Pages - Nur die eigenen Vorlagen sehen

AppleNutzer17

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Guten Morgen,

gezwungener Maßen steige ich nun um auf Pages. Das Programm ist sehr weit gekommen, seit ich vor 10 Jahren beschlossen hatte, dass es nicht für mich ist.

Ich habe nun auch soweit alles eingerichtet und meine Standard-Dateien in Pages übernommen. Entsprechend habe ich nun eine Hand voll Vorlagen erstellt, welche ich zukünftig nutzen werde. Daraus ergibt sich auch meine Frage:
Muss ich jedes mal, wenn ich eine Vorlage auswählen will, erst darauf klicken, dass ich eine eigene Vorlage verwenden möchte? Oder kann ich irgendwo auswählen, dass es mir die von macOS nichtmehr anzeigen braucht?

Ich habe leider nur die Option gefunden, dass es ein neues Dokument sofort aus Vorlage xy startet. Nützt mir aber leider nichts, da ich gleichermaßen verschiedene Vorlagen brauche.

Danke schonmal für Eure Hilfe. :)
 

Rul

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Ich zitiere mal Apple:
Eigene Vorlage umbenennen oder löschen
Wenn du auf all deinen Geräten mit derselben Apple-ID angemeldet bist und iCloud Drive aktiviert ist, hat das Löschen einer eigenen Vorlage auf einem Gerät das Löschen dieser Vorlage auf all deinen Geräten zur Folge.
  1. Klicke bei gedrückter Taste „ctrl“ in der Vorlagenauswahl auf den Namen der Vorlage und wähle „Umbenennen“ oder „Löschen“.
  2. Beim Umbenennen gib einen neuen Namen ein und drücke den Zeilenschalter.
Eigene Vorlagen werden immer unter „Meine Vorlagen“ in der Vorlagenauswahl angezeigt. Du kannst Vorlagen nicht anders anordnen und du kannst keine Vorlagen löschen, die zu Pages gehören.

Die offizielle Antwort lautet also "Nein."

Was man versuchen könnte (auf eigene Gefahr hin unter Vorbehalt eines aktuellen Backups):
Die Vorlagen bzw. Templates von Apple für Pages liegen unter Pages / Contents / Shared Support / Templates. Und die Vorschaubilder der Templates liegen unter Template Previews.
Wenn man diese möglicherweise auf den Desktop verschiebt und in Ordner Shared Support beide löscht, den Rechner neu startet und Pages neu öffnet könnte es möglich sein, dass die Templates nicht mehr angezeigt werden.
Die eignen Templates dürften davon nicht berührt werden, denn diese liegen in: Macintosh HD / Benutzer / "Häuschen" / Library / Containers / com.apple.iWork.Pages / Library / Application Support / User Templates

Aber: Da ein Entfernen der Daten aber möglicherweise mit Handoff zusammenspielt, sofern man das nutzt, könnte sich das auch auf die Funktionalität von anderen Programmen niederschlagen oder auf anderen Geräten auffällig zeigen und zu Komplikationen führen!

Aber: Da ich aktuell gerade mehrere Bücher in Arbeit habe, werde ich das vorab keinesfalls selbst auf Verdacht auf Funktionalität testen!
PS: Man könnte das Prozedere ja mal vorsichtshalber mit einer Vorlage testen, um zu sehen, ob diese überhaupt verschwindet. Aber wie gesagt: Auf eigene Gefahr.


Hier ist ein älterer Thread dazu.
https://www.macuser.de/threads/pages-vorlagen-loeschen.702399/
 

AppleNutzer17

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Alles klar, danke. :)

Dann ist es leider tatsächlich so, wie ich es ergoogelt hatte. :/
 

McTailor

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Als Alternative:
Man kann in macOS jede beliebige Datei zur Vorlage machen. Dazu geht man auf die Datei-Information und setzt oben den Haken bei Formularblock. Wenn man jetzt die Datei (also z.B. das .pages Dokument) mit Doppelklick startet, wird sofort und ohne jeden Umweg eine Kopie erstellt und diese geöffnet. Das Original bleibt also unverändert.

Da die Kopie im selben Ordner erstellt wird, wie das Original kann man sich -sofern man bei seinen Dokumenten mit einer fixen Ordnerstruktur arbeitet- beim Speichern sogar das Suchen des passenden Ordners sparen.

Und nochmal: das funktioniert universell mit jedem Dokument, man kann sich so also auch Word-Vorlagen oder Tabellen oder Bilder etc. hernehmen.
 

Rul

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Alles klar, danke. :)
Bitte, gerne. ;) Wenn du Lust dazu hast, kannst du macOS ja mal auf einer externen Festplatte installieren und schauen, wie sich ein Löschen der Templates auf das System auswirkt.

So wäre ggfl. dein Arbeitssystem nicht gefährdet. Wenn es nicht klappt hast du den Beweis, dass es nicht geht. Wenn es tatsächlich funktionieren sollte, hast du die Möglichkeit das auf der externen Festplatte zu beobachten und mit einigen Dokumenten von dir zu testen. Passieren kann ja nix, außer dass vielleicht einige Programme oder schlimmstenfalls das System nicht mehr bootet. Dann war es halt ein Versuch. Aber deinen Daten ist nix passiert. Wenn es dir der Aufwand wert ist.
 

mj

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@Rul eigentlich wollte ich dir das in einer privaten Nachricht schreiben, da du diese Funktion aber deaktiviert hast muss es eben hier laufen ;)

Aber: Da ich aktuell gerade mehrere Bücher in Arbeit habe, werde ich das vorab keinesfalls selbst auf Verdacht auf Funktionalität testen!
Verstehe ich das richtig, dass du Pages zum Verfassen von Büchern verwendest? Wie gut und zuverlässig funktioniert das, wie sind da deine Erfahrungen? Eine Bekannte hat mich neulich darauf angesprochen und nach Tipps gefragt und ich war da ehrlich gesagt ziemlich ratlos.
 
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Rul

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Hallo @mj.

Kein Problem, dass du das hier fragst. Wir können auch eine Unterhaltung beginnen, wenn du magst, wenn es hier zu OT wird.

Aber ich gebe dir gerne eine kurze Rückmeldung dazu. Ich schreibe vorwiegend Prosa & Lyrik aber auch Romane und autobiografisches, also Fließtext.

Eins vorweg, Stilvorlagen sind das Um und Auf, wie in XPress oder ID auch. Damit lässt sich ganz hervorragend arbeiten, wenn man die Tücken heraus hat. Seitenumbrüche sind ein heikles Thema. Ein Seitenumbruch heißt in Pages, dass die nachfolgende Seite zur Seite davor gehört Und später in der Miniaturansicht etwa nicht einzeln verschoben werden kann - sondern eben nur der komplette Abschnitt. Man muss sich mal damit auseinandersetzen, wenn man weiß wie es geht und was man braucht, dann klappt das ganz gut.

Ein Abschnittsumbruch hingegen ist ein Seitenumbruch, der eine neue Seite aber eben auch einen neuen Abschnitt zur Folge hat, der sich demzufolge auch einzeln bewegen lässt.

Bei Fließtext ist das meist kein Problem, bei Prosa & Lyrik hingegen mehr, wenn Texte teilweise innerhalb eines Seitenumfanges bleiben oder man behilft sich mittels Füllwörter oder Hinweisen, so wie ich das mache. So steht zB am Ende der Seite "Bitte umblättern" und auf der nächsten Seite "Fortsetzung". Bei Strophen und unterschiedlichen Reimlängen, Versmaßen usw. kann das zum Problem werden. Ich musste hier auch teilweise große Kompromisse eingehen, bis ich mich mit einer durchgängigen Lösung für alle bestehenden (und noch kommenden) Bücher durchgerungen hatte. Ich hatte einige Bücher in XPress verfasst, nur das läuft leider nicht mehr auf dem momentanen MBP.

Ich habe mich lange gewehrt bin aber schlussendlich auf Pages umgestiegen. Ich hatte eigentlich vor, auf OS, also Word umzusteigen, nur, das kostet mich wahnsinnig viel Zeit und Mühe. Ich habe Word schon 10, 15 Jahre nicht mehr benutzt, so in etwa. Eventuell tue ich mir dann doch lieber noch einen Switch auf Affinity an. Aber ich komme im Grunde soweit ganz ordentlich zurecht mit Pages.

Aber hier sei angemerkt, dass meine Agentur gesagt hat, es ist egal von wo das Material kommt, es ist angeblich alles exotisch - außer ID. Es würde bei ihnen jeglicher Text in Buchform, egal ob aus Word, Pages, Affinity, XPress usw. kopiert werden und in ID fließen. Aber ID muss sich halt rechnen. Das kenne ich zB überhaupt nicht. Das wäre ähnlich aufwändig wie Word, mir hier die Erfahrungsschatz und die Routine anzulernen, die ich mittlerweile in Pages habe.

Grundlinienversatz ist etwas heikel oder unmöglich soweit mir bekannt. Das umgehe ich, wenn es sein muss mit der Schriftgröße, wenn ich seitenübergreifende Texte habe.

Manche meiner Texte haben ziemlich lange Header (Zapfino) und teilweise 2, 3, 4 Untertitel, weil ich zB ein Duett, eine Trilogie, aktuell eine Hexalogie, verfasst habe und mittels der Header und Subheader eine Verbindung zu allen Teilen und Teilstücken herstellen kann. Bei meiner Schriftauswahl ist das ein sichtbares Problem, aber gewollt.

Die Kopf- & Fußzeile ist gewöhnungsbedürftig. Textboxen und Verknüpfungen derer sind möglich. Bild- und Grafikeinstellungen sind ganz passabel, wie ich finde. Ist halt Pages und kein XPress oÄ. Farbpaletten sind ok, wenn man weiß, wie man von RGB auf CMYK umstellt. ;)

Das automatische Inhaltsverzeichnis eines der letzten Updates hat mir die Arbeit erheblich erleichtert. Im Text einen Header geändert, wird dieser automatisch im Inhaltsverzeichnis geändert.

Druckausgabe scheint ein wenig komplizierter zu sein. Da hatte die Agentur offenbar ein Problem mit einem drucktauglichen PDF, so dass ich schlussendlich offene Daten geschickt habe und die Agentur das der Druckerei zur Aufgabe durchgereicht hatte. Das Ergebnis ist phänomenal! Copyshoptechnisch oder für zu Hause am eigenen Drucker hatte ich bis dato noch keine Probleme ausfindig machen können bzgl. fehlerhafter Darstellung.

Die Umschlaggestaltung mache ich persönlich auch in Pages. Natürlich getrennt vom Kern des Buches. Überfüller oder abfallende Seiten bzw. unterschiedliche Seitengrößen sind in Pages nicht möglich! Dazu müsste ein getrenntes oder eigenes Format angelegt werden oder man überlässt das der Agentur, wie ich. Schnittmarken, wurde mir gesagt, braucht es heute nicht mehr. Aber die Umschlaggestaltung wurde dann einfach von meinem Pages-Dokument von Seiten der Agentur in ID nachgebaut. Die Stärke des Buchrückens (Bücher sind bei mir alles Hardcover.) wird "automatisch anhand der Seitenzahl" generiert, ich hätte aber auch einfach ein dazugehöriges Dokument mit den Druckereivorgaben erstellen können. (Überfüller li./re. + ob./un. 15mm. Also genug Abfall vom Bild mit einkalkulieren! Vorsatz, Nachsatz, Schmutzblätter musste ich nicht einfügen, das macht bei mir die Druckerei.

Die Schriftausgabe zB von der Avenir und deren Schnitten sah am MBP, meinem HP, dem Lektoratsdruck aus dem Copyshop dem des PDFs der Druckerei deutlich anders aus. Wir wissen nicht, woran das lag bzw. liegt. Auf ersteren dreien sah bzw. sieht die Avenir deutlich dicker und plumper aus als im Freigabe-PDF der Druckerei und natürlich auch in gedrucktem Zustand. Ich war lange am Überlegen, ob ich die Avenir nicht doch tauschen sollte. Könnte tatsächlich auch an der HiRes-Skalierung von macOS liegen.

Die Schriftauswahl ist manchmal etwas buggy. So erscheint zB eine hinzugefügte Schrift nicht in der Schriftvorschau aber im dazugehörigen Schriftfenster sehr wohl.
Den Kommentarbereich verwende ich eigentlich auch gerne und oft. Notizen und Anmerkungen zu Textbausteinen sind hier möglich und so kann ich weiterschreiben, mir aber allfällige Notizen zu einer Passage oder einem Satz oder einem Wort machen, damit ich das nachher nicht vergesse. Die Verknüpfung im Kommentarbereich anklicken und man hat eine visuelle Leine zum jeweiligen Text oder der Passage und wenn man diese klickt, gelangt man automatisch dort hin.
Die Menüleiste lässt sich sehr individuell anpassen, sie ist essentiell für mich für ein flüssigeres Arbeiten abseits der Tastenkürzel.
Stil kopieren & Einsetzen ist auch gut umgesetzt.
Verschiedene Stilvorlagen innerhalb eines Absatzes mag Pages allerdings nicht (gerne). Das muss, soweit mir bekannt, manuell gemacht werden. ZB ein Wort oder einen Satz innerhalb eines Absatzes von normal auf kursiv zu stellen.
Suchen und Ersetzen ist super, wie ich finde. Die Rechtschreibkorrektur auch. Ist halt auf Englisch ausgelegt, also es werden hier schon einige Wörter oder Begriffe aus dem Deutschen nicht wirklich erkannt und demnach als falsch markiert, aber man kann Pages auch trainieren und anlernen und Wörter zum Wörterbuch hinzufügen.
Die Textspationierung ist ähnlich gut umgesetzt wie in XPress. Die funktioniert super. Zeilenweise, satzweise, wortspezifisch oder buchstabenbasiert. Da kann man im Blocksatz ordentlich Platz oder Bündigkeit und Aufgeräumtheit schaffen.
Auch kann man das Dokument doppelseitig darstellen, so kann man, wie oft im Buchdruck, links und rechts unterschiedliche Seitenränder wählen. Im Normalmodus geht das nicht.
Auch kann man den Textmodus in ein Layoutformat umformatieren, man ist damit frei von "Format", sprich man kann Textboxen platzieren und sich ähnlich wie in XPress fühlen, wenn man mit Textverknüpfungen bzw. Verkettungen arbeiten will.
Bilder werden direkt in Pages eingebettet. Sprich, die Dateigröße wird erhöht. Diese kann man auch wieder mittels D&D aus Pages heraus sichern. Es gibt eine ordentliche Medienübersicht.
Die automatische Silbentrennung ist ein Graus. Es wird de facto jede zweite Zeile am Ende getrennt. Das ist furchtbar und man muss tatsächlich alles korrigieren, weil Pages eben nicht wirklich deutsch ist. Es trennt, wo es silbentechnisch möglich ist. Auch, wenn das oft nicht stimmt oder mir nicht so bekannt ist. Lieber selbst trennen.

Das kommende bzw. in Arbeit befindliche Projekt wird ein Kunstdruck werden. Das mache ich auch in Pages. Prosa & Lyrik und dazwischen SW-Zeichnnungen im Scherenschnitt. Nicht abfallend aber es könnte sein, dass gewisse Zeichnungen geprägt werden im Innenteil. (Prägung ist noch eine Kostenfrage.) Es wird handschriftlich gestaltet werden, sprich eine Schrift verwendet werden, die meiner Handschrift nahe kommt. Die "Unrulyness" in Kombination mit der "Zapfino" ist der größte Favorit bis jetzt. Weil ich auch Schönschrift mache und die Geschichte des Buches nichts anderes als eine Handschrift zulässt. Könnte auch sein, dass ich die Header wirklich selbst schreibe und in Affinity nachzeichne oder Bitmaps nehme. Kann ich alles in Pages machen. Ist von der Agentur her alles kein Problem, das habe ich schon abgeklärt.

Ich hoffe, behilflich gewesen zu sein. Bei Fragen, einfach fragen.