Gültigkeitsdauer von Angeboten

  1. Nice

    Nice Thread StarterMacUser Mitglied

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    Hallo Freelancer,
    bisher habe ich auf meinen Angeboten keine "Gültigkeitsdauer"
    vermerkt. Wie handhabt ihr das? Habt ihr einen Passus in euren
    Angeboten wie lange ihr euch an das Angebot bindet?
    Gibt es eine gesetzliche Frist wie lange ein Angebot bindend sein
    muss? Hat da vielleicht jemand eine Quellenangabe oder einen
    link wo man so etwas nachlesen kann?

    Konkret möchte mir ein Kunde einen Auftrag erteilen zu einem
    Angebot, das ich vor einem halben Jahr erstellt habe. In der
    Zwischenzeit habe ich meinen Stundensatz etwas erhöht.
    Aus Kulanz werde ich mich wohl an das Angebot halten,
    aber in dem Zuge kam bei mir die Frage auf wie das rein
    rechtlich aussieht.

    Viele Grüße
    Nicole
     
    Nice, 26.02.2007
  2. Nickless

    Nickless

    Hallo Nicole,

    selbiges hatte ich gerade vor 5 Minuten. Ich vermerke in meinen Angebote deshalb immer: »Der veranschlagte Preis kann bis zu vier Wochen nach Erhalt des Angebotes gewährleistet werden.« Denn das mit dem halben Jahr kommt doch öfters vor, als man glauben mag.

    Nachtrag: Ich würde versuchen den neuen Stundensatz anzubieten. Wenn er zögert, kannst Du immer noch einen Kompromiss vorschlagen.
     
    Nickless, 26.02.2007
  3. Apfelpower

    ApfelpowerMacUser Mitglied

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    ... gibt es nicht verbindliche und normale Angebote? Beim Normalen hängt dei Gültigkeit damit zusammen, wie schnell sich der Planet dreht... oder?
     
    Apfelpower, 26.02.2007
  4. JürgenggB

    JürgenggBMacUser Mitglied

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    Hallo Nicole,

    eine rechtliche Vorgabe hierfür gibt es nicht.
    Es liegt alleine an den von Dir fixierten Ver-
    tragsmodalitäten wie lange Dein Angebot steht.

    Bei mir sind es ab Angebotsabgabe 15 Wochen.
    Dabei dränge ich auf bei meinen Zulieferern auf
    eine lange Laufzeit, teilweise bis zu einem Jahr.

    Es kann böse enden, wenn z.B. die Druckerei auf
    Grund exorbitant gestiegener Papierpreise ihr
    Angebot nicht halten kann und Du bist in der Ver-
    antwortung.

    Gruss Jürgen
     
    JürgenggB, 26.02.2007
  5. Konrad Zuse

    Konrad ZuseMacUser Mitglied

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    Bin zwar in einer anderen Branche tätig, aber wir geben immer so ca. 2 Monate als Angebotsgültigkeit vor. Eine gesetzliche Regelung gibt's nicht.
     
    Konrad Zuse, 26.02.2007
  6. Nice

    Nice Thread StarterMacUser Mitglied

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    Hallo,
    vielen Dank für eure Antworten.

    Ich hätte schwören können, dass in unserem
    bürokratischen Staat so ein Fall auch im Para-
    graphendschungel seinen Platz gefunden hat.

    Dann werde ich für die Zukunft diese Klausel in
    meine Angebote aufnehmen und in dem
    aktuellen Fall zu den "alten" Konditionen arbeiten.

    Viele Grüße
    Nicole
     
    Nice, 26.02.2007
  7. JürgenggB

    JürgenggBMacUser Mitglied

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    Hallo Nicole,

    wenn irgend solch ein Bundesfuzzy hier mitliest,
    wird es auch hierfür in Kürze eine bundes- oder
    europaweite Gesetzes-Regelung geben.:D

    Meine ich ganz im Ernst
    Jürgen
     
    JürgenggB, 26.02.2007
  8. digitomm

    digitommMacUser Mitglied

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    Deshalb würde ich solche Nebenkosten immer aus meinem Angebot ausklammern - warum soll ich für etwas gerade stehen, an dem ich nix verdiene und das nicht in meiner Macht steht. Macht man ja mit der Märchensteuer auch so :D
     
    digitomm, 26.02.2007
  9. Sterling

    SterlingMacUser Mitglied

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    Auftragsbestätigung nach Angebot:
    innerhalb von 24 Stunden = Preis laut Angebot
    innerhalb von 7 Tagen = Preis laut Angebot, zzgl. 10%
    innerhalb von 14 Tagen = Preis laut Angebot, zzgl. 15%
    innerhalb von 30 Tagen = Preis laut Angebot, zzgl. 20%
    innerhalb von 3 Monaten = Preis laut Angebot, zzgl. 30%
    innerhalb von 6 Monaten = Preis laut Angebot, zzgl. 50%
    Keine Auftragsbestätigung = Wir sehen uns in der Hölle!

    Das ist zwar nur ein Jux, aber der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
    Alles nur eine Frage der Lockstoffe.

    In unserer Realität:
    Angebote, über die das Studio innerhalb von 4 Wochen kein Feedback erhält, sind für uns nicht mehr bindend (ist auch in den Angeboten vermerkt). Ursache: Für Videoaufnahmen gibt es nur Frühjahr und Sommer, wo Außenaufnahmen von und für Unternehmen garantiert ansprechend werden. Dem Risiko, sich auf wenige schöne Tage im Herbst zu verlassen, setzen sich nur Amateure aus. Wer sich als Kunde schnell entscheidet, wird belohnt. Auch wenn die eigentliche Produktion erst 6 Monate später beginnt. Anzahlung bei Auftrag: Stets 30% der Gesamtsumme. Anders funktioniert es nicht, da Vorausleistungen (Anreise und Bestandsaufnahme am Drehort etc.) erforderlich sind. Zum Glück geben die Events (Messen) den Rhythmus der Entscheidungsfindung vor und so müssen wir auf Zu- und Absagen nie lange warten.

    Sollten sich Ex-Kollegen (Beamte) in solche und andere Dinge einmischen, dann ist es mit der freien Marktwirtschaft nicht mehr weit her. Die Politik hat sich da raus zu halten und das wissen sie auch. Deshalb können sie zwar Richtlinien entwickeln, aber die Verbindlichkeit ist jeweils Angelegenheit der Unternehmen. Die berühmte Verpflichtung zur "Selbstkontrolle". Was für ein Scherz, wenn es Alkohol, Tabak und Jugendliche betrifft. Aber wer peitscht schon Schweine durchs Dorf, von denen andere Branchen abhängig sind, auch ohne ihre Produkte zu kaufen? Was wäre die Werbung ohne Schweine?

    - Sterling
     
    Sterling, 26.02.2007
  10. DystoBot

    DystoBotMacUser Mitglied

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    § 147 BGB

    Annahmefrist
    (1) Der einem Anwesenden gemachte Antrag kann nur sofort angenommen werden. Dies gilt auch von einem mittels Fernsprechers oder einer sonstigen technischen Einrichtung von Person zu Person gemachten Antrag.

    (2) Der einem Abwesenden gemachte Antrag kann nur bis zu dem Zeitpunkt angenommen werden, in welchem der Antragende den Eingang der Antwort unter regelmäßigen Umständen erwarten darf.
     
    DystoBot, 26.02.2007