Größe des virtuellen Speichers

  1. Steppenwolf

    Steppenwolf Thread StarterMacUser Mitglied

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    Hallo,

    mein virtueller Speicher beträgt derzeit 7GB. Was bedeutet das genau, ist das gut oder schlecht?

    Gehen mir dadurch 7GB auf der Festplatte verloren?

    Dankeschön im Voraus.
     
    Steppenwolf, 16.01.2006
  2. maceis

    maceisMacUser Mitglied

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    Wieviel "virtueller Speicher" auf Deiner Festplatte angelegt ist, kannst Du mit dem Kommando
    herausfinden.

    HTH
     
    maceis, 16.01.2006
  3. Steppenwolf

    Steppenwolf Thread StarterMacUser Mitglied

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    Ja, aber was bedeutet virtueller Speicher? Für welchen Zweck steht der?
     
    Steppenwolf, 17.01.2006
  4. maceis

    maceisMacUser Mitglied

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    Der Begriff "Virtueller Speicher" wird häufig nicht ganz präzise verwendet.

    Häufig wird/werden damit die Auslagerungsdatei/en bezeichnet, die auf der Festplatte angelegt werden und Plattenplatz verbrauchen.
    Zweck ist, die Größe des Arbeitsspeichers zu erhöhen, die ja sonst durch Anzahl und Größe der eigesetzten RAM Riegel plus evtl. vorhandenen fest verdrahteten Bausteine begrenzt ist.

    Eigentlich bedeutet aber virtueller Speicher, dass der Speicher nicht direkt addressiert wird.
    Jedes Speicherbit hat eine Adresse, die benötigt wird, um etwas in den Speicher zu schreiben oder etwas aus dem Speicher zu lesen, wobei natürlich nicht jedes Bit einzeln adressiert wird, sondern in Blöcken oder byteweise geschrieben/gelesen wird.
    Aus Sicherheitsgründen wird aber den Programmen nicht erlaubt, direkt auf die Speicheradressen zuzugreifen sondern jedes Programm (genauer jeder Prozess oder Thread) erhält einen in sich abgeschlosennen Adressraum, aus dem heraus es nicht in die Speicherbereiche anderer Prozesse schreiben kann (was zu Abstürzen und anderen fehlern führen würde).
    Dieser Adressraum ist der virtuelle Speicherraum, der einem Prozess zugeordnet ist. Die Umsetzung in die physikalischen Adressen wird von bestimmten Komponenten des Betriebssystems durchgeführt.

    Grob gesagt kann man es sich vorstellen wie ein Schachbrett. Einem Schachspieler (Prozess) ist es nicht möglich seine Figur (Arbeitsdaten) z.B. auf das Feld C 18 (Speicheradresse) zu schieben (schreiben), da ein solcher Zugriff nicht adressiert werde kann.

    Jetzt könnte man also hunderte von Schachbrettern unterschiedlicher Größe nebeneinanderlegen (gesamter Arbeitsspeicher) und eine Person (Betriebssystem beauftragen ein rießiges Raster darüberzulegen, von den Spielern die virteullen Adressen entgegenzunehmen, auf das große Raster zu übertragen und Helfer zu beauftragen, die Figuren zu ziehen.
    Die Helfer müssten von den einzelnen kleineren Rastern (die sich auch laufend in Ihrer Größe ändern können) nichts wissen.

    Die Auslagerungsdateien könnte man sich vorstellen wie ein Buch (Festplatte), in dem Positionen aufgeschrieben werden, die sich fast nie ändern, wenn der Platz für die Schachbretter nicht mehr reicht. Das dauert wesentlich länger, schafft aber zusätzlichen Platz.
     
    maceis, 17.01.2006
  5. nicolas-eric

    nicolas-ericMacUser Mitglied

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    Dazu habe ich auch eine Frage:
    Ich habe 3 GB RAM im unten genannten Mac drin und laut Activity Monitor ganze 15 GB virtuellen Speicher. Dabei sind folgende Pogramme aktiv:
    Captain FTP, AdiumX, iPhoto, iTunes, Adressbuch, Eye-TV, iCal, Safari, Compressor2 und Garageband.
    Ist der grosse virtuelle Speicher angemessen? Stören tut er mich nicht, ich habe ja noch über 200 GB auf der System Platte frei, aber auf einem PB mit ähnlich viel geöffneten Programmen sind es nur 6 GB virtueller Speicher.
    Nach welchen Kriterien vergibt OSX den virtuellen Speicher...?
     
    nicolas-eric, 18.01.2006
  6. maceis

    maceisMacUser Mitglied

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    Nochmal: Der Virtuelle Speicher ist nicht die Auslagerungsdatei sondern der virtuelleAdressraum, der den Programmen/Prozessen vom Betriebssystem zugeteilt wird.
    Der muss weder im RAM noch auf der Festplatte physikalisch vorhanden sein.
    Virtuell ist virtuell ist virtuell.
    Die Speicherverwaltung ist relativ komplex und von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängig. Daran ist z.B. auch eine eigene Hardwarekomponente beteiligt, die MMU.
    Was die Auslagerung auf die Festplatte angeht, werden auch statistische Daten herangezogen, die in /var/vm/app_profile für die einzelnen User in einer Datenbank gespeichert werden.

    Ich bin aber bei weitem kein Experte auf diesem Gebiete um diese ganzen Vorgänge auch nur annähernd erschöpfend erklären zu können.
     
    maceis, 18.01.2006
  7. nicolas-eric

    nicolas-ericMacUser Mitglied

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    Danke für die Erklärung. Seit OS9 Zeiten hat sich beim virtuellen Speicher scheinbar einiges geändert...
    Und hast Du gesehen, dass ich GROSS und klein geschrieben habe...? ;-)
     
    nicolas-eric, 18.01.2006
  8. der_Kay

    der_KayMacUser Mitglied

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    ...adressieren geht problemlos, nur das Reinschreiben nicht ;)

    ...das Raster der "Person" ist aber sicherlich kleiner als der "Hyperraum" der "Spieler"...

    ...und ich dachte immer, da stehen die ausgelagerten Seiten drin...
     
    der_Kay, 18.01.2006
  9. nicolas-eric

    nicolas-ericMacUser Mitglied

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    Kann mir jetzt mal einer erklären was wirklich Sache ist...?
     
    nicolas-eric, 18.01.2006
  10. der_Kay

    der_KayMacUser Mitglied

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    http://de.wikipedia.org/wiki/Virtueller_Adressraum

    oder in papierner Form und deutlich ausführlicher:
    A. Tanenbaum: "Moderne Betriebssysteme"

    Merke:

    Im Buche stehen diejenigen Schachbretter, die die Schachspieler gerne bespielt hätten, und für die Helfer, die manchmal keine Ahnung haben, wie gross die Bretter eigentlich sind keinen Platz mehr hatten, weil die Person ihnen das gesagt hat! Wichtig ist aber, dass Schachbretter sich nicht in Ihrer Größe ändern, sondern es ganz klitze kleine und Große gibt.
     
    der_Kay, 18.01.2006
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