1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Hauptsache die Kohle stimmt ?

Dieses Thema im Forum "MacUser Bar" wurde erstellt von biblio, 14.06.2005.

  1. biblio

    biblio Thread Starter MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    28.07.2003
    Beiträge:
    1.259
    Zustimmungen:
    7
    Habe gerade in der taz, in der morgigen Ausgabe, das hier gelesen:

    Ich könnte jetzt motzen :motz oder zum Boykott aufrufen drumm , ändern werde ich es wohl nicht - aber aufregen tut es mich. Ein Hoch auf die Doppelmoral.

    Wer mehr lesen will, die taz ist in Volltext kostenlos online...
     
  2. Thowe

    Thowe MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    25.03.2005
    Beiträge:
    817
    Zustimmungen:
    3
    Die Alternative ist es, nicht auf den chinesichen Markt anzubieten, es sind Bestimmungen, die dort jeder einhalten muss. Das ist zwar sehr unschön, doch ist ein Boykott sicher nicht der Weg die Probleme in China zu lösen. China muss seine Probleme selbst bewältigen, anders wird es dort nicht gehen und so wie es im Moment da ausschaut, ist das gar nicht mal eine so schlimme Situation, da gab es Zeiten, die durchaus schlimmer waren.

    Der chinesische Markt hat eine gute Wachstumsrate und ist für Firmen relativ wichtig, aus Gründen der Moral eben das Land von der Weltwirtschaft zu isolieren, ist somit auch keine echte Methode, da sie nichts an der Situation dort ändern wird. Ist China aber in einer gewissen Abhängigkeit geraten, kann man auch mit anderen Mitteln eben Druck zu einer Lockerung der Bestimmungen ausüben. Es wird so oder so immer schwieriger werden dank Internet und Co. eben eine komplette Kontrolle zu realisieren. Je mehr Kommunikation mit dem Rest der Welt geübt wird, desto eher wird sich hier eine Lösung abzeichnen.

    Man kann China nicht umkrempeln, man kann es nicht isolieren und im Moment auch nicht erpressen, da wir selbst sehr stark von der Produktionskraft dort und den verbundenen Preise abhängig sind. So läuft leider der Hase.
     
  3. Doch man kann solche Länder isolieren. Je mehr Weltkonzerne – egal ob Apple oder Microsoft – im vorauseilenenden Gehorsum der Diktatur ihre Dienste anbieten (wie einstmals der Vatikan dem Dritten Reich), umso länger dauert es, bis Menschenrechte auch im Reich der Mitte Einzug halten.
     
  4. lundehundt

    lundehundt MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    22.02.2003
    Beiträge:
    17.780
    Zustimmungen:
    881
    Was nachdenklich macht ist, dass China in 10 - 15 Jahren wahrscheinlich die Wirtschaftsmacht Nummer 1 sein wird ohne das sich politisch in dem Land viel aendern wird oder muss.

    Man kann schlecht eine den Hersteller einer Suchmaschine dafuer verantwortlich machen nach was sie suchen soll - ob der jetzt Microsoft heisst oder Google. Ich finde es naheliegender einem Waffenhersteller zu unterstellen, dass er um die Gefaehrlichkeit seines Produktes weiss - egal wer es einsetzt.

    Geht aus dem Artikel hervor in welcher Form Microsoft die chinesische Obrigkeit unterstuetzt?
     
  5. Gestern musste der amerikanische Software-Konzern Microsoft einräumen, dass bei der Benutzung des seit Mai angebotenen Blog-Dienstes MSN Spaces in China die genannten Begriffe nicht verwendet werden dürfen.
    Quelle:
    http://www.taz.de/pt/2005/06/15/a0154.nf/text
    Im Klartext: Suchworte wurden von MS von vorneherein "rausgefiltert", nicht (wie sonst) von den staatlichen Provider. Das nenne ich vorrauseilenden Gehorsam.
     
  6. lundehundt

    lundehundt MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    22.02.2003
    Beiträge:
    17.780
    Zustimmungen:
    881
    das ist allerdings eindeutig und genauso verwerflich wie minen verkaufen
     
  7. Ganz klar: Microsoft verkauft Techniken, die Kommunikation zensieren und behindern, an Diktaturen, die damit ihre Macht festigen und demokratische Bewegungen unterdrücken.
    Interessant finde ich die Frage, was unser Kanzler, seine Partei und die Gewerkschaften zu derartigen Geschäften sagen würden, wenn deutsche Firmen beteiligt sind.