Steuerprüfung

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  1. Krill

    Krill Thread Starter Gast

    Immer wieder mal flackert hier eine Diskussion um die Einkommenssteuererklärung auf: Was darf man, was nicht, was wird anerkannt, was nicht... Letztendlich erfährt man ja erst bei der Steuerprüfung, womit man durchkommt. Ich vermute, hier im Forum gibt´s nicht allzu viele Freiberufler, die eine Einnahme-Überschuß-Rechnung machen müssen, trotzdem wäre die Frage vielleicht ergiebig: Wer hatte schon eine, und mit welchen Erfahrungen?
     
  2. Krill

    Krill Thread Starter Gast

    Ich bin offenbar der einzige, der schon mal eine Steuerprüfung gehabt hat... Deutschland ist also doch kein so schlechter Wirtschaftsstandort für Freiberufler.
     
  3. Olrik

    Olrik Banned

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    Re:

    Also ich kann aus erster Hand berichten.Meine Schwester ist Betriebsprüferin im Hamburger Raum.Also bei der Betriebsprüfung wird meistens nicht die Einkommensteuer geprüft, viel mehr liegt das Hauptaugenmerk auf der UST, da hier am meistens getrickts wird.
    Der zweite großen Broken sind Firmenwagen und deren Nutzung.Das mit der Einkommenssteuer kommt im zweiten schritt dann automatisch aber das macht dann ein zweiter Prüfer in der Regel.Übrigens die wahrscheinlichkeit das man in Deutschland geprüft wird liegt bei 7 Jahren , in sofern ist die Wahrscheinlichkeit ein Prüfung recht gering.Aber Freelancer werden gerne öfters geprüft da sie von Haus aus kreativ sind nicht nur in ihrem Beruf :D .
     
  4. Anima

    Anima MacUser Mitglied

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    Vorsicht und Sorgfalt sind geboten!

    Bei einem befreundeten Paar sind die Pruefer gerade unterwegs und mischen den Laden maechtig auf.
    Seit dem ich selbstaendig bin, habe ich meinen Steuerberater und kann nur sagen, er ist sein Geld wert. Das, was er mich kostet, hole ich durch seine Hilfe sozusagen vom Finanzamt wieder. Ausserdem wird er nach versteuerndem Jahresumsatz bezahlt.

    Von ihm weiss ich auch, dass dem Staat das Geld so knapp geworden ist, dass immer mehr Steuerpruefungen angesetzt werde. Davon ist auch kein Freiberufler geschuetzt.

    Also, uffpassen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 09.06.2005
  5. cybermarti

    cybermarti MacUser Mitglied

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    ...ich hatte vor ein paar Jahren mal eine Prüfung, bin aber mit einem blauen Auge davongekommen.
    Was darf man? – was nicht? Auf jeden Fall solltest du deine freiberuflichen von den gewerblichen Einnahmen trennen, sonst läufst du Gefahr, dass deine gesamten Einnahmen als gewerblich eingestuft werden – und Gewerbesteuer fällig wird, fall du den Freibetrag überschreitest. Konkret: Wenn du für einen Kunden z.B. eine Broschüre entwirfst und 2000 Stück davon drucken lässt, schreibe eine rechnung für deine kreative Arbeit und eine für die Produktion, und splitte diese Einnahmen bei der Steuererklärung auch so auf.
    Das Finanzamt ist pingelig. Ich hatte damals ein Fahrtenbuch geführt, weil mir das besser erschien als die 1%-Regelung. Nur dummerweise hat der Prüfer das Fahrtenbuch mit meinen Tankquittungen verglichen, und mir gezeigt, dass ich am Tag X gar nicht getankt haben kann, weil ich laut Fahrtenbuch gar nicht gefahren bin... Sch...– damit war das ganze Fahrtenbuch hinfällig. Also immer schön ehrlich bleiben!

    Gruß, Martin
     
  6. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    Heist das, du hast ein Gewerbe gemeldet? Gewerbeschein?

    Wg. Fahrtkosten: Gibts da auch eine Pauschalregelung? Dass man z.B.
    pauschal 500 EUR ansetzt? Fahrtenbuch ist echt nichts für mich, dann lieber
    gar nichts...
     
  7. Anima

    Anima MacUser Mitglied

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    Wie geht denn sowas?

    Wieso sammelst Du denn die Tankquittungen, wenn Du ein Fahrtenbuch führst? Und außerdem, kann ein ganzes Fahrtenbuch nicht als hinfällig betrachtet werden, wenn mal 1 Fehler auftritt.
     
  8. Anima

    Anima MacUser Mitglied

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    Als Freiberufler brauchst Du kein Gewerbe anzumelden. Freiberufliche Einnahmen sind gewerbliche Einnahmen und Du musst die Umsatzsteuer abführen. Eine Gewerbesteuer wird nur dann fällig, wenn Du ein Gewerbe anmeldest. Dies ist bei Einzelkämpfern und Freiberuflern normalerweise nicht notwendig. Es gibt für die Gewerbeanmeldung genaue Regelungen. Dafür müssen Angestellte und/oder Gewerberäume (Verkaufsräume) vorhanden sein.
     
  9. cybermarti

    cybermarti MacUser Mitglied

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    ...freiberufliche Einnahmen sind nicht zwingend gewerbliche Einnahmen! Selbständige oder freiberufliche Designer und Grafiker haben im weitesten Sinne eine künstlerische Tätigkeit, die nicht gewerbesteuerpflichtig ist. Es sei denn, dass sie nebenbei z.B. Druckerzeugnisse o.ä. verkaufen.
    Dafür gibt es bei der Einkommensteuererklärung verschiedene Formulare:
    Einkommen aus selbständiger Tätigkeit (so heißt es glaube ich) und Einnahmen aus gewerblicher Tätigkeit. Eine Gewerbeanmeldung ist dafür nicht erforderlich.

    Übrigens: Die Tankquittungen habe ich gesammelt, damit ich die Spritkosten absetzen kann – das Fahrtenbuch diente nur dem Nachweis, dass ich den Wagen ausschließlich beruflich nutze.

    Gruß, Martin
     
  10. cybermarti

    cybermarti MacUser Mitglied

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    Doch! Wenn es nicht glaubwürdig erscheint, kannst du es vergessen.
     

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