Welches Farbprofil für Fotografie benutzten?

Dieses Thema im Forum "Bildbearbeitung" wurde erstellt von da_SiMi, 09.02.2007.

  1. da_SiMi

    da_SiMi Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo Gemeinde,
    weiß grad nich ob ich hier im richtigen Forum bin :confused: - ansonsten einfach verschieben...

    Also, folgendes Problem: Ich besitze ein mb und in den Farbeinstellungen meines LCD`s ist "Farb-LCD" eingestellt. Soweit so gut...
    Jetzt hab ich also schön meine Fotos an meim mb bearbeitet, so wie ich mir das ebn gewünscht hatte. - Jetzt geh ich in die Schule (subject Photography) und betrachte meine Bilder über ner Dose an Dell TFT`s.... komplett andere Farben!! :motz: - gut, is eigentl auch klar, aber was kann ich machen? Wie z.B werden die Bilder gedruckt (welche Farbeinstellung) ? Also was empfiehlt ihr mir nun? Is die "Farb-LCD" Einstellung müll? Soll ich z.B besser Adobe 1998 oder Apple RGB nehmen? Könnt ihr mir helfen?

    lg,
    Simon, dem seine Bilder in der Schule garnich mehr gefalln habn... :(
     
  2. shortcut

    shortcut MacUser Mitglied

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    der arbeitsfarbraum ist etwas anderes als das monitorprofil. kleinster gemeinsamer nenner für den rgb-arbeitsfarbraum ist sRGB, allerdings auch mit dem kleinsten aller rgb-farbräume.
    willst du professionell mit bestmöglichster qualität später drucken, bietet sich bei der bearbeitung im RGB-Modus der adobe-rgb-farbraum an.
    ansonsten hilft nur kalibrieren aller ausgabegeräte, angefangen von den monitoren bis hin zum drucker. auch die kamera sollte bereits beim zuweisen eines profils den adobe-rgb als standard eingestellt haben. nachträgliches konvertieren von sRGB nach adobe-RGB bringt dann nicht mehr viel.
     
  3. black spirit

    black spirit Banned

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    Erstmal vorweg, mit einer normalen durchschnittlichen Kamera braucht man kein Farbmanagment versuchen. Fotos die nicht in Raw geschossen werden kommen meistens in Jpg ( sRGB) daher, am besten man überträgt sie ohne ICC auf seinen Rechner!

    Die meisten haben überhaupt keinen Schimmer von Farbmanagement und verbrennen sich unnötig die Finger!

    Farbmanagement wird für den Workflow einer Zeitung gebraucht!

    z.B im Raw Modus Modells fotografieren, in Aperture etc. weiterverarbeiten z.B als tiff mit 300 DPI und Adobe 98 RGB .Das in korekt eingestellten Photoshop öffnen ( Druckstandard ECI RGB) und das Foto in CMYK für die Druckindustrie abspeichern etc.

    Das Normaluser sich in Farbmanagement ohne kalibrierte Geräte versuchen ist albern!

    Farbmanagement ist was für Hochglanzmagazine, oder Profifotografen die ihre Bilder verkaufen z.B bei Getty!

    http://www.cleverprinting.de/
     
  4. da_SiMi

    da_SiMi Thread Starter MacUser Mitglied

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    Viele Dank erstmal...
    Also kurz gesagt empfiehlst du mir nun den AdobeRGB bei der Bearbeitung der Bilder zu verwenden, richtig?
    Also ich will einfach wissen, was passiert wenn ich meine Bilder ins Labor zum drucken bringe.Kann ich mich da einigermaßen auf den AdobeRGB Farbton verlassen? Soll natürlich so ähnlich wie möglich hinterher sein.
    lg, simon
     
  5. da_SiMi

    da_SiMi Thread Starter MacUser Mitglied

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    Also, Profifotograf bin ich noch nich aber ich nehme Bildbearbeitung und Farbtöne schon sehr ernst. Mich machts einfach wahnsinnig, wenn ich später gedruckten Bilder kaum mehr wiedererkenne!
    Das mit dem kalibrieren is so ne Sache... - Da kenn ich mich grarnich aus und will da auch nich unnötig rumpfuschen!
    Aber ich finde den Unterschied zw. FarbLCD und AdobeRGB schon gewaltig...
     
  6. weber

    weber MacUser Mitglied

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    Spielt das Macbook mit dem Glossy Display nicht alleine schon eine große Rolle?
    Wenn ich ein Bild auf dem Macbook und dem Macbook Pro vergleiche, so sehen die Farben auf dem Macbook wesentlich kräftiger aus, obwohl sie es eigentlich nicht sind..
     
  7. black spirit

    black spirit Banned

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    Natürlich vergessen sehr viele Macuser, das ihr Monitor oft auf Gamma 1,8 kalibriert ist, der Normal-Pc stellt den Monitor in der Regel auf Gamma 2,2
    ein.

    Kann ja Spaßhalber mal deinen Monitor auf PC-Gamma einstellen !

    Ich arbeite übrigens in der PC-Gamma Einstellung, weil ich kein Farbmanagement betreibe und nur Gimp benutze!
     
  8. woluka

    woluka MacUser Mitglied

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    Hi!

    Mal eine etwas pragmatische Meinung: Kauf dir ein Gerät, um dein MB-Display halbwegs zu kalibrieren (darauf achten, dass die Farbtemperatur und Helligkeit dem späteren Druck entsprechen! Die meisten Displays sind ab Werk viel zu kalt und hell) und begnüge dich damit, dass später deine Bilder "so in etwa" dem entsprechen, was du am Bildschirm gesehen hast. Wie oben schon gesagt ist Farbmanagement ein sehr weites Feld und mit einem MB-Display eh nicht zu machen. Damit es wirklich überall farbverbindlich wird, musst du wesentlich mehr in Hardware und KnowHow investieren oder das einen Fachmann machen lassen. Aber für den Anfang ist ein brauchbares Monitor-Profil schon mal nicht schlecht, der Arbeitsfarbraum des Bildes (solange sich alles in RGB abspielt) spielt da eine untergeordnete Rolle - alle Profifotografen und Druckvorlagenhersteller mögen mich jetzt steinigen ;)

    Grüße!
    Wolfgang
     
  9. JürgenggB

    JürgenggB MacUser Mitglied

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    Hallo Simon,

    auch wenn Du ernsthaft an die Digitalfotografie
    herangehen willst – vertraue erst einmal Deiner
    Kamera, KEINEM Monitor. Schon gar nicht Fremd-
    gerätschaften. Kalibrieren ist ein mühsames, ner-
    vendes Unterfangen. Willst Du Dir dies wirklich
    antun, so musst Du wohl oder übel reichlich
    Geld und Zeit investieren. es gibt umfangreiche
    Literatur darüber und hier im Forum aussagekräftige
    Threats. gehe mal über die Suche hier im Forum.

    Dazu kommt, fängst Du erst einmal an – das Monitor-
    bild sieht super aus – wie steht es mit dem Output?

    Kalibrierung, eine „Neverending Story”. Ich will Dir
    dies nicht ausreden, nur aufzeigen, welche Proble-
    matik und welcher Aufwand dahinter steckt. Übrigens,
    es reicht nicht den Monitor EINMAL zu kalibrieren um
    das bestmöglichste Ergebnis zu haben. Dies musst Du
    in schöner Regelmässigkeit tun. Womöglich jeden Tag
    und nicht vergessen, der Monitor muss warm sein,
    bevor Du Dich an die Arbeit machst.

    Viel Spass dabei wünscht Dir

    Jürgen
     
  10. Die_Apfeltasche

    Die_Apfeltasche MacUser Mitglied

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    Das Problem wirst du so einfach nicht aus der Welt schaffen können.

    Welches Profil die Kamera hat ist eigentlich egal, weil es eigentlich (wie oben schon erwähnt) nur den Farbumfang definiert. Ob du also sRGB oder AdobeRGB verwendest verändert nichts an den eigentlichen Farben, sondern nur welchen Farbumfang du mit dem Foto wiedergeben kannst. Da ist (wie auch schon bereits erwähnt) AdobeRGB größer als sRGB.

    Um die Farben über die verschiedenen Monitore bis hin zum Labor konstant zu halten, müssen alle Geräte so halbwegs kalibriert sein. Und selbst das schafft das Problem nicht aus der Welt:

    1) In deiner Schule würde kalibrieren wohl nicht so viel bringen, weil da zu viel möchtegern Fachleute an dem Monitor rum fummeln. Da würde die Kalibrierung nicht lange halten.

    2) Kalibrierung ist nur so gut wie das Umgebungslicht. Kalibrierung zu Hause unter Halogenlicht ist NICHT gleich der Kalibrierung unter Neonlicht in der Schule. Macht mehr aus als man so denkt...!

    3) Da ich denke, dass du dich für deine Ausdrucke nicht an ein Profi-Lab wendest kannst du bei den meisten Laboren die Kalibrierung vergessen, weil sie (was ja auch OK ist) die Farben so hindrehen, wie sie dem Volk gefallen.

    Wenn du einigermaßen kalkulierbare Farben willst:

    - Möglichst nur mit einem Monitor arbeiten.
    - Wenn du an einer Foto- oder Design-Schule bist mal fragen ob die ein Kalibrierunsgerät haben und du das mal für deinen Monitor leihen darfst.
    - Anderes Labor suchen, bei dem die Farbgebung mehr deinem Monitor entspricht oder Monitor manuell so hindrehen, dass er deinem Labor entspricht.
     
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