Geschwindigkeit: Kyocera FS 1010. Beliebigen PPD-Treiber installieren?

heinrichbrenn

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#Bearbeitung: Ah, ich habe den Post wohl ins falsche Forum gestellt. Könnte ein Moderator so freundlich sein und ihn ins Peripherieforum verschieben? Leider habe ich den Stickey zu spät gesehen.

Hallo,

ich versuche seit Stunden, größere PDF-Dateien (im Bereich von ca. 10 MB) auszudrucken. An mein von Mac OS 10.8 angesteurten Kyocera FS 1010 gesendet, dauert es ewig bis der Druck fertig ist. Der gewöhnliche Verdächtige ist wohl der RAM meines betagten Druckers.

Allerdings hatte ich unter Linux ein ähnliches Problem, bis ich eine anderen Druckertreiber als den, den Kyocera anbietet, benutzt habe. Dieser Treiber liegt als PPD vor (http://www.openprinting.org/driver/ljet4/). Wenn ich diesen unter Linux benutze, schnurrt das Gerät auch bei größeren Dateien. Ein Hardwarefehler kann insofern also ausgeschlossen werden. Nun habe ich versucht diesen Treiber auch unterm Mac in Betrieb zu nehmen. Das Gerät funktioniert mit dem Originaltreiber von Kyocera ansonsten einwandfrei, nur die Geschwindigkeit ist bei größeren oder bildlastigen Dateien (etwa schlechten Scans von Büchern) unerträglich gering. Diese PPD lässt sich sowohl unter Cups als auch bei der Installation durch den Wizard zwar einstellen, jedoch lässt sich dann nicht drucken. Der Mac meldet, dass weitere Software nötig sei oder eine Inkompatiblität vorliege. Es lässt sich nicht drucken, der Job wird sofort gestoppt.

Daher habe ich einige Fragen:

(1) Ist es möglich diese PPD zu installieren? Ist sie vielleicht linuxspezifisch? Da ja nur wenige Informationen im Header der Datei nicht-druckerspezifisch zu sein scheinen, welche Daten müsste ich dort hinzufügen?
(2) Gibt es andere Mac-Datenbanken für PPDs?
(3) Weiß jemand eine andere Lösung? Gibt es alternative Kyoceratreiber oder bestimmte Tweaks? Die Benutzung als generischer Postscript-Drucker hat nicht funktioniert, da druckt der Kyocera mir nur eine Fehlermeldung.
(4) Hat jemand zufällig ein ähnliches Problem und es igendwie behoben?
(5) Muss vielleicht die PPD-Datei vor Inbetriebnahme in ein bestimmtes Verzeichnis kopiert werden? Im Internet habe ich Hinweise auf /Systems/Extensions/Printer* gefunden. Allerdings existiert in meinem Existensions-Verzeichnis kein derart benannter Unterordner.

Für Hilfe wäre ich sehr dankbar. Es ist furchtbar nervig, dass der Drucker bei größeren nicht funktioniert und statt durchzudrucken, wird er kurz leise und fährt dann wieder hoch, was die Arbeit im gleichen Raum nicht gerade erleichtert...

Vielen Dank

Heinrich Brenn
 

Cousin Dupree

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Wie sieht es denn mit einer simplen Erweiterung des Druckerspeichers aus?

Oder ist das schon passiert?

Denn die Vermutung, dass das Problem mit dem Speicher zu tun hat, liegt sehr nah.


MfG, Peter
 

heinrichbrenn

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Hallo Peter,

vielen Dank für Deine rasche Antwort. Das Gerät ist alt, ich habe es vor fünf Jahren gebraucht gekauft und da hatte es schon einige zehntausend Seiten gedruckt. Ich bin froh, dass es nach einigen weiteren tausend Seiten noch funktioniert und habe im Moment kein Interesse, weiter Geld dafür auszugeben. Außerdem ärgert es mich, dass es ja unter Linux (wo ich ebenfalls Cups nutze) einwandfrei funktioniert, ist die andere PPD installiert. Daher halte ich es ein bisschen für eine Verschwendung und eine vage Hoffnung, dass sich das gerade durch einen Speicher ändert. Ich würde das gerne softwaremäßig lösen -- möglich muss es ja sein!


Gruß

Heinrich Brenn
 

freucom

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Außerdem ärgert es mich, dass es ja unter Linux (wo ich ebenfalls Cups nutze) einwandfrei funktioniert, ist die andere PPD installiert. Daher halte ich es ein bisschen für eine Verschwendung und eine vage Hoffnung, dass sich das gerade durch einen Speicher ändert. Ich würde das gerne softwaremäßig lösen -- möglich muss es ja sein!
Moin Heinrich,
hast du Dir mal den Kommentar zu dem Treiber durchgelesen? Das ist ein "GhostScript-Treiber" für den Hewlett-Packard LaserJet 4 (!). Es ist ein "bisserl gewagt" zu erwarten, dass dieser mit Deinem Kyocera funktioniert. Es kann klappen, dass eine .ppd (also ein PostScript-Treiber) eines HP mit einem QMS oder OKI-Gerät läuft, aber auch da kann man eine Bauchlandung hinlegen. Langer Rede, kurzer Sinn: Treiber sind heikel und nicht problemlos von einer Plattform auf die andere übertragbar!

Und noch ein Hinweis: Das Datenblatt von diesem Kyocera beinhaltet zwar eine PostScript-Emulation - aber eine mit Level 2! Da ist es kein Wunder, wenn größere Bilder da Irrsinns-Druckzeiten verursachen. Ach ja, im Download-Center von Kyocera reicht die Kompatibilität für dieses Gerät bis OS-X 10.5 . . .

mfg
Günther
 

heinrichbrenn

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Hallo Günther,

zuerst einmal vielen Dank für deine freundliche und sachkundige Antwort. Was mich wundert ist die Tatsache, dass es eben unter Linux mit genau dieser PPD völlig einwandfrei auch bei größeren Dateien (das heißt, den gleichen schlechten Scans mit großen Bildern!) relativ flott funktioniert, jedenfalls erheblich flüssiger als mit mit meinem Mac.

Die PPD-Datei habe ich bei openprinting erstellen lassen. Dort konnte ich die Datei auch für den Kyocera FS 1010 generieren lassen, und nun mag es zwar theoretisch problematisch erscheinen, sie für meinen Drucker zu benutzen, allerdings funktioniert das völlig problemlos unter Linux bzw. mit meinem dortigen Cups. Wenn ich das richtig verstehe, setzt 10.8 ebenfalls unter der Haube Cups ein. Daher dachte ich, dass es eigentlich relativ problemlos möglich sein müsste, eine PPD-Datei auch dort einzusetzen, ggf. mit geringen Anpassungen. Aber ich scheine mich da zu irren, schade. Ich finde das allerdings einigermaßen schwer zu verstehen. Wenn das Backend in beiden Fällen cups ist, warum funktioniert das dann nicht? Es ist ja nun auch keine Binärdatei, sondern beinhaltet im Klartext Anweisungen für Ghostscript.

Der Original-Kyocera-Treiber, den ich installiert habe, ist der für "Max OS X 10.5 und neuer". Da die vorherigen Versionen Warnungen beinhalten, die darauf hinweisen, dass sie nur bis Version soundso einzusetzen sind, gehe ich davon aus, dass "und neuer" hier auch 10.8 mit einschließt. Wie kommst Du darauf, dass die Kompatibilität nur bis OS X 10.5 reicht?

Also, mein neuerster Versuch ist jetzt Foomatic zu installieren, das dieser PPD-Treiber voraussetzt. Ich werde berichten, sollte das von Erfolg gekrönt sein.

Grüße

Heinrich Brenn
 

freucom

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Was mich wundert ist die Tatsache, dass es eben unter Linux mit genau dieser PPD völlig einwandfrei auch bei größeren Dateien (das heißt, den gleichen schlechten Scans mit großen Bildern!) relativ flott funktioniert, jedenfalls erheblich flüssiger als mit mit meinem Mac.
Der Original-Kyocera-Treiber, den ich installiert habe, ist der für "Max OS X 10.5 und neuer". Da die vorherigen Versionen Warnungen beinhalten, die darauf hinweisen, dass sie nur bis Version soundso einzusetzen sind, gehe ich davon aus, dass "und neuer" hier auch 10.8 mit einschließt. Wie kommst Du darauf, dass die Kompatibilität nur bis OS X 10.5 reicht?
Moin Heinrich,
nun, wenn der Drucker über den Original Kyocera (KPDL)-Treiber geht, dann kann er auch nur im PS-Level-2-Modus die Druckdaten abarbeiten. Und das geht langsam, wie Du leidvoll feststellen durftest. Zu Openprinting und Linux kann ich nichts sagen - dazu kenne ich beide zu wenig.
In Sachen 10.8 bin ich deshalb so skeptisch, weil sich der Druckbereich im Mac-OS von 10.5 auf 10.6 erheblich veränderte. Ich habe hier einen netzwerkfähigen Drucker von HP stehen, der unter 10.5 noch mit TCP-IP ansprechbar war - mit dem Wechsel auf 10.6 war es vorbei. Bei OS-X 10.7 und 10.8 sind die Unterschiede unter der Haube noch gravierender. Hinzu kommt die rein kaufmännische Frage: Lohnt es sich für den Hersteller für ein "altes Gerät" noch den Treiber weiterzuentwickeln? Lukrativer ist der Verkauf des Nachfolgegerätes.

mfg
Günther
 

heinrichbrenn

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Hallo Günther,

okay, danke für deine Antwort. In der Tat hört es sich so an, als wäre der Kyocera-Originaltreiber dann vermutlich mangelhaft...

Mittlerweile habe ich foomatic installiert. Damit klappt die Inbetriebnahme des Druckers, die Geschwindigkeit ist wieder wie gewohnt, das Drucken läuft flüssig. Super! :) Danke für deine Antwort, ansonsten hätte ich nicht noch einmal in die PPD-Datei geschaut und festgestellt, dass diese foomatic voraussetzt. Sollte jemand ein ähnliches Problem: Es gibt eine DMESG-Datei für foomatic, diese einfach installieren und dann einfach im Drucker-Wizard die ausgewählte PPD installieren.

Dafür gibt es ein neues Problem :D Der Druck läuft zwar wieder super. Allerdings hat der Drucker nun eine andere Vorstellung davon, was DIN A4 bedeutet: es ist am rechten Rand etwa ein Viertel frei, unten etwa ein Drittel. Wenn ich zwei PDF-Seiten auf eine DIN A4-Seite drucken will, wird nur dieser rechte Rand bedruckt. Im cups-admin-panel ist das ganze auf US-Letter eingestellt, aber auch nach einer Umstellung auf DIN A4 werden diese Ränder mitgedruckt. Diese Ränder tauchen *NICHT* auf, wenn ich nicht direkt aus Vorschau drucke, sondern zuerst ein PDF erstelle, das meinen Ausschnitt beinhaltet. Strange! Das gilt auch für Einzelseiten: direkt ausgedruckt beinhalten sie einen Rand, speichere ich zunächst ein PDF und drucke dann von dort aus, gibt es keinen Rand.

Hihi, das ist so großartig. Ich wollte genau deswegen auf den Mac umsteigen, weil ich keine Lust mehr auf diese Linuxfummelei hatte...:)
 
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