KSK - neue Regelung bei den Einkommensangabe

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von borgstede, 17.12.2006.

  1. borgstede

    borgstede Thread Starter MacUser Mitglied

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    In der Zeitung hab ich in einem kleinen Artikel gelesen, dass es wohl eine Änderung bzgl. der Einkommensschätzung für die KSK-Beiträge beschlossen wurde.

    Der Artikel war jetzt nicht gerade detailiert, aber wenn ich das richtig verstanden habe soll/muß man dann das Einkommen nachweisen und das auch rückwirkend für die letzten 4 Jahre.

    Weiß jemand was genaues darüber?
    Ab wann? Soll man dann den Steuerbescheid abgeben oder wie soll das laufen?
     
  2. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    Ich selber habe darüber noch nichts gehört oder gelesen.
    Beschlossen? Von wem? Wann? In welchem Gremium?
    Eine Quellenangabe wäre prima.
    Gruß, Al
     
  3. mex

    mex MacUser Mitglied

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    Habe ich auch gehört von einem Betroffenen.
     
  4. shortcut

    shortcut MacUser Mitglied

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    Hier im Wortlaut die Erklärung vom 13.12.2006 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales:

    Kabinett beschließt Novelle zur Künstlersozialversicherung - finanzielles Fundament wird gestärkt

    Mit dem heute vom Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf wird die Künstlersozialversicherung gestärkt. Das Gesetz stellt Beitrags- und Abgabegerechtigkeit her und stabilisiert damit die finanziellen Grundlagen der Künstlersozialversicherung.

    Die Künstlersozialversicherung bezieht freiberufliche Künstler und Publizisten in die Pflichtversicherung der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung ein. Finanziert wird sie rund zur Hälfte über Beiträge der Versicherten, zu ca. 30 Prozent über die Künstlersozialabgabe der Verwerter und zu rund 20 Prozent über einen Bundeszuschuss.

    Aufgrund der stark gestiegenen Zahl an Versicherten hat sich der Finanzbedarf der Künstlersozialversicherung in den letzten Jahren erheblich erhöht. Deshalb müssen ihre finanziellen Grundlagen verbessert werden.

    Auf der Versichertenseite wird mit dem Gesetz ein neues Instrument zur wirksameren Erfassung der gemeldeten Einkommen der versicherten Künstler und Publizisten geschaffen. Die bisherige Prüfpraxis durch die Künstlersozialkasse wird durch eine regelmäßige und dauerhafte Befragung einer jährlich wechselnden Stichprobe der Versicherten verstärkt. Die Befragten geben ihr tatsächliches Einkommen der vergangenen vier Jahre sowie mögliche Einkünfte aus nichtkünstlerischer bzw. nicht-publizistischer Tätigkeit an. Das jährliche Schätzverfahren zur Beitragsbemessung, das wegen der schwankenden Einkommen der freiberuflichen Künstler und Publizisten notwendig bleibt, wird durch die Befragung der Versicherten sinnvoll ergänzt. So wird Beitragsgerechtigkeit hergestellt.

    Auf der Verwerterseite bedeutet Abgabegerechtigkeit, dass möglichst alle abgabepflichtigen Unternehmen die Künstlersozialabgabe auch tatsächlich entrichten, damit der entsprechende Satz auf möglichst niedrigem Niveau bleiben kann; vom nächsten Jahr an wird der Künstlersozialabgabesatz 5,1 Prozent betragen und damit gegenüber 2006 um 0,4 Prozent abgesenkt. Die Künstlersozialkasse kann die Abgabe mit ihren Mitteln nicht vollständig durchsetzen. Diese Aufgabe wird deshalb auf die Prüfdienste der Deutschen Rentenversicherung übertragen.

    Die Deutsche Rentenversicherung prüft bereits heute alle Arbeitgeber in Deutschland auf ihre Abgabepflicht gegenüber der Sozialversicherung - auch für die Krankenkassen und die Bundesagentur für Arbeit. In diesem Rahmen wird die Rentenversicherung künftig zusätzlich feststellen, ob und in welcher Höhe ein Unternehmen künstlersozialabgabepflichtig ist. Die Neuregelung ermöglicht eine vollständige Prüfung der Abgabepflicht. Sie leistet auch einen Beitrag zur Entbürokratisierung, weil künftig beide Prüfungen zusammengefasst erfolgen.

    Der Gesetzentwurf enthält somit einen ausgewogenen Mix von Maßnahmen, der sowohl die Belange der Versicherten als auch der Verwerter berücksichtigt. Der Entwurf wurde im Dialog mit den Vertretern der Künstler und Publizisten sowie der abgabepflichtigen Verwerter erarbeitet. Damit steht die Künstlersozialversicherung auch in der Zukunft auf finanziell solider Grundlage und leistet ihren wichtigen Beitrag für die Entwicklung des Kulturstandorts Deutschland.
     
  5. Fantômas

    Fantômas Gast

    Oha, da wird der eine oder andere »Künstler« jetzt sicher kalte Füße bekommen...
    :hehehe:
     
  6. M. smithii

    M. smithii Gast

    Wie hoch wird die Stichprobe sein? Und reicht man künftig die Einkommenssteuererklärung mit ein? ;)
     
  7. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    Aha, da wird’s Licht.
    Vielen Dank für die Details.

    @mex: „Betroffener“ hört sich in diesem Zusammenhang für mich seltsam an, wie ein von Krankheit Befallener. :eek:

    Zum Thema:
    So musste es kommen, so ist es auch gerecht. Ich weiß (verbindlich und unverbindlich) von KSK-Mitgliedern, bei denen tiefe Schluchten klaffen zwischen dem angegebenen und dem tatsächlichen Arbeitseinkommen. Dass es Differenzen gibt ist klar, es sind ja lediglich Schätzungen. Aber wer bisher einigermaßen fair war, hat keine großen entstehen lassen.

    Was mich dennoch interessiert:
    a) Werden diejenigen nachzahlen müssen, bei denen es negative Differenzen gab?
    b) Gibt es Rückzahlungen, falls jemand positive Differenzen aufzuweisen hatte? Das war doch bislang nicht möglich, soweit ich mich erinnere.

    Gruß, Al
     
  8. Fantômas

    Fantômas Gast

    Sehe ich auch so.
    Allzulange konnte die bisherige Praxis nicht gutgehen...

    Ich schätze mal, ungefähr 1,90m...
    Ich habe aber auch schon von Fällen gehört, bei denen sie weit über 2m war. :p
     
  9. M. smithii

    M. smithii Gast

    Sexy. :cool:
     
  10. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    Habe ich den Text falsch verstanden wenn ich es so auffasse, dass nur Einzelne stichprobenmäßig befragt werden und die letzten 4 Jahre offenlegen müssen? Das wäre doch Dummfug. Dies gilt doch als Ergänzung für alle Versicherten, oder wie oder was?
     
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