PDF in die Druckerei ?

Diskutiere das Thema PDF in die Druckerei ? im Forum Drucktechnik. Hallo Leute, Ich habe mal eine prinzipielle Frage zum Thema DTP: Gestern haben wir (eine Gruppe von Personen die...

Sonic

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Hallo Leute,

Ich habe mal eine prinzipielle Frage zum Thema DTP: Gestern haben wir
(eine Gruppe von Personen die von Quark Xpress & Co. keine Ahnung hat)
über den Druck von Zeitschriften diskutiert. Jeder hat seine Theorien
vorgebracht, allerdings - und darauf liegt die Betonung - hat keiner von
uns einen blassen Schimmer von der Materie ... :)
Deshalb möchte ich mal eine Frage an Euch Layoutprofis richten: Nehmen
wir an, ich würde mit Apple's "Pages" oder "CorelDraw" (nicht schlagen :D )
eine kleine A4 Broschüre entwerfen. Diese speichere ich dann als PDF
Datei (über die OSX Druckerdialogbox). Kann ich nun dieses PDF an eine
Druckerei schicken, um ein Prospekt auf Hochglanzpapier ausdrucken
zu lassen ? Ist die Auflösung eines solchen PDFs ausreichend ? Wie sieht
es mit Bildern aus ? Sagen wir, ich hätte ein Bild in einer Auflösung von
3000 x 3000 Bildpunkten, dieses Bild baue ich (skaliert) in eine Seite ein.
Wie kann man nun die maximale Auflösung bzw. Qualität eines Bildes
beibehalten ? Mein Kumpel hat die Ansicht vertreten, daß das Bild 1:1
(also unskaliert) in das Projektfile (der jeweiligen Applikation) eingefügt
wird. Dies hätte den Sinn, "Qualitätsrestreserven" für den Druck
bereitzustellen, wobei die Software hier dynamisch entscheidet, über
welches Drucksystem (Laser, Belichtungsmaschine, etc.) das Dokument
ausgegeben wird. Ist das so richtig ? Oder werden Seiten einfach in einer
extrem großen Auflösung von, sagen wir, 10000 x 10000 Bildpunkten
bearbeitet ?

Ich hoffe, ich könnt uns ein klein wenig erleuchten ;)

Danke !
 
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avalon

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Bilder etwa 250-300 dpi und in CMYK anlegen, in Originalgröße einfügen ist schon ok, da sich beim skalieren die dpi Werte ändern.

Finger weg von jpg und Co.
Formate am besten tif oder eps.

Ein großes klein machen geht, aber ist unsinnig, ein kleines größer skalieren bringt Verluste mi sich

Über die Acobart Vollversion einen Peflight machen (ab Version 6) um nach Problemen zu schauen.

Markzware bietet das auch an:
http://www.markzware.com/fcprofessional/

Testversion probieren?
 

liquid

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… das über das Programm direkt ausgegebene pdf würd ich mir sparen, ist meine persönliche Meinung, da hab ich einfach nicht genug Vertrauen drin, ich bin dann doch für den "altmodischen" Umweg über eine postscript Datei und Distiller. Bilder würde ich immer ca. 1:1 mit 200-300 dpi anlegen.
 

Godzilla

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Die Ausgabe als PDF über den Druckdialog (Als PDF-X sichern) kann gehen, da würde ich aber mit der Druckerei vorher einen Testlauf durchführen. Vor allem dürften so die Beschnittmarken und Passkreuze fehlen. Vom entsprechenden Farbraum will ich gar nicht reden.

Jetzt zu den Bildern. 3000 x 3000 ist keine Auflösung, sondern ganz einfach die Anzahl der vorhanden Bildpunkte. Die Auflösung berechnet sich nach der Zahl der Bildpunkte pro Zoll oder Zentimeter. Da wir natürlich nicht wissen wie groß das Bild ist und wie groß es im Prospekt abgebildet werden soll, ist diese Frage fast unmöglich zu beantworten.

Eines kann ich euch in jedem Fall raten, wendet euch an jemaden der davon etwas versteht. So wie sich das liest, wird das Druckergebnis wahrscheinlich eher enttäuschend ausfallen oder es entstehen nicht unerhebliche Kosten in der Druckerei für die Nacharbeiten.
 

Zeitlos Medien

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avalon schrieb:
Bilder etwa 250-300 dpi und in CMYK anlegen, in Originalgröße einfügen ist schon ok, da sich beim skalieren die dpi Werte ändern.

Finger weg von jpg und Co.
Formate am besten tif oder eps.

Ein großes klein machen geht, aber ist unsinnig, ein kleines größer skalieren bringt Verluste mi sich

Über die Acobart Vollversion einen Peflight machen (ab Version 6) um nach Problemen zu schauen.

Markzware bietet das auch an:
http://www.markzware.com/fcprofessional/

Testversion probieren?
Hatten wir nicht schon ausgiebig diskutiert, dass es eben nicht unsinnig
ist, ein großes Bild "klein" zu machen und nicht einfach runterzuskalieren?

250 DPI reichen auch in der Regel, allerdings sind 300 DPI optimaler, je
nach Raster und Rastertyp darfs auch mehr sein.

Wenn Daten mir Corel erstellt werden, würd ich auf jedenfall einen Preflight
machen, diesen mach ich aber sowieso immer.

Gruß
Flo
 

Zeitlos Medien

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liquid schrieb:
… das über das Programm direkt ausgegebene pdf würd ich mir sparen, ist meine persönliche Meinung, da hab ich einfach nicht genug Vertrauen drin, ich bin dann doch für den "altmodischen" Umweg über eine postscript Datei und Distiller. Bilder würde ich immer ca. 1:1 mit 200-300 dpi anlegen.
Ja leute, sagt mal, die Auflösung wird ja hier immer geringer?

Ging es hier nicht um einen Hochglanzprospekt? Ist bei glänzend-
gestrichenem Papier das Raster nicht gewöhnlich feiner als bei
Naturpapieren? Seit wann verwende ich da 200dpi? Also 300 dpi
dürfens da auf jeden Fall schon sein.

200dpi reichen da vielleicht bei laserbasiertem Digitaldruck, aber
bei Offsetdruck - Naja, have fun.
 

Hilarious

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Also mir hat die Antwort von avalon auch sehr geholfen...
(Ehrlich!)
 

avalon

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Zeitlos Medien schrieb:
Hatten wir nicht schon ausgiebig diskutiert, dass es eben nicht unsinnig
ist, ein großes Bild "klein" zu machen und nicht einfach runterzuskalieren?



Gruß
Flo
Ein Bild von ehemals 200 oder 300 dpi auf 600 oder 700 Pixel zusammenzupressen beim verkleinern im Layotprogramm ist unsinnig.

Die Qualität nimmt nicht zu aber die zu verarbeitende Größe, auch wenn man das PDF so einstellen kann, das die Bilder eine dpi Größe haben.

Im übrigen habe ich da nicht mit diskutiert..;)
 

Sonic

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Danke für Eure Antworten ! Es geht uns nicht darum, ein Prospekt zu
entwerfen bzw. zu drucken, sondern nur um ein gewisses Grundverständnis
für den Arbeitsablauf.

@ avalon: Was bitte ist ein "Preflight" ? Was genau kann ich dadurch
überprüfen ?

Was mich jetzt auch noch interessieren würde (bitte habt nachsehen mit
einem DTP Deppen wie mir ;) ). Wenn ich ein mit AppleWorks erstelltes PDF
File ausdrucke (es handelt sich um Text mit einem kleinen Logo am Kopf der
Seite), wirkt alles sehr unscharf. Warum ist das so ?
 
Zuletzt bearbeitet:

avalon

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Sonic schrieb:
..

@ avalon: Was bitte ist ein "Peflight" ? Was genau kann ich dadurch
überprüfen ?
Ein PreFlight ist eine Prüfung des Dokuments nach bestimmten Kriterien.

Es ist bei Acrobat 6 Prof. integriert, sieht so aus

 

Sonic

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avalon schrieb:
Ein PreFlight ist eine Prüfung des Dokuments nach bestimmten Kriterien.

Es ist bei Acrobat 6 Prof. integriert, sieht so aus

Danke für die Info !
 

avalon

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Sonic schrieb:
Danke für Eure Antworten ! Es geht uns nicht darum, ein Prospekt zu
entwerfen bzw. zu drucken, sondern nur um ein gewisses Grundverständnis
für den Arbeitsablauf.

@ avalon: Was bitte ist ein "Preflight" ? Was genau kann ich dadurch
überprüfen ?

Was mich jetzt auch noch interessieren würde (bitte habt nachsehen mit
einem DTP Deppen wie mir ;) ). Wenn ich ein mit AppleWorks erstelltes PDF
File ausdrucke (es handelt sich um Text mit einem kleinen Logo am Kopf der
Seite), wirkt alles sehr unscharf. Warum ist das so ?
Wahrscheinlich ist die PDF Erstellung auf geringe DPI gestellt?

Hier gibt es ein paar Tips:

http://www.cleverprinting.de/download.html

und hier den Ratgeber:

http://www.cleverprinting.de/nutzen.html
 
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Mike008

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Generell Finger weg von dem PDF sichern (ist nur gedacht für Online und Speichermöglichekeit). Die Druckerei benötigt nämlich auch die Schriften die evtl. nicht ordnungsgemäß eingebunden sind.

Also Bilder in 300dpi CYMK, am besten das ganze im QuarkExpress, oder Adobe Indesign/Illustrator anlegen.

Auf jedenfall was immer gut ist als EPS speichern und mit dem Distiller als PDF machen. Oftmals kannst du auch die Programmdateien direkt zur Druckerei mailen.

Gruß
Mike
 

multimediac

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Moin,
muss mal ein bissel auf Quark "rumhacken". Das ehemalige DTP-Flagschiff hat in Sachen PDF gegenüber der Konkurrenz ganz schön nachgelassen. Auf jedenfall immer den Weg als .ps sichern und im Distiller in ein PDF wandeln. Auch mit offenen Dateien hatte ich oft Ärger (ich arbeite in der Druckvorstufe und checke Kundendaten auf die gängigen Fehler). Die Kunden nutzen oft nicht die Sammelfunktion von Quark und packen einfach alle ihre Helvetica Koffer mit bei, weil sie sich nicht sicher sind, welche Fonts auf ihrem System installiert bzw. aktiviert sind. Zusammengefasst möchte ich sagen: offene Quark Dateien bitte nur von Profis...
LG Karsten
 

Lofgard

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in der Antwort von Avalon ist doch alles gesagt.

bei cleverprinting.de kann man sich in pdf herunterladen, wo das verfahren detailliert beschrieben wird.
 
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