Dual Boot: Sierra und Ubuntu, Sierra bootet nicht mehr

justanothermacuser

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Hallo,

ich habe die beiden Betriebssysteme Sierra und Ubuntu auf meinem Macbook Pro (early 2011).
Beim Booten hab ich bisher immer mit gedrückter Einschalttaste + alt den Startup Manager geöffnet, um zwischen den beiden Betriebssystemen zu wählen (wenn ich nicht in den Startup Manager bin, hat automatisch immer Ubuntu gestartet).

Das Problem ist nun, dass beim Auswählen des mac-Betriebssystem zwar der Ladebalken dann ganz normal erscheint, aber bei ca der Hälfte verschwindet dieser und es erscheint nur mehr ein grauer Screen und nach wenigen Minuten schaltet sich das Macbook automatisch aus.

Dieses Problem hab ich erst seit kurzem und ich habe keine Änderungen vorgenommen, die mir erklären könnten, wieso das auf einmal so ist.

Über hilfreiche Tipps wäre ich wirklich sehr dankbar, bzw. vll hatte dieses Problem hier schon mal jemand und kann mir helfen. Danke.
 

Maulwurfn

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Dürfte der Serienfehler der defekten Grafikkarte sein. Das Austauschprogramm ist jedoch abgelaufen.
 
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ruerueka

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Ubuntu startet noch? Kannst du macOS im "verbose-mode" oder besser noch "single user mode" starten? dann könntest du eventuell einen Blick auf die Konsolenausgaben werfen (oder filmen?), bevor das Gerät sich ausschaltet.
 

justanothermacuser

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@ruerueka
sorry, die verspätete rückmeldung! Ich habe versucht, macOS im verbose mode und im single mode zu starten.
jedoch wurde trotzdem immer wieder Ubuntu gestartet.

@Maulwurfn
wieso sollte die Grafikkarte defekt sein?
 

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@ruerueka
sorry, die verspätete rückmeldung! Ich habe versucht, macOS im verbose mode und im single mode zu starten.
jedoch wurde trotzdem immer wieder Ubuntu gestartet.
Wie genau hast du das denn versucht?
Ich nehme an, dass du einfach die entsprechenden Tasten gedrückt hast. Der »verbose-mode« und »singe-user-mode« sind macOS-interne Startoptionen.
Die funktionieren natürlich nur, wenn macOS zum Booten ausgewählt ist.
Dass du im Eingangspost geschrieben hattest, dass automatisch immer Ubuntu gestartet hattest, weißt darauf hin, dass Ubuntu der erste Boot-Eintrag ist.
Du musst natürlich schon macOS zum Booten auswählen, wenn das nicht automatisch passiert.
Also:
Drücke »alt« und wähle macOS mit den Pfeiltasten aus, aber drücke nicht »Return« (!).
Dann drücke »command + v« bzw. »command + s«, halte beide gedrückt (!) und drücke zuletzt »Return«.
 
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tocotronaut

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er hat eventuell auch einen eigenen Boot-Manager installiert...
 

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Ist leider ein absolut gängiges Problem bei den 2011er Geräten. Es vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht einen neuen Thread zu diesem Problem gibt. Leider ein Serienfehler!
Damit ist das Booten wohl nur eine „Nebenbaustelle“. Wobei der TE bisher noch nicht klar vermittelt hat, ob er ein 15er oder ein 13er hat. Die 13er haben nämlich keine Grafikkartenproblem, da sie gar keine dGPU haben
 

tocotronaut

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interessant in dem zusammenhang ist halt, dass die oft kritisierte mangelnde grafikunterstützung von linux auch mal ein "glücksfall" sein kann...
 

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interessant in dem zusammenhang ist halt, dass die oft kritisierte mangelnde grafikunterstützung von linux auch mal ein "glücksfall" sein kann...
Nicht wirklich. Zum einen wüsste ich nicht, was „mangelnde grafikunterstützung von linux“ sein sollte. Der Linux-Kernel bietet hervorragende Möglöichkeiten mit Grafikkarten zu interagieren. Für die Grafikkarten aller aktuellen Hersteller(Intel, AMD, NVIDIA) gibt es hervorragende Treiber und entsprechend funktionieren Karten die auch hervorragend. Bei NVIDIA muss man lediglich beachten, dass der Treiber, wie auch unter macOS und Windows, nicht quelloffen ist, was der Qualität aber keinen Abbruch tut. Dadurch ist er aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vorinstalliert. Dafür hält der Linux-Kernel nativ Frickel-Packet namens »noveau« bereit, ein sehr rudimentärer Grafiktreiber, der in erster Linie dazu da ist, auf einem System ohne iGPU zumindest ein lesbares Bild zunerzeugen, das OS zu installieren, zu konfigurieren und schlussendlich den richtigen NVIDIA-Treiber zu installieren.
Das „Ding“ wird per reverse-engineering und try-and-error entwickelt und die Entwickler haben meist kaum einen Schimmer vom tatsächlichen Aufbau der GPU-Archtitektur. Dadurch hält dieses „Ding“ allerhand Features wie Software-Rendering bereit und die Fähigkeit, auch mit Unerwartetem irgendwie klarzukommen, weil das einfach zum „Tagesgeschäft“ gehört.
Entsprechend wundert es wenig, dass dieser nouveau-Treiber auch mit einer kaputten GPU irgendwie klarkommt, ich würde sogar bezuweifeln, dass nouveau überhaupt merk, dass die Grafikkarte kaputt ist.

Andererseits bieten auch die offiziellen Grafiktreiber Funktionen an, um „etwas mehr auszuhalten“ und „irgendwie klarzukommen“. Deswegen ja der Rat mit den verschiedenen Bootoptionen.