Ein paar Fragen: EXIF / IPTC und HEIC vs. JPG

kenduo

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Hallo

Ich möchte meine Bilder zukünftig in einer Ordnerstruktur verwalten und habe aus den anderen Threads schon einiges mitgenommen. Bei den ganzen Bild-Formaten habe ich aber noch einige Fragen.

EXIF / IPTC
So wie ich das gelesen habe, ist EXIF das Format, was bei Bildern sowieso dabei ist und IPTC war ursprünglich als Info für Dateien gedacht, wird aber mittlerweile fast nur von Fotografen genutzt, um Bilder zu beschriften, etc.
Da ich so etwas unter der Fotos.App nie gemacht habe, brauche ich beim export von eben dieser App dies auch nciht zu beachten. Oder ist dort etwas gespeichert, was ich gerade nicht auf dem Schirm habe und EXIF nicht abbildet?

Habt ihr - da ich auch meine Bilder im Stapel beschriften will - eine Empfehlung für Programme, die das auch etwas automatisiert machen? So möchte ich Bilder einer bestimmten Reise beschriften. Jedes einzelne Bild wäre mir "top much". Was natürlich auch toll wäre, wenn Informationen Anhang der GPS - Daten eingetragen werden, wie zum Beispiel "Oslo, Norwegen".


HEIC / JPG
Wie ich das verstanden habe, ist HEIC soweit besser, da auch Bearbeitungsschritte in diesen Formaten abgespeichert werden, was natürlich die Datei auch aufbläht. Auf der anderen Seite hat man aber immer nicht das Original zur Verfügung. Und wenn man ein bestimmtes Bild benötigt, kann man dieses ja immer noch in JPG umwandeln (große, etc.).

Gibt es auch eine Möglichkeit andere Formate in HEIC umzuwandeln, um so das "bessere" Format grundsätzlich als Standard zu nutzen?


Was ich damit bewerkstelligen will. Ich möchte meine Fotos besser verwalten. Mehr Infos zur Verfügung stellen, die besseren Formate nutzen. Soviel wie möglich an Informationen soll im Bild selbst gespeichert sein. Sollte mal weniger benötigt werden, kann man entsprechend exportieren.
Übersehe ich was oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?

Vielen Dank.
 

tocotronaut

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GPS Koordinaten werden ja in den Exif-Infos gespeichert.

Das nochmal in menschenlesbarer Form zu speichern ist möglich, aber redundant und vor allem nicht so einfach zu Automatisieren.
Apple Maps behauptet auch steif und Fest, dass ich in einem Naturreservat lebe, dessen namen ich nie gehört habe.
Und dabei wohne ich in der Stadt.
Da die Stadt aber in ein riesiges Naturreservat eingebettet ist nimmt Apple offensichtlich den falschen Layer in der Kartensoftware zum Anzeigen des Ortes.

-> Elektronisch alles korrekt, aber Menschlich gesehen falsch.

Dann lieber nur den Ort als koordinate Speichern und ein anderes Programm würde den Ort auch korrekt benannt anzeigen.
Wenn du den Ort aber jetzt fix als text abspeicherst wird keine Software auf die Veränderungen reagieren können, da die Daten nicht anders Interpretiert werden können.


Heic/Jpg
Andere Formate in das Verlustbehaftete HEIC Umwandeln macht eigentlich keinen Sinn.
Der einzige Vorteil ist da die geringere Dateigröße, die aber auf Kosten der Qualität geht.
Man kann es aus konsolidierungsgründen machen, aber eigentlich ist es nicht sinnig, da alle anderen gängigen formate genausogut oder besser unterstützt werden.
 

kenduo

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Also im Zweifel JPG als Format wählen, statt HEIC.

GPS-Info soll in EXIF auch bleiben, aber ich würde auch gerne die Orte, Personen, etc. beschriften. Deinen Fall kann man ja dann noch korrigieren, aber für die anderen x Bilder wäre der Aufwand geringer.
 

bernie313

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Also im Zweifel JPG als Format wählen, statt HEIC.
Du solltest das wählen, was die Kamera dir vorgibt und was dann vorzugsweise die bester Qualität ist, jedes weitere herunterrechnen führt dann zu weiteren Verlusten. Ob das nun Heic oder Jpeg oder wer weiss was ist, ist dann der Kamera vorbehalten.
 

kenduo

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iPhone ist die Kamera :iD:

Also anders gefragt: was ist das beste Format, um Bilder aus Fotos.App zu exportieren. Mit ist die Größe der Datei nicht wichtig. Die Auflösung soll die best-mögliche sein/bleiben.
 

kenduo

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Okay. Und dann habe ich dort JPG oder HEIC

Und zu HEIC habe ich gelesen, dass dort auch Bearbeitungsschritte gespeichert werden. Große Dateien im laufe der Zeit, aber mit kompletter History. So verstehe ich es.

Also besser als ein JPG, welches ja nur den aktuellen Zustand kennt.

Also dachte ich, ich speichere alles in HEIC (aufgrund der History). Brauche ich JPG Kaninchen aus der HEIC eine Kopie erstellen.

Winkst mein Denkfehler?
Ist HEIC wirklich schlechter als JPG von der Auflösung?
 

tocotronaut

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Denkfehler.

Die Bearbeitungsschritte werden im Programm gespeichert (z.b. in der Fotos.app)
mit dem Format hat das nichts zu tun.

heic und jpeg sollten qualitativ gleichwertig sein.
Der hauptunterschied ist, dass heic das foto bei gleicher qualität in einer kleineren datei verpackt.


Die Auflösung kannst du aus dem vergleich auch mal komplett herausnehmen. Die ist irrelevant oder bei beiden formaten gleich.
 

kenduo

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Zum speichern der Bildbearbeitungsschritte habe ich folgende Link. (Ich habe das aber woanders gelesen.)
https://trendblog.euronics.de/fotografie/apple-heic-fotoformat-jpg-68421/

HEIF ermöglicht das Speichern von Bildbearbeitungen. So lassen sich beispielsweise Zuschneiden und Drehen wieder rückgängig machen

Und wenn HEIC 30% dazu noch an Speicherplatz einspart ist es eine nette Option.
Deshalb kam ich da überhaupt auf die Idee, dieses Format für alle Bilder zu nehmen.
 

tocotronaut

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okay. Das war mir neu.
dann kann man heif/heic einfache bearbeitungen nicht destruktiv abspeichern. Theoretisch.

Ob die Programme das allerdings auch machen ist eine weitere und gute Frage.
Ich glaube nicht, dass das überhaupt genutzt wird, weil sich die art und weise wie ein Programm funktioniert dann ja mit dem gerade geöffneten Datei komplett ändern müsste.
(Jpg = ich lege die barbeitungsschritte in meine Datenbank / heic - ich schreibe alles in die Datei)

Ausserdem geht es dann auch direkt um datenschutz.
Ist es gewollt, dass jemand anderes der ein Bild erhält selbst weitere Teile wieder freilegen kann?
Sicherlich nicht. Das Feature ist aktuell vermutlich eher Theoretischer Natur.

Aber Ja, grundsätzlich ist Heif/Heic durch die Bank besser. Das bestreitet niemand.
Es wär auch schlecht wenn nach zwanzig Jahren .JPG keine Verbesserung da wäre.
(p.s.: es gibt auch Nachteile - Stichworte: Verbreitung oder Lizenzgebühren)

Bloß können deine Bilder nicht besser werden wenn du sie umkonvertierst. Sie werden schlechter. Sie verlieren informationen.

-> Es macht zum aktuellen Zeitpunkt keinen Sinn, bestehende Fotos umzuwandeln. Es sei denn du hast Platzprobleme, die gravierender sind als der kleine aber vorhandene Qualitätsverlust.

Besser ist es die Bilder erst wenn du sie zwingend als Heif/Heic brauchst auch umzuwandeln.
Vielleicht ist dann aber schon wieder ein anderer Codec am start....
 

kenduo

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Okay.
Leuchtet ein. Also Platzprobleme hab ich nicht. Wollte mal nur in die Zukunft denken, aber ich sehe, das brauch ich garnicht. :iD:

Zum Datenschutz: Bei der Weitergabe kann man ja theoretisch immer noch auf JPG setzen. Aber das nur so am Rande.
 

tocotronaut

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Du hast scheinbar noch nicht verstanden dass das Umkonvertieren jedes mal Qualität kostet.
Das gilt es so gut es geht vermeiden!

Man kann natürlich alles umwandeln, aber der einzige einigermaßen Stichhaltige Grund sind Platzprobleme.
Die Qualität der Bilder wird durch das Wandeln definitiv schlechter.
 

maccoX

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Ich benutze HEIC, da es das neuere, bessere Format ist und bei mir bis zu 50% Platz spart, das macht bei einer ganzen Foto Library schon was aus, vor allem auf dem iPhone selbst und auch beim Videoformat. Windows 10 kann mittlerweile auch HEIC.

Allerdings ist hier der Nachteil das es nicht überall unterstützt wird, also auch bei z.B. DLNA Servern, teils bei NAS Fotodiensten, Website Bilderuploads etc. Kann man dann natürlich exportieren oder mit Tools schnell umwandeln (außer für DLNA Server die ja alles brauchen) aber sollte man bedenken.

JPG ist halt absoluter Standard und geht wirklich überall und man muss sich keinen Kopf machen. Wobei die breite HEIC Unterstützung hoffentlich auch irgendwann mal kommt. Aber das kann man halt nicht wissen.
 

kenduo

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Du hast scheinbar noch nicht verstanden dass das Umkonvertieren jedes mal Qualität kostet.
Das gilt es so gut es geht vermeiden!

Man kann natürlich alles umwandeln, aber der einzige einigermaßen Stichhaltige Grund sind Platzprobleme.
Die Qualität der Bilder wird durch das Wandeln definitiv schlechter.

Eigentlich schon. Aber es gibt einen Punkt, der mir dann aber doch unklar ist: Wie kann ein Bild, dass die selbe Informationen hat, beim umwandeln Qualität verlieren? Ich speichere das doch nur in einem anderen Format. Alles andere soll ja gleich bleiben?!

Ich benutze HEIC, da es das neuere, bessere Format ist und bei mir bis zu 50% Platz spart, das macht bei einer ganzen Foto Library schon was aus, vor allem auf dem iPhone selbst und auch beim Videoformat. Windows 10 kann mittlerweile auch HEIC.

Allerdings ist hier der Nachteil das es nicht überall unterstützt wird, also auch bei z.B. DLNA Servern, teils bei NAS Fotodiensten, Website Bilderuploads etc. Kann man dann natürlich exportieren oder mit Tools schnell umwandeln (außer für DLNA Server die ja alles brauchen) aber sollte man bedenken.

JPG ist halt absoluter Standard und geht wirklich überall und man muss sich keinen Kopf machen. Wobei die breite HEIC Unterstützung hoffentlich auch irgendwann mal kommt. Aber das kann man halt nicht wissen.

Welches Tool hast du dafür genommen?

Meine Frau erstellt gerne Fotobücher. Dafür kann man ja dann die ausgewählten Bilder umwandeln.
Sonst wird alles digital betrachtet.
 

tocotronaut

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Dir fehlen ja komplett die Grundlagen...
Jpeg und Heic sind verlustbehaftete Verfahren.

Die gewinnen Platz durch Löschen.
Sie schneiden alles weg von dem sie denken "das merkt eh keiner".

Heic stellt sich beim wegschnippeln nur etwas besser an. (Es hat ein besseres Psychovisuelles Modell) Aber es schnippelt weg.
Jedesmal wenn du in einem anderen format abspeicherst werden weitere informationen weggeschnippelt.

Die Annahme, dass ein Bild nach dem umwandeln die selben Informationen hat ist falsch.


https://www.picstar24.de/wie-funktioniert-jpeg/
 
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maccoX

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Ja, das sollte einem bewusst sein. Die Verschlechterung wird wohl in den meisten Fällen nicht auffallen, wenn dann eher im 100% Crop, ist aber halt da.

Wenn man nur als mal ein Bild umwandelt ist das eigentlich kein Problem, normalerweise. Wenn man aber generell alles umwandeln will ist das schlecht, bzw. unnötig der Verlust, dann sollte man gleich entsprechend aufnehmen.
 
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