Wie viele Friedhöfe sind normal ?

Abalone

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Hallo,

da ich mich derzeit durch Zufall mit dem Thema Grabstätte und späteren Ruheort beschäftige, ist mir aufgefallen, dass es in meiner Stadt die nicht wirklich so groß ist, in jedem Stadtteil einen Friedhof gibt.

Jetzt frage ich mich, ist dies denn normal ?
Ist das so üblich, das jeder Stadtteil einen eigenen Friedhof besitzt ?

Da ich mich zuvor noch nie mit diesem Thema auseinandergesetzt habe, dachte ich immer, es gibt in einer Stadt einen großen Hauptfriedhof und vielleicht noch ein, zwei Nebenfriedhöfe; nicht aber pro Stadtteil einen eigenen.

Ich bin gespannt wie es allgemein in Deutschland so aussieht; und wenn wir schon bei diesem Thema sind - und falls Ihr dazu bereit seid, über dieses Thema sprechen zu wollen - wie gedenkt Ihr später Eure letzte Ruhe zu finden ?
Ich persönlich wollte zB. noch nie auf einem Friedhof in traditioneller Weise begraben werfen, eine Urne wäre hier eher meine Wahl.

So komme ich zudem auch hier dazu für ein, meines Erachtens interessantes und gutes Projekt Werbung zu machen, welches mich zu diesen Gedanken veranlasst hat.
Meine spätere Ruhestätte wir in, sollte es je dazu kommen, innerhalb des Projektes "the great pyramide / Die große Pyramide - ein Denkmal für uns alle" seinen Platz finden.
Vielleicht findet auch Ihr Interesse an diesem Projekt; die Internetpräsenz:
http://www.thegreatpyramid.org gibt alle weiteren Informationen hierzu.

Aber im Vordergrund steht dennoch meine oben gestellte Frage.

Vielen Dank für Eure Antworten
Beste Grüße

Abalone
 

submax

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In unsrer Stadt hat jeder Stadtteil einen. Der größte sogar zwei.
 

McOdysseus

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Früher hatte jede Gemeinde ihren eigenen Friedhof, wo die Gemeinschaft ihre Toten beerdigte. Daß das auch für Stadtteile gilt, die ja nichts anderes als Teilgemeinden einer Größeren sind, finde ich recht logisch.
Hat das nicht auch etwas mit der Anzahl von Kirchengemeinden zu tun?

Ich für meinen Teil werde mich wohl in einem normalen Grab beerdigen lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es sehr hilfreich für die Hinterbliebenen ist, wenn sie eine Ort haben, an den sie gehen können, um mit dem verstorbenen "allein zu sein" und zu reden. Ein Grab hat hier in meinen Augen den Vorteil, daß man es individuell gestalten und pflegen kann. Diese Handlung hat für mich etwas sehr tröstliches.
 

realityking

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In Düsseldorf gibt es ne Menge Friedhöfe, allerdings hat nicht jeder Stadtteil einen eigenen. Meiner (Garath) hat keinen (ausser einen geschlossen Juden-Friedhof), ein eigener ist aber seit Jahren in der Diskussion.
 

Rothlicht

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Es geht doch nix über einen anständigen Friedhof. Meiner einer hat 2 in der Gegend, ca. 5 Minuten Fußmarsch. Da kann man sich schön erholen, weil es da so lauschig ist. Ist eigentlich wie ein Park.

Ich mag Friedhöfe ;)
 

tridion

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Wien hat den "Zenträu" und daneben noch regionale Friedhöfe. Es gibt so viele, weil die Angehörigen es halt nicht so weit zu ihren Verstorbenen haben wollen.
Mir ist es wurscht, wie ich begraben werde. das lohnt nicht zu kopieren
Der irdische Körper ist eh bloß Tand.
 

Ochi

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Man muss das ganze Thema geografisch und historisch betrachten, zum Beispiel aus welchen Gemeinden die Stadtteile entstanden sind (Thema: Eingemeindungen). Oftmals haben auch die einzelnen Kirchengemeinden eigene Friedhöfe gehabt. Wie wurde die Region zum Beispiel zu Zeiten der Pest heimgesucht? (Je nach Grad gab es zu viele Tote und zu wenig Hinterbliebene, die ausgiebig trauern und auf eine anständige Bestattung hätten bestehen können. Daher mehr Massengräber oder verbrannte Pestleichen statt größere Friedhöfe.) Oder Industralisierung: Landflucht bei den jüngeren Menschen, die älteren Generationen blieben eher zurück und hatten so auch nicht immer Angehörige, die sich um Grabpflege etc. hätten kümmern können. Und so weiter eben.
Das Ganze ist eben eine Wissenschaft für sich, weshalb ich mir den Kopf nicht darüber zerbrechen mag, solange meine Angehörigen überhaupt einen Ort haben, an dem sie meiner Gedenken können. Und solange dieser Ort nicht das dunkelste Eckchen des nächstgelegenen Wäldchens darstellt, immerhin sind Beerdigungen und Grabstätten mit allem Drumherum teuer,...
 

Abalone

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Ein Grab hat hier in meinen Augen den Vorteil, daß man es individuell gestalten und pflegen kann. Diese Handlung hat für mich etwas sehr tröstliches.
aus diesem Grund finde ich das, bereits von mir angesprochene Projekt, so genial; denn hier kann jeder seinen Grabstein, Gedächtnisstein individuell gestalten. Das hat auch für die Hinterbliebenen etwas positives, wenn sie zu einem, von dem Verstorbenen gestalteten Grabstein gehen können und somit seine Individualität erneut spüren können.

Auch das Monument an sich, finde ich persönlich, lässt den Tod, von dem fahlen Beigeschmack des Verlust, wegrücken; denn so ein Monument, lässt den Tod wieder in ein gemeinschaftlichen Zweck rücken.
Der Tod an sich sollte auch nichts negatives ausdrücken, denn er ist nun mal unausweichlich und auch wenn er immer für die Hinterbliebenen etwas negatives beinhaltet, so sollte alles daran gesetzt werden, das dieser trotz dieses schmerzlichen Ereignisses nicht als solches betrachtet wird.

Ich möchte das meine Hinterbliebenen, trotz meines Ablebens, immer positiv gestimmt sind und das Leben genießen.
Ich möchte das die Leute meinen Tod feiern - um den Verlust zu verarbeiten - und nicht trauern.
 

Abalone

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um zurück auf die hohe Anzahl der Friedhöfe zu kommen.

dann bin ich ja beruhigt, ich dachte schon dies sei eine Ungewöhnlichkeit unserer Stadt hier.

Es macht auch Sinn, das die Hinterbliebenen keinen so langen, umständlichen Weg zum Grab haben; auch wenn heutzutage das Ganze wohl an Bedeutung verliert, da die meisten Menschen nicht mehr in der selben Stadt wohnen wie ihre Verbliebenen.
 

Abalone

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auf Grund dessen, das ich eine 'gesunde' Depersonalisation-Störung besitze und mir das eigentlich völlig egal ist, ob ich dann tod bin oder nicht; brauche ich auch keine Rache.

Der kommt dann doch auch nicht in den Himmel, ich ohne Rache schon. :hehehe:
 

junicks

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machs wie ich und setz dich in die gruften. das ist echt eine erfahrung.
 

Sturmgeist

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Ich möchte verbrannt werden und dann durch Seebestattung von dannen gehen. Für die Überlebenden springt dadurch ein schöner Trip mit positiven Erinnerungen heraus, ein schöner Abgang.

Bei Friedhöfen habe ich häufiger das Gefühl, dass die Grabpflege und die selbstauferlegte Pflicht, das Grab hin und wieder zu besuchen, die Hinterbliebenden eher belastet, wenn die unmittelbar auf den Tod folgende Trauerperiode erst einmal verstrichen ist.
 

Burning_Dice

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Hm, in Hamburg gibt es zwei große und nur eine handvoll kleiner Friefhöfe.
Der große, Ohlsdorf, ist allerdings der größte Friedhof Europas.
 
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