Apple QuickTake - Großer Irrtum von Steve Jobs

Musicdiver

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Klar war Steve Jobs seinerzeit innovativ und Risikobereit.
Es unterliefen Ihm aber auch strategische Fehler.
Bis 1997 war Apple bei den damals heranwachsenden Digitalkameras mit an Board.
Apple QuickTake wurde unter Steve Jobs leider eigestellt.
Hätte Apple eine ähnliche Anstrengung wie beim iPod in diese Technologie gesteckt (damals waren nahezu alle Kameras noch analog), dann wäre das Unternehmern vermutlich noch erfolgreicher, und hätte Canon/Nikon wohl verdrängt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Apple_QuickTake
 

Grettir

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Vielleicht ist es ja nicht so dumm, sich auf das zu beschränken, was man wirklich gut kann, und nicht auf jeder Hochzeit mittanzen zu wollen. Das gilt für große Firmen wie für einfache Menschen. Immerhin hat Apple ja das iPhone entwickelt und damit das Smartphone zu einem Gebrauchsgegenstand gemacht, der nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken ist. Und da das Telefonieren damit inzwischen ganz unwichtig geworden ist und nur noch das Fotografieren zählt, wie man an jedem Testbericht sehen kann, ist da gar kein »Fehler« unterlaufen. Das Smartphone hat im Massenmarkt Canon/Nikon verdrängt.
 
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Stargate

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Klar war Steve Jobs seinerzeit innovativ und Risikobereit.
Es unterliefen Ihm aber auch strategische Fehler.
Ich würde das nicht unbedingt einen strategischen Fehler nennen, jeder Hersteller produziert irgend mal etwas das kein Mensch kauft.
Es war für seine Zeit einfach zu teuer und zu neu. Die Kamera war nicht das einzige das Apple in den Sand gesetzt hat.
Apple war für viele Dinge der Vorturner. Heute ist das Wunschdenken.

Dafür haben diverse andere Kamerahersteller einfach den Startschuß nicht gehört und sind vom Markt verschwunden.

Ein Effekt aus der Sache ist wohl das heute jedes bescheuerte Handy eine Kamera mit drin hat und damit den damaligen Verlust millionenfach ausgebügelt.

Der Cube war auch kein Renner, ich habe trotzdem einen.
Denn er ist meiner Meinung nach noch heute sein Geld wert.
Teuer war er schon auch.

Wer in dieser Branche nichts riskiert bleibt klein wie er ist.
Jobs hat immer riskiert und ist groß geworden, ganz im Gegensatz zu den Luftpumpen die das Unternehmen heute leiten.

Heute werden nur noch marginale Speedbumps produziert und zusammengeklebte nichtaufrüstbare Mängel über Gerätegenerationen
verschleppt nur weil keiner den Schneid hat zu sagen so bis genau hier hin und nicht weiter. Jedenfalls bin ich davon
überzeugt, es gäbe manche Dinge wie z.B die beschissene Tastatur über mehrer MB-Generationen nicht, denn Jobs hätte diese
Tastaturen den dafür Verantwortlichen so lange um die Ohren geschlagen bis die Tastenbeschriftung nicht mehr lesbar gewesen wäre.

Jobs war auch ein Arsch, aber halt auch ein Chef mit Karma, Gewissen und Schneid.
 
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Grettir

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Und ein Heiliger. Das hast Du vergessen. Wie Du anscheinend auch vergessen hast, was zu Zeiten von Jobs alles für Mist produziert wurde. Jede neue Version von OS X wimmelte nur so von Fehlern, von denen manche mehrere Generationen überlebten. Die tolle Geschichte mit der iPhone-Antenne und Jobs’ tolle Reaktion darauf (»Dann sollen sie es doch anders anfassen!«) gehört nicht zu den Ruhmesblättern der Firma. Es wurde schon immer nur mit Wasser gekocht, und die Überzeugung, ist nun mal allgemein verbreitet, dass Schlamperei unvermeidlich ist und die zahlenden Kunden dazu verpflichtet sind, der Firma bei der Fehlerbehebung zu helfen. Das ist wirklich keine neue Entwicklung.
 
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noodyn

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und noch wichtiger: Das betrifft nicht nur Apple ;)
Diese Verhaltensweisen und "Customer relations" sind auch bei anderen großen Industriekonzernen zu finden.
 
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Veritas

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Hätte Apple eine ähnliche Anstrengung wie beim iPod in diese Technologie gesteckt (damals waren nahezu alle Kameras noch analog), dann wäre das Unternehmern vermutlich noch erfolgreicher, und hätte Canon/Nikon wohl verdrängt.
Haben sie Samsung mit dem iPhone verdrängt? Microsoft? Mit ihren Audio Produkten haben sie ja auch nicht die erwarteten Erfolge eingefahren.
 

lulesi

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Alles was auf dem Markt war, als das Iphone 2007 kam wurde verdrängt, sowohl das was Samsung damals baute, als auch den damaligen Businessmarktführer "Blackberry" oder den Marktführer bei Mobiltelefonen schlechthin "Nokia".

Das lustige an der Quicktake war, dass die von dem Marktführer der klassischen Fotografie entwickelt wurde, Kodak.
Die wollten es aber nicht, da sie Miiliarden mit Filmen verdienten, und habe den Vice Präsident Donald Strickland der die elektronische Fotografie heimlich hat entwickeln lassen mit der Kameraerfindung zu einem Pleiteunternehmen namens Apple ziehen lassen. Heutzutage ist Kodak nur noch ein Schatten seiner selbst, und mit Iphones werden Milliarden Photos gemacht.
 

chris25

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Meines Erachtens war die Entscheidung richtig - Appel hat erst auf Kameras gesetzt, als sie interessant wurden (im Smartphone) - der Markt von Canon / Nikon ist nichts für Apple - nicht umsonst geht es beiden auch nicht so toll.
 

Grettir

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...und mit Iphones werden Milliarden Photos gemacht.
Milliarden schlechte Fotos. Das sollte man nicht verschweigen. Vorher waren sie zwar auch nicht besser, aber es waren viel weniger. Und sie wurden nicht in voller Stückzahl in die Welt gebracht, die durch die neue Entwicklung von schlechten Fotos geradezu überschwemmt wird.
 
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Veritas

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Alles was auf dem Markt war, als das Iphone 2007 kam wurde verdrängt, sowohl das was Samsung damals baute, als auch den damaligen Businessmarktführer "Blackberry" oder den Marktführer bei Mobiltelefonen schlechthin "Nokia".
Die beiden haben den Markt einfach verpennt. Wo Canon und Nikon in der Zeit den Markt verpennt haben, sehe ich nicht. Sie haben durch die DSLMs Marktanteile verloren, ja, aber dennoch sind sie verdammt gut und haben das vielseitigste Line-up.

AirPlay und iTunes war damals mit einer AirPort Express auch vielversprechend, haben aber schnell gegen Sonos und Co. einpacken können. In der Hinsicht wurden sie vor Jahren überholt.
 

flyproductions

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Jobs hat immer riskiert und ist groß geworden, ganz im Gegensatz zu den Luftpumpen die das Unternehmen heute leiten.
Ja, leider!

...und entsprechend sehen die „Innovationen“ der Luftpumpen und Buchhalter (die noch eine Weile vom Glanz vergangener Tage werden profitieren können) heute dann aus wie das „neue“ iPhone SE. Vielleicht wird das ja irgendwann als Symbol für den Anfang von Apples Belanglosigkeit stehen.

Natürlich gab es auch noch außer der QuickTake Flops. „Legendäre“ und weniger legendäre: Den Newton, die Spielkonsole, den Lampen-iMac...

Ließe sich wohl noch eine Weile fortsetzen. Aber dazu kann man nur sagen: Nur, wer nichts macht, macht auch keine Fehler. Nur sollten die ganzen Hinterher-Schlauberger nicht vergessen, dass, wer nichts macht, eben auch nichts macht. ...und sie vom „Nichts Machen“ heute kein iPhone in der Hand haben.
 

Grettir

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Der Anfang von Apples Belanglosigkeit, auch der Anfang von Apples Untergang wird anscheinend in regelmäßigen Abständen vorausgesagt, seit die Firma überhaupt ins öffentliche Bewusstsein getreten ist. Die Wahrheit ist aber, dass die Firma immer noch existiert und sich trotz aller Unkenrufe bester Gesundheit erfreut. Die unverschämt teuren Geräte erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Wie auch die ununterbrochenen Prophezeiungen des Untergangs. Ich wundere mich nur, dass die Propheten ihre Prophezeiungen, die sich nie bewahrheiten, nicht selbst langweilig finden. Oder wachsen die immer nach?
 

bernie313

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Ich wundere mich nur, dass die Propheten ihre Prophezeiungen, die sich nie bewahrheiten, nicht selbst langweilig finden. Oder wachsen die immer nach?
das ist aber überall so, Propheten des Untergangs und deren jünger leben lange mit ihren unerfüllten Prophezeiungen, verweisen dann auf Rechenfehler oder unterschätze Rahmenbedingungen. Gerne gesehen, bei götzengläubigen, die das Opium des Volkes für ihr Seelenheil brauchen.
 

Macs Pain

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Milliarden schlechte Fotos. Das sollte man nicht verschweigen. Vorher waren sie zwar auch nicht besser, aber es waren viel weniger. Und sie wurden nicht in voller Stückzahl in die Welt gebracht, die durch die neue Entwicklung von schlechten Fotos geradezu überschwemmt wird.
Es gibt genügend „professionelle“ Forografen mit „Profikameras“ wo auch nur Murks rauskommt.
 
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flyproductions

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Die Wahrheit ist aber, dass die Firma immer noch existiert und sich trotz aller Unkenrufe bester Gesundheit erfreut.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es schon mehrfach tatsächlich haarscharf war. Und, dass es ohne die Rückkehr von Jobs im Allgemeinen und ohne das iPhone im Speziellen Apple in seiner heutigen Form ganz sicher nicht (mehr) gäbe.

Und, mal ehrlich: Traust du Cook irgendwas vom Kaliber iPhone zu? Der kriegt ja nicht einmal ein halbwegs modernes iPhone hin.

Wenigstens die 12er scheinen ja, den Leaks nach zu urteilen, nochmal halbwegs vernünftig auszusehen. Wobei ich mich schon jetzt drauf freue, genau die gleichen Protagonisten, die vor drei Wochen noch das hohe Lied von rundgelutscht gesungen haben, das „endlich wieder“ eckige Design preisen zu hören.

Ansonsten schreiben wie das Jahr eins nach Ive. Schauen wir also mal...
 
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lulesi

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Die beiden haben den Markt einfach verpennt. Wo Canon und Nikon in der Zeit den Markt verpennt haben, sehe ich nicht. Sie haben durch die DSLMs Marktanteile verloren, ja, aber dennoch sind sie verdammt gut und haben das vielseitigste Line-up.

AirPlay und iTunes war damals mit einer AirPort Express auch vielversprechend, haben aber schnell gegen Sonos und Co. einpacken können. In der Hinsicht wurden sie vor Jahren überholt.
Die Beispiele Canon und Nikon kamen nicht von mir. Da frage am besten denjenigen der die erwähnt hat, was er sich dabei gedacht hat.
Ich hatte lediglich gesagt dass die Filmmaterialhersteller wie Kodak, Fuji, Ilford und Agfa durch die Chipfotographie vom Markt geblasen wurden und sich Nischen zum überleben gesucht haben.
 

bold

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Mit dem Fummelscheiss auf dem IPhone vernünftige Fotos zu machen kann niemandes Ernst sein, der sich mit mit wirklicher Fotografie beschäftigt. Nur für die grosse Masse an Gelegenheitsknipser auf 28mm. Allerdings gibt es gute Apps zur nachträglichen Bearbeitung, wenn man die Fotos auf's Handy lädt. Kann man echte Kunstwerke aus Schrott produzieren.
 

Deine Mudda

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Früher war alles besser und Skt. Jobs hätte auch Corona durch Handauflegen geheilt. :jaja:

Zur Kamera-Diskussion: solange Apple kein 70-200 2.8L produziert, erübrigt sich die Diskussion.
 

flyproductions

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Früher war alles besser und Skt. Jobs hätte auch Corona durch Handauflegen geheilt. :jaja:
Hätte er sicher nicht. Er hatte halt ab und zu mal ’ne Idee. Die Ein- oder Andere davon war entweder hübsch anzuschauen oder hat sich gut verkauft oder sogar beides.

Tim Cook hat erwiesenermaßen keine. Und, was noch schlimmer ist: Er bringt es fertig, den Leuten, die noch welche haben, und, die in den letzten Jahren bis Jahrzehnten Apples Gesicht entscheidend geprägt haben, so lange mit seiner Krämerseele auf den Sack zu gehen, bis sie quasi schreiend weglaufen.
 
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