watch?v=wU3C0S-H2uc).
Leider konnte iMovie 9.0.9 die damaligen DV-Dateien aber auch nicht öffnen.


Daher mein 2. Versuch mit ffmpeg:
Die Digital8-Videos lassen sich mit ffmpeg problemlos in ein iMovie-kompatibles Format bringen:

Code:
ffmpeg -i Clip_01 -map 0 -c copy Clip_01.mov

In einem MOV-Container kann Quicktime die Filme abspielen, und auch das aktuelle iMovie (hier aktuell Version 10.2.5) diese Dateien problemlos öffnen. Da es bei Digital8 kein Flimmern an den Bildrändern gibt, können diese Filme also ohne Recodierung direkt benutzt werden.

Für das Problem der zahlreichen Clips pro Ereignis-Ordner lässt sich auf der Kommandoziele eine for-Schleife nutzen, beispielsweise

Code:
for name in Clip*; do ffmpeg -i "$name“ -map 0 -c copy "$name".mov; done

Da keine Recodierung stattfinden muss, geht das sehr schnell und ohne Qualitätsverlust. Damit ist ein Teil des Materials schonmal wieder zur Bearbeitung verfügbar.

Das angesprochene Handbrake ist mir auch bekannt, aber ffmpeg scheint mir hier in der Anwendung einfacher und vor allem in Kombination mit der for-Schleife besser nutzbar zu sein.


Problematischer sind allerdings die alten Video8- und Hi8-Filme. Hier stören die "flimmernden Ränder", die irgendwie weggeschnitten werden müssen. Keine Ahnung, ob iMovie das inzwischen kann. Aber mit ffmpeg lassen sich die Ränder recht simpel abschneiden, natürlich nicht ohne Recodierung.
Beispiel:

Code:
ffmpeg -i Clip_03 -c:a copy -filter:v "crop=676:540“ -crf 17 -preset slow  Clip_03.mov

Die Qualität scheint mir mit dieser Einstellung nicht erkennbar schlechter als das Original-Material zu sein, die Datei-Größe ist dank des komprimierenden Codecs sogar deutlich geringer. Und das aktuelle iMovie kann damit arbeiten :)

Soviel zu meinen Versuchen mit dem alten DV-Material. Vielleicht hat jemand noch einen Kommentar oder Verbesserungsvorschläge dazu?
Chapeau!!!
Gibt es für ffmpeg auch eine GUI für Normalsterbliche ...?
 

ruerueka

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ffWorks wäre eine GUI zu ffmpeg. Ich kenne es aber nicht. Aber eigentlich ist es ja egal, ob man 1000 technische Einstellungen in eine Maske einträgt, oder in ein Skript schreibt. Ich persönlich finde das Skript dann übersichtlicher :)
 

Snyder

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Wow. Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht? Ich sehe das wie WollMac: Handbrake. Datei draufziehen, Preset wählen, feddich. Das SD-Material wird, ich garantiere, nicht schlechter. Habe selbst verschiedenste Videos à la DV, Video8, Hi8 vor Jahren unter SL digitalisiert und kenne das Problem. Man könnte natürlich auch unter Virtualbox ein Windows laufen lassen und dort mit ffmpeg...
 

hmg81

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Wow. Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht? Ich sehe das wie WollMac: Handbrake. Datei draufziehen, Preset wählen, feddich. Das SD-Material wird, ich garantiere, nicht schlechter. Habe selbst verschiedenste Videos à la DV, Video8, Hi8 vor Jahren unter SL digitalisiert und kenne das Problem. Man könnte natürlich auch unter Virtualbox ein Windows laufen lassen und dort mit ffmpeg...
Ich kenne und schätze Handbrake sehr, ich nutze es z.B. gerne um aus einer DVD ein MP4-Video für meine Synology Video-Station zu machen. Handbrake basiert übrigens inzwischen auch auf ffmpeg.

In diesem Anwendungsfall finde ich die Nutzung der Kommandozeile aber einfacher, wobei ich mir dann für den praktischen Einsatz noch ein kleines Shell-Skript stricken werde.

Vorteil der Kommandozeile für die oben beschriebene Digital8-Konvertierung: Es geht wirklich sehr viel schneller, da nichts neu enkodiert wird. Und abgesehen von der Geschwindigkeit: Natürlich liefert Handbrake auch bei Neukodierung ordentliche Qualität, aber das Videoschnittprogramm wird ja danach auch nochmal neu kodieren - jede gesparte Umkodierung ist daher meiner Meinung nach ein kleiner Qualitätsgewinn.

Bei den Video8- und Hi8-Videos müssen wegen der Overscan-Problematik die Ränder entfernt werden, daher ist hier für mich die Neukodierung auch nicht zu umgehen. Bestimmt kann man das auch in Handbrake einstellen, habe ich noch nicht nachgeschaut, und bestimmt kann Handbrake auch Batchverarbeitung. Aber da ich zu diesem Zeitpunkt meiner Testversuche sowieso schon bei ffmpeg war, ging es für mich auf der Kommandozeile am schnellsten und einfachsten weiter.

Ich weiß, dass im Mac-Bereich meist GUIs benutzt werden und viele User Angst vor der Kommandozeile haben. Aber oft sind solche Kommandozeilentools extrem mächtig.

Ich habe vor ca. 15-20 Jahren viel mit Debian Linux und FreeBSD gearbeitet, daher sind mir solche Programme prinzipiell gut vertraut. Irgendwann fehlte mir wegen Studium, Arbeit etc. dann aber die Zeit zum Basteln am PC, unter Windows gab es auch immer wieder Probleme und ich wollte ein stabiles System, das einfach läuft und mit dem man arbeiten kann, So bin ich bei Apple gelandet 😀
(MacOS ist übrigens auch ein aufgebohrtes BSD)

ffmpeg auf Mac bekommt man übrigens ganz einfach über Homebrew https://brew.sh/index_de

Du bekommst ffmpeg zwar auch für Windows, aber solche Kommandozeilentools haben ihre Herkunft eher im Linux- und BSD-Bereich. Von daher finde ich Dein Beispiel mit VirtualBox und Windows nicht ganz passend. Das wäre wirklich von hinten durch die Brust ins Auge…
 
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