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Freelance für Agentur -> Urheberrecht, usw…

  1. ROLLUM

    ROLLUM Thread StarterMacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    20.05.2006
    Beiträge:
    35
    Zustimmungen:
    0
    hallo.
    bin seit neuestem als designer (print, als auch screen) für eine kleinere agentur tätig und habe natürlich eine vertraulichkeitsvereinbarung für freie mitarbeiter in die hand bekommen.
    bei folgendem punkt weiss ich nicht ob das so seine richtigkeit hat:

    »…alle konzeptionen, zeichnungen, ideen, die in erfüllung von arbeit gemacht werden, die unter diese vereinbarung fällt, soll das eigentum unseres unternehmens sein. darüber hinaus wird vereinbart, dass jegliche arbeit von autorenschaft, die ihrer arbeit für projekte unseres unternehmens entspringt, ein auftragswerk ist und dass das urheberrecht dafür zuerkannt werden soll, wenn unsere gesellschaft nicht als autor angesehen wird…«

    was haltet ihr davon bzw. wie sind eure erfahrungen!?
    a) klar, kann ich schon verstehen, wenn man mehr im daily business einer agentur eingebunden ist, es wahrscheinlich nicht so sinnig ist, noch irgendwelche nutzungsrechte, etcpp zu veranschlagen + verhandeln. sondern, das wird dann über nen tages-/stundensatz abgegolten. aber irgendwie hört sich das eher für mich so an, alles zu sehr aus der hand zu geben(-> urheberrecht; kann man das überhaupt übertragen).
    b) wie sieht´s da dann eigentlich mit dem eigenen online-portfolio aus? muss ich dann für jede arbeit, die passiert ist, zur agentur rennen um dies oder jenes projekt zeigen zu dürfen bzw. können die mir das auch verweigern obwohl unter nennung + verlinkung der agentur auf der eigenen homepage.
    c) wie sieht es eigentlich bei solchen arrangements mit "arbeitnehmerähnlichkeit" aus.

    ich freu mich auf informatives und diskussionsmaterial.

    gruss, rollum
     
    ROLLUM, 08.02.2007
  2. Jack_Pot

    Jack_PotMacUser Mitglied

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    06.12.2006
    Beiträge:
    111
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    1
    Viel zu diskutieren gibt es nicht. In Agenturen ist es so, dass die Rechte
    (nur Nutzung, Urheber bleibt bei dir) auf die Agentur übergehen. Es ist nicht anders als
    korrekt, dass das so ist, denn sonst könnten Angestellte eine Agentur und den
    Kunden völlig blockieren. In der Regel überträgst du das uneingeschränkte
    Nutzungsrecht, räumlich nicht eingegrenzt, auf die Agentur. Das Urhebrrecht
    kannst/musst du nicht abtreten, denn geschaffen hast du es nun mal. Dem
    Kunden gegenüber tritt die Agentur als Urheber, bzw. als Halterin der uneingeschränkten
    Nutzungsrechte auf.

    Deine Arbeiten, die Du für die Agentur gemacht hast, kannst Du problemlos
    in dein Portfolio rein nehmen. DU hast wenig Erfahrung in dieser Postition, richtig?
    Dann ist es gut, wenn Du Dich erkundigst. Der Punkt im Vertrag ist ok.

    .
     
    Jack_Pot, 08.02.2007
  3. hk1805

    hk1805MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    29.01.2004
    Beiträge:
    375
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    4
    Bis zum diesem Punktstimme ich "Jack_Pot" zu.

    VORSICHT jedoch bei der Veröffentlichung der Arbeiten in deinem Portfolio.
    Das händelt jede Agentur anders. Wenn du weiterhin für den Kunden Arbeiten
    möchtest solltest du diesen Punkt bei jedem einzelnen Projekt klären.

    Kann sein das du rein gesetzlich im Recht bist, allerdings riskierst du damit deine
    weitere zusammenarbeit mit der Agentur.

    Ich habe schon Vertraulichkeitsvereinbarung unterschrieben wo dieser Punkt
    aufgeführt war und die Agentur nur inoffiziell für Kunde X gearbeitet hat.
    (Im Auftrag einer weiteren Agentur die eigentlich für das Projekt beauftragt worden ist,
    somit durfte mein Auftraggeber nicht in "Erscheinung" treten.)
     
    hk1805, 08.02.2007
  4. Jack_Pot

    Jack_PotMacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    06.12.2006
    Beiträge:
    111
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    1
    Da muss ich hk1805 Recht geben.

    Es ist sicherlich sinnvoll, das mit der Agentur abzusprechen. Warum? Wenn Du es in
    ein ONLINE-Portfolio nimmst, entspricht das einer Veröffentlichung.

    Ich bin NICHT von einer Veröffentlichung ausgegangen (habs überlesen),
    sondern von einer Präsentation bei einer weiteren Agentur.
     
    Jack_Pot, 08.02.2007
  5. JürgenggB

    JürgenggBMacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    01.11.2005
    Beiträge:
    8.032
    Zustimmungen:
    585
    Hallo Rollum,

    die Punkte „a” und „b” wurden ja bereits ausreichend
    beantwortet. Zu Punkt „c”: ein arbeitnehmerähnliches
    Verhältnis (Scheinselbstständigkeit) liegt vor, wenn
    Du überwiegend für EINEN Kunden arbeitest.

    Genaueres kannst Du hier nachlesen:

    http://www.ey.com/global/download.nsf/Germany/ST1_Selbststaendig_oder_abhaengig_Beschaeftigt/$file/SELBSTSTAENDIG_ODER_ABHAENGIG_BESCHAEFTIGT.pdf

    Grüsse Jürgen
     
    JürgenggB, 08.02.2007
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