Switcher FAQ - Bitte lesen!

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  1. stuart

    stuart Thread Starter MacUser Mitglied

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    BITTE NICHT ANTWORTEN! Dies wird eine Switcher-FAQ, die oben angepint werden soll, KEINE DISKUSSION! Über Änderungen bitte mit dem SuperMod deiner Wahl verhandeln!

    Switcher FAQ

    1. Apple Rechnerübersicht:

    Edit tau: bitte hierzu bei Post 4 weiterlesen, die Produktlinie wurde komplett auf Intelmacs umgestellt.

    2. Generelle Anmerkungen zu Apple Rechnern und Technik:

    Mit allen derzeitigen Macs kann man CDs brennen ("Combodrive"), mit den meisten auch DVDs brennen ("Superdrive"). Alle enthalten die neueste, erhältliche MacOS X Version und iLife. Die bei Macs verwendeten Prozessoren unterscheiden sich von IBM kompatiblen Prozessoren und die Rechnerarchitektur unterscheidet sich auch in einigen wichtigen Dingen. Es ist auch nicht möglich, Windows zu installieren! Linux läuft jedoch einwandfrei, wenn gewünscht. Da MacOS X jedoch mit X11 auch selbst Linuxprogramme ausführen kann, ist ein eigenes Linux nicht notwendig. Mit Virtual PC kann auch Windows emuliert werden, jedoch nicht in aktueller Leistung. Zu den aktuellen G5 Prozessoren siehe auch: http://www.apple.com/de/g5processor/


    3. Software:

    MacOS X zeichnet sich vor allem durch folgende Dinge aus:

    - sehr hohe Stabilität durch Unix-Kern
    - sehr gute Multimediafähigkeiten
    - vektorbasiertes Grafiksystem
    - sehr leichte Handhabung
    - durchgängig gültiges Bedienmodell (z.B. überall drag'n'drop)
    - Systemweit gültige Kurzbefehle
    - Zeitsparende Funktionen wie Exposé, Aufspringende Ordner
    - Systemweite Rechtschreibkorrektur, Zusammenfassung von Texten, Notizzettel verfügbar.
    - iCal für Erinnerungen und Terminplanung
    - iChat für Instant Messaging, Telefon & Videochat
    - Mail mit Spamblocker
    - Sherlock für Internetdienste wie Übersetzung, Bilder- und Internetsuche, Support uvm.
    - Systemweites Adressbuch
    - Vorschau & schnellster PDF-Reader
    - keine Trennung in Pro- und Normalversion, das selbe System für alle Aufgaben
    - Spaltenansicht für einfaches horizontales Navigieren und Vorschau von Dateien
    - Seitenleiste für direkten Zugriff auf häufig verwendete Dateien und Verzeichnisse
    - Dock für häufig verwendete Programme, Dateien, Links, Menüs uvm.
    - Skalierbare, hochauflösende Icons
    - stufenlos zoombarer Arbeitsbereich für Sehprobleme
    - Schneller Benutzerwechsel
    - sehr gute Speicherverwaltung (sehr viele offene Programme auf einmal möglich, mehrere aktive Benutzer auf einmal möglich usw.)
    - systemweites Farbmanagement
    - systemweite Schriftverwaltung
    - eigene, geschützte Bereiche für jeden Benutzer mit präzisen Rechten möglich
    - einfaches Streamen von Musik und Fotos über drahtlose und drahtgebundene Netzwerke
    - einfaches Verbinden zu anderen Computern
    - wartungsfreies System, keine manuellen Optimierungen nötig
    - stressfreies Arbeiten: Bisher keine Viren, keine Trojaner und ähnliche Plagen!
    - keine nervigen Sprechblasen oder Assistenten, stattdessen einfache Bedienung
    - ...

    iLife zeichnet sich durch folgende Dinge aus:

    iTunes:
    Einfachste Verwaltung und Musiksoftware mit Möglichkeit, Musik im Internet zu kaufen, iPod zu füttern, CDs zu brennen oder was auch immer mit Musik gemacht werden soll.

    iMovie HD:
    Einfaches Erstellen von Filmen aus selbstgeschossenen Fotos (direkt aus iPhoto) oder aus aufgenommenen Videomaterial, Effekte, vielfältige Ausgabemöglichkeiten, High Definition fähig

    iPhoto:
    Einfache Bildverwaltung für Digital- oder gescannte Fotos mit Diashows, Fotokorrektur und vielfältigen Ausgabemöglichkeiten.

    GarageBand:
    Einfach eigene Musik erstellen, komponieren, zusammenstellen, aufnehmen und mixen und veröffentlichen. In iTunes exportierbar.

    iDVD:
    Einfaches Erstellen von eigenen DVDs aus Material von iMovie oder iPhoto, verschiedene Titel, Themen und Möglichkeiten professionelle DVDs zu brennen.

    Spiele:
    Doch, es gibt sie, Spiele auf dem Mac. Zwar sind die meisten dank schlechter Portierung oder schlechter Anpassung nicht so schnell, wie es auf dem Mac möglich wäre und die Anzahl der Spiele ist nicht so hoch, wie bei Windows, aber die dafür haben die Mac Spiele in der Regel (bis auf die "schlechten" Ausnahmen) mehr Klasse und es ist nicht jeder Mist dabei. Andererseits sind auch nicht alle guten Titel am Mac zu finden. Auf jeden Fall gibt es genug Spiele, um sich die Zeit zu vertreiben, manche Spiele wie von Blizzard, werden zeitgleich für Mac und Windows rausgebracht, bei vielen aber muss man auf die Portierung etwas warten.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10.08.2006
  2. dylan

    dylan MacUser Mitglied

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    Antworten auf diese FAQ werden auf Wunsch von einem Moderator nachgetragen.

    Geschrieben von glotis:

    Falsch:
    Linux läuft jedoch einwandfrei, wenn gewünscht. Da MacOS X jedoch mit X11 auch selbst Linuxprogramme ausführen kann, ist ein eigenes Linux nicht notwendig. Mit Virtual PC kann auch Windows emuliert werden, jedoch nicht in aktueller Leistung. Zu den aktuellen G5 Prozessoren siehe auch: http://www.apple.com/de/g5processor/

    Linux bezeichnet nur den eigentlichen Kernel

    Besser:
    Richtig:
    Linux läuft mit einigen Abstrichen und kann als 2. OS nebenher installiert werden, wenn gewünscht. Da MacOS X jedoch durch einen BSD-Unix Unterbau die GNU/Linux-Tools und mit X11 auch weitere Linux-Programme selbst ausführen kann, ist ein eigenes Linux nicht notwendig. Für das Verwalten von Paketen und Linux-Programme gibt es 2 bekannte Projekte, Fink[1] und DarwinPorts[2]. Der Kernel ist ein Mach-Microkernel und OpenSource[3]. Mit Virtual PC kann auch Windows emuliert werden, jedoch nicht in aktueller Leistung. Zu den aktuellen G5 Prozessoren siehe auch: http://www.apple.com/de/g5processor/

    [1]http://fink.sourceforge.net/
    [2]http://darwinports.opendarwin.org/
    [3]http://www.opendarwin.org/
    http://www.opensource.apple.com/darwinsource/
     
  3. wegus

    wegus MacUser Mitglied

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    Windows PCs via Mac weiterbenutzen:

    Für alle die sich nicht recht entscheiden können oder das eine oder andere native Windows-Programm weiterbenutzen müssen gibt es neben der Windows-PC Emulation noch die bequeme Möglichkeit den Windows-Rechner in einem Remote-Desktop-Fenster im Mac OS mitzubenutzen und fernzusteuern. Dabei sind in einem loaklen Netz durchaus 16 Mio. Farben und Soundwiedergabe via Mac möglich. Das tool für die Terminal-Verbindung und die dafür nötigen Windows-Versionen sind hier beschrieben:

    RDV von Microsoft

    Der Windows-Rechner läuft dann quasi in einem einstellbaren Fenster. Maus und Tastatur werden vom Mac mitbenutzt, genauso wie Audio und Video. Damit kann man den Win-PC unterm Tisch oder in einer Ecke verschwinden lassen und bequem beide Rechner gleichzeitig Nutzen. Copy/Paste sind zwischen beiden Rechnern genauso möglich, wie das An- abmelden am Win-PC oder das Herunterfahren/Neustarten des Windows-Rechners.

    Gruß wegus
     
  4. tau

    tau MacUser Mitglied

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    Die ganze Produktreihe wurde von PPC-Prozessoren auf x86-Prozessoren von Intel umgestellt (2006):

    MacMini
    iMac
    iBook --> MacBook
    PowerBook --> MacBook Pro
    PowerMac --> Mac Pro



    Es gibt nun zwei OSX-Versionen - OSX für PPC- und OSX für Intel-Macs.

    10.3 Panther - nur PPC (retail/boxed)
    10.4 Tiger - nur PPC (retail), PPC und Intel (boxed)
    10.5 Leopard - PPC und Intel (retail), nur Intel (boxed)

    Die Intelversion lässt sich nicht mit legalen Mitteln auf herkömmlichen PCs installieren!

    PPC-Software muss auf OSX für Intel-Macs mit einem gewissen Performanceverlust betrieben werden, mit Hilfe der Systemimplementierung Rosetta. Desweiteren wird seit einiger Zeit und ab jetzt vermehrt Universal-Software entwickelt, die gleichermaßen auf Intel-, wie auf PPC-Macs laufen wird --> mit der für die jeweiligen Prozessoren zu erwartenden Höchstperformance!

    Ein allzu schnelles "Veralten" von PPC-Macs ist nicht zu erwarten, da der tatsächliche Umstieg seitens der Entwickler über Jahre gepflegt werden kann, was dank der Universal-Binaries auch problemlos möglich sein wird. Apple und seine Anwender hatten in den Neunziger Jahren schon einmal einen Umstieg der Prozessorarchitektur (68k auf PPC) ähnlich problemlos bewältigt.


    Thread zur FAQ

    tau
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 07.11.2007
  5. stuart

    stuart Thread Starter MacUser Mitglied

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    Der Mac - Das unbekannte Wesen: Kennenlerntipps für komplette Einsteiger

    Wichtig: Als zusätzliche FAQ gedacht, bitte nur berichtigende oder ergänzende Beiträge!

    So, du hast also schon mal irgendwo von einem Macintosh gehört und der/die Person die davon erzählte, war sichtlich begeistert und erzählte die reinsten Wunderdinge. Du willst dich erst mal informieren, was kann dieses Wunderdingens wirklich und warum kostet das alles so viel mehr als ein einfacher Aldi-PC? Hier bist du richtig, hier geben wir uns Mühe, all diese Fragen zu beantworten, also los gehts.

    1. Was ist das besondere an einem Mac?
    Die wichtigsten Unterschiede sind:
    - Ein gutes Design, ein Mac sieht nicht aus wie ein zusammengesteckter PC mit dem Versuch einer gestalteten Verbindung, hier wird auf jedes Detail geachtet und das sieht man auch. Man kann es mit einer beliebigen Edelmarke vergleichen, diese heben sich auch von "einfachen" Marken durch gewisse Details und Besonderheiten ab.
    - Ein durchdachtes Konzept mit unerreichter Reduktion auf das Wesentliche, soll heissen: Hier macht man sich wirklich Gedanken, wie man möglichst einfach das beste Ergebnis erzielen kann. Wenn du denkst, dass es bisher einfach war, lass dich eines besseren belehren. Jede Funktion hat einen Sinn und kann dir Zeit und Klicks ersparen.
    - Eine andere Philosophie: Bei anderen Systemen gibt es zahllose Assistenten, die einem die schwierigen Dinge erleichtern sollen. Am Mac versucht man den Weg zu gehen, die schwierigen Dinge einfach zu lösen, um erst gar keine Assistenten zu benötigen. "Think different" trifft es haargenau.
    - Ein anderes System: MacOS X Tiger bietet schon länger Funktionen, die Microsoft noch vorstellen will und Funktionen, die Microsoft nicht mal in seinem neuesten System anbieten will. MacOS X basiert auf UNIX und bietet einen stabilen und sicheren Unterbau, der weniger Virenanfällig ist und kaum Altlasten mitschleppt. Trotz der Schockmeldungen der letzten Tage ist bisher noch keine ernstzunehmende Gefahr für den Mac bekannt.

    2. Warum kostet der Mac soviel?
    Im Vergleich mit einem PC aus dem Discounter oder Elektrofachmarkt, der mit Zahlen und Daten protzt, wirkt ein Mac ein wenig wie ein teurer unterdimensionierter Spaß. Ein Mac besteht aber aus mehr als aus der Summe der Teile, die verbaut werden, ein Mac bietet ein gefälligeres und durchdachteres Design, er kommt nicht einfach in einer kleinen grauen Box daher, bei einem Mac spielt der "Cool-Faktor" eine große Rolle, ein Mac soll nicht aussehen, wie jeder andere PC, er soll das Maß der Dinge repräsentieren, was technisch wie optisch machbar ist und wie direkt aus der Zukunft aussehen. Edelmarken haben ihre Besonderheiten, genau so wie der Mac. Sie kosten auch mehr, wegen eben genau dieser Besonderheiten.
    Es ist wie mit einem Luxusautmobil, man benötigt es nicht zwingend, um sich damit fortzubewegen würde auch ein alter VW Käfer ausreichen oder ein selbst zusammengebautes Auto, aber der Spaß und der Komfort sind in einem Luxusautomobil eindeutig höher. An einem Mac ist auch mit ein Reiz, dass er ein Stück Exklusivität ist.

    3. Spielen auf dem Mac
    Es gibt einige Spiele für den Mac, natürlich nicht so viele wie für Windows. Manche behaupten, die wirklich guten Titel sind auch am Mac verfügbar, nun, ganz so einfach ist es nicht. Die Mac Spiele sind zumeist sehr US-Amerikanisch angehaucht, d.h. man findet kaum einen guten Fußball- oder europäisch interessanten Softwaretitel. Andere größere Spiele wie Warcraft oder WoW sind dagegen natürlich auch auf dem Mac sehr gut spielbar. Einige Ausreißer gibt es jedoch, wenn z.B. jemand eine wirklich grottige Portierung oder Anpassung an den Mac abliefert und das Spiel trotz kräftigem Mac läuft wie auf einem Celeron-Prozessor. Tests und Berichte gibt es unter anderem auf Games4mac und MacInPlay. Dort wird dann auch getestet, ob die Spiele sauber laufen oder ob sie Probleme machen.

    4. Netzwerke mit dem Mac
    Es gibt wohl nichts einfacheres, als ein Netzwerk zwischen zwei Macs Einfach verbinden, warten, bis sich die Macs gefunden haben oder auf ein Netzwerk zugreifen und fertig. Natürlich unter dem Vorbehalt, dass keine sehr speziellen Sicherheitseinstellungen zu bewältigen sind. Standardmässige Einstellungen werden vom Auspacken weg unterstützt. Auch ins Internet zu gehen mit einem Mac ist eine sehr einfache Sache, die weniger tiefgreifende Kenntnisse oder spezielle Softwarelösungen erfordert.

    5. Tunen, basteln, Optimieren
    Ist nicht nötig. MacOS X optimiert und defragmentiert sich selbst, es müllt sich nicht zu und selbst wenn man mal nicht alles löscht, was zu einem Programm gehört hat, dann bremst das nicht das System aus. Die Optimierungen laufen fürgewöhnlich nachts, also mal den Mac die ein oder andere Nacht im Ruhezustand laufen lassen und schon ist wieder alles in alter Frische. In der Natur der Sache liegt natürlich, dass man an einem All-in-One-Rechner wie den iMac nicht viel tauschen oder einbauen kann, bei RAM ist meist schon Schluss. Dafür gibt es viele externe Erweiterungsmöglichkeiten wie externe TV-Anlagen und und und. In PowerMac Computern (oder wie immer auch die Intels dann heissen mögen) kann man natürlich auch ganz normal ein- und ausbauen was man mag. Ein PwerMac Tower ist aber auch eher für Profis gedacht, die wirklich die absolute Pferdekraft benötigen und weniger für Leute, die halt mal sicherheitshalber den Quad für Schreiben und Internet haben wollen.

    Soweit erst mal von mir, wem noch mehr einfällt, bitte anfügen und an die Moderatoren die Bitte: Diesen Thread oben anheften und von "unnötigen" Beiträgen befreien. :)
     
  6. toto

    toto Gast

    FAQ - Fragmentierung und OS X

    Da es immer wieder Fragen von Switchern zu diesem Thema gibt und es sicher auch für langjährige Mac-Nutzer von Interesse sein kann, ein paar Informationen zu diesem Thema.

    Ich beziehe mich mit meinen Aussagen im Wesentlichen auf
    „Fragmentation in HFS+ Volumes“ von Amit Singh

    Ich versuche, so kurz und verständlich wie möglich, das Thema darzustellen. Deshalb mögen mir Technik-Geeks die eine oder andere Vereinfachung nachsehen. Wer sich tiefer und umfassender damit beschäftigen möchte, dem sei der Link wärmstens empfohlen.

    Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter Fragmentierung, dass eine Datei nicht in hintereinander liegenden Blöcken (ein Block ist die kleinste Speichereinheit auf der Festplatte) abgespeichert werden kann, sondern auf verschiedene Bereiche verteilt wird. Das heißt, das dann das Öffnen der Datei verlangt, dass Daten von diesen verschiedenen Bereichen gelesen werden müssen, anstatt von einem zusammenhängenden. Dies verlangsamt das Laden der Datei und die Festplatte wird mechanisch stärker beansprucht.

    Dieses Fragmentieren ergibt sich zwangsläufig beim arbeiten, da Dateien neu erstellt, wieder gelöscht und wieder neue Dateien gespeichert werden. Im Laufe der Zeit entsteht dann eine mehr oder weniger große Fragmentierung der Dateien.

    OS X bringt kein Programm zum Defragmentieren und auch ein Tool in OS X zum einfachen Überprüfen der Fragmentierung sucht man vergebens. Ersteres ist nicht nötig (dazu gleich mehr) und für zweiteres gibt es Abhilfe: hfsdebug (Download unter http://www.osxbokk.com) ist ein mächtiges Terminalprogramm, das u.a. auch die Fragmentierung analysieren kann. Da aber nur wenige sich trauen, mit dem Terminal zu arbeiten, und zu dem die Ergebnisanzeige nicht gerade einfach zu interprtieren ist, gibt es ShowVolumeFragmentation, ein GUI-Tool für hfsdebug (http://freenet-homepage.de/amichalak). Dieses Programm in den gleichen Ordner wie hfsdebug legen, dann funktionierts am einfachsten, ansonsten wird gefragt, wo sich hfsdebug befindet.

    Bei meinem PB, seit ca. 1 Jahr in Betrieb zum arbeiten (Layout, Grafik) sowie surfen, mailen, iTunes mit iPod, ab und zu mal arbeiten mit iMovie etc., ergab die Überprüfung, dass 99.82% der Dateien nicht fragmentiert sind. Also nicht wirklich ein Anlass zur Sorge. Aber wie schafft es OS X, dieses Ergebnis zu erreichen?

    Das Stichwort heißt „Defragmentierung on thy fly“. Seit 10.3 gibt es diese Funktion in OS X. Die Vorgehensweise ist folgende.
    Wird eine Datei auf einem HFS+ Volume geöffnet, überprüft OS X, ob diese Bedigungen gegeben sind:
    1. die Datei ist kleiner als 20 MB
    2. die Datei ist aktuell nicht in Gebrauch (keine Lese-/Schreibzugriffe)
    3. die Datei ist nicht schreibgeschützt
    4. die Datei ist fragmentiert
    5. das System läuft länger als 3 Minuten
    Sind alle Bedigungen erfüllt, wird die Datei an einem anderen Ort in hintereinanderliegenden Blöcken gespeichert und somit on thy fly defragmentiert. Vorraussetzung für diese Funktion ist, dass ca. 10 bis 20% der Festplatte frei sind.

    Eine zweite Seite der Fragmentierung ist die Fragmentierung des freien Festplattenspeicherplatzes. Soll heißen, wie groß sind die zusammenhängenden freien Bereiche? Diese Angaben finden sich ebenfalls bei ShowVolumeFragmentation. Um bei meinem PB als Beispielrechner zu bleiben, ergab sich folgendes Ergebnis. Der gesamte freie Speicherplatz beträgt ca. 37 GB (bei einer 80 GB HD).
    Zusammenhängende freie Bereiche
    über 5 GB: 0
    gleich/größer 1 GB: 4 (9,47 GB - Summe dieser Bereiche)
    gleich/größer 500 MB: 3 (1,79 GB)
    gleich/größer 100 MB: 41 (6,88 GB)
    gleich/größer 10 MB: 407 (12,65 GB)
    gleich/größer 1 MB: 1404 (4,13 GB)
    unter 1 MB: 15786 (1,66 GB)
    Auch dies ist ein Ergebnis, was für meinen Fall kein Grund zur Sorge ist, es sind genügend Bereiche vorhanden, um auch größere Dateien unfragmentiert speichern zu können. Lediglich der Anteil der Bereiche unter 1 MB ist relativ hoch, da diese Bereiche sehr schlecht zu nutzen sind, sprich es werden im Moment ca. 1,7 GB verschwendet.
    Anders würde es aber aussehen, wenn ich Bootcamp installieren wollte. Das würde nicht funktionieren, wenn ich z.B. 10 GB für Windows zuweisen wollte. Der Platz für die Partition muss nämlich zusammenhängend frei sein.

    Um sein System optimal im Hinblick auf die Fragmentierung in Schuss zu halten, ist in erster Linie also auf genug freien Speicherplatz zu achten. So kann OS X den Job des Defragmentieren on the fly gut machen.

    Es gibt auch einige Tools zur Defragmentierung. Wichtig hierbei ist aber auf jeden Fall vor der Anwendung dieser eine komplette Datensicherung durchzuführen. Denn: Was ist, wenn der Strom plötzlich ausbleibt, das System crashed oder ähnliches? Da kann ein Schaden größer sein als der Nutzen.

    Eine sehr einfache Methode ist die HD zu clonen, z.B. mit Carbon Copy Cloner. Dann die HD löschen und den Inhalt zurückspielen. Damit erhält man eine maximal defragmentierte Festplatte.

    Als Fazit kann gesagt werden, dass man als Normalanwender OS X seinen Job machen lassen sollte und sich nicht um die Frage der Fragmentierung kümmern muss.

    Gruß Torsten
     
  7. Junior-c

    Junior-c Gast

    Vielen Dank! :)

    MfG, juniorclub.
     
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