Patone color bridge > output falsch?

hibiya

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Wer hat erfahrungen im umgang mit der color bridge von Pantone?

Ich habe anhand der colorbridge farben die in Spotcolors angelegt waren in die dort referenzierten CMYK-Werte umgewandelt und in InDesign CS2 angelegt. Nun kommen die Farben dennoch SEHR viel anders und viel dunkler im proof an. Wenn ich die CMYK-Werte in Photoshop eingebe ist es optisch recht nahe dran, aber der ausdruck stimmt auch nur bedingt.

Was ist da los?
 

ThoRic

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Pantone... Farben wandeln... das wäre das erste mal das da was passt.

Gib mal die Pantone und die CMYK Werte.

Und den OI

MfG

ThoRic
 

hibiya

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Pantone / CMYK

hellgrün 382 c / 34 0 100 0
dunkelgrün 369 c / 73 0 100 0

was meinst Du mit OI?
 

ThoRic

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OI -> Output Intent: Wie wird gedruckt? Nach welchem Profil werden die Lab Definitionen in CMYK gewandelt?
 

ThoRic

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Das ist aber auch nicht einfach...

für 382C würde ich 18/0/100/0 vorschlagen, aber auch das liegt noch um DeltaE = 15 daneben, aber besser wirds nicht.

für 369C sieht's etwas besser aus mit DeltaE von 11:
64/0/100/0

MfG

ThoRic
 

hibiya

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Also bei mir kommt da 397 C und 377C an.

Die 377 wäre noch im Toleranzbereich aber bei 397 ist von dem frischen Grün nicht mehr viel übrig ...

Mit welchem Gerät kommst Du zu den DeltaE-Werten?

Interessant, dass die Ausgabeergebnisse derart unterschiedlich sein können. Was schlägst Du für einen Workflow vor?

Mit freundlichen Grüßen,

Hibiya
 

ThoRic

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Hallo,

was hast du denn vor? Suchst du nach CMYK Werten Sonderfarben, oder umgekehrt?

Das es zu einem bestimmten CMYK Wert mehrere Pantoneentsprechungen gibt, ist ja nicht erstaunlich:
Für eine 1:1 Umsetzung des einen Pantone Tons wären 60C 110Y nötig, für eine andere vielleicht 60C 120Y, die fallen dann beide auf 60/100 zurück. Gibt man jetzt umgekehrt 60/100 vor, so bekommt man natürlich die nächstmögliche Sonderfarbe ausgegeben.

Was den Workflow angeht:
Nicht auf gelieferte Pantonefarbwerte bauen, sondern auf real gedruckte Pantonefarben. Weder die Fächer noch die Lab Definitionen diverser digitaler Fächer sind allzu verbindlich.

MfG

ThoRic
 

hibiya

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Der bisherige Vorgang war dieser:

wir haben ein Logo entwickelt, das wurde gerduckt bei "A" in Digital/4C.
Diese Farben haben uns gefallen, also haben wir in der colorbridge nach den entsprechenden CMYK-Werten gesucht und diese dann im illustrator-logo eingesetzt. Jetzt wurde ein Schild (Folie) bei "B" gedruckt und die Farben sind vollkommen anders.

Wir versuchen jetzt herauszufinden wo der bug liegt und der workflow zu verbessern ist, damit das nicht nocheinmal vorkommt!

Ich habe auch mit den Pantone-Leuten gesprochen; die meinten wir sollten die Bridge gegen die "Essentials" austauschen.

Daher haben wir jemanden gesucht der in diesem Workflow Erfahrung hat.
Das was Du mir hier vermittelst ist, dass Du sehr tiefen Einblich in Farbmanagement hast. Es scheint mir aber, dass man dann dennoch nur "nach Auge" urteilen kann. Oder was dient Dir letztendlich als Referenz? Hast Du einen extra Proof-Drucker?
 

ThoRic

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Hallo,

fangen wir hinten an: Ja, einen Proof Drucker habe ich, der ist in Sachen Sonderfarben aber irgendwo auch am Ende, und, da liegst du gar nicht so verkehrt, Anpassungen von Sonderfarben auf dem Proofer oder auch im 4c Druck, sind immer noch zu einem Gutteil 'Augenarbeit'.

Also ich würde diesen Workflow so abändern:

Der Gutdruck von A wird vermessen.
Dabei wird zum einen der Logoton gemessen und als Lab Wert erfasst, sondern auch nach Möglichkeit ein Medienkeil des kompletten Drucks. Dieser lässt erkennen ob das ein Zufallsprodukt war, oder sich innerhalb der üblichen Toleranz bewegt.

Den so gewonnen Lab Wert kann man dann mal mit den versch. Pantonefächern abgelichen, bzw. die CMYK entsprechung Gegenprüfen.

Wenn das alles gut aussieht, kann man für den Druck B auf Folie (ist das wirklich gedruckt, nicht evtl. ein Folien zuschnitt?), mittels eines Farbprofils dieses Druckverfahrens per CM eine möglichst passende CMYK Kombination für dieses Verfahren ermitteln.

Was die Pantone Produkte angeht: Ich kenne deren Software nur vom Hörensagen, aber das deckt sich mit den Erfahrungen, die man mit deren Farben im täglichen Umgang macht: unverbindlich.
 

hibiya

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Hallo ThoRic,

ok, ich habe nun noch ein wenig recherchiert und in Kombination mit deinen Hinweisen sehe ich das wir unser Color-Management umstellen müssen. Da es sowieso geplant ist ende des Jahres neue Hard- u. Software zu besorgen, werden wir dahingehend die Ausrüstung abchecken.

Ich danke Dir hiermit sehr für deine Hilfe - sie hat mir die Augen noch ein wenig mehr geöffnet!!!

Nur aus interesse: Mit welchen Systemen arbeitest Du im Farbmanagement? Benutzt Du ein Spectrometer oder machst Du nur Hardware-Kalibrierung? Hast Du einen Apple Display? Würde mich schon sehr interessieren wie Du ausgerüstet bist ...

Viele Grüße, vielen dank nochmal für deine Hilfe,

Hibiya
 

ThoRic

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Hallo,

hibiya schrieb:
Nur aus interesse: Mit welchen Systemen arbeitest Du im Farbmanagement?
Was verstehst du unter Systemen? Die Software sind neben der Adobe CS2 Suite eben spezielle Colormanagement Tools wie GretagMacbeth Profilemaker, diverse Basiccolor Programme und Helferlein wie Colorthink oder X-Rites Colorshop X.
Digitalfotografie wird über Linocolor und Phase One's CaptureOne und Aperture abgehandelt, PDFs per Enfocus Pitstop, Callas' Colorconvert oder Heidelbergs Prinect Tools bearbeitet. Dann noch ColiPri für DeviceLink Profile.

hibiya schrieb:
Benutzt Du ein Spectrometer oder machst Du nur Hardware-Kalibrierung?
Wie soll das gehen? entweder ich mache Hardware Kalibration, dann brauch ich aber auch ein Messgerät um eben zu prüfen ob mein Gerät auf das Referenz Kaliber passt; oder man lässt es.
Also muss die Antwort 'ja, sowohl als auch' lauten. Hier fliegen diverse Colorimeter und Spektralphotometer rum.

Auch nur mit denen ist es möglich einen Drucker und die dazugehörige Proofsoftware (in meinem Fall GMG Colorproof) zu einem verbindlichen Proofer zu machen.
Dann kommen noch Prüfmittel wie der Medienkeil nebst Auswertungssoftware hinzu. Darüber hinaus dann noch (teure) Fachliteratur wie PSO, die Altona Testuite oder diverse DIN und ISO Publikationen, aber auch Gratis Infos wie die ALtonatessuite Doku, die ECI Digipix Broschüre, oder der Cleverprinting Ratgeber.


hibiya schrieb:
Hast Du einen Apple Display?

Ja ein Cinema 22 Display und diverse Laptops von Apple, aber die taugen eigentlich nicht für farbverbindliches.
Da sind die hier vor ein paar Tagen aufgeführten Displays schon eher ins Auge zu fassen:
https://www.macuser.de/forum/showthread.php?t=175736
Wenn man es richtig ernst nimmt, sind aber selbst die dort aufgeführten oberen Mittelklasse Schirme nicht der Weisheit letzter Schluss.

Der ist zu Zeit da:
http://www.eizo.de/cgraphicdisplays.html?&user_products[uid]=19&cHash=14c708008f
und da:
http://www.nec-display-solutions.de...ils__Main,spec=x__de__de,docId=112408,type=SV

Hoffe das hilft, oder schreckt ab, je nachdem, was man an Zeit und Geld, in das Thema zu investieren bereit ist.

MfG

ThoRic
 
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