Externe Platte vs. RAID nur für Backup

Lefteous

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Ich habe bislang ein NAS-System genutzt, vorher ein klassisches RAID-System. Während das NAS-System eine Anzeige der Plattengesundheit bietet, scheint mir dort der Mechanismus der Nutzung von Sparsebundles nicht besonders stabil und auch schlecht wartbar zu sein, zudem wird er von Apple nicht offiziell unterstützt. Beim RAID ist es nach meiner Erfahrung quasi umgekehrt. Von OWC gibt es Systeme, die ein Soft-RAID mit Plattenmonitoring bieten, aber nach meiner Recherche haben die Teile laute Lüfter. Hat jemand eine gute Empfehlung?
 

walfreiheit

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Viele Platten in einem Gehäuse gibt es nur mit Lüfter. Da entsteht einfach zu viel Wärme. Aber deshalb gibt es ja NAS-Systeme, die man weit weg stellen kann.
 

Lefteous

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Ganz ohne Lüfter muss in dieser Konstellation auch nicht sein. Die Lautstärke meiner Synology in der aktuellen Einstellung in Ordnung.
 

Lefteous

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Dann verstehe ich dein Problem nicht.
Ich kann gerne versuchen es anders zu beschreiben. Der Lärm ist hier nicht das Problem.

Ich möchte vor allem Datensicherheit und ihre Überwachung (z.B. SMART) haben. Externe Gehäuse bieten in dieser Hinsicht oft gar nichts. NAS-Systeme unterstützen Time Machine nur inoffiziell über den Sparsebundle-Mechanismus, der nach meinem Wissen schlecht zu warten ist. Weder Synology noch Apple bieten hierfür Support an. Synology wirbt dafür, dass es geht, wenn nicht - Pech.
 

roedert

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Von welcher Datenmange reden wir denn? Warum muss es ein Raid sein als TM-Backupziel?
Sinnvoller und sicherer wäre da doch eher große Einzelplatten und ein 2. Backup - am besten noch mit einer anderen Software wie TM.
 

Lefteous

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Von welcher Datenmange reden wir denn? Warum muss es ein Raid sein als TM-Backupziel?
Sinnvoller und sicherer wäre da doch eher große Einzelplatten und ein 2. Backup - am besten noch mit einer anderen Software wie TM.
Das ist durchaus denkbar. Da bin ich völlig offen. Wie könnte denn eine solche Lösung konkret aussehen?
 

roedert

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Wie könnte denn eine solche Lösung konkret aussehen?
Eine externe USB-Platte mit der ca 1,5fachen Größe der zu sichernden Datenmenge für TimeMachine (je nach benötigter Größe 2,5 oder 3,5")
Ein einfaches NAS (1 oder 2 bay) und/oder Cloudspeicher zur reinen Sicherung der Daten (kein komplettes System) via zB Arq-Backup oder CCC oder oder oder.....
 
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Lefteous

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Eine externe USB-Platte mit der ca 1,5fachen Größe der zu sichernden Datenmenge für TimeMachine (je nach benötigter Größe 2,5 oder 3,5")
Ein einfaches NAS (1 oder 2 bay) und/oder Cloudspeicher zur reinen Sicherung der Daten (kein komplettes System) via zB Art-Backup oder CCC oder oder oder.....
Okay, aber wie würde bei der USB-Platte die Überwachung der Datensicherheit sichergestellt werden? Das ist ja gerade der Pferdefuß mit den Teilen. Oder ist das gerade die Idee, dass man sagt man macht mehrere Backups und wenn eine Platte kaputt geht, dann hat man halt das andere Backup am Start?
 

walfreiheit

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Oder ist das gerade die Idee, dass man sagt man macht mehrere Backups und wenn eine Platte kaputt geht, dann hat man halt das andere Backup am Start?
Du hast es erfasst. Die Zustandsanzeige nützt ja auch nur befingt. Die Platte kann trotzdem von heute auf morgen aussteigen. Am besten immer mehrere Sicherungen auf Platten unterschiedlicher Hersteller und unterschiedner Serien machen.
 

Lefteous

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Du hast es erfasst. Die Zustandsanzeige nützt ja auch nur befingt. Die Platte kann trotzdem von heute auf morgen aussteigen. Am besten immer mehrere Sicherungen auf Platten unterschiedlicher Hersteller und unterschiedner Serien machen.
Okay verstehe. Allerdings gibt es natürlich auch Situationen, in denen Festplatten einen langsamen Tod sterben.
Hinzu kommt außerdem noch die Frage, ob man überhaupt merkt, wenn das olle Backup irgendwo vor sich hin verreckt.
 

carsten_h

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Allerdings gibt es natürlich auch Situationen, in denen Festplatten einen langsamen Tod sterben.
Das kannst Du mit Tools wie DriveDx ohne Probleme herausbekommen. Das startest Du und kannst die Gesundheit Deiner externe Time Machine Platte ansehen.

wenn das olle Backup irgendwo vor sich hin verreckt.
Ja, denn Time Machine überprüft das ständig, auch wenn es auf einem NAS in einem Sparsebundle gespeichert ist.

Man kann bei Time Machine auch mehrere Platten benutzen, die werden dann immer im Wechsel beschrieben, also 1. Stunde: 1. Platte, 2. Stunde: 2. Platte ... n. Stunde: n. Platte, n+1. Stunde: 1. Platte usw.
Zusätzlich dann vielleicht noch Sicherungen mit CCC oder ähnlichen Tools.
Und zu richtig guten Sicherheit vielleicht noch extra Sicherungen der Fotos-Library und anderer extrem wichtigen Dinge auf mehrere Platten (auch z.B. mit CCC synchronisiert), von denen eine immer außer Haus (!) aufbewahrt wird, um ganz sicher zu sein. Denn eine Sicherung im abgebrannten eigenen Haus nützt nicht viel.
 

lisanet

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scheint mir dort der Mechanismus der Nutzung von Sparsebundles nicht besonders stabil und auch schlecht wartbar zu sein, zudem wird er von Apple nicht offiziell unterstützt.
Apple unterstützt ganz offiziell TimeMachine über SMB. In der entsprechenden Doku wird null davon erwähnt, dass dies nur mit Apple-Geräten unterstüzt wäre, sondern es wird vielmehr beschrieben, welche Features der SMB-Server aufweisen muss, dass das klappt.

Als ich das letzte Mal für rd. 3 Jahren mich mit Samba als open source Implementierung von SMB auseinander gesetzt habe, hat Samba diese Features unterstützt, bis auf ein einziges, was damals nicht 100% implementiert war, aber hinsichtlich der Datensicherheit immer noch identisch mit einem "normalen" SMB-Server ist. (SMB Flush muss lt. Apple F_FULLSYNC unterstützen.)

Was ich allerdings nicht nehmen würde ist AFP im NAS, sofern dort die alte AFP-Implentierung netatalk 2.x verwendet wird. Die war einfach nicht stabil, und von dort kommen auch die vielen Berichte, dass TimeMachine unzuverlässig auf NAS sei. Das lag eindeutig an netatalk. Ab Version 3 von Netatalk ist die Stabilität deutlich verbessert worden. Samba ist da aber nach wie vor die bessere Wahl. Und, AFP ist von Apple auch für TimeMachine abgekündigt und wird nicht mehr unterstützt und gepflegt.

Insoweit kannst du also ruhig TimeMachine über ein NAS betreiben.

Für all die, die das oben gesagte nicht glauben, hier ein Dev-Artiikel von Apple zu SMB für TimeMachine. https://developer.apple.com/library.../NetworkingInternetWeb/Time_Machine_SMB_Spec/
 

Lefteous

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Das kannst Du mit Tools wie DriveDx ohne Probleme herausbekommen. Das startest Du und kannst die Gesundheit Deiner externe Time Machine Platte ansehen.
Das klingt gut. Das werde ich mir einmal anschauen. Danke für den Tipp!

Ja, denn Time Machine überprüft das ständig, auch wenn es auf einem NAS in einem Sparsebundle gespeichert ist.
Und was macht es, wenn es ein Problem gefunden hat? Ist Time Machine dann so schlau auch ohne eine Anleitung wie diese alles wieder in Ordnung zu bringen? Meine Erfahrung damit ist nicht so positiv, dafür kenne ich jetzt tmutil und vieles andere wesentlich besser...

Man kann bei Time Machine auch mehrere Platten benutzen, die werden dann immer im Wechsel beschrieben, also 1. Stunde: 1. Platte, 2. Stunde: 2. Platte ... n. Stunde: n. Platte, n+1. Stunde: 1. Platte usw.
Zusätzlich dann vielleicht noch Sicherungen mit CCC oder ähnlichen Tools.
Und zu richtig guten Sicherheit vielleicht noch extra Sicherungen der Fotos-Library und anderer extrem wichtigen Dinge auf mehrere Platten (auch z.B. mit CCC synchronisiert), von denen eine immer außer Haus (!) aufbewahrt wird, um ganz sicher zu sein. Denn eine Sicherung im abgebrannten eigenen Haus nützt nicht viel.
Ja diese erweiterten Backupstrategien sollte ich wirklich mal angehen.

Apple unterstützt ganz offiziell TimeMachine über SMB. In der entsprechenden Doku wird null davon erwähnt, dass dies nur mit Apple-Geräten unterstüzt wäre, sondern es wird vielmehr beschrieben, welche Features der SMB-Server aufweisen muss, dass das klappt.
...
Leider nein - vielleicht ist es ja ein Missverständnis und Support wurde von Dir als "das System beherrscht diesen Mechanismus grundsätzlich" verstanden. Ich meinte aber Kundensupport für Nutzer. Ich habe in den letzten Wochen intensivsten Kontakt mit dem Apple Support gehabt. Es gibt keinen Support. Support-Aussage: Wenn es geht, schön, ansonsten muss es der Hersteller des NAS supported. Ich denke man kann sich denken an wen Synology verweist...
 

carsten_h

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Und was macht es, wenn es ein Problem gefunden hat?
Das was auch bei einer direkt angeschlossenen Platte passiert. Es wird gemeckert, das etwas nicht in Ordnung ist und er eine neue Sicherung anlegen möchte. Es ist natürlich immer die Frage, wodurch das Problem aufgetreten ist. Mitte bis Ende letzten Jahres hat er meine Time Machine Sicherung auf einem NAS regelmäßig angemeckert und von vorne begonnen. Da ich weiß, daß die Platte in Ordnung ist, habe ich ihn machen lassen. Seit Anfang des Jahres ist das (klopf auf Holz) kein einziges Mal mehr mit derselben Platte (NAS) aufgetreten.
Ich gehe davon aus, daß Apple da wie üblich in den letzten Jahren wieder einmal einen Teil der Software verschlimmbessert hatte und es dadurch zu verstärkten Problemen kam.
 

lisanet

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Leider nein - vielleicht ist es ja ein Missverständnis und Support wurde von Dir als "das System beherrscht diesen Mechanismus grundsätzlich" verstanden. Ich meinte aber Kundensupport für Nutzer. Ich habe in den letzten Wochen intensivsten Kontakt mit dem Apple Support gehabt. Es gibt keinen Support. Support-Aussage: Wenn es geht, schön, ansonsten muss es der Hersteller des NAS supported. Ich denke man kann sich denken an wen Synology verweist...
Ok, dann habe ich das tatsächlich missverstanden, wenn es dir um Support durch die Hersteller ging.

Allerdings hast du geschrieben, das NAS-Systeme TimeMachine nur inoffiziell unterstützen würden. Und darauf bezog ich mich, da von Seiten Apples es eben so nicht ist. TimeMachine wird via SMB unterstützt und damit auch auf NAS. Da ist nix inoffizielles.

Es sollte aber auch seitens Synology kein Problem darstellen, deren Software für SMB aktuell zu halten und damit auch TimeMachine via SMB zu unterstützen. Wie gesagt: nimm nicht AFP für TimeMachine, sondern mach das via SMB.
 

Lefteous

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Das was auch bei einer direkt angeschlossenen Platte passiert. Es wird gemeckert, das etwas nicht in Ordnung ist und er eine neue Sicherung anlegen möchte. Es ist natürlich immer die Frage, wodurch das Problem aufgetreten ist. Mitte bis Ende letzten Jahres hat er meine Time Machine Sicherung auf einem NAS regelmäßig angemeckert und von vorne begonnen. Da ich weiß, daß die Platte in Ordnung ist, habe ich ihn machen lassen. Seit Anfang des Jahres ist das (klopf auf Holz) kein einziges Mal mehr mit derselben Platte (NAS) aufgetreten.
Ich gehe davon aus, daß Apple da wie üblich in den letzten Jahren wieder einmal einen Teil der Software verschlimmbessert hatte und es dadurch zu verstärkten Problemen kam.
In meinem Fall war es so, dass es die Backups nicht mehr gefunden hat. Das ist nicht das, was man will, wenn man gerade ein Backup wiederherstellen will. Mit der oben verlinkten Anleitung habe ich es dann wieder halbwegs repariert bekommen. Mir ist nicht bekannt, dass Apple etwas in der Richtung verwendet oder anbietet.

Ok, dann habe ich das tatsächlich missverstanden, wenn es dir um Support durch die Hersteller ging.

Allerdings hast du geschrieben, das NAS-Systeme TimeMachine nur inoffiziell unterstützen würden. Und darauf bezog ich mich, da von Seiten Apples es eben so nicht ist. TimeMachine wird via SMB unterstützt und damit auch auf NAS. Da ist nix inoffizielles.

Es sollte aber auch seitens Synology kein Problem darstellen, deren Software für SMB aktuell zu halten und damit auch TimeMachine via SMB zu unterstützen. Wie gesagt: nimm nicht AFP für TimeMachine, sondern mach das via SMB.
Ja, vielleicht ist das der entscheidende Punkt. Apple listet SMB als mögliches Ziel auf. Der Kundensupport ist jedoch nicht davon abhängig, den gibt es grundsätzlich nicht bei NAS-Systemen als Ziel. Es mag sein, dass Backups über SMB zuverlässiger funktionieren.

Was mir allerdings nicht in Gänze klar ist, ist der Zusammenhang zu den Problemen mit den Sparsebundles. Ich dachte AFP/SMB sind nur Übertragungsprotokolle. Klar kann es sein, dass es mit SMB seltener zu Sparsebundle-Problemen kommt. Trotzdem steht die Frage im Raum, was Apple anbietet, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Vielleicht sollte ich den Synology-Support mal fragen, warum sie AFP in ihrer Anleitung empfehlen?
 

lisanet

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Vielleicht sollte ich den Synology-Support mal fragen, warum sie AFP in ihrer Anleitung empfehlen?
Wahrscheinlich weil sich erfahrungsgemäß veraltetes Wissen unglaublich lange hält und leider zu oft nach diesem unglücklichen Motto von wegen "never change a running system" vorgegangen wird. Da kommt man dann halt nicht auf Neues und kriegt nicht mit, wenn Altes nicht mehr unterstütz wird.

Edit:
Das TimeMachine auch NAS unterstütz siehst du ja auch daran, dass wenn du das NAS mit SMB für TimeMachine eingerichtet hast, dann TimeMachine ganz selbstständig und automatisch das sparsebundle anlegt.
 

Lefteous

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Wahrscheinlich weil sich erfahrungsgemäß veraltetes Wissen unglaublich lange hält und leider zu oft nach diesem unglücklichen Motto von wegen "never change a running system" vorgegangen wird. Da kommt man dann halt nicht auf Neues und kriegt nicht mit, wenn Altes nicht mehr unterstütz wird.
Dann werde ich denen mal den Link von der offiziellen Apple-Doku mit schicken.