Zuverlässigkeit von Farbdefinitionen wie Pantone etc.

Dieses Thema im Forum "Drucktechnik" wurde erstellt von sesselpupser, 26.01.2007.

  1. sesselpupser

    sesselpupser Thread Starter MacUser Mitglied

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    Als DTP-Laie habe ich mal eine Frage zum Thema Farbechtheit: Kann man sich darauf verlassen, wenn man zum Beispiel in Indesign eine Pantone Farbe XY wählt, dass die dann auch im professionellen Druck Pantone XY ist? Hat Pantone das nicht sogar aus diesem Grund mit Zahlen codiert? Dann müsste es ja egal sein, wie eine Farbe auf dem Monitor aussieht, wenn sie einfach nur klar definiert ist, oder? Würde mich mal interessieren, zumindest was die Standardfarben betrifft.

    Außerdem: Wenn man ein solches Dokument in PDF umwandelt, bleibt dann die Pantone-Farbe exakt erhalten? Und was sollte man z.B. in Photoshop oder Indesign wählen, wenn man zwischen coated, uncoated, matt etc. entscheiden muss und noch nicht weiß, auf welchem Material später gedruckt werden soll. Gibt es da eine Auswahl, die immer sicher ist?

    Danke für die Hilfe.
     
  2. apflbutzn

    apflbutzn MacUser Mitglied

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    Lad dir mal das PDF von www.cleverprinting.de runter, ich denk dann bist du um eine Weile schlauer... :)

    http://www.cleverprinting.de/ratgeber_anfordern.html
     
  3. sesselpupser

    sesselpupser Thread Starter MacUser Mitglied

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    Habe ich gemacht, schon mal Danke!
     
  4. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    Du hast Recht, wie die Farbe bei dir aussieht, oder wie die genau heißt
    ist letztlich egal. Im Dokument muss die Farbe nur als Sonderfarbe
    angelegt sein. Und der Druckerei musst du den Fabton der Sonderfarbe
    angeben.

    Ob "Coated" oder "uncoated" ist dann auch egal. Die Druckfarbe ist die
    gleiche.
     
  5. superdave

    superdave MacUser Mitglied

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    richtig. pantone 245 ist weltweit pantone 245 und hat die gleiche farbmischung, die auf jedem fächer genauestens steht. der faktor ist einfach nur der drucker selber, ob er eine fachperson ist und weiss wie farben mischen, oder ob das ein hartz4 empfänger ist, der sich besser mit auto schrauben auskennt.

    also: theorie= pantone ist eine exakt definierte farbe.

    nicht ganz: coated= gestichenes papier/ uncoated=ungestrichenes papier. da hast du nicht die gleiche farbintensität und kann beim kunden zu "nö, das habe ich jetzt aber nicht bestellt" verursachen. darum gibt es ja den berühmten pantone fächer auf "coated und uncoated" aufgeteilt.
     
  6. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    Habe nie was anderes gehauptet.

    Es bleibt dabei: Es ist egal, welche du im Programm auswählst, denn
    die Druckfarbe ist die gleiche. Ist also wirklich egal.

    Der Fächer zeigt nur in etwa, wie sich die Farbe auf unterschiedlichem
    Papier verhält.
    Nur "in etwa", weil es tausend unterschiedliche Papiere gibt und nicht nur
    coated und uncoated.
     
  7. ThoRic

    ThoRic MacUser Mitglied

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    Du kennst Drucker, die Pantone 245 ordern wenn dueinen Briefbogen mit P245C als Spotfarbe bestellst?

    Pantone weigert sich weltweit die Farborte seiner Farben genau genug zu definieren, als das sie nicht mit den nächsten Nachbarn austauschbar wären.
    Die Pantone Fächer stimmen nicht in erster Linie nach zwei Jahren deshalb nicht mehr, weil sie gealtert sind, sondern weil Pantone die Farben nicht stabil hält. Ich habe die letzten 6 Jahre die Fächer alle 2 Jahre getauscht und neu vermessen, als auch beim Nachkauf die alten nachgemessen.
    Die alten haben sich wesentlich weniger verändert, als das die neuen einfach andere Farben haben.
    Soviel zum Thema Genauigkeit.

    Nicht nur, das Sonderfarben auf unterschiedlichen Oberflächen anders ausfallen, HKS Z Farben sind z.B. auch von der Pigmentierung und den Bindemitteln her völlig anders rezeptiert, um eben den völlig anderen Druckbedingungen entgegenzukommen.

    MfG

    ThoRic
     
  8. converter

    converter MacUser Mitglied

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    soweit ich weiß gibt es keinen unterschied mehr zwischen pantone coated und uncoated (mal abgesehen von der darstellung auf den fächern) ... pantone stellt nur noch eine mischung her, für coated. dadurch kann es bei pantone farben zu weit aus größeren überraschungen kommen als bei hks, die ja ihre farbmischungen dem jeweiligen material anpassen (k,z,n etc.)
     
  9. hagbard86

    hagbard86 MacUser Mitglied

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    also auch mal meinen senf dazugeben.

    kein Farbfächer sieht so aus wie der andre (obwohl es ja eigentlich der Fall sein sollte)

    das geht allein schon nicht wegerm Papier, der eine hat seinen Farbfächer immer an der Maschine / Schreibtisch und der andere im Reinraum bei Rotlicht. ;)

    Außerdem meint ihr das die Drucker die die Farbfächer drucken Zauberer sind :kopfkratz:
     
  10. ThoRic

    ThoRic MacUser Mitglied

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    Nein, Zauberer nicht, aber ordentliche Handwerker.

    Sammel dir ein paar HKS Fächer (die nicht grob fahrlässig behandelt wurden (also aufgefächert seit einem halben Jahr auf der Fensterbank lagen) und miss sie durch. Ich würde vermuten das so ziemlich alle Ergebnisse innerhalb von einem DeltaE von 3 zu den Werten liegen, die auch in Photoshop hinterlegt sind. Bei Pantone ist es tendentiell umgkehrt; da kannst du froh sein, wenn du mal eine Messung hast die unter 3 liegt.
    Was ja letztendlich nicht unbedingt ein schlechtes Licht auf die Pantone Fächer werfen muss, es kann ja auch an schlechten Werten in der Pantonebibliothek von Adobe liegen, aber es ist m.E. bezeichnend für den dortigen Qualitätsanspruch.

    Nach meiner Erfahrung ist es nämlich so, das die Farbwerte der Pantone Fächer, (u.a. da diese ja nicht im Offset gedruckt werden) oft dermassen hohe Dichten aufweisen, die kein Mensch an der normalen Maschine hinbekommt, dass die in der Regel niedriger angesetzten Lab Werte der PS Palette besser zu real erzielbaren Ergebnissen passen.

    MfG

    ThoRic
     
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