Zeilenumbruch im Buchdruck?

Dieses Thema im Forum "Layout" wurde erstellt von palmann, 13.04.2008.

  1. palmann

    palmann Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    ich hab da mal 'ne Frage. Bekannte von mir wollen mir weismachen, dass neben Absätzen auch Zeilenumbrüche in deutschen Texten zulässig sind. Man habe das so in der Schule gelernt. M.E. haben sie das falsch gelernt, es sieht nämlich für mein Empfinden recht unmöglich aus. Vor allem wenn Absätze mit Einrückung der ersten Zeile getrennt werden und nicht mit etwas Abstand.

    Gibt es Zeilenumbrüche (im Sinne von ,,Enter'' in Word) in der deutschen Sprache/im Buchdruck?

    Bin nicht vom Fach, nur interessiert.

    Gruesse, Pablo


    P.S.: Wenn ich im falschen Forum gelandet bin, bitte verschieben...
     
  2. avalon

    avalon MacUser Mitglied

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    Zeilenumbrüche sind doch was ganz normales und auch teilweise notwendig.
    Zeilenumbrüche werden mit einem sogenannten "weichen Return" gemacht. D.h. dass es zwar zu einem Umbruch aber nicht zu einer neuen Formatierung kommt.
    Ein harter Return ist ein neuer Absatz.
     
  3. tschloss

    tschloss MacUser Mitglied

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    Komische Frage!
    Ich kann Avalon aber nur zustimmen.

    Allerdings ist "Enter" bei Word eine Absatzmarke, kein Zeilenumbruch (das ist zumindest unter Win Word shift enter).
    Thomas
     
  4. palmann

    palmann Thread Starter MacUser Mitglied

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    Für was sind sie notwendig? Ich habe beispielsweise in wissenschaftlichen Büchern noch nie einen Zeilenumbruch mitten im Text gesehen.

    @tschloss: Ja, ich meine Umschalt + Enter

    Gruesse, Pablo
     
  5. novas

    novas MacUser Mitglied

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    ja meine güte, was soll man da sagen?
    die sind immer dann nötig, wenn man eine neue zeile
    aber keinen neuen absatz braucht, weil das, wie du schon
    sagst, unmöglich aussehen würde, wenn plötzlich eine zeile
    eingerückt oder ein zusätzlicher zeilenabstand eingefügt wird.

    konkreter?
    beispielsweise, wenn man die formatierung von hand korrigiert
    und eine unschöne worttrennung vermeiden will. sowas hast du
    in deinen wissenschaftlichen büchern bestimmt schon gesehen,
    aber es ist dir nicht aufgefallen.
    ;)

    oder wenn man in einem absatz eine aufzählung anbringen will,
    aber zu faul ist extra eine neue formatvorlage zu definieren.

    oder weil man in einem absatz eine grafik einfügt und nach der
    bildlegende weiterschreiben möchte, ohne einen neuen
    absatz zu beginnen.

    usw.
     
  6. clonie

    clonie MacUser Mitglied

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    Also ich kenne den „halben Absatz“ gerade bei wissenschaftlichen Texten,
    sie dienen der weiteren Untergliederung von Absätzen (die ja bei Wissenschaftlern
    gerne mal länger ausfallen).
    Und ob das dann gut ausschaut oder eher wie ein ungewollter Unfall, liegt in den
    Händen des guten Designers.
    Dass das natürlich nicht mitten im Satz umbrochen wird, versteht sich von selbst...


    Offtopic zu weicher und harter Umbruch:
    harter Umbruch = Zeilenwechsel im selben Absatz (siehe auch Indesign, Umbruchezichen: shift-Enter).
    weicher Umbruch = eine Funktion die nur Quark kennt, und auch bedingter Umbruch genannt wird. Hier bei hilf Dir selbst ein Thread mit passendem Skript dazu.
    Gerne wird auch die weiche Trennung (cmd-shift-Minus) als weicher Umbruch bezeichnet.
    Das wird gerne durcheinander geworfen. :)
     
  7. palmann

    palmann Thread Starter MacUser Mitglied

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    Was ist daran jetzt so verrückt? Ich möchte einfach wissen ob es einen Zeilenumbruch (,,harter Umbruch'') als textgestalterisches Element im Buchdruck gibt oder nicht. :(

    Ich bin der Meinung es sieht nicht gut aus und sehe keine inhaltlichen Gründe (auch keine weitere Untergliederung innerhalb von Absätzen) solche erzwungenen Zeilenumbrüche in Dokumenten zu benutzen.

    Wann brauche ich asu inhaltlichen Gründen eine neue Zeile? Normalerweise schreibe ich einen Absatz am Stück und meine Software übernimmt für mich, je nach Einstellung, den Zeilenumbruch innerhalb dieses Absatzes.

    Für mich gibt es halt Sätze und Absätze, aber sonst nichts zu untergliedern, höchstens mit einem Komma. Welchen Sinn haben ,,halbe Absätze''? Sind diese im Buchdruck üblich? Wo kann man etwas darüber lesen?

    Klingt für mich, entschuldigung, nach Murks. Das mit den ,,wissenschaftlichen Büchern'' war etwas unglücklich ausgedrückt. Ich meinte Bücher, die so aussehen, als wären sie professionell gestaltet/gesetzt.

    s.o. ;)

    s.o. ;)

    Hey, mich interessiert das Thema wirklich. Leider scheine ich mich etwas unbeholfen auszudrücken, wie gesagt ich bin nicht vom Fach. Also kurz, ich möchte mehr über ,,halbe Absätze'' erfahren. :)

    Gruesse, Pablo
     
  8. clonie

    clonie MacUser Mitglied

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    Absätz und halbe Absätze sind gestalterische Mittel,
    die den Lesefluss erleichtern.

    Wenn man viele kurze Absätze hat (so, wie in Deinem Post zum Beispiel)
    ist das für den Lesefluss ebenso wenig angenehm, wie zu lange Absätze.
    Genauso wie zu kurze oder zu lange Zeilen.
    Schönen Flatter- oder Blocksatz kann eigentlich kein Programm – ich kenne
    zumindest keines, in dem man nicht noch manuell nacharbeiten muss.

    Ich gestalte professionelle Drucksachen, unter anderem auch wissenschaftliche
    Studien und benutze halbe Absätze; sie sind ein gebräuchliches und probates
    Mittel, Texte zu gliedern UND es sieht gut aus. :D

    Wenn Du nicht vom Fach bist, und Dir Rat holen möchtest, musst
    Du zumindest eines tun: Diesen Rat auch annehmen und nicht als Murks abtun. :)
     
  9. palmann

    palmann Thread Starter MacUser Mitglied

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    ok

    Das ist klar, sollte man vermeiden.

    Wie steht's mit LaTeX? Ist da auch viel Nacharbeit nötig?

    Kannst du mir aus Spass mal eine Seite zuschicken? In dem Kram den ich hier 'rumfliegen habe kann ich nichts dergleichen entdecken.


    Entschuldigung, aber wenn man schon ,,zu faul'' zu etwas ist, dann klingt das nicht gerade ambitioniert professionell. Ansonsten bin ich bereit Argumente anzunehmen, die aufgeführten Beispiele waren zu diesem Zweck allerdings weniger geeignet. :)

    BTW, ich brauche keinen Rat, ich wäre eher interessiert an einer Diskussion.

    Gruesse, Pablo
     
  10. clonie

    clonie MacUser Mitglied

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    Joa, das mit dem zu faul war ja auch nur eines von 3 Beispielen, ne? :D
    Und ist schlicht Tagesgeschäft (wenn auch schlampiges, aber manchmal
    muss es eben schnell gehn) als Designer.

    Klar, in Latex ist ebenfalls Nacharbeit nötig. Wie gesagt, ich kenne kein
    Programm, das das gut macht.
    Das „Problem“ aus Gestalter-Sicht ist eher, dass der Otto-Normalverbraucher
    nicht sieht, was ein guter und ein schlechter Flatter- oder Blocksatz ist. ;)
    Nicht umsonst war Schriftsetzer lange ein eigenständiger Beruf, bzw, studiert
    man als Grafik-Designer auch Typografie (wenn auch nicht mehr so ausgefeilt).

    edit:
    wenn Du Dich für Schriftgestaltung im weiteren Sinne interessierst, kannst Du
    mal im Typografie-Sub-Forum gucken bei „Für Typographen ein Muss“.
     
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