How to: 10.5 bis 10.12 in Parallels und Fusion

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  1. futureformer

    futureformer Thread Starter Mitglied

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    Ich habe es mit einigen Basteleien jetzt geschafft, alle OS X-Client-Versionen von 10.5 bis 10.12 in VMware Fusion 7/8 als auch Parallels 11/12 zu virtualisieren. Im Falle von 10.5 und 10.6 habe ich die Original-Retail-DVDs der Client-Version zur Verfügung gehabt und mit ein paar Tricks und zusätzlicher älterer VM-Software wie VMware Fusion 4.1.0 (für 10.5 unbedingt notwendig !) beide alten Systeme zum Laufen zu bringen.

    Fusion 4.1.0 führt 10.5 und 10.6 noch problemlos nativ aus, während 4.1.1 das nicht mehr tut. Offiziell ist die 4.1.0 bei VMware nicht mehr als Download erhältlich, man muss schon ein wenig in den Weiten des Internet nach einem Installations-DMG suchen oder ein eigenes Archiv der alten Versionen besitzen. Da Fusion 4.1.0 nur auf Snow Leopard läuft, muss man erst mal eine VM mit dieser erstellen, sofern kein echter SL-Client zur Verfügung steht.

    Indem man die Retail-DVD von Snow Leo leicht verändert ist es möglich, 10.6 in Parallels zu installieren. Außer dieser Veränderung sind noch weitere kleinere Tricks notwendig, man muss Parallels nämlich vorgaukeln, man hätte eine Server-Version. Das gleiche gilt für Fusion-Versionen jenseits von 4.1.0, auch hier muss man dem Host vorgaukeln, der Guest wäre eine Server-Version, damit er startet.

    Ist aber alles erst einmal installiert und eingerichtet, kann man auch unter Sierra auf sämtliche OSX-Versionen ab 10.5 über Fusion und Parallels zugreifen. :)

    Falls Interesse besteht werde ich alle notwendigen Schritte dazu in diesem Thread beschreiben, sofern die Admins des Forums nichts dagegen haben.
     
  2. iPhill

    iPhill Mitglied

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  3. futureformer

    futureformer Thread Starter Mitglied

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    Weil es möglich ist. :-D
     
  4. tocotronaut

    tocotronaut Mitglied

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    Super.

    Ich habe einige osx versionen problemlos virtualisieren können, bin an anderen allerdings gescheitert.
    Ich habe es allerdings auch mit virtualbox versucht, da ist alles noch etwas fummeliger.

    Gerade die tricks bei 10.6 wären interessant.
    Eine serverversion, nur um zu sehen, wie das system damals aussah ist mir zu teuer.
    Normale 10.5 und 10.6 dvds sind aber vorhanden.

    Vmware 4 hab ich sogar noch als lizenz hier.
     
  5. futureformer

    futureformer Thread Starter Mitglied

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    Einleitung:

    Die Virtualisierung von 10.5/10.6 in der Clientversion ist ein wenig tricky. Die Installation von 10.6 unter Parallels 7 istmittels der gepatchten Installations-DVD möglich. Mit Parallels-Versionen jenseits von Version 7 habe ich jedoch Schwierigkeiten gehabt, Snow Leopard zu installieren. Ausserdem brauchen wir auch für die spätere Virtualisierung von 10.5 erst einmal eine ältere und eine aktuelle Version von Vmware Fusion. Passende 4er Fusion-Lizenzen gibt es günstig (< € 30.-) auf eBay, das DMG von 4.1.0 kann ich Interessierten bei Bedarf gerne zukommen lassen.

    Für alle, die keine laufende 10.6-Installation mehr haben, fange ich mit der Anleitung an, Snow Leopard Client unter Fusion zu installieren ->

    10.6 Snow Leopard


    a.) Wir brauchen eine Snow Leopard Retail-DVD. Diese DVD müssen wir leicht verändern, so daß Fusion glaubt, es wäre eine Server-Version, die mit diesem Hypervisor noch ausführbar ist. Dazu legen wir die DVD in das Laufwerk, starten das Festplatten-Dienstprogramm, wählen das physikalische Laufwerk (in unserem Falle ist es das Laufwerk „SuperDrive“), in welchem die DVD und erstellen mit „Neues Image“ ein DVD-Master, Verschlüsselung aus. Die original DVD werfen wir nach dem Lesevorgang aus. Jetzt bearbeiten wir das fertige Image. Dazu mounten wir das Image mit folgendem Befehlen:

    cd Desktop


    hdiutil attach SuperDrive.cdr -shadow


    touch '/Volumes/Mac OS X Install DVD/System/Library/CoreServices/ServerVersion.plist'



    b.) Danach werfen wir das Diskimage wieder aus. Auf dem Desktop befinden sich ein eine "SuperDrive.cdr" und eine "SuperDrive.cdr.shadow". Nun erstellen wir ein neues DVD-Master von der SuperDrive.cdr mit folgendem Terminal-Befehl:

    hdiutil convert -format UDTO -o SuperDrive-Server.cdr SuperDrive.cdr -shadow


    c.) Wir können im Anschluss die "SuperDrive.cdr" und "SuperDrive.cdr.shadow" löschen und mit der SuperDrive-Server.cdr weitermachen. Wir erstellen eine VM in Fusion für 10.6 Server und wählen als Installationsmedium die eben erstellte "SuperDrive-Server.cdr". Die Installation von Snow Leo sollte jetzt starten. Wir bestätigen die Sprachauswahl und wählen in den folgenden Dialogen das Installationsziel, aber klicken noch NICHT auf weiter ! Nun starten wir über die Dienstprogramme das Terminal und geben folgenden Befehle ein:

    mkdir -p '/Volumes/Macintosh HD/System/Library/CoreServices/'



    touch '/Volumes/Macintosh HD/System/Library/CoreServices/ServerVersion.plist'


    d.) Nun schließen wir das Terminal und führen die Installation fort, denken aber daran, Rosetta und Quick Time 7 bei der Auswahl der Installationspakete anzuwählen. Die Installation wird etwa 30 Minuten dauern, anschließend startet Fusion die VM und wir können unseren Benutzer einrichten. Bis auf weiteres bitte alle Updates von Snow Leopard unterlassen, es sind dafür noch weitere Schritte notwendig ! Idealerweise erstellen wir von der VM jetzt ein Snapshot oder eine Dateikopie.
    Als nächstes installieren wir die Vmware Tools in 10.6 und starten die VM neu (diesen Schritt überspringen, falls die VM in Parallels genutzt werden soll !)

    e.) Im nächsten Schritt müssen wir dafür sorgen, daß die Updates eingespielt werden können. Dazu starten wir zunächst Textedit, gehen in die Einstellungen und ändern das Format auf Reintext, entfernen bei automatischer Dateiendung das Häkchen bei .TXT und schliessen Textedit wieder. Dann starten wir Textedit wieder, erzeugen eine neue Datei und fügen folgenden Text ein:

    <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>

    <!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple Computer//DTD PLIST 1.0//EN"
    "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd">
    <plist version="1.0">
    <dict>
    <key>Label</key>
    <string>com.rectalogic.Vmware</string>
    <key>ProgramArguments</key>
    <array>
    <string>/bin/bash</string>
    <string>-c</string>
    <string>/bin/rm -f /System/Library/CoreServices/ServerVersion.plist;
    trap "/usr/bin/touch /System/Library/CoreServices/ServerVersion.plist;
    exit" SIGINT SIGTERM SIGHUP; sleep 999999 &amp; wait $!</string>
    </array>
    <key>KeepAlive</key>
    <true/>
    <key>RunAtLoad</key>
    <true/>
    </dict>
    </plist>

    Anschliessend speichern wir die Datei auf dem Desktop unter „com.rectalogic.Vmware.plist“ im Format Unicode UTF-8 Reintext ab. Bitte darauf achten, daß die TXT-Erweiterung abgehakt ist, damit die Dateiendung *.plist wird ! Wir öffnen ein Finderfenster, navigieren in den Ordner:

    /Macintosh HD/Library/LaunchDaemons/

    und legen mithilfe von Authentifizierung durch unser Passwort die Datei dort ab.


    g.) Dann öffnen wir ein Terminal-Fenster und geben folgende Befehle ein:

    sudo chown root:wheel /Library/LaunchDaemons/com.rectalogic.Vmware.plist



    sudo launchctl load /Library/LaunchDaemons/com.rectalogic.Vmware.plist


    Die Befehle sind ggf. mit Passwort zu bestätigen. Danach das Terminal schließen.

    Im Anschluss daran kann das System wie gehabt über Softwareaktualisierung komplett geupdatet werden. Das System 10.6 Snow Leopard ist nun vollständig einsatzbereit in Vmware Fusion und lässt sich mit wenigen Handgriffen in jede Parallels-Version bis 12 importieren.


    h.) Dazu starten wir Parallels, öffnen über das Menü die Snow Leo VM von Fusion, und importieren diese. Nach dem Importvorgang schließen wir die eventuell fehlerhaft gestartete VM und editieren in den erweiterten Boot-Einstellungen der VM die Boot-Flags mit folgendem Wert:

    vm.bios.efi=0

    Nun sollte auch in Parallels die Snow Leo-VM sauber starten und wie in Fusion problemlos funktionieren. :)






    10.5 Leopard

    Kommen wir nun zur Installation von 10.5 Leopard. Für diese Installation benötigen wir entweder unsere Fusion-VM von 10.6 Snow Leopard oder ein 10.7 unter Fusion. Parallels erlaubt leider keine verschachtelte Virtualisierung von Mac OS X. Außerdem ist die Fusion-Version 4.1.0 (es MUSS genau diese Version sein !) erforderlich, die wir in der VM installieren müssen, da nur die 4.1.0 den Support für die Leopard-Client-Installation bietet. Die 4.1.0 findet man leider nicht mehr bei Vmware; sie wurde ein paar Tage nach Bekanntwerden dieses „Bugs“ von den Servern genommen. Glücklicherweise habe ich eine DMG mit der Version 4.1.0 archiviert und kann diese auf Anfrage zuschicken.

    a.) Zuerst installieren wir Vmware Fusion 4.1.0 in der Snow Leo- oder Lion-VM in Fusion. Ein 4er Lizenzschlüssel sollte funktionieren.

    b.) Anschliessend erstellen wir eine neue VM mit 10.5 Leopard und weisen dem DVD-Laufwerk der VM entweder ein Image der original Leopard Installations-DVD oder ein physisches Laufwerk des Host zu.

    c.) Nun starten wir die VM und können Leopard wie gewohnt installieren.

    d.) Nach Abschluss der Installation steht 10.5 Leopard in Fusion 4.1.0 zur Verfügung. Idealerweise führen wir nun die notwendigen Systemupdates durch, installieren bei Bedarf die Vmware Tools und erstellen eine Sicherheitskopie der VM.

    e.) Wir möchten natürlich, daß Leopard 10.5 auch in Fusion 7 oder 8 bzw. in Paralles zur Verfügung steht. In diesem Fall sollte wir die Vmware Tools in der VM NICHT installieren bzw. deinstallieren. Außerdem müssen wir noch die „ServerVersion.plist“ aus der virtuellen Snow Leopard-Installation in das gleiche Verzeichnis in der Leopard-VM kopieren, fertig ! Die VM kann nun problemlos mit Fusion 5 bis 8 geöffnet und ausgeführt werden. Ebenso ist der Import in Parallels möglich, der Schritt h.) aus der Snow Leo Anleitung ist dazu auch wieder für die Leopard-VM auszuführen.

    ***

    Von den fertigen VMs sollte in jedem Fall ein Snapshot bzw. Backup erstellt werden. Leider habe ich bislang nicht geschafft 10.5 und 10.6 in VirtualBox von Oracle zu installieren bzw. die virtuellen Festplatten aus Fusion in VirtualBox vollständig hochzufahren; die VM startet zwar, jedoch gibt es nach dem Laden des Kernels immer eine Panic im CPU-Powermanagement der VM. Vielleicht kann das mal jemand untersuchen und uns mitteilen, was dagegen zu tun ist.

    Euch Interessierten erst mal viel Spass mit dieser Anleitung ! Bei Fragen – einfach melden. :)
     
  6. futureformer

    futureformer Thread Starter Mitglied

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  7. docslash

    docslash Registriert

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    Genau bis hier bin ich gekommen, aber dann erschien das Apfellogo mit dem sich drehenden Kreis (der frühen AppleBootSanduhr). Nach ca 30sek wechselt das Apfellogo zu einem grauen "Gesperrt" Zeichen und der Kreis dreht so lange weiter, bis man die VM ausschaltet. Was mache ich falsch ? Ich benutze Fusion 11 auf 10.14 Mojave.
     
  8. vidman2019

    vidman2019 Mitglied

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    Das gleiche passiert wenn man den efi-unlocker mit der aktuellen Fusion Version 11.0.2 probiert. Kann mir vorstellen, dass der Unlocker mit 11.0.0 oder 11.0.1 funktioniert, aber es scheint eben immer nur für eine kurze Zeit zu funktionieren.
    Das ist relativ einfach. Du versuchst etwas was Apple definitiv nicht will und VMWare mit jeder neuen Version unterbindet. Die Patches die ich kenne hebeln in der Regel nur die Überrüfung aus, was VMWare bei dem nächsten Update relativ leicht unterbinden kann. Kauf die Server-Version und es läuft dauerhaft.
     
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