umsatzsteuer-voranmeldung

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  1. iHeiko

    iHeiko Thread Starter MacUser Mitglied

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    ich habe in den ersten vier monaten meiner selbständigkeit einer falschen info vertraut, dass ich als ich-ag nicht vorsteuerabzugsberechtigt bin. mein finanzamt hat mir da heute grünes licht gegeben. nun will ich meine formulare der letzten vier monate erneut/berichtigt einreichen und würde mich freuen, wenn mir hier jemand mal mit dem teil "abziehbare vorsteuerbeträge" auf der zweiten seite des formulars helfen könnte.

    ich habe schon folgendes ergoogled:
    "Bei 66 trägst Du ein was Du an Mwst. gezahlt hast (Z.B. wenn Du Dir nen PC gekauf hast oder Telefonrechnung wenn Du Geschäftstelefon hast u.s.w)
    Bei 83 trägst du dann die Differenz ein." (gemeint sind die fetten zahlen auf der rechten seite des formulars!)

    meine frage ist nun, wenn ich für vergangene monate eine "berichtigte anmeldung" einreichen will, muss ich dann die ausgegebenen mwst.-beträge ganz normal hinter die fette 66 eintragen oder hinter die fette 64 ("berichtigung des vorsteuerabzugs (§ 15a ustg)"?

    gruss und dank, iheiko
     
  2. Peter M.

    Peter M. MacUser Mitglied

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    Hallo iHeiko,

    keine Panik, es geht nichts verloren. Am Ende des Jahres wird eh abgerechnet. Wenn du willst, kannst du ja in der nächsten Voranmeldung die Vorsteuer der vergangenen Monate verrechnen. Aber Achtung, wenn du z.B. die Vorsteuer aus der Telefonrechnung abziehst, du das Telefon aber zu 50% privat nutzt, musst du eben auch 50% der Vorsteuer selbst übernehmen. D.h., am Ende des Jahres kann es eine Nachzahlung geben, nach der Umsatzsteuererklärung, und diese Summe musst du selbsttätig direkt überweisen, Umsatzsteuer hat dir zu keinem Zeitpunkt gehört, du ziehst sie nur für den Staat ein, da ist das Finanzamt total humorlos.

    Gute Nacht, pm
     
  3. iHeiko

    iHeiko Thread Starter MacUser Mitglied

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    na das ist doch mal eine beruhigende meldung. ich kann also einfach im nächsten formular vorsteuer einbringen, die ich z.b. im vormonat vergessen hatte...?

    cool!
     
  4. falkgottschalk

    falkgottschalk MacUser Mitglied

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    @iHeiko: prinzipiell keine Einwände - nur wenn Du Dir einen neuen PC gekauft hast (hoffentlich einen mac) dann mußt Du aufpassen daß der zwar von der MWST her "am Stück" eine Ausgabe ist, vom Aufwand (=den Gewinn mindernd) her leider nicht - da musst Du ihn ins Anlagevermögen aufnehmen und abschreiben.
     
  5. iHeiko

    iHeiko Thread Starter MacUser Mitglied

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    ja, davon habe ich auch schon gehört. aber ist doch auch eigentlich ganz gut. so hat man bei grösseren anschaffungen ein paar jahre was zum gegenrechnen.

    was sind eigentlich gängige vorsteuerabrechnungen für freelancer, die zuhause arbeiten?
    - ausgaben für mac's (natürlich mac's und nicht pc's - hatte ich noch nie!)
    - die hälfte der mwst. der familieren telefonrechnung?
    - die hälfte der mwst. der benzinquittungen der familienkutsche?
    - ?
    - ?
    - ?

    wahrscheinlich werdet ihr mich wieder an einen steuerberater verweisen.
    wie habt ihr euren gefunden?

    gruss, iheiko
     
  6. falkgottschalk

    falkgottschalk MacUser Mitglied

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    @iHeiko:
    Abschreiben über mehrere Jahre gut? Naja..
    Nehmen wir mal an, Du schreibst eine Rechnung über 2000 EUR und kaufst Dir davon einen iMac 20". Das Geld ist also "weg".
    Steuertechnisch hast Du
    - 2000 EUR eingenommen
    - 1/3 bis 1/4 des iMac an Kosten im Anschaffungsjahr, also 500-700 EUR
    - macht für das Finanzamt 1.300 bis 1.500 EUR "Gewinn" - und die versteuerst Du als Einkünfte; schlimmstenfalls mit dem Spitzensteuersatz von > 40%.
    Ansonsten:
    Haha, Du wirst das Finanzamt zum Lachen bringen.... von wegen "die Hälfte".
    Willkommen im Club der EVN-Verbindungen. Wenn Du kein super-großzügiges Finanzamt hast, dann mußt Du jedes einzelne dienstliche Gespräch nachweisen; Datum, Dauer, angerufene Nummer, Begründung. Da ist meistens nix mit %-Anteil. Wenn Du gut im Argumentieren bist, dann reicht vielleicht ein ISDN mit separater MSN.
    Was kannst Du sonst noch ansetzen?
    Auto ist schwierig, wenn es nicht der Firma gehört; also Fahrtenbuch schreiben.
    Arbeitszimmer bringt max. 1250 EUR/Jahr und auch nur dann, wenn Du dn größten Teil der Arbeitszeit da verbringst; wer nebenbei ein Gewerbe betreibt, hat hier schon verloren.
    Ansonsten kann ich Dir nur den Tip geben Dir, auch wenn an der Kasse 250 Leute hinter Dir stehen, für jede Büroklammer eine Quittung geben zu lassen.

    have fun!
     
  7. Krill

    Krill Gast

    Du nimmst mit Deinen beruflichen Einnahmen auch die Umsatzsteuer ein, die Du in Rechnung gestellt hast. Die gehört dem Finanzamt. Aber parallel zahlst Du mit Deinen beruflichen Aufwendungen (nur die beruflichen zählen!) auch Umsatzsteuer aus. Die kannst Du davon abziehen.
    Diese Rechnung macht man jedes Vierteljahr (das Finanzamt will nicht warten, bis Deine Steuererklärung vorliegt) und zahlt - oder bekommt – die Differenz.
    Aber endgültig abgerechnet wird erst am Ende mit der Steuererklärung. Dann kriegt man vielleicht was zurück oder muss was nachzahlen.
    Wenn Du kein Programm wie McKonto oder eine andere Einnahme-/Überschussrechnung benutzt, die schon entsprechende Voreinstellungen haben und die Umsatzsteuer automatisch ausweisen, dann musst Du Dich wohl oder übel in die recht umfangreiche Steuermaterie vertiefen.
    Oder, da hast Du schon richtig vermutet, Dir einen Steuerberater nehmen.
    Frag mal rum, wer von den Kollegen in deinem Umkreis einen guten empfehelen kann - einer er mit den speziellen Bedingungen von Kreativen bzw. Kunst- und Kulturschaffenden vertraut ist, wäre am besten, denn da gibt es etliche Sonderbestimmungen.
    Oder frag hier im Forum nach einem in für Dich akzeptablen Umkreis.
    Eine von einem Steuerbüro eingereichte Erklärung wird in der Regel wesentlich besser akzeptiert als eine selbstgestrickte, da riskiert man schon mittelfristig eine Steuerprüfung.
     
  8. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    Telefon: Ich setze nur die Gespräche ab, die über die Geschaftsnummer laufen. Aber erst in der Steuererklärung. Dazu sitz ich 15 Minuten vor dem Taschenrechner...
    Die Ust-Voranmeldung dazu mach ich auch erst in der Steuererklärung.

    Auto: Das geht auch nicht so einfach! Ich veranschlage immer eine Pauschale von 500-600 EUR/Jahr, weil mir ein Fahrtenbuch zu blöd ist. Das hat das Finanzamt bis jetzt so geschluckt (ist einmal geprüft worden)

    P.S. Ich schaffs bisher auch ohne Steuerberater.
     
  9. Krill

    Krill Gast

    Das Problem mit den Finanzämtern ist: Sie haben einen Spielraum, den sie unterschiedlich ausschöpfen. Wenn Abteilungsleiter oder Sachbearbeiter wechseln, kann die Sache plötzlich ganz anders aussehen.
    Beispiel: Ein Gespräch vorgestern mit einer älteren Kollegin, die von einem neuen Sachbearbeiter ("frisch von der Hochschule") aufgefordert wird, für die letzten 3 Jahre ca 3000 Euro Umsatzsteuer nachzuzahlen. Begründung: Für bestimmte Produkte unrechtmässig 7% in Rechnung gestellt statt 16%, Urteil aus dem Jahre soundso, § soundso.
    Die Kollegin macht geltend, dass sie diese Rechnungen seit 15 Jahren so stellt, das sei immer akzeptiert worden.
    Der Beamte: Sie könne gern Widerspruch einlegen, aber der lande dann auch auf seinem Tisch. Und übrigens: Wann habe sie ihre letzte Steuerprüfung gehabt? Er könne auch die ganzen letzten 10 Jahre prüfen lassen... Besser, sie zahle.
    Nebenbei gesagt, musste sie die ganze halbe Stunde des Gespräches vor seinem Schreibtisch stehen.

    Nun ist bekannt, dass angesichts der grassierenden Geldnot der öffentlichen Hand die Abteilungen der Finanzämter Vorgaben kriegen, die Einnahmen zu steigern. Und sie versuchen dies, da bin ich mir sicher, bei denen, die ihre Steuererklärungen selbst machen, besonders gern - da ist was zu holen. Neue Sachbearbeiter entwickeln da einen grossen Ehrgeiz, sie haben ihre Karriere noch vor sich.

    Also: Seid sehr sehr vorsichtig mit Ratschlägen wie "ich mach das immer so, das ging ohne Probleme". Ob das woanders auch funktioniert und wie lange das bei Euch noch klappt, ist die Frage.

    @MacEnroe: Die Autoabrechnung wird so bei meinem Finanzamt nicht akzeptiert. Ich habe die Wahl zwischen 3 Modellen:
    1. Wasserdichtes Fahrtenbuch (wasserdicht heisst, ein nachgewiesener Fehler macht alles hinfällig)
    2. 1% vom Neuwert pauschal,
    3. 50% der realen Kosten, aber belegt.
    Was am günstigsten ist, muss man für sein Auto berechnen.

    Ich meine nach wie vor, wer sich selbst nicht zum Hobbysteuerfachkraft ausbilden will, was einiges an Zeit kostet, sollte sich beim Finanzamt oder bei in einem Steuer- oder Wirtschaftsbüro Rat holen – spätestens dann, wenn die Umsätze so groß sind, dass eine Steuernachzahlung sehr empfindlich werden kann.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 09.09.2005
  10. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    Ja, Krill, das stimmt. Du hast recht und ein bißchen vorsichtiger sollte ich wohl auch werden.
    Obwohl ich, wenn ich genauer wäre, eher mehr rausholen könnte. Die Steuer, die ich durch mein "Modell" beim Auto spare, ist auch nicht viel, von daher wäre eine Nachzahlung nicht so wild.

    Auto: 50% der realen Kosten wäre ja ein ganzer Batzen. Das hatte ich nicht zur Wahl, als ich mir das damals mit einem Steuerberater so überlegt habe. Aber geht das ohne Fahrtenbuch? Tankbelege ohne extra Nachweis reichen nicht, oder?
     
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